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Helden als Leitbilder für die Jugend

Title: Helden als Leitbilder für die Jugend

Term Paper , 2005 , 15 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Karl-Heinz Konnerth (Author)

Social Work
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Obwohl viele, die mit Jugendlichen beschäftigt sind, wissen, wie wichtig aktuelle Helden für diese sind, und obwohl viele Jungen mehr Zeit mit diesen Figuren verbringen als zum Beispiel mit ihren Vätern, wissen viele Menschen nur sehr wenig über die Bedeutung der Helden für Jungen.


„Für Kinder und Jugendliche gibt es in den speziell für sie geschaffenen Medien eine ganze Reihe von Leitbildern, die zur Identifikation einladen. Sie sind meist sehr geschlechtsspezifisch ausgerichtet.“1 Kinder und Jugendliche schenken diesen Leitbildern eine große Bedeutung, wenn reale Vorbilder fehlen – wenn Väter fehlen, sich Eltern keine Zeit für ihre Kinder nehmen oder wenn Jugendliche sozial isoliert sind. Ich werde in meiner Hausarbeit versuchen herauszufiltern was für ein Bild von Männlichkeit Jugendlichen durch Helden vermittelt wird und inwieweit der Einfluss der Helden Jugendlichen beim Erwachsenwerden unterstützen oder hindern.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition

3. Antike Helden

4. Moderne Helden

4.1.1. Filmhelden

4.1.2. Sporthelden

5. Wie Jungen ihre Helden sehen

5.1. Helden und Jungen

5.2. Helden und Männlichkeit

5.3. Helden und Väter

6. Der Einfluss der Helden auf die Jungen

6.1. Mann werden

6.2. Das Ende der Helden?

7. Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Diese Hausarbeit untersucht die Bedeutung von Heldenfiguren als Leitbilder für Jungen im Prozess des Erwachsenwerdens. Ziel ist es herauszufiltern, welches Männlichkeitsbild durch diese Helden vermittelt wird und inwieweit dieser Einfluss die Identitätsentwicklung von Jungen unterstützen oder hemmen kann.

  • Historische Entwicklung von Heldenbildern (Antike bis Moderne)
  • Die Funktion von Helden als Identifikationsfiguren und Vaterersatz
  • Einfluss von Medien (Film und Sport) auf die Konstruktion von Männlichkeit
  • Kritische Reflexion traditioneller Männlichkeitsstereotypen
  • Bedeutung realer männlicher Vorbilder in der Erziehung

Auszug aus dem Buch

4.1 Filmhelden

Der Held im Fernsehen ist oft ein Einzelgänger, der ein Doppelleben führt. Er verkörpert einerseits den netten Nachbarn von nebenan, der alltägliche Arbeiten in der gewohnten Welt ausübt, bis er den Ruf des Abenteuers wahrnimmt. Diesem Ruf folgt er jedoch nur mit Widerwillen, er wird praktisch durch die Umstände dazu gezwungen. Im Laufe des Spielfilms stellt sich oft heraus, dass dieser Held riesige Fähigkeiten besitzt und mutiger zu sein schein, als er selbst es für möglich gehalten hätte. Er ist immer zur Stelle, um das Böse zu bekämpfen sowie die Schwachen und Armen zu beschützen. Als einsamer Krieger begibt er sich in die Wildnis, quasi in das Reich des Feindes, umgeben von Gefahren, wilden Tieren und giftigen Pflanzen. Er besteht Bewährungsproben, Prüfungen, trifft Verbündete und kehrt schließlich mit einem Schatz in die gewohnte Welt zurück.

Jungen möchte sich mit ihren Helden identifizieren um ihre Phantasie beizubehalten, selbst einmal ein Held zu werden. Obwohl die Fähigkeiten, Geschicklichkeit und der Mut des Helden sich vollkommen von dem der Zuschauer unterscheidet, scheint doch beinahe jeder Held einmal ein ganz normaler Mann oder Junge gewesen zu sein. Laut Wolfgang Schmidbauer (1981) dient die Doppelexistenz der Helden nicht zwangsläufig der Identifizierung des Zuschauers mit seinem Helden, sondern weckt in ihm eine Überlegenheit gegenüber dem Helden. Der Zuschauer kennt die wahre Identität seines Helden, was ihn selbst mächtiger macht als den Helden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die große Bedeutung aktueller Heldenbilder für die Identitätsentwicklung von Jungen in einer Zeit, in der reale männliche Vorbilder oft fehlen.

2. Definition: Es wird erörtert, dass ein Held traditionell als außerordentlicher Mann begriffen wird, der durch Tapferkeit und außergewöhnliche Taten zur Bewunderung anregt und kulturelle Werte verkörpert.

3. Antike Helden: Dieses Kapitel betrachtet die historischen Wurzeln heldenhafter Ideale in Mythologie, Religion und Märchen, die Männer als Wohltäter, Krieger oder Beschützer darstellen.

4. Moderne Helden: Die Analyse zeigt auf, wie Medien wie Film und Sport heute mythische Themen aufgreifen und moderne Heldenfiguren für Jungen konstruieren.

5. Wie Jungen ihre Helden sehen: Das Kapitel untersucht die psychologische Funktion von Helden als Identifikationsfiguren oder Ersatzväter und analysiert den Zusammenhang zwischen Action-Filmen und traditionellen Männlichkeitsbildern.

6. Der Einfluss der Helden auf die Jungen: Hier wird der Einfluss der Helden auf den Prozess des "Mannwerdens" kritisch beleuchtet und die Diskussion um den "neuen Mann" eingeleitet.

7. Schlussbemerkung: Die Arbeit schließt mit dem Fazit, dass reale männliche Vorbilder essenziell sind, um Jungen bei einer authentischen Identitätsentwicklung jenseits veralteter Heldenmythen zu unterstützen.

Schlüsselwörter

Helden, Männlichkeit, Identitätsentwicklung, Jugend, Vorbilder, Medien, Sozialisation, Vaterrolle, Geschlechterstereotypen, Erziehung, Filmhelden, Sporthelden, Erwachsenwerden, Männliches Identitätsbild, Mythos.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, welche Rolle Heldenfiguren aus Medien und Mythologie bei der Entwicklung von Jungen zu Männern spielen und welches Männlichkeitsbild dabei vermittelt wird.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die historische Entwicklung des Heldentums, die Funktion von Helden als Identifikations- oder Ersatzobjekte sowie der Einfluss traditioneller Geschlechterbilder auf Jugendliche.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage zielt darauf ab, zu ergründen, wie Helden das Bild von Männlichkeit bei Jugendlichen prägen und ob dieser Einfluss beim Erwachsenwerden eher hilfreich oder hinderlich wirkt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der soziologische und psychologische Ansätze zu den Themen Männlichkeit, Sozialisation und Heldenmythos zusammengeführt werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse antiker und moderner Helden, die Wirkung dieser Figuren auf Jungen sowie die Bedeutung realer männlicher Vorbilder im Vergleich zur Medienwelt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Helden, Männlichkeit, Identitätsentwicklung, Sozialisation und Vaterrolle.

Warum sind moderne Filmhelden oft als "Einzelgänger" konzipiert?

Laut der Arbeit verkörpern sie eine Form von Männlichkeit, die Stärke und Unabhängigkeit betont, während sie gleichzeitig durch ihr Doppelleben eine Brücke zwischen gewöhnlichem Alltag und außergewöhnlichem Heldentum schlagen.

Welche Rolle spielen Väter bei der Entwicklung männlicher Identität laut dem Autor?

Väter sind als reale Vorbilder gefragt, an denen sich Jungen reiben können. Wenn diese fehlen, werden mediale Heldenbilder zur notwendigen, aber oft problematischen Kompensation für fehlende Nähe und Orientierung.

Wie bewertet der Autor den sogenannten "neuen Mann"?

Der Autor sieht den "neuen Mann", der sensibler und weniger gewaltbereit ist, als eine Generation, die den gesellschaftlichen Wandel erkannt hat, wenngleich dieses Bild noch mit den traditionellen Vorstellungen von Heldentum kollidiert.

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Details

Title
Helden als Leitbilder für die Jugend
College
Protestant University of Applied Sciences Ludwigsburg
Grade
1,0
Author
Karl-Heinz Konnerth (Author)
Publication Year
2005
Pages
15
Catalog Number
V41759
ISBN (eBook)
9783638399623
Language
German
Tags
Helden Leitbilder Jugend
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Karl-Heinz Konnerth (Author), 2005, Helden als Leitbilder für die Jugend, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/41759
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