Mit der Entwicklung der Globalisierung erhält das immaterielle Anlagevermögen in vielen Unternehmen immer mehr Aufmerksamkeit. Die meisten Unternehmen wollen den Anteil des immateriellen Anlagevermögens am gesamten Vermögen erhöhen, um nachhaltige und beträchtliche Erträge zu erwerben. Aber welche Kriterien passen zu welchem Unternehmen? HGB- oder IFRS-Kriterien? In der vorliegenden Seminararbeit sollen die immateriellen Anlagevermögen nach HGB und IFRS verglichen werden, um die Unterschiede in Hinblick auf den Ansatz- und Bewertungsbereich aufzuzeigen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen
2.1 IFRS
2.1.1 Einführung
2.1.2 IFRS-System
2.2 HGB
2.2.1 Einführung
2.2.2 HGB-System
2.3 Immaterielles Anlagevermögen
2.3.1 Immaterielle Vermögenswerte nach IFRS
2.3.2 Immaterielle Vermögensgegenstände nach HGB
2.3.3 Ansatz und Aktivierungsverbot nach IFRS und HGB
3 Bewertung immaterielles Anlagevermögen nach IFRS und HGB
3.1 Bewertung immaterielles Anlagevermögen nach IFRS
3.1.1 Zugangsbewertung
3.1.2 Folgebewertung
3.2 Bewertung immaterielles Anlagevermögen nach HGB
3.2.1 Zugangsbewertung
3.2.2 Folgebewertung
3.3 Unterschiede bei der Bewertung nach IFRS und HGB
4 Praxisbeispiele für immaterielles Anlagevermögen
4.1 BMW-AG
4.1.1 Immaterielles Anlagevermögen der BMW-AG nach IFRS
4.1.2 Immaterielles Anlagevermögen der BMW-AG nach HGB
4.2 Daimler-AG
4.2.1 Immaterielles Anlagevermögen der Daimler-AG nach IFRS
4.2.2 Immaterielles Anlagevermögen der Daimler-AG nach HGB
5 Zusammenfassung
Anhang
Anhang 1: BMW-AG nach IFRS
Anhang 2: BMW-AG nach HGB
Anhang 3: Daimler-AG nach IFRS
Anhang 4: Daimler-AG nach HGB
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht und vergleicht die Vorschriften zur Bilanzierung und Bewertung von immateriellem Anlagevermögen unter Anwendung des HGB sowie der IFRS. Ziel ist es, die spezifischen Unterschiede in den Ansatz- und Bewertungskriterien aufzuzeigen und anhand von Praxisbeispielen bei großen Automobilkonzernen zu veranschaulichen.
- Grundlagen der internationalen und nationalen Rechnungslegung (IFRS vs. HGB)
- Definitionsmerkmale immaterieller Vermögenswerte
- Unterschiede in der Zugangs- und Folgebewertung
- Ansatzkriterien und Aktivierungsverbote
- Empirische Analyse der Bilanzierung bei BMW und Daimler
Auszug aus dem Buch
3.1.2 Folgebewertung
Nach dem Zeitraum, für den der Vermögenswert zunächst ermittelt worden ist, entsteht eine Folgebewertung. Diese besteht aus dem Kosten- und Neubewertungsmodell (IAS 38.88). Abgesehen davon gibt es noch eine andere Bewertungsmethode sowie außerplanmäßige Abschreibungen. Die Anschaffungs- und Herstellungskosten, die in der Folgebewertung entstehen, müssen im Zeitraum abzüglich akkumulierter Abschreibung und akkumulierter Wertminderungen angesetzt werden (IAS 38.74).
Die Folgebewertung wird für die Anschaffungs- und Herstellungskosten fortgeführt und im Kostenmodell in zwei Kriterien eingeteilt: Immaterieller Vermögenswert mit bestimmter Nutzungsdauer und mit unbestimmter Nutzungsdauer (IAS 38.88). Ein immaterieller Vermögenswert mit bestimmter Nutzungsdauer ist eine planmäßige Abschreibung. Es gibt viele Methoden, um den Vermögenswert mit bestimmter Nutzungsdauer abzuschreiben. Diese basieren auf den Aufwendungen des zukünftigen ökonomischen Nutzens des Vermögenswertes und umfassen lineare und degressive Abschreibung (IAS 38.97). Für den Restwert, der bei einem immateriellem Vermögenswert mit bestimmter Nutzungsdauer entsteht, wird Null angenommen. Das Unternehmen muss am Ende jedes Geschäftsjahres zumindest die Abschreibungsmethode und -phase prüfen (IAS 38.104).
Bei einem immateriellen Vermögenswert mit unbestimmter Nutzungsdauer darf keine planmäßige Abschreibung vorgenommen werden; stattdessen wird eine außerplanmäßige Abschreibung ausgeführt. Bei der Entscheidung über die Nutzungsdauer eines immateriellen Vermögenswertes muss das Unternehmen folgende Faktoren berücksichtigen: Absehbarer Nutzen im Unternehmen, Lebenszyklus des Produkts, veraltete technische Kenntnisse, Stabilität der Vermögenswerte und beabsichtigte Verhaftung von potenziellem Wettbewerb (IAS 38.90). Nach IAS 36 steht das Unternehmen in der Pflicht, für die immateriellen Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer alljährlich einen Wertminderungstest durchzuführen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die steigende Bedeutung immaterieller Vermögenswerte ein und definiert das Ziel, diese nach IFRS und HGB zu vergleichen.
2 Theoretische Grundlagen: Hier werden die regulatorischen Rahmenbedingungen des IFRS-Systems und des HGB sowie die allgemeinen Definitionen immaterieller Vermögensgegenstände dargelegt.
3 Bewertung immaterielles Anlagevermögen nach IFRS und HGB: Dieser Teil analysiert detailliert die Unterschiede in der Zugangs- und Folgebewertung sowie die spezifischen Ansatzkriterien und Aktivierungsverbote beider Systeme.
4 Praxisbeispiele für immaterielles Anlagevermögen: Das Kapitel veranschaulicht die theoretischen Erkenntnisse anhand der konkreten Bilanzierungspraktiken der BMW-AG und der Daimler-AG.
5 Zusammenfassung: Abschließend werden die Ergebnisse des Vergleichs reflektiert und die zukünftige Entwicklung der Bedeutung immaterieller Werte in Unternehmen eingeschätzt.
Schlüsselwörter
Immaterielles Anlagevermögen, IFRS, HGB, Bewertung, Zugangsbewertung, Folgebewertung, Aktivierungsverbot, Anschaffungskosten, Herstellungskosten, Nutzungsdauer, Wertminderungstest, Bilanzierung, BMW, Daimler, Konzernabschluss.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit primär?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der vergleichenden Analyse der Bilanzierung und Bewertung von immateriellem Anlagevermögen unter den Regelwerken IFRS und HGB.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die zentralen Felder umfassen die Definition, die Erstbewertung (Zugang) und die Folgebewertung sowie die unterschiedlichen Ansatzvorschriften und Aktivierungsverbote in Deutschland und nach internationalen Standards.
Welches Ziel verfolgt der Autor mit dieser Seminararbeit?
Das Ziel ist es, die Unterschiede in den Vorschriften für immaterielle Vermögenswerte klar herauszuarbeiten und zu erklären, wie diese Bewertungsunterschiede in der Praxis bei Unternehmen auftreten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine systematische Literaturanalyse sowie ein Vergleich der Rechnungslegungsvorschriften durchgeführt, die durch die praktische Analyse der Geschäftsberichte von BMW und Daimler untermauert werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der IFRS- und HGB-Vorschriften und die detaillierte Darstellung der Bewertungsmodelle, gefolgt von einer praktischen Anwendung dieser Theorien auf zwei Automobilkonzerne.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die wichtigsten Begriffe sind Immaterielles Anlagevermögen, IFRS, HGB, Zugangsbewertung, Folgebewertung und Aktivierung.
Wie unterscheiden sich die Ansatzkriterien nach IFRS und HGB für selbst geschaffene immaterielle Werte?
Während die IFRS einen Ansatz unter bestimmten Kriterien erlauben, besteht im HGB für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände grundsätzlich ein Aktivierungsverbot, wenngleich durch das BiMoG gewisse Wahlrechte eingeführt wurden.
Warum wird in der Arbeit explizit auf die BMW-AG und Daimler-AG eingegangen?
Diese beiden Unternehmen dienen als Praxisbeispiele, um zu zeigen, wie große, kapitalmarktorientierte Konzerne die komplexen Regelungen des immateriellen Anlagevermögens in ihren tatsächlichen Geschäftsberichten umsetzen.
- Arbeit zitieren
- Haozhan Jiang (Autor:in), 2016, Bewertung von immateriellem Anlagevermögen nach IFRS und HGB, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/418496