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Feministische Sichtpunkte in der DDR-Literatur. "Kassandra" von Christa Wolf als Kritik an der DDR

Titel: Feministische Sichtpunkte in der DDR-Literatur. "Kassandra" von Christa Wolf als Kritik an der DDR

Hausarbeit , 2017 , 15 Seiten , Note: 3,0

Autor:in: Bachelor of Arts Kevin Ruser (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Literatur, Werke
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Analyse des Werkes „Kassandra“ von Christa Wolf, hinsichtlich der von der Autorin geübten Gesellschaftskritik zur Zeit der DDR. Hierfür muss zunächst die Realsituation vorgestellt und das Werk in seine Entstehungszeit eingebettet werden. Anhand der Erzählung werden dann Kritikpunkte Wolfs herausgestellt und untersucht, um die Frage zu beantworten, inwiefern Kassandra als DDR-Kritik verstanden werden kann.

Christa Wolf galt als Feministin und beschäftigte sich mit den Möglichkeiten von Frauen, deren „Sehnsucht nach Unabhängigkeit“ und sorgte sich um die Gleichstellung von Männer und Frauen.

Zweifelsohne gehört die DDR zu unserer historischen Vergangenheit. Sie ist geprägt von Ungerechtigkeit, Spannungen und politischer Verfolgung und Zensur. Letztere wirkte sich insbesondere auf die Schriftsteller dieser Zeit aus. So stark wie nie zuvor griff die Politik in die Literatur ein, zensierte und verbot. Um in diesen Zeiten gelesen zu werden, wurde von Schriftstellern die Fähigkeit gefordert, sich gewählt, entsprechend bestimmter Paragraphen auszudrücken.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer Hintergrund

2.1 Bibliographischer Hintergrund

2.2 Historischer Hintergrund

3. Der Mythos der Kassandra aus feministischer Sicht

3.1 Matriarchat und Patriarchat in Kassandra

3.1.1 Merkmale des Matriarchats

3.1.2 Merkmale des Patriarchats

3.2 Die Geschlechterrolle in der Erzählung

3.3 Übergang vom Matriarchat zum Patriarchat

4. Kassandra als politischer Roman

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern sich Christa Wolfs Erzählung Kassandra als implizite Kritik am politischen System der DDR verstehen lässt. Dabei wird analysiert, wie die Autorin durch die literarische Auseinandersetzung mit dem Mythos und die Darstellung patriarchaler Strukturen gesellschaftliche Missstände und staatliche Überwachung in der DDR reflektiert.

  • Analyse patriarchaler versus matriarchaler Gesellschaftsstrukturen
  • Untersuchung der Rolle der Frau und des Strebens nach Autonomie
  • Mythosrezeption als Mittel zur indirekten Gesellschaftskritik
  • Reflektion staatlicher Überwachung und Zensurmechanismen
  • Verbindung von antiker Mythologie und DDR-Gegenwart

Auszug aus dem Buch

3.1 Matriarchat und Patriarchat in Kassandra

Wolf konfrontiert in ihrer Erzählung eine matriarchale Gesellschaft (die Amazonen) mit dem patriarchalen Herrschaftssystem Trojas. Sie verleiht der Kassandra-Figur feministische, beinahe kriegerische Merkmalszüge, thematisiert aber gleichzeitig das Nichtgehörtwerden der weiblichen Protagonistin und verleiht ihr eine Stimme: „Mit meiner Stimme sprechen: [...] Mehr, andres hab ich nicht gewollt“.

Die Degradierung Kassandras zum Objekt und das Rauben der Möglichkeit, ihre Worte hören zu lassen, nehmen ihr die Autonomie. Wolf selbst sagt über die Figur der Kassandra:

„In Kassandra ist eine der ersten Frauengestalten überliefert, deren Schicksal vorformt, was dann, dreitausend Jahre lang, den Frauen geschehen soll: daß sie zum Objekt gemacht werden“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die historische Situation der DDR ein, erläutert die Notwendigkeit von versteckter Literaturkritik unter Zensur und stellt Christa Wolfs feministisches Engagement vor.

2. Theoretischer Hintergrund: Hier werden die biografischen Eckdaten der Autorin sowie die historischen Rahmenbedingungen der DDR, insbesondere die Geschlechterrollen und der staatliche Einfluss auf die Literatur, beleuchtet.

3. Der Mythos der Kassandra aus feministischer Sicht: Das zentrale Kapitel analysiert die Gegenüberstellung von Matriarchat und Patriarchat sowie die spezifische Rolle der Geschlechter in der Erzählung.

4. Kassandra als politischer Roman: Dieses Kapitel zeigt auf, wie Wolf durch formale Mittel und Parallelen die Erzählung als verschlüsselte Kritik an den politischen Verhältnissen und Überwachungsmethoden der DDR nutzt.

5. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Feststellung, dass Christa Wolf durch die Entmythologisierung ein komplexes, implizites Abbild der DDR-Gesellschaft geschaffen hat, das sowohl feministische als auch systemkritische Ebenen vereint.

Schlüsselwörter

Christa Wolf, Kassandra, DDR-Literatur, Feminismus, Matriarchat, Patriarchat, Gesellschaftskritik, Zensur, Mythos, Geschlechterrolle, politische Unterdrückung, Autonomie, Entmythologisierung, Identität, Überwachung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht Christa Wolfs Erzählung Kassandra hinsichtlich ihrer Funktion als politisches Instrument, um Kritik am DDR-System zu üben, ohne die direkte Zensur zu provozieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der Konflikt zwischen matriarchalen und patriarchalen Strukturen, die Rolle der Frau in einer patriarchal geprägten Gesellschaft sowie die Mechanismen staatlicher Kontrolle.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu ergründen, inwiefern Wolf durch die literarische Adaption eines griechischen Mythos aktuelle politische Missstände der DDR-Gegenwart verhandelt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die theoretische Hintergründe mit einer textnahen Untersuchung der Erzählung verbindet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Merkmale von Matriarchat und Patriarchat, die Geschlechterrollen in der Erzählung und die Übertragung dieser Strukturen auf die politische Realität der DDR.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Christa Wolf, Kassandra, DDR-Literatur, Feminismus, Matriarchat, Patriarchat, Zensur und politische Kritik.

Wie unterscheidet Wolf in der Erzählung zwischen Matriarchat und Patriarchat?

Das Matriarchat wird als harmonisch, naturverbunden und kreativ dargestellt, während das Patriarchat durch Hierarchie, Ausbeutung der Natur und Unterdrückung von Frauen gekennzeichnet ist.

Welche Rolle spielt die Figur Eumelos für die DDR-Kritik?

Eumelos wird als eine Analogie zum STASI-Apparat gedeutet, da er für Sicherheitsnetze, Überwachung und die Einschränkung der Freiheit in Troja verantwortlich ist.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Feministische Sichtpunkte in der DDR-Literatur. "Kassandra" von Christa Wolf als Kritik an der DDR
Hochschule
Christian-Albrechts-Universität Kiel
Note
3,0
Autor
Bachelor of Arts Kevin Ruser (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
15
Katalognummer
V417453
ISBN (eBook)
9783668670709
ISBN (Buch)
9783668670716
Sprache
Deutsch
Schlagworte
feministische sichtpunkte ddr-literatur kassandra christa wolf kritik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bachelor of Arts Kevin Ruser (Autor:in), 2017, Feministische Sichtpunkte in der DDR-Literatur. "Kassandra" von Christa Wolf als Kritik an der DDR, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/417453
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  15  Seiten
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