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Unternehmensbewertung mit Multiplikatoren

Title: Unternehmensbewertung mit Multiplikatoren

Seminar Paper , 2003 , 17 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Markus Gaal (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Die Unternehmensbewertung mittels Multiplikatoren erfreut sich in der Bewertungspraxis zunehmender Beliebtheit. Die besonders in angelsächsischen Ländern bereits weit verbreitete Methode gilt schlechthin als das Praktikerverfahren, welches eine vereinfachte Wertfindung ermöglicht. Der Methode werden gegenüber den klassischen Gesamtbewertungsverfahren nicht nur Vorteile bei der Bewertung neu gegründeter Unternehmen und bei der Bestimmung von Emissionspreisen bei Börsengängen zugeschrieben. Allgemein sieht man in der Methode Vorteile wegen ihrer vermeintlich geringen Notwendigkeit an Detailkenntnissen über das Bewertungsobjekt und somit einer schnellen und einfachen Wertermittlung, ihrer leichten Nachvollziehbarkeit und der daraus resultierenden guten Kommunizierbarkeit.
Im folgenden wird erörtert, inwieweit die Multiplikatormethode eine adäquate Methode zur Wertermittlung von Unternehmen darstellt und inwiefern sie eine Ergänzung oder gar Alternative zu den Gesamtbewertungsverfahren darstellen kann. Zu diesem Zweck wird die Methode auf Basis allgemein anerkannter Bewertungsgrundsätze und den impliziten Prämissen der Multiplikatormethode auf ihre theoretische Fundierung geprüft.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Problemstellung

2. Grundsätze ordnungsmäßiger Unternehmensbewertung

3. Einordnung der Multiplikatormethode

4. Wertermittlung

4.1. Prämissen

4.2. Vorgehensweise

4.2.1. Ermittlung von Vergleichsunternehmen

4.2.2. Ermittlung des Multiplikators

5. Probleme bei der Wertermittlung

5.1. Zukunftsbezogenheit

5.2. Homogenität von Unternehmen

5.3. Bandbreitenproblematik

5.4. Gleichsetzung von Wert und Preis

5.5. Effizienter Markt

6. Thesenförmige Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die theoretische Fundierung und praktische Anwendbarkeit der Multiplikatormethode zur Unternehmensbewertung. Das primäre Ziel ist es, zu analysieren, ob dieses Verfahren eine adäquate Alternative oder Ergänzung zu klassischen, investitionstheoretisch begründeten Gesamtbewertungsverfahren darstellt und welche theoretischen Mängel dabei auftreten.

  • Grundlagen und ordnungsmäßige Prinzipien der Unternehmensbewertung
  • Systematische Einordnung marktorientierter Bewertungsverfahren
  • Methodik der Wertermittlung mittels Multiplikatoren
  • Kritische Analyse der Problemfelder bei der Anwendung
  • Theoretische Prüfung der Aussagekraft der Methode

Auszug aus dem Buch

4.1. Prämissen

Der Multiplikatormethode liegt die Idee zugrunde, daß gleiche Dinge den gleichen Preis haben sollten. Als plausibilisierendes Beispiel dieser Idee dient der Grundstücksmarkt: Grundstücke ähnlicher Art sollten auch einen gleichen Quadratmeterpreis haben. Bei der Unternehmensbewertung soll durch den bekannten Wert eines oder mehrerer Vergleichsunternehmen auf den Wert des zu untersuchenden Unternehmens (Zielunternehmen) geschlossen werden. Dabei geht man idealtypisch in zwei Schritten vor: Als erstes wird der Referenzwert des Vergleichsunternehmens ins Verhältnis zu einer Bezugsgröße (wie den Gewinn oder den Umsatz) gesetzt. Durch Multiplikation des sich hieraus ergebenden Multiplikators mit der Bezugsgröße des Zielunternehmens, welches börsennotiert sein kann oder auch nicht, kann dann im zweiten Schritt auf den Wert des zu untersuchenden Unternehmens geschlossen werden. Die Referenzwerte stammen dabei in erster Linie von den Marktpreisen börsennotierter Unternehmen (trading comparables, comparable company approach, similar public company method), von Preisen vergangener Unternehmensakquistionen oder –zusammenschlüssen (transaction comparables, comparable acquisition approach, recent acquisitions method). Diese Methode setzt voraus, daß es ein dem Zielunternehmen in allen relevanten Eigenschaften ähnliches Vergleichsunternehmen gibt, von dem der Vergleichswert bekannt ist. Des weiteren muß ein linearer Zusammenhang zwischen der Bezugsgröße und den Werten sowohl des Vergleichs- als auch des Zielunternehmens unterstellt werden. Dies bedeutet, daß der Multiplikator das Vielfache darstellt, das bei der entsprechenden Unternehmensbewertung für die betreffende Bezugsgröße zu entrichten ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Problemstellung: Einführung in die wachsende Beliebtheit der Multiplikatormethode als Praktikerverfahren und Definition der Zielsetzung der wissenschaftlichen Untersuchung.

2. Grundsätze ordnungsmäßiger Unternehmensbewertung: Darstellung der maßgeblichen Bewertungsprinzipien wie Zweckadäquanz, Zukunftsbezogenheit und Gesamtbewertung, die als Rahmenbedingungen für die Wertermittlung dienen.

3. Einordnung der Multiplikatormethode: Systematische Gegenüberstellung der Multiplikatormethode zu anderen Bewertungsverfahren wie dem Ertragswert- oder Discounted Cash Flow-Verfahren.

4. Wertermittlung: Erläuterung der zugrunde liegenden Prämissen sowie des zweistufigen Vorgehens zur Ermittlung von Vergleichsunternehmen und des konkreten Multiplikators.

5. Probleme bei der Wertermittlung: Kritische Auseinandersetzung mit methodischen Herausforderungen, darunter die Prognoseunsicherheit, die fehlende Unternehmenshomogenität, die Bandbreitenproblematik und die Differenz zwischen Preis und Wert.

6. Thesenförmige Zusammenfassung: Synthese der Ergebnisse, mit dem Schluss, dass die Methode aus theoretischer Sicht keine tragfähige Alternative zu Gesamtbewertungsverfahren darstellt.

Schlüsselwörter

Unternehmensbewertung, Multiplikatormethode, Praktikerverfahren, Vergleichsunternehmen, Marktorientierung, Ertragswertverfahren, Discounted Cash Flow, Bewertungsobjekt, Bezugsgröße, Kapitalmarkt, Finanzkennzahlen, Bewertungsprinzipien, Unternehmenswert, Marktpreis, Unternehmensfinanzierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Validität der Multiplikatormethode im Kontext der deutschen Unternehmensbewertungspraxis.

Welche Themenfelder stehen im Fokus?

Zentral sind die ordnungsmäßigen Bewertungsprinzipien, die methodische Vorgehensweise bei der Multiplikatorbestimmung und die kritische Würdigung der Anwendungsprobleme.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Es wird untersucht, ob die Multiplikatormethode eine theoretisch fundierte Alternative zu klassischen Gesamtbewertungsverfahren wie dem Ertragswertverfahren bilden kann.

Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?

Der Autor führt eine theoretische Analyse der Methode auf Basis anerkannter Bewertungsgrundsätze durch und vergleicht diese mit den Ergebnissen der Literatur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine methodische Herleitung der Wertermittlung und eine detaillierte Auseinandersetzung mit Problemen wie Prognoseschwierigkeiten und Marktunvollkommenheiten.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Unternehmenswert, Multiplikator, Vergleichsunternehmen und Marktorientierung geprägt.

Warum wird die Methode in Deutschland kritisch gesehen?

Aufgrund der vergleichsweise geringen Anzahl an börsennotierten Unternehmen und Transaktionsdaten ist es schwierig, homogene Vergleichsgruppen zu bilden, was die Aussagekraft der Ergebnisse mindert.

Welchen Stellenwert haben Marktpreise in dieser Methode?

Marktpreise bilden die Basis, jedoch argumentiert der Autor, dass Unternehmen Unikate sind und Marktpreise den wahren Unternehmenswert nicht zwangsläufig widerspiegeln.

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Details

Title
Unternehmensbewertung mit Multiplikatoren
College
LMU Munich  (Department für Betriebswirtschaft)
Grade
2,7
Author
Markus Gaal (Author)
Publication Year
2003
Pages
17
Catalog Number
V41791
ISBN (eBook)
9783638399845
Language
German
Tags
Unternehmensbewertung Multiplikatoren
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Markus Gaal (Author), 2003, Unternehmensbewertung mit Multiplikatoren, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/41791
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