Suizidalität ist ein Thema, das längst nicht mehr nur Erwachsene betrifft. In der westlichen Welt stellt der Suizid die dritthäufigste Todesursache bei Kindern und Jugendlichen dar. Gerade in der heutigen Zeit, in der Kinder und Jugendliche neben den generell bestehenden Gefahren zusätzlichen Belastungsfaktoren durch die neuen Medien ausgesetzt sind, ist ein frühzeitiges Erkennen destruktiver Tendenzen im Sinne einer Intervention und weiteren Präventionsmaßnahmen notwendig.
In dieser Übersichtsarbeit werden bisherige Forschungsergebnisse über suizidales Verhalten bei Kindern und Jugendlichen bis einschließlich 15 Jahren zusammengefasst. Unter Einbezug verschiedener Fachliteratur soll dabei ein Überblick über die Epidemiologie, häufige Suizidmethoden und Geschlechtsunterschiede geschaffen werden. Im Schwerpunkt soll auf die allgemeinen Risikofaktoren der Suizidalität und in diesem Zusammenhang vor allem auf die Bedeutung psychosozialer und psychiatrischer Einflussfaktoren eingegangen werden. Es konnten Depression als Hauptrisikofaktor und familiäre Probleme und Einflussfaktoren als weitere wichtige Risikofaktoren der Suizidalität festgestellt werden.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
2. METHODE
3. ERGEBNISSE
3.1 Epidemiologie der Suizidalität
3.2 Suizidmethoden und Genderunterschiede des Suizids
3.3 Risikofaktoren der Suizidalität
3.3.1 Genetische und psychiatrische Faktoren
3.3.2 Psychosoziale Faktoren
3.3.3 Umfeldbezogene Faktoren
4. DISKUSSION/ ZUSAMMENFASSUNG
5. FORSCHUNGSFRAGESTELLUNG UND FORSCHUNGSSKIZZE
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, einen umfassenden Überblick über den aktuellen Forschungsstand zur Suizidalität bei Kindern und Jugendlichen bis 15 Jahren zu geben. Dabei stehen die Identifikation von Risikofaktoren sowie die Analyse psychosozialer und psychiatrischer Einflussfaktoren im Mittelpunkt, um Ansätze für eine frühzeitige Erkennung und Prävention aufzuzeigen.
- Epidemiologische Daten und statistische Kennzahlen zur Suizidalität
- Analyse geschlechtsspezifischer Unterschiede bei Suizidmethoden
- Untersuchung psychiatrischer und genetischer Risikofaktoren
- Einfluss psychosozialer Faktoren wie Mobbing und familiäre Dynamiken
- Bedeutung umfeldbezogener Einflüsse und der Rolle der Medien
Auszug aus dem Buch
Risikofaktoren der Suizidalität
Unter Risikofaktoren werden in dieser Arbeit die internen Vulnerabilitätsfaktoren im Sinne einer Verletzlichkeit des Kindes bzw. Jugendlichen für Suizidalität, und die externen Risikofaktoren aus der Umwelt, die auch als Stressoren bezeichnet werden können, zusammengefasst (“Das Risiko- und Schutzfaktorenkonzept”, k.A.).
In einem Artikel des deutschen Arztes Dr. med. Wolf (2010), der der Beratung und Begleitung von suizidalen Kindern, Jugendlichen und ihren Eltern dienen soll, werden einige grundlegende Anlässe im Sinne von Risikofaktoren für Suizidalität genannt. Die nachfolgende Aufzählung gibt einen Überblick über diese:
1. Schulisches Versagen
2. Zugehörigkeit zu einer Randgruppe (Ausländer, Homosexuelle, etc.)
3. Umzüge, Schulwechsel, Verlust von Gewohntem
4. Mobbing
5. Traumatische Erlebnisse: Todesfälle, Unfälle, Gewalterfahrungen (Misshandlung, Missbrauch), schwerste Vernachlässigung
6. Psychiatrische Erkrankungen
7. Suizidversuche und vollzogene Suizide im Umfeld der Kinder und Jugendlichen
8. Mediendarstellungen von Suiziden, die ein großes Risiko zur Nachahmung beinhalten (siehe Werther-Effekt)
Zusammenfassung der Kapitel
EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz der Suizidalität bei Kindern und Jugendlichen als gesundheitspolitisches Problem und definiert die zentralen Begriffe sowie die Zielsetzung der Arbeit.
METHODE: Es wird die systematische Literaturrecherche in Datenbanken wie Psyndex und PsycInfo beschrieben, inklusive der Kriterien zur Eingrenzung des Untersuchungsgegenstands.
ERGEBNISSE: Dieser Teil präsentiert statistische Daten, analysiert geschlechtsspezifische Suizidmethoden und stellt detailliert psychiatrische, psychosoziale sowie umfeldbezogene Risikofaktoren dar.
DISKUSSION/ ZUSAMMENFASSUNG: Die Ergebnisse werden zusammengeführt, wobei die Bedeutung von Früherkennung, Aufklärung und professioneller Intervention hervorgehoben wird.
FORSCHUNGSFRAGESTELLUNG UND FORSCHUNGSSKIZZE: Es wird ein Forschungsansatz entworfen, der den Einfluss mangelhafter Eltern-Kind-Interaktionen auf suizidale Tendenzen bei Kindern psychisch erkrankter Eltern untersucht.
Schlüsselwörter
Suizidalität, Kinder, Jugendliche, Suizid, Parasuizid, Risikofaktoren, Selbstmord, Depression, Psychosoziale Faktoren, Psychiatrische Erkrankungen, Mobbing, Prävention, Epidemiologie, Eltern-Kind-Interaktion, Adoleszenz
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Risikofaktoren suizidalen Verhaltens bei Kindern und Jugendlichen bis 15 Jahren und analysiert, welche psychischen und sozialen Einflüsse zu destruktiven Tendenzen führen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zentral sind die Epidemiologie, geschlechtsspezifische Unterschiede bei Suizidmethoden sowie die detaillierte Betrachtung von psychiatrischen, psychosozialen und umweltbedingten Risikofaktoren.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis für suizidale Entwicklungen im Kindes- und Jugendalter zu schaffen, um Ansatzpunkte für frühzeitige Interventions- und Präventionsmaßnahmen zu identifizieren.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturübersicht (Review), die aktuelle Forschungsergebnisse aus dem angloamerikanischen und europäischen Raum systematisch zusammenfasst.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung epidemiologischer Daten, eine Analyse der Suizidmethoden und eine umfassende Untersuchung der Risikofaktoren, insbesondere psychiatrischer Erkrankungen und familiärer Belastungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Suizidalität, Risikofaktoren, Depression, Kindesalter, Adoleszenz, psychosoziale Belastung und Prävention charakterisiert.
Welche Rolle spielen neue Medien bei der Suizidalität von Jugendlichen?
Die Arbeit identifiziert Cyber-Mobbing und die mediale Darstellung von Suiziden (Nachahmungseffekt) als bedeutende belastende Faktoren, die ein erhöhtes Suizidrisiko bergen.
Wie soll der vorgeschlagene Forschungsansatz die Eltern-Kind-Beziehung untersuchen?
Die Skizze sieht eine Längsschnittstudie vor, bei der mittels standardisierter Fragebögen (CBCL/4-18) und Interviews die Auswirkungen der psychischen Erkrankung von Eltern auf das Verhalten und die suizidalen Tendenzen ihrer Kinder untersucht werden sollen.
- Arbeit zitieren
- Ngoc Linh Nguyen Hong (Autor:in), 2017, "Liebe Eltern, ich will sterben!" Risikofaktoren der Suizidalität bei Kindern und Jugendlichen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/417424