Sinfonische Konzepte nach Beethoven. Hector Berlioz' "Symphonie fantastique" und Felix Mendelssohn Bartholdys Sinfonie Nr. 2 "Lobgesang"


Hausarbeit (Hauptseminar), 2011

24 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Vorbild und MaBstab: Beethovens Sinfonik
2.1 Die Sinfonie in der Zeit Beethovens
2.2 Vorboten einer Entwicklung: die Sinfonien Nr. 6 und Nr

3. Weiterentwicklungen in der postbeethovenschen Zeit
3.1 Hector Berlioz' Symphonie fantastique op
3.1.1 Suj et und Werkaufbau der Symphonie fantastique
3.1.2 Literaturgeschichtliche und autobiografische Bezuge
3.1.3 Die Symphonie fantastique vor dem Hintergrund
Beethovens Sinfonik
3.2 Felix Mendelssohn Bartholdys Sinfonie Nr. 2 Lobgesang op
3.2.1 Hintergrunde der Entstehung
3.2.2 Das Werk
3.2.3 Der Lobgesang vor dem Hintergrund Beethovens Sinfonik,
insbesondere Beethovens Neunter

4. Schlussbetrachtung

5. Literaturverzeichnis
5.1 Musikalien
5.2 Schrifttum

1. Einleitung

Die vorliegende Hausarbeit beschaftigt sich mit der Symphonie fantastique op. 14 von Hector Berlioz und der Sinfonie Nr. 2 Lobgesang op. 52 von Felix Mendelssohn Bartholdy unter dem Gesichtspunkt sinfonischer Konzepte in der postbeethovenschen Zeit. Die beiden im Rahmen der Hausarbeit thematisierten Werke wurden als representative Beispiele ausgewahlt, um die in unterschiedliche Richtungen fuhrende Fortentwicklung der Sinfonie im 19. Jahrhundert und die damit verbundene Entfernung von der Gattungstradition zu veranschaulichen, wobei die Grundlagen fur diese Entwicklung bereits in der Sinfonik Beethovens anklingen.

Zu Beginn der Arbeit erfolgt ein Uberblick uber Beethovens sinfonisches Schaffen. In diesem Zusammenhang erschien es als notwendig, in der gebotenen Kurze auch auf die auBere Form und inhaltliche Ausgestaltung der Sinfonie gegen Ende des 18. Jahrhunderts einzugehen, da die dortigen Ansatze durch Beethoven aufgegriffen und in seinen Werken fortgefuhrt wurden. Die Sinfonien des spaten 18. Jahrhunderts konnen somit als Ausgangspunkt fur Beethovens Sinfonik aufgefasst werden und bilden zugleich den MaBstab dafur, was als Gattungstradition angesehen wurde. Ferner werden Beethovens Sinfonien Nr. 6 und Nr. 9 zum Gegenstand der Ausfuhrungen gemacht, da diese grundlegende Anknupfungspunkte fur die anschlieBende Erorterung der bereits genannten Werke von Berlioz und Mendelssohn aufweisen und diese jeweils vor dem Hintergrund Beethovens Sinfonik betrachtet werden sollen. Die Reihenfolge der Betrachtung von Berlioz' Symphonie fantastique und Mendelssohns Lobgesang folgt der zeitlichen Reihenfolge der jeweiligen Werkentstehung.

Die Schlussbetrachtung umfasst eine abschlieBende Bewertung der im Zuge der vorangegangenen Ausfuhrungen herausgearbeiteten Aspekte. Ein kurzer Ausblick auf die Sinfonik spaterer Komponisten rundet die Ausfuhrungen ab.

2. Vorbild und MaBstab: Beethovens Sinfonik

2.1 Die Sinfonie in der Zeit Beethovens

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts hatte sich die Sinfonie als Reprasentantin anspruchsvoller Instrumentalmusik etabliert, was sich im Spatwerk von Wolfgang Amadeus Mozart und Joseph Haydn widerspiegelt. Insoweit kann die Entwicklung der Sinfonie in einem engen Verhaltnis zu der zunehmenden Etablierung eines offentlichen Konzertlebens gesehen werden, dessen Prozess gegen Ende des 18. Jahrhunderts in London bereits weit fortgeschritten war und in das sich Joseph Haydn mit seinen Londoner Sinfonien (Sinfonien Nr. 93 bis 104), welche in den 1790er Jahren entstanden sind, einbrachte. Eine kurze Betrachtung dieser Werke ermoglicht eine Orientierung uber das Erscheinungsbild der typischen Sinfonie des spaten 18. Jahrhunderts, im Sinne von Konzertsinfonien, die sich einem anspruchsvollen Publikum gegenubergestellt sahen. Als ubliches Merkmal der Gattung hatte sich die Viersatzigkeit etabliert: schnelle Ecksatze, einen langsamen 2. Satz und ein Menuett im 3. Satz. Daruber hinaus sind auch die weiteren Einflusse der Entwicklungen der vorangegangenen Zeit erkennbar, insbesondere die Veranderung der inneren Dimensionen zugunsten einer groBeren Breite, was an der Lange der Werke deutlich wird, oder auch die Erweiterung der Orchesterbesetzung, welche die ErschlieBung von neuen klanglichen Ausdruckspotentialen ermoglichte. Beispielsweise verwendete Haydn in seiner Sinfonie Nr. 99 erstmals Klarinetten im Orchester.1 Bei Betrachtung des Auffuhrungskontextes von Haydns Londoner Sinfonien wird der Stellenwert deutlich, den die Gattung Sinfonie zu dieser Zeit erlangt hatte: Waren die Auffuhrungen derselben doch in Konzerte eingebettet, die eine bedeutende Ausstrahlung innerhalb des Londoner Musiklebens besaBen und einem aus dem Adel und dem gehobenen Burgertum stammenden Publikum zum Besten gegeben wurden.2 Die monumentale Bedeutung dieser Werke wurde bereits durch fachkundige Zeitgenossen Haydns erkannt und anerkennend gewurdigt.3 Diese Konzepte wurden von Ludwig van Beethoven, der mit seiner Sinfonik das Erbe Mozarts und Haydns angetreten hatte, aufgegriffen und zu einem AusmaB gesteigert, das innerhalb der Gattung neue MaBstabe setzte, die bis heute Geltung beanspruchen. An vollzogenen Neuerungen ist die Einfuhrung des Scherzo anstelle des Menuetts zu erwahnen. Allerdings konnen insoweit die Grundlagen bereits insbesondere in Haydns Spatwerk lokalisiert werden. So sind die Menuette in seinen Londoner Sinfonien zum Teil mit Vortragsbezeichnungen wie allegro oder sogar allegro molto versehen, welche dem Menuett als gemachlichem Tanz fremd waren. Auch in Beethovens Sinfonie Nr. 1 op. 21 findet sich hinsichtlich des Menuetts die Vortragsbezeichnung allegro molto e vivace, was die sich abzeichnende allmahliche Abkehr von der Verwendung des Menuetts hin zum Scherzo belegt. Die Orchesterbesetzung wurde durch Beethoven weiter vergroBert. Inhaltlich kam es zu einer starken Ausweitung der Themen. Auch die kompositorische Arbeitsmoral Beethovens, die von einem oft jahrelangen Konstruktions- und Reifeprozess gepragt war, schlagt sich - und dies betrifft nicht nur die Gattung der Sinfonie - in einem deutlich vergroBerten Werkumfang und einer bis dahin nicht gekannten Ausdrucksstarke nieder. GroBtmogliche Individualitat kennzeichnet insoweit Beethovens Schaffen. Diese bedeutenden Neuerungen im Werk Beethovens wurden fur nachfolgende Komponistengenerationen zum Vorbild und MaB (was diese nicht selten vor Schwierigkeiten sowie innere und auBere Konflikte stellen konnte), fur Musikkritiker zum MaBstab.4

SchlieBlich finden sich in Beethovens Sinfonik erste Versuche, die etablierte Form der Sinfonie zu durchbrechen. Diese Ansatze wurden von nachfolgenden Komponistengenerationen wiederum in verschiedene Richtungen bis hin zu der Entwicklung einer neuen Gattung fortgefuhrt. Fur die in der vorliegenden Arbeit beispielhaft erorterten Werke von Berlioz und Mendelssohn sind diese Ansatze von maBgeblicher Bedeutung. Zwei die etablierte Form der Sinfonie in auffalliger Weise durchbrechende Werke Beethovens sollen deshalb im folgenden Unterkapitel naher betrachtet werden.

2.2 Vorboten einer Entwicklung: die Sinfonien Nr. 6 und Nr. 9

Ludwig van Beethovens Sinfonie Nr. 6 op. 68 Pastorale und Sinfonie Nr. 9 op. 125 brachten bedeutsame Neuerungen mit sich, die deutliche Abweichungen von der Gattungstradition erkennen lassen. In beiden Werken kommt es zu einer Durchbrechung der etablierten Form der Sinfonie als viersatzigem reinen Instrumentalstuck, sei es nun die Erweiterung um einen funften Satz und die Bezugnahme auf einen auBermusikalischen Gehalt (ahnlich der Sinfonie Le Portrait musical de la nature von Justin Heinrich Knecht) in der Pastorale oder die Einbeziehung von Gesang in der Neunten.

Die Pastorale umfasst, wie zuvor angedeutet, funf Satze, was die Viersatzigkeit der Gattungstradition sprengt. Hinzu kommt, dass die Sinfonie Nr. 6 das Erleben friedvoller Natur beschreibt und damit einen Zusammenhang mit einem auBermusikalischen Gehalt indiziert. So beschreibt die Sinfonie Nr. 6 in den ersten drei Satzen eine Naturidylle, sowie das Landleben. Im 4. Satz kommt es zu einem dramatischen Hohepunkt in Form eines Gewitters, welches mit einem Sturm einhergeht. Nach einem attacca-Ubergang in den 5. Satz wird in diesem durch die Symbolik einer Danksagung an die Schopfung das Bild der friedvollen Natur wiederhergestellt. Was die Thematik des Werkes anbetrifft, so konnen insoweit auch autobiografische Bezuge vermutet werden, da bei Beethoven personliche Vorlieben fur Ausfluge in die Natur nachweisbar sind.5 Auch zeigt sich in dem Werk „Beethovens Interesse an dem beliebten Genre deskriptiver Musik, das spater 'Programmmusik' genannt werden sollte“6. Obgleich man nicht in Abrede stellen kann, dass dem Werk eine gewisse Programmatik anhaftet, stand Beethoven einer solchen durchaus skeptisch gegenuber, was sich in den folgenden AuBerungen des Komponisten widerspiegelt: „Jede Mahlerei, nachdem sie in der Instrumentalmusik zu weitgetrieben, verliehrt“7, sowie: „Auch ohne Beschreibung wird man das Ganze welches mehr Empfindung als Tongemahlde erkennen.“8

Anhand dieser Umstande kann davon ausgegangen werden, dass Beethoven darum bemuht war, die ErschlieBung der in dem Werk wiedergegebenen Empfindungen ohne Beschreibung zu ermoglichen (wenngleich auch jedem Satz einige erlauternde Worte vorangestellt wurden). Aufgrund des hohen MaBes an Authentizitat ist ihm dies allemal gelungen. So findet sich in einschlagiger Literatur hinsichtlich des Gewitters im 4. Satz beispielsweise der anerkennende Hinweis, es handele sich bei dem sinfonischen Gewitter um „das genialste, das je komponiert wurde“.9

Letztlich kann festgestellt werden, dass Beethovens Pastorale aufgrund der in ihr enthaltenen Ideen diverse Anknupfungspunkte fur die Weiterentwicklung der Programmmusik im 19. Jahrhundert geschaffen hatte. Zwar gab es, ebenso wie klangliche Nachbildungen von Sturmen, Seereisen etc. auch bereits Pastoralsinfonien aus der Feder von Komponisten des 18. Jahrhunderts (darunter die erwahnte Sinfonie von Knecht), jedoch „wies keines dieser Werke ein Modell auf, das dem Niveau der musikalischen Gedanken Beethovens und deren Verflechtung ebenburtig war.“10 Beethoven selbst setzte alles daran, es zu vermeiden, dass seine Pastorale mit der zeitgenossischen Programmmusik auf eine Stufe gestellt wird. Diese energischen Bestrebungen konnen sicher auch vor dem Hintergrund der damaligen Musikasthetik erklart werden, „die musikalische Malerei gem als Primitivismus abtut“.11 Vor diesem „Odium einer Programmsinfonie“12 wollte Beethoven sein Werk durch gezielte Erlauterungen bewahren. Er legte „offensichtlichen Wert darauf, dass die malenden und realistischen Zuge der Pastorale nicht uberbewertet und von den Horern als der eigentliche Reiz der Sinfonie angesehen wurden.“13 Der Hinweis „mehr Ausdruck der Empfindung als Mahlerey“ findet sich schlieBlich selbst auf dem Programmzettel der Erstauffuhrung.14 Nichtsdestotrotz konnte die Vorbildfunktion und die daraus resultierenden, zumindest indirekten Einflusse auf die Konzeption von Programmsinfonien, wie Hector Berlioz' Symphonie fantastique nicht verhindert werden, auch wenn dem Versuch eines direkten Vergleiches Grenzen gesetzt sind. Diese Umstande werden allerdings Gegenstand eines spateren Kapitels sein.

Als weiteres von der Gattungstradition abweichendes Werk soll nunmehr Beethovens Sinfonie Nr. 9 op. 125 betrachtet werden. Im Gegensatz zur Pastorale bleibt diese innerhalb des Rahmens der Viersatzigkeit. Jedoch sprengt auch diese die Gepflogenheiten der bisherigen sinfonischen Tradition, indem Gesangssolisten und ein Chor im 4. Satz eingearbeitet sind. Eine solche Konstellation fand in diesem Werk erstmals Eingang in eine Sinfonie.15 Dies fuhrt dazu, dass die Sinfonie ihren Charakter als reines Instrumentalstuck zwangslaufig verloren hatte, was den asthetischen Anspruchen an die Gattung als reine Instrumentalmusik, die auf „keine auBer ihr liegenden Mittel zuruckgreifen muss“16, zuwiderlauft. Diese Auffassung hinsichtlich der Instrumentalmusik wurde wesentlich durch Ernst Theodor Amadeus Hoffmann begrundet und war fur die Musikgeschichte des 19. Jahrhunderts, pragend.17 Inhaltlich stehen zunachst drei Instrumentalsatze. Im 4. Satz erfolgt die Vertonung von ausgewahlten Textstellen von Friedrich Schillers Ode An die Freude. Zu Beginn des Satzes werden zunachst Zitate der bisherigen Satze angespielt und sodann schroff verworfen, bis schlieBlich die den Vokalteil maBgeblich tragende Melodie zunachst instrumental angekundigt, dann mit zunehmender klanglicher Intensitat (durch das Hinzutreten weiterer Instrumente bis hin zum Tutti) vorgetragen und im weiteren Verlauf des Satzes schlieBlich von den Gesangssolisten und dem Chor aufgegriffen wird, sodass sich der 4. Satz zu einem gewaltigen Chorfinale entwickelt.

[...]


1 Vgl. Matthias Henke: Joseph Haydn, Munchen 2009, S. 117.

2 Vgl. ebd., S. 105-106.

3 Vgl. ebd., S. 118: Die anlasslich eines Benefizkonzertes aufgefuhrten Werke Haydns, namentlich der Sinfonie Nr. 104, wurden durch den englischen Musikhistoriker Charles Burney als „Jahrhundertereignis“ gepriesen.

4 Mit den Worten „Beethoven - MaB und Burde“ bringt der Musikwissenschaftler Wolfram Steinbeck dieses Phanomen auf den Punkt, welches die Musikgeschichte in der postbeethovenschen Zeit eindringlich pragen sollte; vgl. Wolfram Steinbeck: Die Symphonie im 19. und 20. Jahrhundert, Teil 1: Romantische und nationale Symphonik (= Handbuch der musikalischen Gattungen Bd. 3,1), Laaber 2002, S. 20.

5 Vgl. Lewis Lockwood: Beethoven. Seine Musik. Sein Leben, Kassel 2009, S. 175.

6 Ebd., S. 175.

7 Vgl. Gustav Nottebohm: Zweite Beethoveniana. Nachgelassene Aufsatze, Leipzig 1887, S. 375 und S. 504, zit. nach: Lockwood 2009, S. 176.

8 Ebd.

9 Martin Geck: Wenn der Buckelwal in die Oper geht. 33 Variationen uber die Wunder klassischer Musik, Munchen 2009, S. 10.

10 Lockwood 2009, S. 175-176.

11 Geck 2009, S. 107.

12 Ebd., S. 55.

13 Martin Geck: Ludwig van Beethoven, 5. Auflage, Reinbek 2001, S. 105.

14 Vgl. ebd.

15 Vgl. Lockwood 2009, S. 322.

16 Vgl. Steinbeck 2002, S. 14.

17 Vgl. ebd., S. 15.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten

Details

Titel
Sinfonische Konzepte nach Beethoven. Hector Berlioz' "Symphonie fantastique" und Felix Mendelssohn Bartholdys Sinfonie Nr. 2 "Lobgesang"
Hochschule
Universität Siegen  (Department Kunst und Musik)
Veranstaltung
Die Sinfonie - von ihren Anfängen bis zum Ende der Romantik
Note
1,0
Autor
Jahr
2011
Seiten
24
Katalognummer
V419051
ISBN (eBook)
9783668681248
ISBN (Buch)
9783668681255
Dateigröße
1056 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Musik, Konzepte, Beethoven, Berlioz, Symphonie, Mendelssohn, Lobgesang
Arbeit zitieren
B.A. Bernd Wladika (Autor), 2011, Sinfonische Konzepte nach Beethoven. Hector Berlioz' "Symphonie fantastique" und Felix Mendelssohn Bartholdys Sinfonie Nr. 2 "Lobgesang", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/419051

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