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Strategien aktiven Managements in ineffizienten Märkten

Titel: Strategien aktiven Managements in ineffizienten Märkten

Seminararbeit , 2018 , 23 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Fabian Büchele (Autor:in)

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Frage, ob aktives Management oder bestimmte aktive Investmentstrategien risikoadjustierte Überrenditen gegenüber dem Marktdurchschnitt erzielen können, gehört seit jeher zu den spannendsten und am stärksten diskutierten Fragen der Wirtschafts- und Finanzwissenschaften. Jeder Anleger, welcher an der Börse tätig wird, steht vor der Frage, ob er sein Portfolio aktiv oder passiv verwalten soll.

Der Grundgedanke von passiven Investmentstrategien ist, dass Finanzmärkte hinreichend effizient sind. Dies bedeutet, dass sich definitionsgemäß keine Überrendite (risikoadjustiert) erwirtschaften lassen. Die zentrale Annahme hierfür ist die so genannte „Hypothese der effizienten Märkte“. Gemäß dieser Hypothese fließen alle verfügbaren Informationen in die Preisbildung mit ein, was impliziert, dass Kursänderungen nicht prognostizierbar sind. Der Aktienkurs ist, gemäß dieser Annahme, die abgezinste Summe aller zukünftig zu erwartenden Dividenden. Unerwartete Kursbewegungen resultieren aus zufälligen Abweichungen der Dividenden von dem erwarteten Trend. Dadurch ist das Vorhandensein von aktiven Investmentstrategien überflüssig, da Prognosen über Aktienverläufe nicht möglich sind.

Die Anhänger von aktiven Investmentstrategien widersprechen der oben aufgeführten These. Sie sind der Auffassung, dass durch aktives Management eine Outperformance gegenüber der Benchmark möglich ist. Durch fundamentale, technische oder quantitative Analysen lasse sich ein Wissensvorsprung generieren. Dieser kann dann durch gewisse Anlagestrategien gewinnbringend genutzt werden. Dies ist allerdings nur möglich, wenn dem Finanzmarkt eine gewisse Ineffizienz unterstellt wird.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Ziel und Aufbau

2 Theoretische Analyse

2.1 Portfoliotheoretische Annahmen

2.2 Ausgewählte Investmentstrategien

2.2.1 Value Investing

2.2.2 Absolute Return

3 Empirische Analyse

3.1 Empirische Befunde zu Value Investing

3.2 Empirische Befunde zu Absolute Return-Strategien

4 Kritisches Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht, ob aktives Management in ineffizienten Märkten durch spezifische Strategien eine risikoadjustierte Outperformance gegenüber dem Marktdurchschnitt erzielen kann. Der Fokus liegt dabei auf der theoretischen Herleitung und der empirischen Überprüfung der Value Investing-Strategie sowie von Absolute Return-Ansätzen.

  • Hypothese effizienter Märkte versus aktive Marktineffizienz
  • Fundamentalanalyse und Value Investing (KGV, KCV, Dividendenrendite)
  • Mechanismen und Gruppen von Absolute Return-Strategien
  • Empirische Erfolgsanalyse anhand historischer Marktdaten
  • Kritische Würdigung der Outperformance und Risikobegrenzung

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Value Investing

Traditionell werden Aktien oder bessere Aktiengesellschaften in die Kategorie „Growth“ (Wachstum) oder in Value (werthaltig) eingeteilt. Value Investing oder auch Value Strategien empfehlen den Kauf von unterbewerteten Aktientiteln. Dies bedeutet in Aktien zu investieren, deren intrinsischer (innerer) Wert über dem Aktienkurs liegt, mit der Annahme, dass der Aktienkurs auf längere Sicht wieder den intrinsischen Wert annehmen wird. Bereits 1934 stellte Benjamin Graham die Theorie auf, dass Aktien über einen intrinsischen Wert verfügen, der unabhängig vom Börsenwert sein kann. Gemäß dieser Theorie muss es gewisse Informationsineffizienzen geben, da es ansonsten nicht zu einem derartigen Phänomen kommen könnte. Wenn zu jeder Zeit alle Informationen richtig in den Kurs eingepreist werden, dann kann es zu keinen Fehlbewertungen kommen.

Allerdings muss der Börsenkurs auf lange Sicht wieder gegen seinen wahren Wert streben um für den Anleger einen Mehrwert zu generieren und die Funktionsfähigkeit dieser Strategie zu garantieren. Empirische Befunde konnten feststellen, dass diese Annahme tendenziell der Fall ist. Dieses Phänomen wird als Mean Reversion bezeichnet.

Im Wesentlichen existieren zwei Möglichkeiten, um Aktien als Value-Aktien zu klassifizieren: 1. Reine Value Strategie, 2. Quantitative Value Strategie. Bei Ersterem wird mithilfe von Modellen wie dem Discounted Cash-Flow (DCF) versucht den wahren Wert einer Aktie zu ermitteln. Hierbei werden sämtliche Informationen, wie Vermögen und Verbindlichkeiten des Unternehmens aber auch Prognosen bezüglich zukünftiger Entwicklung berücksichtigt. Bei der quantitativen Value Strategie wird anhand bestimmter Kennzahlen wie dem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV), Kurs-Cashflow-Verhältnis (KCV) oder der Dividendenrendite (DR), entschieden ob eine Aktie unterbewertet ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Diskussion um aktives versus passives Management und Formulierung der Forschungsfrage hinsichtlich der Überrenditen in ineffizienten Märkten.

2 Theoretische Analyse: Darstellung der Effizienzmarkthypothese nach Fama und Erläuterung der theoretischen Grundlagen von Value Investing und Absolute Return-Strategien.

3 Empirische Analyse: Auswertung historischer Studien, welche die Performance von Value-Strategien und Absolute Return-Fonds anhand verschiedener Kennzahlen und Marktindizes untersuchen.

4 Kritisches Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse, die eine Tendenz zur Outperformance bei Value-Strategien zeigt, während Absolute Return-Fonds eine hohe Heterogenität in ihrer Zielerreichung aufweisen.

Schlüsselwörter

Aktives Management, Finanzmärkte, Effizienzmarkthypothese, Value Investing, Absolute Return, Outperformance, Marktanomalien, Fundamentalanalyse, KGV, KCV, Dividendenrendite, Mean Reversion, Behavioral Finance, Alpha, Diversifikation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, ob aktives Management auf den Finanzmärkten eine risikoadjustierte Outperformance gegenüber dem Marktdurchschnitt ermöglichen kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Effizienz von Kapitalmärkten, die Identifikation von Marktineffizienzen und die Anwendung der Strategien Value Investing sowie Absolute Return.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die theoretischen Ansätze der genannten Strategien vorzustellen und anhand empirischer Befunde deren Erfolg in der Vergangenheit zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literatur- und Analysearbeit, die bestehende wissenschaftliche Theorien und empirische Studien zu Investmentstrategien zusammenführt und kritisch reflektiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Markteffizienz und der Anlagestrategien sowie eine empirische Analyse, die verschiedene historische Studien und Fonds-Performancedaten vergleicht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Value Investing, Absolute Return, Markteffizienz, Alpha-Generierung und Fundamentalanalyse beschreiben.

Warum ist das KGV bei der quantitativen Value-Strategie so wichtig?

Das KGV dient als Indikator, um Aktien zu identifizieren, die unter ihrem intrinsischen Wert notieren, was die Grundlage für die Mean-Reversion-Annahme bildet.

Worin unterscheiden sich Absolute Return-Strategien von klassischen Index-Strategien?

Im Gegensatz zu indexorientierten Ansätzen streben Absolute Return-Strategien eine positive Rendite unabhängig von der allgemeinen Marktentwicklung an, häufig unter Einsatz von Derivaten oder Short-Positionen.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Strategien aktiven Managements in ineffizienten Märkten
Hochschule
Duale Hochschule Baden-Württemberg, Ravensburg, früher: Berufsakademie Ravensburg
Note
2,3
Autor
Fabian Büchele (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
23
Katalognummer
V418185
ISBN (eBook)
9783668717961
ISBN (Buch)
9783668717978
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Fama Fonds Investmentfonds Aktives Management Value Investing Graham Effizienzmarkthypothese Bank Kapitalmarkt
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Fabian Büchele (Autor:in), 2018, Strategien aktiven Managements in ineffizienten Märkten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/418185
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Leseprobe aus  23  Seiten
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