Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Pädagogik - Der Lehrer / Pädagoge

Eine mehrperspektivische Analyse der Rolle des Klassenlehrers

Titel: Eine mehrperspektivische Analyse der Rolle des Klassenlehrers

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2016 , 19 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Tabea Leu (Autor:in)

Pädagogik - Der Lehrer / Pädagoge
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit hat zum Ziel, die Rolle des Klassenlehrers zu konkretisieren. Auch die verschiedenen Schultypen sowie reformpädagogischen Schulsysteme sollen im Sinne der Multiperspektivität betrachtet und verglichen werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Konkretisierung der Klassenlehreraufgaben

2.1 Verwaltungsaufgaben

2.2 Koordination von Unterricht und Erziehung/ Kooperationen

2.2.1 Elternarbeit

2.3 Die besondere Bedeutung des Klassenlehrers

2.3.1 Arbeit am Zwangsaggregat Lerngruppe

2.3.2 Die Raumgestaltung als Hilfe für förderliches Klassenklima

2.4 Unterschiede in den Aufgaben nach verschiedenen Schulformen

3 Ein Einblick in die Arbeit des Klassenlehrers in verschiedenen reformpädagogischen Schulmodellen

3.1 Der Montessoripädagoge als Lernbegleiter

3.2 Der Lehrer als konstruktiver Gestalter in der Jenaplan-Pädagogik

3.3 Der Pädagoge als Kooperationspartner in der Freinet-Pädagogik

3.4 Der Waldorfklassenlehrer als natürliche Autorität

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert die Rolle des Klassenlehrers im heutigen Schulalltag. Das Ziel ist es, das oft unkonkret beschriebene Aufgabenprofil durch eine multiperspektivische Betrachtung zu schärfen, indem sowohl staatliche Vorgaben als auch Erkenntnisse aus verschiedenen reformpädagogischen Schulmodellen verglichen werden.

  • Konkretisierung der vielfältigen Aufgaben eines Klassenlehrers
  • Bedeutung der Beziehungsarbeit gegenüber der reinen Verwaltungstätigkeit
  • Vergleich der Lehrerrolle in Regelschulen und reformpädagogischen Ansätzen
  • Einfluss von Schulform und Schultyp auf die Klassenlehrertätigkeit
  • Bedeutung der sozialen Komponente und der Klassengemeinschaft

Auszug aus dem Buch

3.1 Der Montessoripädagoge als Lernbegleiter

Besonders für die Montessoripädagogik ist die Einstellung, jedes Kind sei bereits eine vollwertige Person, mit den gleichen Rechten wie jeder Erwachsener, wodurch die Interaktion zu einem Miteinander verschiedener Partner wird. Der Erwachsene, in dem Falle die Lehrperson, stellt eine Hilfe dar, die Freiheit des Kindes zum Bildner seiner eigenen Persönlichkeit zu achten und zu fördern. Hauptaspekte sind hier die Selbstständigkeit, -tätigkeit und –verantwortung, individuelle Handlungsbereitschaft, die soziale Sensibilität, Mitentscheidungsfähigkeit sowie Verantwortungsbereitschaft auch im Sinne der Informationsbeschaffung (vgl. Winkels 2000, S. 15f.). Der Klassenlehrer wird zu einem Lernbegleiter, der indirekt lenkt und führt und die kindliche Arbeit organisiert. Schon durch die Umbenennung wird der Paradigmenwechsel deutlich. Wie schon angesprochen ist dafür die vorbereitete Umgebung ausschlaggebend, die den Kindern entwicklungsförderliches Material bereitstellt, mit dem sie während des Vorgangs der Polarisation der Aufmerksamkeit eigene Lernsituationen gestalten (vgl. Holtstiege 1991, S. 53/57). Diese Lernsituationen finden in altersheterogenen Stamm-gruppen und während Phasen der Freiarbeit statt (vgl. Holtstiege 1991, S. 53/57). Montessori sieht hierbei den Lernbegleiter als lebendigsten Teil der Lernumgebung und somit auch als Material der Anregung. Der Erwachsene muss jedoch „aufhören, sich vor allem als wichtigster Stoffvermittler und Belehrer, oder ´Macher` der Kinder zu verstehen,“ sondern als Hilfe für die menschliche Person, ihre Unabhängigkeit zu erlangen (Winkels 2000, S. 19/ vgl. Holtstiege 1991, S. 16). Der Begleiter soll aber auch soziale Beziehungen gestalten und Regeln für den Umgang miteinander, wie Respekt, Achtung und Liebe, etablieren (vgl. ebd., S. 43). „Dem Kind muss geholfen werden, wo das Bedürfnis da ist. Doch schon ein Zuviel dieser Hilfe stört das Kind.“ (ebd., S. 53) Nichts desto trotz ist es die Aufgabe des Lehrers die Entwicklungsschritte zu beobachten und entsprechend zu fördern.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Rolle des Klassenlehrers anhand persönlicher Erfahrungen und setzt diese in Kontrast zu offiziellen Dienstordnungen und gesetzlichen Vorgaben.

2 Konkretisierung der Klassenlehreraufgaben: Dieses Kapitel detailliert die vielfältigen Pflichten, von Verwaltungsaufgaben über Elternarbeit bis hin zur Arbeit an der Klassengemeinschaft und der bewussten Raumgestaltung.

3 Ein Einblick in die Arbeit des Klassenlehrers in verschiedenen reformpädagogischen Schulmodellen: Hier wird untersucht, wie unterschiedliche Reformpädagogiken das Rollenverständnis der Lehrkraft vom Wissensvermittler zum Begleiter, Gestalter, Kooperationspartner oder zur natürlichen Autorität transformieren.

4 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass trotz unterschiedlicher Ansätze die Notwendigkeit einer festen, vertrauensvollen Bezugsperson für die Schüler das zentrale Element einer erfolgreichen Klassenlehrertätigkeit bleibt.

Schlüsselwörter

Klassenlehrer, Rolle des Lehrers, Reformpädagogik, Montessori, Jenaplan, Freinet, Waldorf, Beziehungsarbeit, Unterrichtskoordination, Lernbegleiter, Erziehung, Schulentwicklung, Klassengemeinschaft, Pädagogische Identität, Berufsethos

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle des Klassenlehrers und untersucht, inwieweit das Aufgabenprofil über reine Verwaltungstätigkeiten hinausgeht und eine tiefgreifende pädagogische und soziale Funktion einnimmt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die Konkretisierung der Klassenlehreraufgaben, die Bedeutung der Beziehungsgestaltung zu den Schülern sowie der Vergleich zwischen der staatlichen Regelschule und verschiedenen reformpädagogischen Konzepten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, das Aufgabenfeld des Klassenlehrers kritisch zu analysieren, zu konkretisieren und durch einen multiperspektivischen Vergleich aufzuzeigen, wie wichtig die persönliche Komponente in diesem Beruf ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse, in der pädagogische Fachliteratur, gesetzliche Dienstordnungen und Schriften zu reformpädagogischen Schulmodellen ausgewertet und vergleichend gegenübergestellt werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Aufschlüsselung der Aufgabenbereiche (Verwaltung, Koordination, Elternarbeit, Klassengemeinschaft) und eine eingehende Untersuchung reformpädagogischer Rollenbilder wie Lernbegleiter oder natürliche Autorität.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Klassenlehrer, Beziehungsarbeit, Reformpädagogik, Lernbegleiter und pädagogische Identität charakterisieren.

Inwiefern unterscheidet sich die Rolle des Klassenlehrers in der Waldorfpädagogik von anderen Modellen?

Im Gegensatz zu den eher partnerschaftlich orientierten Ansätzen (wie Montessori oder Jenaplan) weist das Waldorfmodell eine stärkere Asymmetrie und eine längere, bis zu acht Jahre dauernde Bindung an eine feste Bezugsperson auf.

Welche Bedeutung kommt der Raumgestaltung in der Montessoripädagogik zu?

In der Montessoripädagogik gilt der Raum als "dritter Pädagoge", der durch eine vorbereitete Umgebung, geeignetes Material und eine ästhetische Gestaltung aktiv die Selbstständigkeit und Lernaktivität der Kinder fördern soll.

Welches Fazit zieht die Autorin für ihre eigene zukünftige Tätigkeit als Lehrerin?

Die Autorin erkennt zwar die Notwendigkeit der administrativen Aufgaben an, unterstreicht jedoch, dass für einen guten Klassenlehrer vor allem die authentische, vertrauensvolle Beziehungsarbeit und das wirkliche Kennen der Schüler entscheidend sind.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Eine mehrperspektivische Analyse der Rolle des Klassenlehrers
Hochschule
Universität Potsdam
Note
2,0
Autor
Tabea Leu (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
19
Katalognummer
V418420
ISBN (eBook)
9783668675025
ISBN (Buch)
9783668675032
Sprache
Deutsch
Schlagworte
eine analyse rolle klassenlehrers
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Tabea Leu (Autor:in), 2016, Eine mehrperspektivische Analyse der Rolle des Klassenlehrers, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/418420
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  19  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum