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Les people, les pipoles, les pipeuls. Varianten des französischen Worts "People"

Ein aktualisierter statistischer Vergleich.

Titel: Les people, les pipoles, les pipeuls. Varianten des französischen Worts "People"

Hausarbeit , 2018 , 25 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Alexandra Priesterath (Autor:in)

Französische Philologie - Linguistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Presse reagiere auf Entwicklungen in Politik, Kultur und Gesellschaft mit neuen Wörtern, denn neue Sachverhalte begünstigen die Erschaffung von Neologismen, so musste für das Phänomen der Entprivatisierung des Privatlebens von Berühmtheiten ein französisches Wort geschaffen werden. Weiterhin ist allgemein bekannt, dass Neologismen durch Entlehnung fremdsprachlichen Materials entstehen können. Entlehnung an sich wird von Winter-Froemel sehr vage als „Schaffung einer Bezeichnung, die durch eine fremdsprachliche Bezeichnung beeinflusst wird“, definiert. Neben einem Lehnwort, das aus seiner AS in die ZS eingeführt wird, können alternative Realisationen1, die Aussprache, Schreibung und/ oder Morphologie betreffen, koexistieren und als gleichwertig, nicht normwidrig, angesehen werden. Um auch die nicht in der ZS etablierten Lehnwörtervarianten des frz. people ‘berühmte Leute‘, von engl. people ‘Leute‘, und seinen frz. Derivationen wie frz. pipolisation, Signifikant des oben beschriebenen Phänomens, zu erfassen, untersucht Winter-Froemel in einer am 18.12.2008 durchgeführten Korpusuntersuchung mithilfe des Internets die Bedeutungsveränderung, Entwicklung sowie Integration der relativ jungen Entlehnung und erklärt auftretende Abweichungen auf phonologischer, orthographischer und morphologischer Ebene. Betont wird hierbei die sprecherorientierte Vorgehensweise, da schließlich der Sprecher2 die Entlehnung in die ZS einführe und seiner Kreativität, vor allem im Internet, das linguistische Innovationen zu fördern scheine, keine normativen Grenzen gesetzt seien, sowie die in der Forschung nicht zugebilligte Komplexität des Entlehnungsprozesses. Die Autorin räumt ein, dass die Entwicklungen von frz. people noch nicht abgeschlossen sei und die Ergebnisse der Studie mit einer späteren Analyse vervollständigt werden müsse. Diese Arbeit hat zum Ziel einen aktualisierten deskriptiven Stand des frz. Lehnwortes people, dessen häufigsten Derivationen sowie seiner Numerusflexion auf der graphischen Ebene innerhalb der ZS darzustellen und einen Vergleich mit den Daten von 2008 vorzunehmen, sodass mögliche Abweichungen festgestellt und erklärt werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Hauptteil

II. A Aktueller Forschungsstand

II. B Vorherrschende Ansichten zum aktuellen Forschungsstand

II. C Methodik und Arbeitsweise

II. D Ergebnisse

II. E Analyse und Diskussion der Ergebnisse

III. Zusammenfassung

IV. Literaturverzeichnis

V. Anhang

Verzeichnis der verwendeten Abkürzungen und Siglen

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, einen aktualisierten deskriptiven Stand des französischen Lehnwortes "people" sowie dessen Derivationen und Numerusflexion innerhalb der Zielsprache zu dokumentieren und durch einen Vergleich mit Daten aus dem Jahr 2008 Abweichungen und Entwicklungstendenzen aufzuzeigen.

  • Analyse der morphologischen, semantischen und orthographischen Varianz von "people" im Französischen.
  • Untersuchung der Produktivität verschiedener Wortbildungen und Derivate.
  • Evaluation der Integrationsprozesse von Anglizismen in der französischen Sprache.
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Methodik der Internetkorpus-Analyse.
  • Diskussion der Rolle von Sprecherunsicherheit und sprachpflegerischen Tendenzen.

Auszug aus dem Buch

II. E Analyse und Diskussion der Ergebnisse

Zuerst soll die adjektivische Verwendung von frz. people ausgewertet werden. Im Ausdruck presse people dominiert 2008 sowie 2018 die nicht integrierte Variante <presse people>, wobei die Quantität insgesamt abgenommen hat und das Verhältnis der Suchmaschinen sich umgekehrt hat (vgl. Tab. 1). Die quantitative Abnahme von <presse pipole> kann dadurch erklärt werden, dass 2008 ein gleichnamiges Theaterstück von Oliver Lejeune hochaktuell im Internet besprochen wurde (vgl. Winter-Froemel 2011, 413).

Die Zunahme der Quantität von 2008 zu 2018 einer weiteren adjektivischen Verwendung -“politique pipole“(siehe Graphik 2)- lässt sich aufgrund von Ungenauigkeit der heutigen Suchmaschinen erklären. Bei der Sucheingabe des Begriffs auf yahoo kam ein Treffer bei folgendem Forumsbeitrag, wo beide Wörter mit einem Komma abgetrennt sind, obwohl explizit nach dem genauen Wortlaut gesucht wurde: „Mais de nombreux sportifs, politique [sic!], pipole du spectacle sont clients de ce type de ‚services‘“14. Des Weiteren wurden trotz expliziter Suche auch andere Graphien angezeigt, die nicht gesucht wurden, sodass bei “pipeuliser“15 468000 bei yahoo vermerkt wurden, obwohl allein bei der ersten Seite kein einziger passender Treffer dabei war. Bemerkenswert ist, dass Ausdrücke rund um die Grundform frz. people vor allem auf den Bereich Politik bezogen, verwendet werden (vgl. Winter-Froemel 2011, 431).

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung führt in das Phänomen der Entlehnung des französischen Wortes "people" ein und definiert das Forschungsziel einer deskriptiven Aktualisierung des Sprachgebrauchs.

II. Hauptteil: Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme der Forschung, eine kritische Diskussion, die methodische Vorgehensweise, eine umfassende Ergebnispräsentation sowie deren linguistische Analyse.

III. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung resümiert, dass der Etablierungsprozess des Lehnwortes aufgrund hoher Fluktuation und methodischer Herausforderungen der Internetrecherche noch nicht abgeschlossen ist.

IV. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primärquellen, Forschungsliteratur und Internetquellen.

V. Anhang: Verzeichnis der verwendeten Abkürzungen und Siglen zur besseren Verständlichkeit der fachsprachlichen Begriffe.

Schlüsselwörter

Französisch, Entlehnung, Lehnwort, Neologismus, Sprachkontakt, Internetkorpus, people, Wortbildung, Derivation, Numerusflexion, Sprachwandel, Integration, Orthographie, Varianz, Soziolinguistik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem französischen Lehnwort "people" und untersucht dessen Integration, Verwendung und morphologische Entwicklung im französischen Sprachraum durch den Vergleich von Internetdaten aus den Jahren 2008 und 2018.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die sprachliche Integration von Anglizismen, die Varianz bei der Schreibung, die Produktivität bei der Wortbildung (Derivate) sowie die Numerusflexion des Lehnwortes.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Erstellung eines aktualisierten deskriptiven Stands der Verwendung von "people" und dessen Derivaten, um durch einen Datenvergleich mögliche Abweichungen und Integrationsmuster zu identifizieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Methode der Internetkorpus-Analyse, wobei spezifische Suchmaschinen genutzt werden, um quantitative Belege für verschiedene Schreibvarianten zu erfassen und diese zu vergleichen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert den aktuellen Forschungsstand, diskutiert fachliche Kritiken an Vorarbeiten, erläutert die methodische Vorgehensweise und präsentiert detaillierte Ergebnisse zur adjektivischen und nominalen Verwendung sowie zur Wortbildung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Entlehnung, Sprachwandel, Internetkorpus, Derivation, Numerusflexion, Integration und die spezifischen Wortformen wie "people", "pipole" und deren Derivate.

Wie beeinflussen Suchmaschinen die Ergebnisse der Analyse?

Die Arbeit verdeutlicht, dass Suchmaschinen aufgrund kommerzieller Algorithmen, unterschiedlicher Indexierung und der Tendenz zu Ungenauigkeiten bei der Suche nach genauen Ausdrücken das quantitative Bild verfälschen können, weshalb die Daten kritisch interpretiert werden müssen.

Welche Rolle spielt die Wortbildung bei "people"?

Es zeigt sich eine hohe Produktivität bei der Bildung von Derivaten wie "pipolisation" oder "pipoliser", wobei die graphisch integrierte Stammform "pipol-" eine zentrale Rolle spielt und die Assimilation in das französische Sprachsystem verdeutlicht.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Les people, les pipoles, les pipeuls. Varianten des französischen Worts "People"
Untertitel
Ein aktualisierter statistischer Vergleich.
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin
Note
1,0
Autor
Alexandra Priesterath (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
25
Katalognummer
V418927
ISBN (eBook)
9783668681163
ISBN (Buch)
9783668681170
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wort Linguistik Französisch People Les pipoles
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Alexandra Priesterath (Autor:in), 2018, Les people, les pipoles, les pipeuls. Varianten des französischen Worts "People", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/418927
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Leseprobe aus  25  Seiten
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