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Erzähltechnik und Stadtgesellschaft in "Manhattan Transfer" von John Dos Passos

Titel: Erzähltechnik und Stadtgesellschaft in "Manhattan Transfer" von John Dos Passos

Hausarbeit , 2018 , 19 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Literaturwissenschaft - Moderne Literatur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel dieser Hausarbeit ist es darzustellen, inwieweit die Erzähltechniken, insbesondere der ‚Stream-of-Consciousness‘, das Montageverfahren sowie das ‚Camera Eye‘ in John Dos Passos Roman „Manhattan Transfer“ eine Besonderheit darstellen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Typisierung der Stadtgesellschaft. Es folgen ein Abriss über die Situation der Großstadt, die Bedeutung der Stadt für die Romanfiguren sowie die Problematik innerhalb der Stadtgesellschaft.

Nicht untersucht werden hingegen der Mythos der Großstadt oder die Frage, ob und inwieweit Parallelen bzw. Querverbindungen zu anderen legendären Städten wie Ninive und Babylon bestehen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Erzähltechniken des Romans

2.1 Narrative Entfaltung: ,Stream-of-consciousness‘

2.2 Besonderheit der Erzählweise: Montagetechnik

2.3 Cineastisches Erzählelement: ,Camera Eye‘

3. Stadtgesellschaft

3.1 Abriss über die Situation der Großstadt

3.2 Die Bedeutung der Stadt für die Romanfiguren

3.3 Problematik innerhalb der Stadtgesellschaft

4. Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die innovativen Erzähltechniken und die Darstellung der Stadtgesellschaft in John Dos Passos' Roman "Manhattan Transfer", um aufzuzeigen, wie das Werk das urbane Leben und die menschliche Erfahrung in der Metropole New York reflektiert.

  • Analyse des "Stream-of-Consciousness" als Mittel realistischer Authentizität.
  • Untersuchung der Montagetechnik und filmischer Erzählelemente wie das "Camera Eye".
  • Darstellung der Großstadt New York als übermächtiger, strukturierender Akteur.
  • Analyse der soziokulturellen Problematiken wie Anonymität, soziale Disparität und moralischer Verfall.
  • Reflektion über die Identitätskrise des Einzelnen im großstädtischen "Räderwerk".

Auszug aus dem Buch

2.3 Cineastisches Erzählelement: ,Camera Eye‘

„Will Dos Passos etwa mit der Bezeichnung ‚Camera Eye‘ Anspruch auf eine objektive Form der Darstellung subjektiven Erlebnisgutes erheben, und dies sogar, wenn er die Form der Bewußtseinsstromtechnik gewählt hat?“25 Der Leser gleiche wie in einer Nahaufnahme einem Fußgänger auf der Straße, der Reize, Sinneseindrücke oder den Akt des Sprechens genauer wahrnehme, denn „die „dokumentarischen“ Elemente […] seien am besten im Zusammenhang mit dem ‚Straßenfilm‘26“ zu verstehen. Deutlich wird dies, als Thatcher durch ein Menschengewimmel läuft und bei einem bestimmten Passanten einen unangenehmen Geruch wahrnimmt: „Als Thatcher an ihm vorbeiging, stieg ihm ein Geruch von Petroleum in die Nase, der von den Kleidern des Mannes ausging.“27 Dem Leser somit wird der filmische Charakter, das ‚Kamera-Auge’, quasi mit auf dem Weg gegeben. Edward D. Lowry beschreibt, dass das ‚Camera Eye‘ ein gegebenes Milieu durchdringe, meist die Großstadt und eine Reihe von Situationen ohne bestimmtes Ende aufzeichne, Ereignisse, die nur für kurze Augenblicke auftauchten und wieder in den “Strom der Dinge” zurückfänden.28 Die Annäherung an den einzelnen Moment wird von Dos Passos gleichermaßen präsentiert wie exemplifiziert. „Der Geruch von Rasierschaum, Eau de Cologne und versenktem Haar, der penetrant in der stickigen Luft der Friseursalons hing, machte Bud schläfrig.“29

Peter Stocker führt zur externen Fokalisierung bzw. zum „Camera Eye“ aus, dass der Leser weniger wisse als jede der dargestellten Figuren. Die Darstellung eines Telefongesprächs umfasse beispielsweise lediglich die Rede der Figur und des Geschehens am Ort, wie sie von einem fest stationierten Aufnahmegerät aufgezeichnet werden könnten (CAMERA EYE). Nicht möglich sei neben der Wiedergabe der Gegenrede die Erfassung von Gedanken der redenden Figur.30 Andrew Hook vervollständigt zum kinematographischen Schreibstil: The Camera eye may allow the individual sensibility a continued existence, but it is an in-effectual existence, cut off from the collective reality that encompasses it. It is as though Dos Passos has forced to agree that the gap between public and private experience is now unbridgeable.31 Dos Passos‘s berufliche Erfahrungen als Schriftsteller und Journalist gingen substantiell in der Technik des ‚Camera Eye‘ ein.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung von John Dos Passos' Roman ein und benennt die zentralen Erzähltechniken sowie das Ziel der Arbeit, die Stadtgesellschaft zu typisieren.

2. Erzähltechniken des Romans: Hier werden die innovativen Verfahren wie "Stream-of-consciousness", Montagetechnik und das "Camera Eye" detailliert analysiert und auf ihre filmische Wirkung hin untersucht.

3. Stadtgesellschaft: Dieses Kapitel widmet sich der sozialen Struktur Manhattans, der Lebenswirklichkeit der Figuren und der Rolle der Stadt als motorisches, oft zerstörerisches Gebilde.

4. Schlussbemerkung: Die Schlussbemerkung resümiert das Zusammenspiel von Form und Inhalt und hebt hervor, dass die experimentelle Erzählstruktur untrennbar mit der Komplexität der Metropole New York verbunden ist.

Schlüsselwörter

Manhattan Transfer, John Dos Passos, Erzähltechnik, Stream-of-consciousness, Montagetechnik, Camera Eye, Stadtgesellschaft, New York, Moderne, Großstadtroman, Literaturwissenschaft, Identität, Soziologie, Fragmentierung, Urbanität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert, wie John Dos Passos in seinem Roman "Manhattan Transfer" durch innovative Erzähltechniken ein komplexes Bild der New Yorker Stadtgesellschaft zeichnet.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den zentralen Themen gehören die filmische Montagetechnik, der Bewusstseinsstrom, die Bedeutung des urbanen Raums für die Identitätsbildung und die soziokulturellen Konflikte in der modernen Großstadt.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die spezifischen Erzähltechniken des Romans darzustellen und aufzuzeigen, wie diese zur Typisierung der Stadtgesellschaft und zum Verständnis der Großstadt als Akteur beitragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die primär textimmanente Interpretationen mit dem Rückgriff auf fachspezifische Sekundärliteratur zu Erzähltheorie und Medientheorie verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die ästhetischen Mittel wie die Montage und das "Camera Eye" untersucht, gefolgt von einer soziologischen Betrachtung der Großstadtsituation und ihrer Auswirkungen auf die Romanfiguren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Moderne, Fragmentierung, Urbanität, Montagetechnik und die Identitätskrise in einer technisierten Metropole charakterisieren.

Wie trägt das "Camera Eye" zur filmischen Anmutung des Textes bei?

Das "Camera Eye" fungiert als objektive, fast dokumentarische Aufzeichnung von Sinneseindrücken, die den Leser unmittelbar in das Geschehen der Großstadt hineinversetzt, während die innere Perspektive der Figuren oft ausgeblendet bleibt.

Warum wird die Großstadt New York in der Analyse als "Dampfwalze" metaphorisiert?

Die Metapher der Dampfwalze unterstreicht die gnadenlose, strukturierende Kraft der Stadt, die individuelle Lebensläufe ebnet, menschliche Schwächen ignoriert und soziale Verhältnisse diktiert.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Erzähltechnik und Stadtgesellschaft in "Manhattan Transfer" von John Dos Passos
Hochschule
FernUniversität Hagen  (LG Neuere deutsche Literaturwissenschaft und Geschichte der Medienkulturen)
Note
2,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
19
Katalognummer
V419044
ISBN (eBook)
9783668685291
ISBN (Buch)
9783668685307
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Großstadtliteratur
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2018, Erzähltechnik und Stadtgesellschaft in "Manhattan Transfer" von John Dos Passos, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/419044
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Leseprobe aus  19  Seiten
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