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Cervantes, Don Quijote und die Conquistadores. Ritterromane und die Neue Welt

Titel: Cervantes, Don Quijote und die Conquistadores. Ritterromane und die Neue Welt

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2017 , 13 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Sophie Schmidt (Autor:in)

Romanistik - Hispanistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Miguel de Cervantes‘ bekanntestes Werk ist ohne Zweifel sein Roman Don Quijote de la Mancha. Bereits vor über 400 Jahren ein großer Erfolg, ist auch heute noch der Einfluss und die Beliebtheit des „ingenioso hidalgo“ Don Quijote ungebrochen.

Miguel de Cervantes‘ Leben war dabei nicht minder ereignisreich wie das seines berühmten Romanhelden. Geboren in der Zeit des Siglo de Oro, erlebte Cervantes sowohl die Glanzzeit als auch den Niedergang des spanischen Imperiums. Die Entdeckung und Eroberung der Neuen Welt sollten nicht nur ihn, sondern auch tausende von anderen Spaniern dazu inspirieren, vom „neuen“ Spanien auf der anderen Seite des Atlantiks zu träumen.

Das Cervantes aber auch durchaus kritisch über die Eroberungsmanie der Konquistadoren dachte, reflektiert vor allem sein Werk Don Quijote de la Mancha. Liest man zwischen den Zeilen, so fallen dem aufmerksamen Leser nicht nur Spitzen gegen die spanische Krone, sondern auch die verblendeten Ritterroman-Anhänger auf. Diese sollen in der vorliegenden Arbeit näher beleuchtet werden.

Ziel der Arbeit ist es, durch die Darstellung der Geschichte der Conquista, Charakteristika des Ritterromans, der Definition des Begriffs „Ritterlichkeit“ und des Vergleichs zwischen Don Quijote und den Konquistadoren eine neue Sichtweise zu diesem Thema schaffen zu können.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Historischer Hintergrund Conquista

3. Cervantes und die Neue Welt

4. Ritterromane und der Begriff Ritterlichkeit

5. Don Quijote und die Konquistadoren

6. Don Quijote – Der Todesstoß für den Ritterroman?

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den Einfluss der Conquista sowie des Ritterromangenres auf Miguel de Cervantes und seinen Roman Don Quijote de la Mancha, wobei die zentrale Forschungsfrage die Beziehung zwischen dem literarischen Rittertum und der historischen Realität der Konquistadoren beleuchtet.

  • Historischer Kontext der spanischen Conquista und das Siglo de Oro.
  • Die Bedeutung der Neuen Welt für das Schaffen von Cervantes.
  • Charakteristika und Wirkungsweise des Ritterromans.
  • Vergleichende Analyse der Motive von Don Quijote und den realen Konquistadoren.
  • Die Rolle von Don Quijote als Parodie und deren Beitrag zum Niedergang des Ritterromangenres.

Auszug aus dem Buch

5. Don Quijote und die Konquistadoren

Die hohe Immigrationswelle in die Neue Welt ist nicht ausschließlich, aber dennoch zu großen Teilen den Ritterromanen zuzuschreiben, die sich stark auf den Erwartungshorizont der Konquistadoren auswirkten. Der Großteil jener Konquistadoren stammte aus der einfachen Landbevölkerung ohne großen Besitz. De Armas Wilson bezeichnet diese Männer als „desperate men of Spain“, die sich allesamt schnellen Reichtum in der Neuen Welt und den damit verbundenen gesellschaftlichen Aufstieg erhofften.

Beflügelt von den Heldengeschichten von Amadís de Gaula, brachen tausende Konquistadoren in Richtung Neue Welt auf. So erlagen diese der sogenannten „Ocean Chivalry“ (vgl. De Armas Wilson), dem Ideal des Rittertums, das sie über den Atlantik in die Neue Welt begleitete.

Auch Don Quijote beruft sich an mehreren Stellen im Roman auf sein Ideal Amadís, dem er nachzueifern versucht: „Solo me guío por el ejemplo que me da el grande Amadís de Gaula [...] Amadís fue el norte, el lucero, el sol de los valientes y enamorados caballeros, a quien debemos de imitar todos aquellos que debajo de la bandera de amor y de la caballería militamos. Siendo, pues, esto ansí, como lo es, Sancho amigo, que el caballero andante que más le imitare está más cerca de alcanzar la perfección de la caballería.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Werk und die Forschungsfrage bezüglich der Verbindung zwischen Cervantes, dem Ritterroman und der Eroberung Amerikas.

2. Historischer Hintergrund Conquista: Überblick über das Zeitalter der Konquistadoren und die politische sowie wirtschaftliche Situation Spaniens im 16. und 17. Jahrhundert.

3. Cervantes und die Neue Welt: Analyse des Einflusses der kartografischen Entdeckungen und des Reisefiebers auf Cervantes und seine schriftstellerische Arbeit.

4. Ritterromane und der Begriff Ritterlichkeit: Definition des Genres und Erläuterung der Bedeutung von Ritterlichkeit als moralischer Kodex der Zeit.

5. Don Quijote und die Konquistadoren: Vergleich der Beweggründe von Don Quijote und den realen Konquistadoren hinsichtlich ihrer Idealisierung von Ruhm und Abenteuer.

6. Don Quijote – Der Todesstoß für den Ritterroman?: Untersuchung der Funktion von Don Quijote als Parodie und deren Beitrag zur Entwertung des Ritterromangenres.

7. Fazit: Zusammenfassende Auswertung der Ergebnisse und Einordnung der Bedeutung von Don Quijote als zeitloses Werk.

Schlüsselwörter

Cervantes, Don Quijote, Konquistadoren, Conquista, Ritterroman, Ritterlichkeit, Siglo de Oro, Amadís de Gaula, Parodie, Neue Welt, Abenteuer, spanische Literatur, Kolonialisierung, Literaturgeschichte, Roman.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Wechselspiel zwischen dem literarischen Genre des Ritterromans und der historischen Realität der spanischen Eroberung Amerikas (Conquista) im Werk von Miguel de Cervantes.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Geschichte der Konquista, die Definition von Ritterlichkeit, der Einfluss des Ritterromans auf die damalige Gesellschaft sowie die literarische Auseinandersetzung damit in Don Quijote.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, durch einen Vergleich zwischen der Romanfigur Don Quijote und den historischen Konquistadoren ein neues Verständnis für die Motive und Auswirkungen des Rittermythos zu schaffen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die historische Kontexte mit textualen Vergleichen verbindet und zeitgenössische Forschungsliteratur einbezieht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet den historischen Hintergrund, Cervantes' Verhältnis zur Neuen Welt, die Charakteristika von Ritterromanen sowie einen detaillierten Vergleich zwischen Don Quijotes Idealen und den realen Zielen der Eroberer.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Cervantes, Don Quijote, Ritterroman, Conquista, Parodie und das Siglo de Oro charakterisiert.

Inwiefern beeinflussten Ritterromane die Konquistadoren?

Die Ritterromane prägten den Erwartungshorizont der Konquistadoren und verliehen ihnen den Glauben an eine „Ocean Chivalry“, die sie auf der Suche nach Ruhm und Reichtum in die Neue Welt trieb.

Hat Don Quijote den Untergang des Ritterromans verursacht?

Laut der Arbeit war Cervantes nicht allein verantwortlich für das Verschwinden des Genres, trug aber durch die gnadenlose Parodie maßgeblich zur Schwächung und zum Verlust des Ansehens dieser Romane bei.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Cervantes, Don Quijote und die Conquistadores. Ritterromane und die Neue Welt
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Veranstaltung
Lektüre des Don Quijote
Note
1,7
Autor
Sophie Schmidt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
13
Katalognummer
V418600
ISBN (eBook)
9783668676268
ISBN (Buch)
9783668676275
Sprache
Deutsch
Schlagworte
don quijote don quichotte neue welt ritterroman conquistadores amerika spanien literaturwissenschaft cervantes miguel de cervantes don quijote de la mancha don quixote seefahrt Eroberung neue welt
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sophie Schmidt (Autor:in), 2017, Cervantes, Don Quijote und die Conquistadores. Ritterromane und die Neue Welt, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/418600
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  13  Seiten
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