Phänomenologie häusliche Gewalt. Die Ursachen und Unterschiede häuslicher Gewalt gegen Kinder und Partner


Seminararbeit, 2017

16 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
1.1. Vorgehensweise
1.2. Begriffsbestimmungen

2. Erscheinungsformen

3. Gewaltformen

4. Ursachen bei Partnergewalt
4.1. Berufssituation und Alkohol
4.2. Machtposition

5. Ursachen bei Gewalt gegen Kindern
5.1. Gewalt als körperliche Bestrafung
5.2. Sexueller Missbrauch

6. Vergleich der Ursachen

7. Zusammenfassung

8. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Vorgehensweise

Ziel dieser Arbeit soll sein, die verschiedenen Ursachen von häuslicher Gewalt gegen den Partner und gegen die Kinder aufzuzeigen und am Ende zu vergleichen. Dafür werden zunächst grundlegende Begriffe definiert. Danach werden die einzelnen Erscheinungsformen der häuslichen Gewalt und dessen Gewaltformen erläutert. Die Ursachen der Partnergewalt werden daraufhin herausgearbeitet, wobei der Schwerpunkt auf die Berufssituation, Machtposition und Alkoholsucht gelegt wird. Folgernd darauf werden die Ursachen der Kindesgewalt erwähnt, wo unter anderem die Frage aufkommt, inwiefern sich die Gewalt als Erziehungsmaßnahme äußert. Alle darin gesammelten Ergebnisse werden mit Literatur belegt und teilweise mit Statistiken untermauert. Anschließend werden die gesammelten Ergebnisse gegenübergestellt und verglichen. Am Ende erfolgt eine Zusammenfassung der aufgezählten Aspekte. Die Gewalt an Kindern als Erziehungsmaßnahme wird kritisch beurteilt und Präventionsmaßnahmen hinsichtlich der Partnergewalt aufgezählt.

1.2. Begriffsbestimmungen

Für die Verfassung dieser Arbeit ist es unerlässlich, zunächst den Begriff häusliche Gewalt genauer zu definieren. Da es keine gesetzliche oder einheitliche Definition von häuslicher Gewalt gibt, stellt eine allgemeine Definition von häuslicher Gewalt ein Problem dar. Nach dem Soziologen Siegfried Lamnek liegt eine häusliche Gewalt vor, wenn es in einer Familie zu physischen, psychischen, sexuellen oder verbalen Aggressionen kommt, die der gesellschaftlichen Vorstellung von Unterstützung und Sorge widersprechen. Dabei handelt es sich um ein abweichendes Verhalten, welches sich gegen Erwartungen und gesetzlichen Normen des Ehepartners oder Familienangehörigen richtet.[1]Bei dieser Begriffserklärung liegt das Hauptaugenmerk auf den Begriff Familie. Jedoch ist fraglich, ob bei einer einfachen Wohngemeinschaft, wie zum Beispiel einer „Studenten-WG“ oder bei einer vorrübergehenden Aufnahme einer anderen, in keinem familiären oder sonstigen engen Verhältnis stehenden Person, auch eine häusliche Gewalt vorliegen kann. Häusliche Gewalt wird auch als Gewalt im sozialen Nahraum verstanden. Dies bezeichnet unter anderem auch Gewalttaten, die zwischen Menschen stattfinden, welche in einem Haushalt zusammenleben. Hierbei kommt es auf den Begriff häusliche Gemeinschaft an. Diese liegt auch dann vor, wenn Täter und Opfer zusammenleben, wo kein familiäres Verhältnis oder keine partnerschaftliche Beziehung vorliegt. Auch polizeiliche Maßnahmen nach §34a PolG NRW können sich gegen Mitglieder einer Wohngemeinschaft richten. Jedoch muss eine Wohngemeinschaft kein Bestandsmerkmal einer häuslichen Gewalt sein. Deutlich wird dies insbesondere bei Gewalthandlungen in Paarbeziehungen, welche entweder andauern, oder während bzw. nach der Trennung geschehen. Hierbei liegt die häusliche Gewalt auch dann vor, wenn die Gewalttat außerhalb des Wohnbereichs oder Wohnort stattfindet. Besonders bei bereits getrennt lebenden Partnern ist diese Definition irreführend.[2]

Des Weiteren muss der Kindesbegriff genauer definiert werden. Hierbei wird zwischen dem juristischen und dem sozialen Begriff unterschieden. Nach der strafrechtlichen Definition ist ein Kind eine Person, die das 14. Lebensjahr noch nicht vollendet hat.[3]Die soziologische Definition versteht den Kindsbegriff als unmittelbare Nachkommen dessen Erzeuger. In dieser Hausarbeit wird hauptsächlich letztere Definition verwendet, da vor allem beim Phänomenbereich häusliche Gewalt gegen die Eltern die Kinder teilweise schon längst das 14. Lebensjahr vollendet haben bzw. schon erwachsen sind.[4]Unter dem Begriff Partner sind in dieser Hausarbeit auch Paarbeziehungen zu subsumieren, die sowohl andauern, als auch in der Vergangenheit liegen.

[...]


[1]Vgl. Lamnek et al. 2012: S.8.

[2]Vgl. Keller 2016: Rn.1.2.

[3]Vgl. Peschel 2009: S.81.

[4]Vgl. Lamnek et al. 2012: S.169ff.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Phänomenologie häusliche Gewalt. Die Ursachen und Unterschiede häuslicher Gewalt gegen Kinder und Partner
Hochschule
Fachhochschule für öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen; Köln
Note
1,7
Autor
Jahr
2017
Seiten
16
Katalognummer
V418432
ISBN (eBook)
9783668678392
ISBN (Buch)
9783668678408
Dateigröße
520 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
phänomenologie, gewalt, ursachen, kinder, partner
Arbeit zitieren
Pascal Scharf (Autor), 2017, Phänomenologie häusliche Gewalt. Die Ursachen und Unterschiede häuslicher Gewalt gegen Kinder und Partner, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/418432

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