Zivilcourage sei eine kleine Tat von wenigen, die viel bewirken kann. Gegenstand dieser Arbeit ist das Thema Zivilcourage. Zunächst wird der Begriff Zivilcourage definiert und im Folgenden erläutert, was es bedeutet, zivilcouragiert zu handeln. Infolgedessen werden die theoretischen Aspekte des Themas Zivilcourage beleuchtet. Diese Aspekte lassen sich in zwei Kategorien einteilen: zum einen die Theorien auf der Basis von altruistischem Verhalten und zum anderen die auf der Basis von egoistischem Verhalten. Zu den Theorien auf der Grundlage des Altruismus zählt die Theorie der altruistischen Persönlichkeit, die Empathie-Altruismus-Hypothese und die Theorie der Empathie-bezogenen-Reaktion. Die Kosten-Nutzen-Analyse und die Theorie der sozialen Hemmung sind Bestandteile der Theorien mit egoistischen Tendenzen. Im Weiteren werden Ansätze zur Förderung von Zivilcourage im schulischen Kontext dargelegt. Die Theorien und Förderungsansätze werden anhand eines Beispielprojektes konkretisiert und veranschaulicht, welches die Stadt Herne im Rahmen des Xenos Programms in den Jahren 2003 und 2004 veranstaltete. Das Projekt bestand aus vielen Einzelprojekten von Schulen und Jugendeinrichtungen. Es schloss mit dem ‚Tag der Zivilcorage’ am 16. Juli 2004 ab, an dem die einzelnen Arbeiten präsentiert und prämiert wurden. Das Theaterstück „Abzocke ist geil“ der Hauptschule Freiherr-vom-Stein ist eines der Einzelprojekte und wird im weiteren Verlauf erläutert und ausgewertet.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Zivilcourage
- Was ist Zivilcourage?
- Was heißt mit Zivilcourage handeln?
- Theoretische Aspekte
- Handlungsmodelle
- Ansätze zur Förderung von Zivilcourage in der Schule
- Beispielprojekt: „Für Zivilcourage - Herne zeigt Gesicht”
- Beispielprojekt: Freiherr-vom-Stein Schule
- Auswertung
- Resümee
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit setzt sich zum Ziel, den Begriff der Zivilcourage zu definieren und die Handlungsweisen von zivilcouragierten Personen zu analysieren. Des Weiteren werden theoretische Ansätze zur Förderung von Zivilcourage, insbesondere im schulischen Kontext, beleuchtet.
- Definition des Begriffs Zivilcourage
- Handlungsweisen von zivilcouragierten Personen
- Theoretische Ansätze zur Förderung von Zivilcourage
- Beispielhafte Projekte zur Förderung von Zivilcourage in der Schule
- Relevanz von Zivilcourage für eine demokratische Gesellschaft
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung
Die Einleitung stellt das Thema Zivilcourage vor und erläutert die Zielsetzung der Arbeit. Sie skizziert die Themenbereiche, die im weiteren Verlauf behandelt werden, wie z.B. die Definition von Zivilcourage, die Handlungsweisen zivilcouragierter Personen und die theoretischen Ansätze zur Förderung von Zivilcourage.
Zivilcourage
In diesem Kapitel werden die Definition von Zivilcourage sowie die Bedeutungen und Handlungsweisen zivilcouragierten Handelns erläutert. Der Begriff Zivilcourage wird historisch eingeordnet und verschiedene Perspektiven auf den Begriff werden vorgestellt. Außerdem wird Zivilcourage von ähnlichen Begriffen wie Tapferkeit, Altruismus und Solidarität abgegrenzt.
Theoretische Aspekte
Dieses Kapitel beschäftigt sich mit den theoretischen Ansätzen zur Erklärung und Förderung von Zivilcourage. Es werden verschiedene Handlungsmodelle vorgestellt, die den Aspekt der Zivilcourage beleuchten. Des Weiteren werden Ansätze zur Förderung von Zivilcourage im schulischen Kontext erläutert.
Beispielprojekt: „Für Zivilcourage - Herne zeigt Gesicht”
In diesem Kapitel wird das Beispielprojekt „Für Zivilcourage - Herne zeigt Gesicht“ vorgestellt, welches in den Jahren 2003 und 2004 in Herne stattfand. Das Projekt umfasste verschiedene Einzelprojekte von Schulen und Jugendeinrichtungen, die sich mit dem Thema Zivilcourage auseinandersetzten. Das Projekt gipfelte im „Tag der Zivilcourage“ am 16. Juli 2004, bei dem die einzelnen Arbeiten präsentiert und prämiert wurden. Ein Schwerpunkt dieses Kapitels liegt auf der Vorstellung und Auswertung des Theaterstücks „Abzocke ist geil“ der Hauptschule Freiherr-vom-Stein, welches im Rahmen des Projektes entstand.
Schlüsselwörter
Die wichtigsten Schlüsselwörter und Schwerpunkte der Arbeit sind: Zivilcourage, Handlungsmodelle, Förderung von Zivilcourage, Schule, Herne zeigt Gesicht, Freiherr-vom-Stein Schule, Theaterstück, Abzocke ist geil, Empathie, Altruismus, Egoismus, soziale Hemmung, demokratische Gesellschaft.
Häufig gestellte Fragen
Wie wird Zivilcourage in dieser Arbeit definiert?
Zivilcourage wird als eine mutige Tat verstanden, bei der Individuen für demokratische Werte und die Integrität anderer eintreten, oft trotz persönlicher Risiken oder sozialem Druck.
Welche theoretischen Modelle erklären zivilcouragiertes Handeln?
Es wird zwischen altruistischen Theorien (Empathie-Altruismus-Hypothese) und Theorien mit egoistischen Tendenzen (Kosten-Nutzen-Analyse, soziale Hemmung) unterschieden.
Was ist die "Theorie der sozialen Hemmung"?
Sie beschreibt das Phänomen, dass Menschen in Gegenwart anderer seltener eingreifen (Bystander-Effekt), da sie die Verantwortung auf die Gruppe verteilen.
Wie kann Zivilcourage in der Schule gefördert werden?
Durch gezielte Projekte, Rollenspiele und Theaterstücke, die Empathie wecken und Handlungsstrategien für Konfliktsituationen aufzeigen.
Was war das Projekt "Herne zeigt Gesicht"?
Ein Aktionsprogramm der Stadt Herne (2003/2004), bei dem Schulen und Jugendeinrichtungen kreative Beiträge zum Thema Zivilcourage erarbeiteten, wie z.B. das Theaterstück "Abzocke ist geil".
Welche Rolle spielt Empathie bei der Zivilcourage?
Empathie gilt als zentraler Motor für altruistisches Verhalten, da das Mitfühlen mit dem Opfer die Motivation zum Helfen steigert.
- Arbeit zitieren
- Britta Wertenbruch (Autor:in), 2005, Zivilcourage fördern - aber wie?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/41870