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Pädagogische Problemsituationen. Lehrerpersönlichkeit und Unterrichtsstörungen

Title: Pädagogische Problemsituationen. Lehrerpersönlichkeit und Unterrichtsstörungen

Seminar Paper , 2017 , 20 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Kevin König (Author)

Pedagogy - School Pedagogics
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Sowohl im universitären Gespräch zwischen Kommilitonen, als auch zwischen Studenten und bereits ausübender Lehrkräfte ist das Schlagwort des „Praxisschocks“ ein stets populäres Gesprächsthema. Diesbezüglich fragen sich besonders viele Studenten und Studentinnen des Lehramtes, ob sie den Anforderungen gerecht werden, d.h. ganz konkret die Konfrontation mit besonders problematischen Schülern aushalten können. Welche Bereiche stellen diesbezüglich bei der Bewältigung dieser eventuell auftretenden Schwierigkeiten im zukünftigen Lehrerberuf eine besonders relevante Rolle dar? Genau auf diese Frage u.a. ging das Seminar „Pädagogische Problemsituationen im Unterricht“ unter der Leitung von Dipl. Psych. Dr. Oskar Seitz ein, indem es die verschiedenen Bereiche besonders aus der Sichtweise eines unerfahrenen Berufseinsteigers vorstellte. Das erkenntnisleitende Interesse des Seminars bestand somit darin, dass sich die Teilnehmer grundlegend über die individuelle Vorstellung zur künftigen Lehrerpersönlichkeit machten, sowie eine effektive und gleichzeitig durch Praxisbeispiele gestützte Strategie zur Bewältigung von Störungs- bzw. allgemein Problemsituationen im schulischen Kontext vorgestellt bekommen sollten. Die hier verfasste Arbeit soll nicht ausschließlich einen rein subjektiven Erfahrungsbericht zu den gelernten Inhalten des Seminars darstellen, sondern sich vielmehr vertiefend mit zwei ausgewählten Teilinhalten beschäftigen und diese folglich genauer skizzieren. Diese bestehen aus den Inhalten der Lehrerpersönlichkeit und dem Umgang mit Unterrichtsstörungen. Beide Bereiche nahmen einen zeitlich und inhaltlich sehr großen Platz im Seminar ein und wurden durch damit in Zusammenhang stehende Teilaspekte (bspw. Autorität / ADHS) ergänzt. In diesen beiden Bereichen sehe ich zwei elementar wichtige Aspekte, welches es für den zukünftigen Lehrerberuf zu berücksichtigen gibt. Zum einem wäre da die Lehrerpersönlichkeit, bei welcher ich mir im Vorfeld des Seminars nicht bewusst gemacht hatte, wie einflussreich diese auf den Unterricht (besonders im Zusammenhang mit Schülerleistung und Unterrichtsstörung) sein kann. Diese Tatsache führte dazu, dass mein Interesse zu einer vertiefenden Auseinandersetzung unter der Berücksichtigung von Fachliteratur, geweckt wurde.

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Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Lehrerpersönlichkeit

II.I Lehrerpersönlichkeit im wissenschaftlichen Kontext

II.II Lehrerpersönlichkeit im Kontext des Seminars

III. Umgang mit Unterrichtsstörungen

III.I Begriffsklärung und Ursachen von Unterrichtsstörungen

III.II Handlungsmöglichkeiten zur Intervention/Prävention von Störungen

IV. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit reflektiert die im Seminar „Pädagogische Problemsituationen“ gewonnenen Erkenntnisse und setzt sich vertiefend mit den Themen Lehrerpersönlichkeit sowie dem Umgang mit Unterrichtsstörungen auseinander, um Strategien für den zukünftigen Lehrerberuf zu explorieren.

  • Bedeutung und Einfluss der Lehrerpersönlichkeit auf den Unterricht
  • Wissenschaftliche Theorien zur Rolle der Lehrkraft
  • Ursachenanalyse und Begriffsbestimmung von Unterrichtsstörungen
  • Interventions- und Präventionsstrategien bei Störungen
  • Spezifischer Umgang mit ADHS-Kindern im schulischen Kontext

Auszug aus dem Buch

II. I Lehrerpersönlichkeit im wissenschaftlichen Kontext: Rolle der Lehrkraft

Im Kontext der Forschung wird die Lehrerpersönlichkeit besonders im Zusammenhang mit der Rolle einer Lehrkraft behandelt. Dieser Rollenbegriff ist dabei zunächst isoliert vom schulischen Kontext zu durchleuchten. Diesbezüglich stellte Fritz Bohnsack beispielsweise zwei grundlegende Theorien auf, welche er gegenüberstellte:

1.) traditioneller Rollenbegriff

2.) interaktionistischer-kommunikativer Rollenbegriff

Die traditionelle Theorie sieht die Rolle demnach als „[…] das Bündel an Verhaltensweisen, das von einem Inhaber bestimmter Positionen und Funktionen von deren Bezugsgruppe erwartet wird“. Dabei steht der Status des Rollenträgers, wie beispielsweise des Lehrers, unmittelbar im Zusammenhang mit der Bezugsgruppe und gilt als Ursache für deren Erwartungen. Diese Erwartungen beinhalten allgemein u.a. die berufliche Qualifikation, Gehalt oder das gesellschaftliche Ansehen und werden durch gesellschaftliche Normen gestützt bzw. kontrolliert. Die spezifische Rollenposition dient demnach der gesellschaftlichen Ordnung, da es zu einer klaren Verteilung der Zuständigkeitsbereiche kommt. Es ist zu erwähnen, dass die persönliche Identität jedes Einzelnen bei der traditionellen Rollentheorie vernachlässigt wird.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Der Autor stellt das Seminar sowie die Fragestellung nach der Bewältigung von Praxissituationen vor und begründet die Auswahl der Schwerpunkte.

II. Lehrerpersönlichkeit: Dieses Kapitel thematisiert die Bedeutung der Persönlichkeit für das Schulklima und die Schülerleistung, inklusive wissenschaftlicher Rollentheorien.

II.I Lehrerpersönlichkeit im wissenschaftlichen Kontext: Es werden der traditionelle und der interaktionistisch-kommunikative Rollenbegriff gegenübergestellt und die Rolle der Lehrkraft analysiert.

II.II Lehrerpersönlichkeit im Kontext des Seminars: Der Fokus liegt auf der Authentizität der Lehrkraft und der Bedeutung, zwischen privater und beruflicher Rolle zu unterscheiden.

III. Umgang mit Unterrichtsstörungen: Hier werden Störungen als Herausforderung für Lehrkräfte definiert und das Burn-Out-Risiko thematisiert.

III.I Begriffsklärung und Ursachen von Unterrichtsstörungen: Das Kapitel liefert Definitionen von Störungen aus der Fachliteratur und analysiert deren Auftrittshäufigkeit und Ursachen.

III.II Handlungsmöglichkeiten zur Intervention/Prävention von Störungen: Es wird ein Arbeitskatalog für Lehrkräfte präsentiert, der Strategien für den Umgang mit Störungen, insbesondere bei ADHS, aufzeigt.

IV. Resümee: Der Autor fasst die persönlichen Lernerfolge des Seminars zusammen und reflektiert seine gestiegene Motivation für den Lehrerberuf.

Schlüsselwörter

Lehrerpersönlichkeit, Unterrichtsstörungen, Schulpädagogik, Rolle der Lehrkraft, ADHS, Unterrichtsqualität, Praxisschock, Authentizität, Interventionsstrategien, Lernatmosphäre, Erziehung, Lehrkompetenz, Prävention, Schulalltag, Berufsidentität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesem Reflexionsbericht grundsätzlich?

Der Bericht reflektiert die Inhalte des Seminars „Pädagogische Problemsituationen“ und beleuchtet kritisch, wie Lehrkräfte ihre Persönlichkeit und pädagogisches Handeln einsetzen, um Störungen im Unterricht zu begegnen.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Arbeit?

Die zentralen Themen sind die Lehrerpersönlichkeit, das wissenschaftliche Verständnis der Lehrerrolle sowie Strategien für Intervention und Prävention bei Unterrichtsstörungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Arbeit?

Das Ziel ist die kritische Auseinandersetzung mit der eigenen künftigen Lehrerrolle und das Erlangen von Handlungsstrategien, um mit den Anforderungen des Berufsalltags und Störungssituationen professionell umzugehen.

Welche wissenschaftlichen Methoden oder Grundlagen werden verwendet?

Der Autor stützt sich auf pädagogische Fachliteratur (u.a. Bohnsack, Helmke, Hillenbrand) und verknüpft diese mit den diskursiven Ergebnissen des Seminars und eigenen Praxiserfahrungen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Lehrerpersönlichkeit und eine praxisnahe Analyse von Unterrichtsstörungen, ergänzt um konkrete Interventionsvorschläge.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Lehrerpersönlichkeit, Unterrichtsstörungen, Authentizität, Prävention, ADHS und die Professionalisierung der Lehrertätigkeit sind die prägenden Begriffe.

Warum ist die Unterscheidung zwischen privater und beruflicher Persönlichkeit laut dem Autor so wichtig?

Der Autor betont, dass Lehrkräfte durch das Finden einer „Schnittstelle“ – definiert als Authentizität – lernen müssen, ihre eigene Persönlichkeit zu erweitern, anstatt sich lediglich zu verstellen.

Welchen Stellenwert nimmt der Umgang mit ADHS-Schülern im Text ein?

Das Thema dient als wichtiges Fallbeispiel für nicht-intentionelle Störungen, bei denen konventionelle Bestrafungen oft versagen, was den Einsatz organisatorischer und unterrichtsbezogener Maßnahmen erfordert.

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Details

Title
Pädagogische Problemsituationen. Lehrerpersönlichkeit und Unterrichtsstörungen
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Lehrstuhl für Schulpädagogik)
Grade
1,0
Author
Kevin König (Author)
Publication Year
2017
Pages
20
Catalog Number
V418100
ISBN (eBook)
9783668670563
ISBN (Book)
9783668670570
Language
German
Tags
Schulpädagogik Problemsituation Unterrichtsstörungen Lehrerauftreten Lehrerpersönlichkeit ADHS Prävention Intervention Ursachen Schüler
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kevin König (Author), 2017, Pädagogische Problemsituationen. Lehrerpersönlichkeit und Unterrichtsstörungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/418100
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