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Steinzeit im Sachunterricht der Grundschule

Titel: Steinzeit im Sachunterricht der Grundschule

Hausarbeit , 2016 , 19 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Dirk Kopplin (Autor:in)

Didaktik - Allgemeine Didaktik, Erziehungsziele, Methoden
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese schriftliche Modulprüfung bildet den Abschluss für die Einführung in den Lernbereich Sachunterricht, eingerahmt in ein fakultätsübergreifendes Seminar zum Thema „Steinzeit“. Dabei hatten meine Kommilitonen und ich die Gelegenheit, die Wissensgebiete zu vernetzen und somit gleichzeitig zu erweitern. Dies gelang insbesondere dadurch, dass die Studierenden die Möglichkeit erhielten, an der Hamburger Grundschule Hoheluft mit Schülerinnen und Schülern der dritten und vierten Klassen in Kontakt zu treten.

Bei unseren Überlegungen stellte sich heraus, dass es vielfältige Gründe gibt, das Thema „Steinzeit“ in der Grundschule zu behandeln. Unter Berücksichtigung der fünf Perspektiven des Sachunterrichts und in Zeiten von Kompetenzorientierung wurde deutlich, wie wertvoll der vom Seminar überlegte Zugang für die Kinder sein kann. Das Nachdenken über und das Vergleichen von Vergangenheit und Gegenwart beispielsweise hilft den Kindern bei der Entwicklung eines Geschichtsbewusstseins.

In Teams wurden Stationen erarbeitet. Jede Station hatte einen anderen „steinzeitlichen“ Schwerpunkt, sodass durch die Auseinandersetzung mit den Inhalten jeder Station die Fragen der Schülerinnen und Schüler beantwortet werden sollten. Mein Team und ich erarbeiteten eine Station zum Schwerpunkt „Alltag, Wohnen und Familie“. Eines unserer Ziele war es, den Kindern einen Vergleich zwischen der Lebenssituation in der Steinzeit und der heutigen Lebenssituation zu ermöglichen. Dieser Schwerpunkt bot einen sehr persönlichen und für die Lebenswelt der Kinder bedeutsamen Zugang zum Thema „Steinzeit“. Insofern stand unser Schwerpunkt von vornherein im Einklang mit den im Hamburger Bildungsplan für Sachunterricht formulierten didaktischen Grundsätzen.

Im Theorieteil werde ich zunächst die Untersuchungsfrage dieser Arbeit formulieren, um die Richtung vorgeben zu können. Da dieses Seminar einen großen praktischen Anteil hatte, ist für mich als Lehramtsstudent eine Positionierung und ein reflexiver Charakter sehr bedeutsam. Von daher ist eine Auseinandersetzung mit der Durchführung unserer Station die logische Konsequenz. Die Darstellung der Unterrichtseinheit wäre aber ohne eine Auswertung dieser nicht komplett und eine Reflexion könnte nicht stattfinden. Folglich soll eine intensive Analyse unserer Beobachtungen erfolgen, sodass die Untersuchungsfrage dieser Arbeit auch beantwortet werden kann. Ein Fazit mit einer Positionsbestimmung rundet diese Arbeit schließlich ab.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Aspekte

2.1 Die relevanten Perspektiven

2.1.1 Die sozialwissenschaftliche Perspektive

2.1.2 Die historische Perspektive

2.1.3 Die technische Perspektive

2.2 Philosophieren mit Kindern

3. Durchführung der Unterrichtseinheit

3.1 Schul- und Lerngruppenbeschreibung

3.2 Die Entwicklung der Station „Alltag, Wohnen, Familie“

3.3 Berücksichtigung des Sprachaspekts

3.4 Die Ziele unserer Station und ihre Überprüfbarkeit

4. Auswertung der Unterrichtseinheit

4.1 Unsere Beobachtungen: Reflexion und Interpretation

4.2 Beantwortung der Untersuchungsfrage

5. Fazit

6. Anhang

6.1 Literaturverzeichnis

6.2 Verlaufsplan der Unterrichtseinheit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Reflexion und Auswertung einer im Rahmen eines universitären Seminars entwickelten Unterrichtseinheit zum Thema „Steinzeit“, wobei insbesondere die Vernetzung der fachdidaktischen Perspektiven des Sachunterrichts im Fokus steht. Die Forschungsfrage untersucht, inwiefern die praktische Umsetzung der Station „Alltag, Wohnen, Familie“ hinsichtlich dieser Perspektivenvernetzung als erfolgreich bewertet werden kann.

  • Fakultätsübergreifende Zusammenarbeit zwischen Archäologie und Erziehungswissenschaft.
  • Anwendung des didaktischen Prinzips des Philosophierens mit Kindern im Sachunterricht.
  • Perspektivenwechsel als zentrales Element zur Entwicklung von Geschichtsbewusstsein.
  • Handlungs- und produktorientierte Vermittlung historischer Inhalte in der Grundschule.
  • Erprobung lebensweltorientierter Zugänge zum Thema Steinzeit.

Auszug aus dem Buch

3.2 Die Entwicklung der Station „Alltag, Wohnen, Familie“

Nachdem die Fragen der Kinder zusammengetragen und analysiert wurden, entwickelten wir skizzenhaft Unterrichtsentwürfe. Der Schwerpunkt Wohnen und Behausungen stand dabei frühzeitig für uns fest, wahrscheinlich, weil der Archäologiestudent in unserem Team mit seinem Fachwissen für überraschende Erkenntnisse sorgte. In Anlehnung daran, dass wir gerne mit haptischem Material arbeiten wollten, wurde uns deutlich gemacht, dass es durchaus relativ viele archäologische Funde (Quellen) aus dem alltäglichen Gebrauch gibt. Es entwickelte sich bei uns Studierenden der Erziehungswissenschaft ein differenziertes Bild über Leben, Wohnen und Alltag in der Steinzeit. Dachte man als Laie zunächst noch an das weit verbreitete Bild vom „Höhlenmenschen“, war man schon sehr verdutzt, als einem bewusstgemacht wurde, dass es im nordeuropäischem bzw. deutschem Raum ja kaum Gebirge oder Höhlen gibt, die den Menschen als Behausung hätten dienen können. Tatsächlich, so erfuhren wir von unserem Archäologen, gab es in der Steinzeit bereits Holzhäuser, nachdem die Menschen in Zelten umherzogen.

Mit diesem Wissen, das war uns klar, würde uns ein Bezug zur Lebenswelt der Kinder gelingen, wie es in der Theorie gefordert wird. Ein lebensweltlicher Bezug gelingt stets über eine subjektive Herangehensweise. Dies sollte über Beschreibungen der heutigen Wohnsituationen der Kinder erfolgen. Mit den Darstellungen der Kinder war es ihnen im weiteren Verlauf der Unterrichtseinheit möglich, einen Vergleich zwischen der Steinzeit und der Gegenwart herzustellen. Uns Lehramtsstudenten war bereits aus anderen Seminaren bekannt, dass eine solche Perspektivenübernahme der Schülerinnen und Schüler sehr bedeutsam für ihre Entwicklung ist.

Nun kann eine Klasse noch so starke Lerner haben, den Ausführungen von 20 Individuen kann niemand bis zum Schluss konzentriert folgen. Um das haptische Element in die Sequenz zu bekommen und um die Aufmerksamkeit der Kinder zu gewährleisten, bastelten wir DIN A5-Karten, auf denen Motive von Alltagsgegenständen abgebildet waren. Wir bemühten uns um eine kindgerechte optische Gestaltung, wobei eine gut lesbare Bezeichnung nicht fehlen durfte. Aus Gründen der Wiederverwertbarkeit wurden die Karten von uns laminiert. Die spätere Auswertung wird zeigen, dass mit unserer Vorgehensweise ein sinnvoller Start in die Unterrichtseinheit gelungen ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt den Rahmen des universitären Seminars sowie die Zielsetzung der praktischen Arbeit in Grundschulklassen zum Thema Steinzeit.

2. Theoretische Aspekte: Erläutert die fünf Perspektiven des Sachunterrichts und das Prinzip des Philosophierens mit Kindern als theoretische Grundlage für die Unterrichtsplanung.

3. Durchführung der Unterrichtseinheit: Detaillierte Darstellung der Lerngruppen, der Entwicklung der Station sowie der gewählten Methoden und Lernziele.

4. Auswertung der Unterrichtseinheit: Reflektiert die praktischen Erfahrungen der Studierenden und beantwortet die Untersuchungsfrage basierend auf den Unterrichtsbeobachtungen.

5. Fazit: Zieht ein Resümee über die fachübergreifende Kooperation und gibt einen Ausblick auf die eigene künftige professionelle Lehrpraxis.

6. Anhang: Enthält das Literaturverzeichnis sowie den konkreten Verlaufsplan der durchgeführten Unterrichtseinheit.

Schlüsselwörter

Sachunterricht, Steinzeit, Alltag, Wohnen, Familie, Perspektivenvernetzung, Grundschule, Archäologie, Philosophieren mit Kindern, Historisches Lernen, Unterrichtspraxis, Lebensweltbezug, Geschichtsbewusstsein, Kompetenzorientierung, Lehrerbildung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit dokumentiert und reflektiert eine fachübergreifende Unterrichtseinheit zum Thema „Steinzeit“, die von Lehramts- und Archäologiestudierenden an einer Hamburger Grundschule durchgeführt wurde.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Im Zentrum stehen die historische Aufarbeitung des Themas Steinzeit, der lebensweltliche Bezug zu den Schülern sowie die Anwendung fachdidaktischer Perspektiven im Sachunterricht.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, inwiefern die Umsetzung der entwickelten Station „Alltag, Wohnen, Familie“ im Hinblick auf die Vernetzung der Perspektiven des Sachunterrichts als Erfolg zu werten ist.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit nutzt die Reflexion der eigenen Unterrichtsbeobachtung, die Einbeziehung didaktischer Theorien aus dem Bildungsplan sowie den Vergleich mit aktueller Forschungsliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der theoretischen Einordnung, der detaillierten Planung der Unterrichtsstation, der praktischen Durchführung und der abschließenden Auswertung der Interaktion mit den Kindern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Sachunterricht, Steinzeit, Perspektivenvernetzung, Philosophieren mit Kindern und Lehrerbildung.

Warum wurde das Thema „Alltag, Wohnen, Familie“ gewählt?

Dieser Schwerpunkt ermöglichte einen besonders persönlichen Zugang für die Kinder und erleichterte den Vergleich zwischen ihrer heutigen Lebenswelt und der Vergangenheit.

Welche Rolle spielte die fachübergreifende Kooperation?

Die Zusammenarbeit mit der Archäologie ermöglichte ein fundiertes historisches Wissen, das die Lehramtsstudierenden in fachdidaktische Lernsituationen für Grundschüler übersetzen konnten.

Wie wurde der Sprachaspekt im Unterricht berücksichtigt?

Die Studierenden legten den Schwerpunkt auf die mündliche Kommunikation und das Philosophieren mit Kindern, wobei sie auf eine klare Bild-Text-Kombination der Materialien achteten.

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Details

Titel
Steinzeit im Sachunterricht der Grundschule
Hochschule
Universität Hamburg
Veranstaltung
Lernbereich Sachunterricht: Forschungsseminar mit Praxisbezug. "Steinzeit" im Sachunterricht der Grundschule, fakultätsübergreifend mit Student_innen der Archälogie
Note
2,0
Autor
Dirk Kopplin (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
19
Katalognummer
V417953
ISBN (eBook)
9783668669437
ISBN (Buch)
9783668669444
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sachunterricht Steinzeit Grundschule Erziehungswissenschaft Archäologie Lebenswelt von Kindern Prinzipien des Sachunterrichts Bildungsplan Sachunterricht Hamburg Geschichtsbewusstsein bei Kindern
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dirk Kopplin (Autor:in), 2016, Steinzeit im Sachunterricht der Grundschule, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/417953
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  19  Seiten
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