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Förderung in einer schwedischen Grundschule - Die Stölletskolan im Fokus

Title: Förderung in einer schwedischen Grundschule - Die Stölletskolan im Fokus

Examination Thesis , 2005 , 109 Pages , Grade: gut

Autor:in: Matthias Flade (Author)

Pedagogy - School Pedagogics
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Summary Excerpt Details

In zahlreichen Zeitungsartikeln und Medienberichten über ausländische Schulsysteme wird sehr häufig Schweden als ein Vorzeige-Objekt genannt und besonders dessen in Studien geprüfte Leistungsfähigkeit beschrieben.
Wie kommt es, dass Schweden trotz Notenverzichts erfolgreich bei PISA2000 abgeschnitten hat und sowohl die Gruppe der besten als auch die der schlechtesten Schüler weit vor Deutschland liegt?
Das Land besitzt seit Jahrzehnten Erfahrungen im Umgang mit langfristigen Reformstrategien und kann daher genügend Anschauungsmaterial bieten.
Zudem wird das schwedische Schulsystem seit vierzig Jahren in internationalen Studien untersucht und konnte dabei zumeist mit herausragenden Ergebnissen aufwarten.
In meiner Arbeit möchte ich zunächst die landeskundlichen Rahmendaten aufzeigen und danach einen allgemeinen Über- bzw. Einblick in das schwedische Schulsystem geben, da es meines Erachtens hilfreich ist, über wesentliche Eckpunkte als Hintergrundwissen zu verfügen. Ich habe dabei die wichtigsten Merkmale des schwedischen Schulsystems, wie es Skolverket auch herausstellt, gewählt. Anschließend möchte ich mich mit dem Thema Förderung näher auseinander setzen. Im weiteren Verlauf steht mein Untersuchungsobjekt, die Stölletskolan mit all ihren charakteristischen Facetten im Mittelpunkt. Diese Arbeit geht also im Wesentlichen der Frage nach, welche Faktoren in der schwedischen Grundschule, speziell in der Stölletskolan, für eine förderliche Lernumgebung sowohl für Lehrer als auch Schüler sorgen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Schweden

3. Das schwedische Schulsystem

3.1. Besonderheiten

3.2. Bildungsziele

3.3. Organisationsebenen

3.3.1. Nationale Ebene

3.3.2. Skolverket

3.3.3. Kommunale Ebene

3.3.4. Schule

3.4. Schuljahr

3.5. Beurteilung und Zensuren

3.6. Lehrkräfte

3.7. Schulkinderbetreuung

3.8. Vorschule

3.9. Vorschulklasse

3.10. Grundschule

3.11. Sonderschule

3.12. Gymnasium

3.13. PISA und Evaluation

4. Förderung

4.1. Definitionen

4.2. Heterogenität und Individualisierung

4.3. Ganztagesschule

4.3.1. Teamarbeit und Gruppenunterricht

4.3.2. Keine Hausaufgaben

4.4. Sonderpersonal

4.5. Klassengröße

4.6. Jahrgangsübergreifende Klassen

4.7. Multikulturelle Immigration

4.8. Vorschule

4.9. Medien

4.10. Mehr gemeinsame Grundschuljahre

4.11. Öffnung der Bildungseinrichtungen

4.12. Lesen

4.13. Automatische Versetzung

4.14. Notenverzicht

5. Stölletskolan

5.1. Datengewinnung

5.2. Allgemeine Schulinformationen

5.3. Ganztagesschule

5.4. Ausstattung und Medien

5.5. Teamarbeit

5.5.1. Lehrerkonferenz

5.5.2. Elternabend

5.5.3. Offenheit

5.6. Individualisierung

5.7. Klassengröße

5.8. Jahrgangsübergreifende Klassen

5.9. Bewertungssystem

5.10. Leseförderung

5.11. Kinder mit Migrationshintergrund

5.12. Bewegung und Gesundheitspflege

5.13. Vorschule

5.13.1. Personal

5.13.2. Lokaler Arbeitsplan

5.13.3. Normen und Gewohnheiten

6. Schluss

6.1. Vorschule

6.2. Ganztagesschule

6.3. Individualisierung

6.4. Stofffülle

6.5. Bewertungssystem

6.6. Sitzenbleiben und Nachhilfe

6.7. Leseförderung

6.8. Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Faktoren für eine förderliche Lernumgebung in der schwedischen Grundschule, wobei die Stölletskolan als konkretes Fallbeispiel dient. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie durch spezifische schulische Rahmenbedingungen eine optimale Förderung sowohl für Lehrer als auch für Schüler erreicht wird.

  • Analyse des schwedischen Schulsystems im Vergleich zu deutschen Strukturen.
  • Untersuchung von Förderkonzepten wie Ganztagsschulformen und Individualisierung.
  • Detaillierte Fallstudie der Stölletskolan hinsichtlich Ausstattung, Teamarbeit und Unterrichtsalltag.
  • Evaluation des Bewertungssystems und der Bedeutung von Noten versus individueller Rückmeldung.
  • Diskussion über Herausforderungen der Integration und Förderung von Schülern mit Migrationshintergrund.

Auszug aus dem Buch

5.1. Datengewinnung

Bei der qualitativen Feldforschung stehen die Erfassung fremder kultureller Gruppen, in meinem Fall schwedische Schüler und Lehrkräfte, deren Lebenswelt, also die Schule, und Lebensweise im Blickpunkt.

Dabei habe ich mich bei den förderlichen Kriterien auf diejenigen beschränkt, die ich selbst mit eigenen Augen im Unterricht beobachten und somit deren praktizierte Umsetzung erleben konnte. Faktoren wie zentrale Vergleichtests, Schulentwicklung, Aus- und Weiterbildungen der Lehrkräfte oder auch die Autonomie der Schule waren in der relativ kurzen Visitationszeit nicht beobachtbar bzw. lassen sich allgemein schwer an einer einzelnen Schule, ohne Vergleich zu anderen Einrichtungen, ablesen.

Als Methode zur Informationsgewinnung habe ich hauptsächlich die offene teilnehmende Beobachtung, eine „für die Feldforschung charakteristische Methode“ gewählt. Die Beobachtung des Schulalltags war für mich jedoch nicht gänzlich ohne verändernde Eingriffe möglich, da ich von Anfang an aktiv mit integriert wurde. Dies bot allerdings auch den Vorteil, in allen Situationen Notizen anfertigen und Nachfragen einschieben zu können, ohne damit auf besondere Aufmerksamkeit zu stoßen. Ergänzt wurden die beobachteten Informationen durch informelle Gespräche mit Lehrkräften, Schülern und Eltern in den Pausen, Zwischenstunden und der Zeit vor und nach dem Unterricht. Erlebtes hielt ich schriftlich fest und ordnete es anschließend den einzelnen Gliederungspunkten zu. Da mein Blick jedoch subjektiv aus der Sicht eines deutschen Grundschullehrer-Studenten war, wollte ich durch Interviews neben den Einstellungen und Meinungen der schwedischen Lehrkräfte, die ich ja nicht einfach beobachten konnte, Antworten auf noch ungeklärte Aspekte erfahren. Deshalb interviewte ich nach meiner zweiwöchigen Beobachtungszeit drei Lehrkräfte, da eine Befragung allgemein als eine gebräuchliche Technik der Meinungs- und Informationsbeschaffung gilt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Einleitung in die Motivation des Verfassers, das schwedische Schulsystem und speziell die Stölletskolan als Forschungsgegenstand zu wählen.

2. Schweden: Vermittlung grundlegender landeskundlicher Informationen, die für das Verständnis des bildungspolitischen Kontextes wichtig sind.

3. Das schwedische Schulsystem: Detaillierte Darstellung der Struktur, Bildungsziele, Organisationsebenen und spezifischer Merkmale wie des Schuljahres und der Lehrkräfteausbildung.

4. Förderung: Theoretische Auseinandersetzung mit Förderbegriffen, Individualisierung, Ganztagsorganisation, Mediennutzung und der Bedeutung von Notenverzicht.

5. Stölletskolan: Ausführliche Analyse der Stölletskolan, inklusive methodischem Vorgehen bei der Datengewinnung und detaillierten Einblicken in den Schulalltag.

6. Schluss: Zusammenfassende Reflexion der gewonnenen Erkenntnisse und Übertragung auf die deutsche Bildungsdebatte mit Ausblick.

Schlüsselwörter

Stölletskolan, Schweden, Grundschule, Förderung, Ganztagesschule, Individualisierung, Schulentwicklung, Lehrer-Schüler-Verhältnis, Bildungsforschung, PISA, Unterrichtsalltag, Sozialpädagogik, Schulgesetz, Schulkinderbetreuung, Jahrgangsübergreifendes Lernen.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das Hauptanliegen dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Das Ziel der Arbeit ist es, die spezifischen Faktoren zu identifizieren, die an einer schwedischen Grundschule (speziell der Stölletskolan) für eine förderliche Lernumgebung sorgen, und daraus Impulse für das deutsche Schulsystem abzuleiten.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus der Untersuchung?

Die Arbeit behandelt unter anderem die Ganztagsorganisation, Individualisierung von Lernprozessen, das Fehlen von Noten in den unteren Klassen sowie die enge Teamarbeit innerhalb des Kollegiums.

Was ist das primäre Ziel der Forschung?

Die Forschungsfrage zielt darauf ab, zu ergründen, welche praktischen Faktoren in der schwedischen Grundschulpädagogik eine erfolgreiche Förderung ermöglichen, die über rein lehrerzentrierten Frontalunterricht hinausgeht.

Welche wissenschaftlichen Methoden wurden angewandt?

Der Autor nutzt die Methode der qualitativen Feldforschung, insbesondere die teilnehmende Beobachtung und halbstandardisierte Interviews mit Lehrkräften, um einen tiefen Einblick in den Unterrichtsalltag zu erhalten.

Welche Aspekte werden im Hauptteil vertieft behandelt?

Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Beschreibung der Stölletskolan, der Analyse des lokalen Arbeitsplans, der Ausstattung, der Rolle des Rektors und der Beobachtung der Schüler-Lehrer-Interaktion.

Welche Begriffe beschreiben den Kern der Arbeit am besten?

Begriffe wie Ganztagesschule, individuelle Förderung, Schulentwicklung, schwedisches Schulwesen und qualitative Feldforschung charakterisieren den wissenschaftlichen Kern der Untersuchung.

Welche besondere Rolle spielt die Stölletskolan in der Arbeit?

Die Stölletskolan dient als konkretes, lokal verankertes Fallbeispiel, anhand dessen der Autor allgemeine bildungspolitische Thesen (wie die des Notenverzichts) im alltäglichen Schulpraxis-Test reflektiert.

Wie bewertet der Autor die Rolle des Schulleiters an der Stölletskolan?

Der Rektor der Stölletskolan nimmt eine zentrale, aber weitläufige Rolle ein, die neben Führungsaufgaben auch eine hohe Verantwortung für Finanzen und Personaleinstellungen in einer autonomen Schulstruktur umfasst.

Warum wurde die Stölletskolan als Fallstudie gewählt?

Die Schule wurde aufgrund ihrer geografischen Nähe zum Ferienhaus des Autors sowie ihrer offenen und kooperativen Atmosphäre ausgewählt, die den Zugang für die teilnehmende Beobachtung erst ermöglichte.

Was schlussfolgert der Autor über die Übertragbarkeit der schwedischen Modelle?

Der Autor betont, dass man nicht einfach einzelne Modelle "herauspicken" sollte, da ein erfolgreiches Schulsystem immer auf einem komplexen Zusammenspiel historischer und kultureller Faktoren basiert, die sich nicht eins zu eins kopieren lassen.

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Details

Title
Förderung in einer schwedischen Grundschule - Die Stölletskolan im Fokus
College
University of Bamberg
Grade
gut
Author
Matthias Flade (Author)
Publication Year
2005
Pages
109
Catalog Number
V41858
ISBN (eBook)
9783638400367
ISBN (Book)
9783638706070
Language
German
Tags
Förderung Grundschule Stölletskolan Fokus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Matthias Flade (Author), 2005, Förderung in einer schwedischen Grundschule - Die Stölletskolan im Fokus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/41858
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