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Die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Leibniz' System der Prästabilierten Harmonie und dem System des Okkasionalismus

Título: Die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Leibniz' System der Prästabilierten Harmonie und dem System des Okkasionalismus

Trabajo de Seminario , 2004 , 15 Páginas , Calificación: bestanden

Autor:in: Angelika Deml (Autor)

Filosofía - Otras
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Bereits seit Leibniz Lebzeiten finden sich in der Philosophie Meinungen, daß Leibniz' Prästabilierte Harmonie sich nicht grundlegend vom Occasionalismus unterscheide, so z.B. bei Arnauld und Foucher. Im Rahmen dieser Arbeit sollen die Unterschiede und Gemeinsamkeiten beider Systeme aufgezeigt werden.

Nach einem kurzen allgemeinen Abriß über den Occasionalismus sowie den Einfluß Malebranches auf Leibniz werden Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Ansätze von Malebranche und Leibniz aufgezeigt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Konzept des Occasionalismus

3. Malebranches Einfluß auf Leibniz

4. Spiegel des Universums

5. Beziehungen zwischen den Substanzen

5.1. Materie ist mehr als reine Ausdehnung

5.2. Bindung des Geistes an die Materie

5.3. Fensterlosigkeit

5.3.1. Kausalität zwischen Körper und Seele

5.3.2. Wunder

5.3.3. Unabhängigkeit und Freiheit

5.4. Prästabilierte Harmonie

6. Unterscheidung zwischen den Handlungen Gottes und denen der Kreaturen

7. Unwillentliche und unvollkommene Handlungen

8. Resume

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die philosophischen Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Gottfried Wilhelm Leibniz' Konzept der prästabilierten Harmonie und dem System des Okkasionalismus, wie es insbesondere von Malebranche vertreten wurde. Ziel ist es, die Entwicklung der Leibnizschen Metaphysik in Abgrenzung zur occasionalistischen Auffassung einer ständigen göttlichen Intervention zu analysieren.

  • Kritische Analyse des Okkasionalismus und der Rolle Gottes als alleinige Ursache.
  • Untersuchung des Einflusses von Malebranche auf die Leibnizsche Philosophie.
  • Vergleich der Konzepte von Kausalität und der Interaktion zwischen Körper und Geist.
  • Erläuterung der prästabilierten Harmonie als Alternative zum Okkasionalismus.
  • Diskussion von Handlungsfreiheit und den Grenzen der Wirksamkeit von Substanzen.

Auszug aus dem Buch

5.4. Prästabilierte Harmonie

Im System der prästabilierten Harmonie werden körperliche Veränderungen nie durch seelische, sondern immer durch andere körperliche Vorgänge verursacht. Jedoch werden seelische Vorgänge von korrespondierenden körperlichen Aktionen begleitet und umgekehrt. Es erfolgt keine unmittelbare Einwirkung, sondern es handelt sich um parallel laufende Vorgänge, gleichsam wie bei zwei aufeinander abgestimmten Uhren.

Entgegen der occasionalistischen Vorstellung der ständigen Einwirkung Gottes wurde laut Leibniz jede "wirkliche Einheit" von Gott so erschaffen, "daß ihr durch eine vollkommene Spontaneität in Anbetracht ihrer selbst und doch in vollkommener Übereinstimmung mit den Dingen außer ihr alles aus ihrem eigenen Grunde entstehen muß." Jede Substanz enthält in sich das ganze Universum und die "von vornherein geregelte gegenseitige Beziehung, die das hervorbringt, was wir ihren Verkehr nennen und die einzig und allein die Vereinigung zwischen Körper und Seele ausmacht." Leibniz verdeutlicht dies am Beispiel zweier Uhren, die vollkommen miteinander übereinstimmen. Diese Übereinstimmung kann auf verschiedene Weisen erreicht werden. Unter anderem durch ständige Überwachung und Korrektur, was das occasionalistische System bedeuten würde. Zum anderen, indem jede Substanz den in ihr enthaltenen, im Voraus geschaffenen Gesetzen folgend mit der anderen übereinstimmt. Die ist der Weg der prästabilierten Harmonie.

Für Leibniz besteht also die Welt aus aktiven Substanzen, denen die Prinzipien ihrer Veränderungen in ihrer eigenen Natur im Voraus angelegt wurden. Die eigene Wirkung der Substanzen tritt ausschließlich nach innen auf. Denn das, was aufgrund dieser Wirkungen dann nach außen hin, in anderen Substanzen, folgt, geschieht aufgrund der prästabilierten Harmonie, mit der das Zusammenwirken aller Substanzen im Voraus geregelt ist. Damit verbleibt, im Gegensatz zur occasionalistischen Sicht, im Rahmen der von Gott geschaffenen Gesetze ein gewisser Handlungsspielraum der Kreaturen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung skizziert die historische Debatte über die Nähe zwischen Leibniz’ System und dem Okkasionalismus und steckt den Rahmen für den Vergleich der beiden Ansätze ab.

2. Das Konzept des Occasionalismus: Dieses Kapitel erläutert die kartesische Grundlage des Okkasionalismus, wonach Gott bei jeder geistigen oder körperlichen "Gelegenheit" unmittelbar als Ursache eingreift.

3. Malebranches Einfluß auf Leibniz: Hier wird dargelegt, wie Leibniz Malebranche nicht als bloße Gegenposition, sondern als Ausgangspunkt für die Weiterentwicklung seiner eigenen Metaphysik begriff.

4. Spiegel des Universums: Das Kapitel behandelt die Leibnizsche Vorstellung, dass jede Substanz als Mikrokosmos das Universum in sich spiegelt.

5. Beziehungen zwischen den Substanzen: Dieser zentrale Abschnitt analysiert die Problematik der Interaktion zwischen Substanzen, die Fensterlosigkeit der Monaden und die Abgrenzung zur occasionalistischen Kausalität.

6. Unterscheidung zwischen den Handlungen Gottes und denen der Kreaturen: Das Kapitel befasst sich mit der Frage, wie Leibniz trotz der göttlichen Vorherbestimmung Eigenwirksamkeit und Handlungsfreiheit für Kreaturen begründet.

7. Unwillentliche und unvollkommene Handlungen: Es wird untersucht, wie Phänomene wie Schmerz oder unvollkommene Handlungen im System der prästabilierten Harmonie zu erklären sind.

8. Resume: Das abschließende Kapitel kontrastiert die primär religiösen Motive Malebranches mit Leibniz’ Bestreben, Theologie und naturwissenschaftliche Erkenntnisse zu vereinen.

Schlüsselwörter

Leibniz, Okkasionalismus, Prästabiierte Harmonie, Malebranche, Kausalität, Gott, Fensterlosigkeit, Monaden, Substanz, Körper-Seele-Problem, Gott, Philosophie, Metaphysik, Handlungsfreiheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das Verhältnis und die Abgrenzung zwischen dem philosophischen System des Okkasionalismus und Leibniz' Konzept der prästabilierten Harmonie.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Fokus stehen die Fragen nach Kausalität, der Beziehung zwischen Körper und Geist sowie die Rolle Gottes als ordnende Instanz in beiden Systemen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Leibniz aus der Auseinandersetzung mit dem Okkasionalismus seine eigene Metaphysik entwickelte und wo genau die Unterschiede in der Begründung von Welt und Handeln liegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine systematische, philosophiegeschichtliche Analyse, die Texte primärer und sekundärer Quellen (insbesondere Leibniz und Malebranche) komparativ gegenüberstellt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Analyse der Substanzen, dem Konzept der Fensterlosigkeit, dem Problem der Wunder im Okkasionalismus sowie der Erläuterung der prästabilierten Harmonie als Uhren-Gleichnis.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Prästabilierte Harmonie, Okkasionalismus, Fensterlosigkeit, Kausalität und Substanzenlehre geprägt.

Warum lehnt Leibniz den Okkasionalismus im Hinblick auf das Wunder ab?

Leibniz kritisiert, dass der Okkasionalismus Gott ständig in die natürliche Ordnung eingreifen lässt ("Deus ex machina"), was er als Wunder bezeichnet, die dem Vollkommenheitsprinzip Gottes widersprechen.

Wie unterscheidet sich die Auffassung von Freiheit bei Leibniz von der bei Malebranche?

Während bei Malebranche die Passivität der Geschöpfe betont wird, ermöglicht Leibniz durch die in der Natur der Substanz angelegten Gesetze einen gewissen Handlungsspielraum und Freiheit zur Ausübung der eigenen Natur.

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Detalles

Título
Die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Leibniz' System der Prästabilierten Harmonie und dem System des Okkasionalismus
Universidad
University of Hagen
Curso
Seminar
Calificación
bestanden
Autor
Angelika Deml (Autor)
Año de publicación
2004
Páginas
15
No. de catálogo
V41882
ISBN (Ebook)
9783638400534
Idioma
Alemán
Etiqueta
Unterschiede Gemeinsamkeiten Leibniz System Prästabilierten Harmonie System Okkasionalismus Seminar
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Angelika Deml (Autor), 2004, Die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Leibniz' System der Prästabilierten Harmonie und dem System des Okkasionalismus, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/41882
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