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Die Diotima-Figur in der Liebeselegie von Friedrich Hölderlin

Title: Die Diotima-Figur in der Liebeselegie von Friedrich Hölderlin

Term Paper , 2016 , 15 Pages , Grade: 2,2

Autor:in: Lisa Pfretzschner (Author)

Didactics for the subject German - Literature, Works
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In dieser Arbeit setze ich mich mit dem Leben des Dichters Friedrich Hölderlin auseinander und nehme insbesondere Bezug auf seine Diotima-Figur. Im Zuge der Auseinandersetzung mit der Elegie Menons Klagen um Diotima von Hölderlin, stellte sich die Frage, wie die Komponenten des Titels zustande kamen.

Ich erachte es für wichtig, einen groben Überblick über das Leben des Autors Hölderlin zu geben, um später auch Zusammenhänge mit seinen literarischen Werken deutlicher machen zu können. Zudem werde ich eine Einführung in den allgemeinen Elegiebegriff geben.

Um die Figur der Diotima und auch die Bedeutung des Menon begreiflicher zu machen, stelle ich im Hauptteil der Arbeit darüber hinaus den Bezug zu Platon her, bei dem die Namen dieser zum ersten Mal auftauchen. Dabei greife ich Platons Werke Symposion und Menon auf, wobei ich zum besseren Verständnis kurz und knapp auf den Inhalt dieser eingehen möchte. Ebenso nehme ich Bezug zu Hölderlins Werk Hyperion, um Verweise auf nachfolgende Texte herzustellen.

Danach werde ich die vorangegangenen Ausführungen erfassen und die gesammelten Informationen in Zusammenhänge bringen. Der Schlussteil soll dazu dienen, eine knappe Zusammenfassung zu liefern und noch einmal Bezug auf die Einleitung meiner Arbeit zu nehmen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1 Biographischer Abriss

2.2 Aufbau und Inhalt der Elegie Menons Klagen um Diotima

2.2.1 Vorbemerkungen zum Elegiebegriff

2.2.2 Menons Klagen um Diotima (um 1800)

2.3 Bezug zu Platon

2.3.1 Vorbemerkungen

2.3.2 Symposion (383 v. Chr.)

2.3.3 Menon (ca. 402 v. Chr.)

2.4 Rolle des Hyperion

2.5 Zusammenfassung

3. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Leben des Dichters Friedrich Hölderlin und analysiert insbesondere die Bedeutung seiner Diotima-Figur im Kontext der Elegie Menons Klagen um Diotima. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie die Komponenten des Titels entstanden sind und welche Verbindungen zwischen Hölderlins Werk, seiner Lebensgeschichte mit Susette Gontard und den philosophischen Einflüssen Platons bestehen.

  • Biographische Einordnung von Friedrich Hölderlin und Susette Gontard
  • Strukturanalyse und Deutung der Elegie Menons Klagen um Diotima
  • Einfluss der platonischen Werke Symposion und Menon auf Hölderlins Schaffen
  • Die Funktion und literarische Ausgestaltung der Figur Diotima
  • Verarbeitung von Trennungsschmerz und Todesgedanken durch literarische Inszenierung

Auszug aus dem Buch

2.2.2 Menons Klagen um Diotima (um 1800)

Das Gedicht besteht aus 9 Strophen, wobei die meisten 14 Verse besitzen, unterbrochen von zwei 12-versigen Strophen und abschließend mit der letzten und längsten Strophe bestehend aus 22 Versen. Das metrische Schema der Elegie ist das Distichon, welches aus Hexameter und Pentameter besteht.

In der 1. Strophe wird die gegenwärtige Situation des lyrischen Ichs deutlich. Beginnend mit „der Suche nach der Natur“, kommt der Vergleich des Dichters Person mit einem „getroffene[n] Wild“ (V.5), was die Klage um einen Verlust deutlich macht. Die 2. Strophe beginnt mit den Gedanken an den Tod (V. 16-17), wobei es ab dem Vers 22 bis zum Ende der Strophe zur „Gewahrung der Liebeserfahrung“ kommt, da eine Hoffnung nicht verloren ist (V. 22). „Wie so selig doch auch mitten im Leide mir ist.“ (V.28) verdeutlicht die „Gleichzeitigkeit gegensätzlicher Emotionen“ und stellt somit das für eine Elegie typische Gefühl der vermischten Empfindung dar.

Die folgende 3. Strophe greift die Liebeserfahrung aus der Erinnerung auf (V.30). Durch die Erinnerung gelangt der Dichter zur Gewissheit der Liebe und der Name Diotima kommt in seine Gedanken zurück (V.42). In Strophe 4 vergegenwärtigt das lyrische Ich seine Liebeserfahrung (V.43-52). Doch in Vers 53 wird diese unterbrochen vom Einbruch des Bewusstseins über den erlittenen Verlust. Dieser „erste Versuch der […] Vergegenwärtigung des vergangenen Liebesglücks […] scheitert“, denn der Liebende kehrt zum Klagen zurück.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Themas, des biographischen Kontextes von Susette Gontard und Friedrich Hölderlin sowie Darlegung der Forschungsabsicht.

2. Hauptteil: Detaillierte Betrachtung von Hölderlins Leben, die Analyse der Elegie Menons Klagen um Diotima, der Bezug zu Platons Werken sowie die Bedeutung der Figur im Roman Hyperion.

2.1 Biographischer Abriss: Überblick über Hölderlins Lebensweg von seiner Kindheit über das Studium bis zur prägenden Beziehung zu Susette Gontard.

2.2 Aufbau und Inhalt der Elegie Menons Klagen um Diotima: Untersuchung der gattungstheoretischen Grundlagen und der inhaltlichen Struktur der Elegie.

2.2.1 Vorbemerkungen zum Elegiebegriff: Definitionsprobleme und gattungsspezifische Charakteristika der Elegie im 18. Jahrhundert.

2.2.2 Menons Klagen um Diotima (um 1800): Analyse der Strophenstruktur und der zentralen Motive wie Trauer, Erinnerung und Lebenshoffnung.

2.3 Bezug zu Platon: Einordnung der Einflüsse des griechischen Philosophen auf Hölderlins Dichtung.

2.3.1 Vorbemerkungen: Zusammenfassung von Hölderlins philosophischem Interesse und seiner Wertschätzung für Platon.

2.3.2 Symposion (383 v. Chr.): Diskussion der Rolle des Eros als Vermittler und der Figur der Diotima bei Platon.

2.3.3 Menon (ca. 402 v. Chr.): Erläuterung der Anamnesis-Lehre und deren Reflexion in Hölderlins Elegie.

2.4 Rolle des Hyperion: Darstellung der Diotima-Figur im gleichnamigen Roman und deren symbolische Bedeutung für den deutschen Idealismus.

2.5 Zusammenfassung: Synthese der Erkenntnisse über die Diotima-Figur und ihre Verbindung zu Susette Gontard.

3. Schluss: Fazit zur Deutung des Titels und Einordnung der Elegie als Abschiedswerk sowie Zusammenfassung der Ergebnisse.

Schlüsselwörter

Friedrich Hölderlin, Diotima, Susette Gontard, Menons Klagen um Diotima, Platon, Symposion, Menon, Elegie, Anamnesis-Lehre, Hyperion, Liebeserfahrung, Erinnerung, Trennungsschmerz, Griechische Philosophie, Idealismus

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Figur der Diotima in Friedrich Hölderlins Werk, insbesondere in der Elegie Menons Klagen um Diotima, und setzt diese in Beziehung zu seiner realen Muse Susette Gontard sowie zu antiken philosophischen Quellen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die literarische Verarbeitung von Liebe und Trennung, der Einfluss platonischer Philosophie auf Hölderlin und die Entwicklung einer "Elegie" als Ausdruck einer gemischten Empfindung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die Entstehung der Komponenten des Titels Menons Klagen um Diotima zu ergründen und die Diotima-Figur als Verbindung zwischen Hölderlins Dichtung und seiner Lebensrealität zu deuten.

Welche wissenschaftlichen Methoden finden Anwendung?

Die Autorin kombiniert eine biographische Analyse mit einer literaturwissenschaftlichen Interpretation der Elegie und zieht zum Vergleich zentrale Texte von Platon (Symposion, Menon) heran.

Was steht im inhaltlichen Hauptteil im Fokus?

Im Hauptteil stehen die biographischen Hintergründe, die poetologische Untersuchung der Elegie, die philosophische Fundierung durch Platon und die Rolle der Diotima in Hölderlins Gesamtwerk, insbesondere im Roman Hyperion.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt charakterisieren?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Hölderlin, Diotima, Susette Gontard, Elegie, Platon, Anamnesis und die Verarbeitung von Liebeserfahrungen im literarischen Kontext.

Inwieweit spielt der Roman "Hyperion" eine Rolle für die Analyse?

Der Roman dient als ergänzendes Werk, um die Idealgestalt der Diotima zu beleuchten, wobei aufgezeigt wird, dass sie auch dort als geliebte Frau eine zentrale Funktion einnimmt.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin bezüglich des Titels der Elegie?

Die Autorin deutet "Menon" als das lyrische Alter Ego des "Bleibenden", das um die verlorene Geliebte (Diotima/Susette) trauert, wodurch das Gedicht als Versuch der Verarbeitung eines endgültigen Abschieds gelesen wird.

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Details

Title
Die Diotima-Figur in der Liebeselegie von Friedrich Hölderlin
College
University of Leipzig
Grade
2,2
Author
Lisa Pfretzschner (Author)
Publication Year
2016
Pages
15
Catalog Number
V417920
ISBN (eBook)
9783668671546
ISBN (Book)
9783668671553
Language
German
Tags
diotima-figur hölderlin
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lisa Pfretzschner (Author), 2016, Die Diotima-Figur in der Liebeselegie von Friedrich Hölderlin, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/417920
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