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Erwin Panofsky: Die Perspektive als „symbolische Form“. Eine kritische Textanalyse

Titre: Erwin Panofsky: Die Perspektive als „symbolische Form“. Eine kritische Textanalyse

Dossier / Travail de Séminaire , 2005 , 43 Pages , Note: 1,0

Autor:in: M. A. Simone Kraft (Auteur)

Art - Théorie de l'art, Généralités
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„Die Perspektive als ‚symbolische Form’", einer der bedeutendsten Texte Erwin Panofskys und eine der grundlegenden Schriften der Kunstgeschichte, ist keine leicht zugängliche und widerspruchsfreie Schrift. Zwar ist der Text in der Forschung viel diskutiert worden, dennoch fehlt oft die direkte Auseinandersetzung mit dem Geschriebenen. Bezeichnenderweise wird „Die Perspektive als ‚symbolische Form’“ erst Anfang der 90er Jahre ins Englische übersetzt, obwohl Panofsky seit 1933 in den Vereinigten Staaten lehrte.

Kollege und Freund Panofskys ist der Philosoph Ernst Cassirer. Erwähnenswert wird diese Gelehrtenfreundschaft durch Cassirers Hauptwerk „Philosophie der symbolischen Formen“ in drei Bänden – ein neuartiger Denkansatz zur damaligen Zeit, der allerdings schon bald in Vergessenheit geraten ist, obwohl er in die Richtung der modernen Semiotik weist. Auf Cassirer geht die Prägung des Begriffs der „symbolischen Form“ zurück, auf den sich Panofsky direkt bezieht.
In diesem Text hat, so scheint es, Panofskys ganze humanistische Bildung Ausdruck gefunden. Der beeindruckende Fußnotenapparat, der für die Druckfassung eingearbeitet worden ist und großteils Anmerkungen zum aktuellen Forschungsstand der jeweiligen Bereiche umfasst, übertrifft an Volumen nahezu den Haupttext.

Allein die Anmerkungen bieten eine Fülle von Ansätzen, die zu erörtern schon ein ergiebiges Unterfangen bilden würde. Der Text selbst behandelt im wesentlichen zwei Problemkreise, die zunächst wenig miteinander zu tun zu haben scheinen – ein Sachverhalt, der nicht zuletzt zu den Verständnisschwierigkeiten der Schrift beiträgt. Zum einen wird die Theorie einer möglichen antiken Perspektive entwickelt, zum anderen formuliert der Autor seine These der Perspektive als „symbolischer Form“.

Die vorliegende Arbeit versucht, den Text zu strukturieren, die wichtigsten Ansätze herauszuarbeiten und eine analytische Besprechung zu leisten. Dabei wird bewusst auf eine Berücksichtigung der Fußnoten weitgehend verzichtet, da sie eine Fülle von Zusatzinformationen liefern, die für die hauptsächlichen Ideen allerdings weniger wichtig sind. Es soll auch versucht werden, die beiden genannten, voneinander zunächst unabhängig erscheinende Problemkreise in einen möglichen Bezug zu stellen und Panofskys Gedankengang nachzuvollziehen. Insgesamt soll der Text soweit wie möglich für sich sprechen, um so die grundlegenden Ideen aber auch Kritikpunkte zu erarbeiten.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1.1) Einleitung

1.2) Formaler Aufbau des Texts und Vorgehensweise der Textanalyse

2) Entwicklung und Bedeutung der Perspektive in der abendländischen Kunst

2.1.1) Begriffsklärung 1: „Perspektive“

2.1.2) Begriffsklärung 2: „Symbolische Form“ – Cassirers Terminus’ und Panofskys Verständnis

2.2) Entwicklung der abendländischen Raumdarstellung bis zur Zentralperspektive (Kapitel III)

2.2.1) Von der Spätantike bis zum Mittelalter

2.2.2) Vom Mittelalter bis zur Renaissance

2.3) Auswirkungen der Zentralperspektive (Kapitel IV)

2.4) Problematik der „Wirklichkeitsabbildung“ der Perspektive (Kapitel I+II)

3) Zusammenfassung

Zielsetzung und Forschungsfragen

Die vorliegende Arbeit unternimmt eine kritische Textanalyse der kunsthistorischen Schrift „Die Perspektive als ‚symbolische Form‘“ von Erwin Panofsky. Ziel ist es, die komplexe Argumentationsstruktur des Textes offenzulegen, die zentralen Thesen zur kulturgeschichtlichen Bedingtheit der Perspektive zu hinterfragen und die methodischen Schwierigkeiten in Panofskys Parallelisierung von Kunstgeschichte und Philosophie aufzuarbeiten.

  • Strukturierung der Panofskyschen Argumentation und Herausarbeitung der Hauptthesen.
  • Kritische Analyse des Begriffs der „symbolischen Form“ im Kontext von Cassirers Theorie.
  • Untersuchung der Entwicklung der Raumdarstellung von der Antike über die Romanik und Gotik bis zur Renaissance.
  • Bewertung der mathematischen Objektivierung des Raumes und deren erkenntnistheoretische Implikationen.
  • Reflexion über die kulturgeschichtlichen und philosophischen Einflüsse auf die Entwicklung der Zentralperspektive.

Auszug aus dem Buch

1.1) Einleitung

„Die Perspektive als ‚symbolische Form’", einer der bedeutendsten Texte Erwin Panofskys und eine der grundlegenden Schriften der Kunstgeschichte, ist keine leicht zugängliche und wiederspruchsfreie Schrift. Zwar ist der Text in der Forschung viel diskutiert, dennoch oder gerade deswegen, fehlt oft die direkte Auseinandersetzung mit dem Geschriebenen.

Bezeichnenderweise wird „Die Perspektive als ‚symbolische Form’“ erst Anfang der 90er Jahre ins Englische übersetzt, obwohl Panofsky seit 1933 in den Vereinigten Staaten lehrte und auch als bedeutender Kunsthistoriker galt. Bis zu seiner Emigration arbeitete Panofsky, von dem noch immer keine angemessene Biografie vorhanden ist, seit 1921 an der neugegründeten Universität Hamburg, zunächst als Privatdozent, später als Professor für Kunstgeschichte. In Hamburg trägt er auch erstmals „Die Perspektive als ‚symbolische Form’“ in der Vortragsreihe 1924/25 der Bibliothek Warburg vor. Zwei Jahre später wird der Text von dem damaligen Leiter der Bibliothek, Fritz Saxl, in der Schriftenreihe „Vorträge der Bibliothek Warburg 1924-1925“ herausgegeben.

Kollege und Freund in Hamburg ist der Philosoph Ernst Cassirer, auch er ein begeisterter Nutzer der kulturhistorisch ausgerichteten Warburg-Bibliothek. Erwähnenswert wird diese Gelehrtenfreundschaft durch Cassirers Hauptwerk „Philosophie der symbolischen Formen“ in drei Bänden – ein neuartiger Denkansatz zur damaligen Zeit, der allerdings schon bald in Vergessenheit geraten ist, obwohl er in die Richtung der modernen Semiotik weist. Auf Cassirer geht die Prägung des Begriffs der „symbolischen Form“ zurück, auf den sich Panofsky direkt bezieht.

Zusammenfassung der Kapitel

1.1) Einleitung: Diese Einleitung führt in den Kontext des Panofsky-Textes ein, beleuchtet seine Entstehungsgeschichte und die problematische Rezeptionsgeschichte der Schrift als kunsthistorisches Grundlagenwerk.

1.2) Formaler Aufbau des Texts und Vorgehensweise der Textanalyse: Dieses Kapitel erläutert den formalen Aufbau der Vorlage und definiert das Vorgehen der vorliegenden Analyse, die sich bewusst auf den Haupttext konzentriert und methodische Kritik am unkommentierten Vortragsstil Panofskys übt.

2) Entwicklung und Bedeutung der Perspektive in der abendländischen Kunst: Der Hauptteil gliedert sich in eine begriffliche Fundierung, eine historische Entwicklungsgeschichte und eine Auseinandersetzung mit den Auswirkungen der Zentralperspektive sowie deren Wirklichkeitsanspruch.

3) Zusammenfassung: Die Arbeit resümiert, dass Panofskys These der Perspektive als kulturgebundener Ausdrucksform überzeugt, während der methodische Weg der Analogiebildung zu Philosophie und die Komplexität des Begriffs „symbolische Form“ kritisch zu würdigen sind.

Schlüsselwörter

Erwin Panofsky, Perspektive, Symbolische Form, Ernst Cassirer, Zentralperspektive, Raumdarstellung, Kunstgeschichte, Spätantike, Byzantinismus, Romanik, Gotik, Renaissance, Wirklichkeitsabbildung, Raumgefühl, Weltanschauung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert kritisch Erwin Panofskys berühmten Text „Die Perspektive als ‚symbolische Form‘“. Dabei wird untersucht, wie Panofsky die Entwicklung der Perspektive als Ausdruck kultureller Raumvorstellungen begreift.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder sind die historische Entwicklung der Raumdarstellung von der Antike bis zur Renaissance, die methodische Anwendung des Begriffs der „symbolischen Form“ sowie die mathematische und philosophische Begründung der Zentralperspektive.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Strukturierung und analytische Besprechung von Panofskys Text, um seine Thesen zur Perspektive als kulturgebundenem Medium nachzuvollziehen und die darin enthaltenen methodischen Schwierigkeiten aufzudecken.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine inhaltsorientierte Textanalyse, die den Argumentationsgang des Autors nachzeichnet und durch einen interdisziplinären Vergleich mit philosophischen und kunsthistorischen Kontexten kritisch hinterfragt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Definition von „Perspektive“ und „symbolischer Form“, die Entwicklung der Raumdarstellung in der Antike, der byzantinischen Kunst, der Romanik und Gotik sowie die Auswirkungen der Zentralperspektive auf die Wahrnehmung von Wirklichkeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Perspektive, symbolische Form, Raumdarstellung, Zentralperspektive, Wirklichkeitsabbildung, Kunstgeschichte, Weltanschauung und kulturgebundene Ausdrucksform.

Warum ist der Begriff „symbolische Form“ für Panofsky so schwierig zu handhaben?

Panofsky übernimmt den Begriff von Ernst Cassirer, ohne ihn für die Kunstgeschichte präzise zu definieren. Da Perspektive selbst keine „Energie des Geistes“ ist, entsteht ein Spannungsfeld zwischen der mathematischen Konstruktion und dem kulturellen Bedeutungsträger, das Panofsky im Text nicht vollständig auflöst.

Inwiefern beeinflusst der „Byzantinismus“ laut Panofsky die spätere Renaissance?

Panofsky argumentiert, dass der Byzantinismus durch seine abstrakte und zweidimensionale Darstellungsweise die antiken perspektivischen Versatzstücke bewahrte und diese für die spätere abendländische Kunst als Grundlage zur Verfügung stellte.

Warum kritisiert die Autorin die Parallelisierung von Kunst und Philosophie bei Panofsky?

Die Autorin kritisiert, dass Panofsky zwar Ähnlichkeiten zwischen Kunst und Philosophie aufzeigt, jedoch nicht erklären kann, warum diese „wesensbedeutsam“ sind. Er leitet die künstlerische Form aus der Philosophie ab, anstatt beide als unabhängige Ausdrücke eines komplexeren kulturellen Klimas zu betrachten.

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Résumé des informations

Titre
Erwin Panofsky: Die Perspektive als „symbolische Form“. Eine kritische Textanalyse
Université
University of Heidelberg  (Kunsthistorisches Institut)
Note
1,0
Auteur
M. A. Simone Kraft (Auteur)
Année de publication
2005
Pages
43
N° de catalogue
V41844
ISBN (ebook)
9783638400251
ISBN (Livre)
9783638692458
Langue
allemand
mots-clé
Erwin Panofsky Perspektive Form“
Sécurité des produits
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Citation du texte
M. A. Simone Kraft (Auteur), 2005, Erwin Panofsky: Die Perspektive als „symbolische Form“. Eine kritische Textanalyse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/41844
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Extrait de  43  pages
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