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Die Künstlersozialversicherung

Title: Die Künstlersozialversicherung

Intermediate Examination Paper , 2000 , 21 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Tania Süllentrup (Author)

Politics - Miscellaneous
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Einleitung

Vor einigen Monaten las ich im Koalitionsvertrag von SPD und Grünen, daß eine Verbesserung der sozialen Lage von KünstlerInnen verwirklicht werden sollte. Freudig überrascht war ich nun neugierig auf die geplanten Veränderungen geworden. Zu meinem Erstaunen erfuhr ich dann aber aus einem Artikel in der WAZ vom 05.11.1999, daß der Bundeszuschuß zur Künstlersozialversicherung gekürzt werden soll.
Aus meiner Verbitterung über die Inkonsequenz der Regierungskoalition wuchs mein Interesse, mehr über den Gesamtzusammenhang zu erfahren.

Da ich mich selbst mit der Malerei beschäftige und von mehreren KünstlerInnen in meinem Bekanntenkreis weiß, die in einer sehr beengten finanziellen Situation leben und sich daher auch teilweise nicht durch die Künstlersozialversicherung versichern lassen können, möchte ich mich mit der Frage auseinandersetzen, ob KünstlerInnen im allgemeinen die Möglichkeit der Künstlersozialversicherung überhaupt nutzen können, oder ob die Gesetzgebung hier etwa an den realen Bedürfnissen dieser Berufsgruppe vorbeigeht.
Desweiteren werde ich die Besonderheiten der Künstlersozialversicherung darstellen, die sie aus dem System der Sozialversicherung herausheben.
Die stoffliche Lage zu diesem Themenbereich ist sehr begrenzt, doch ich hoffe, trotzdem ein abgerundetes Bild liefern zu können.

In einem ersten Schritt werde ich die historische Entwicklung der Künstlersozialversicherung bearbeiten, dann die Besonderheiten und danach die Grundzüge. Abschließend werde ich mich der Untersuchung der sozialen und wirtschaftlichen Lage von bildenden KünstlerInnen widmen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. DIE ENTSTEHUNG DES KÜNSTLERSOZIALVERSICHERUNGSGESETZES

3. DIE GRUNDZÜGE DER KÜNSTLERSOZIALVERSICHERUNG

3.1. Der Kreis der Versicherten

3.2. Zuständige Versicherungsträger und Zahlung der Beiträge

3.3. Die Künstlersozialabgabe

3.4. Die Künstlersozialkasse

4. DAS URTEIL DES BUNDESVERFASSUNGSGERICHTS VOM 08. APRIL 1987

5. ÄNDERUNGEN DES KSVG

5.1. Die Rechtsänderungen ab 01.01.1988

5.2. Die Novellierung des KSVG ab 01.01.1989

5.3. Rechtsänderungen durch das SGB VI ab 01.01.1992

6. DIE BESONDERHEITEN DER KÜNSTLERSOZIALVERSICHERUNG IM SYSTEM DER SOZIALVERSICHERUNG

6.1. Selbständige KünstlerInnen und PublizistInnen zwischen ArbeitnehmerInnen und Selbständigen

6.2. Die Künstlersozialabgabe

6.3. Der Bundeszuschuß

6.4. Die Künstlersozialkasse zwischen Versicherten und Leistungsträgern

7. DIE SOZIALE UND WIRTSCHAFTLICHE LAGE VON BILDENDEN KÜNSTLERINNEN

7.1. Die Einkommenssituation unter Berücksichtigung aller Quellen aller bildenden KünstlerInnen

7.2. Die Einkommenssituation aller durch die Künstlersozialversicherung Versicherten nach Angaben der Künstlersozialkasse im Jahr 1991

7.3. Einnahmen aus dem Verkauf von Kunstwerken

7.4. Die Bedeutung zusätzlicher Einkünfte

7.5. Verbesserung der sozialen und wirtschaftlichen Lage von KünstlerInnen und PublizistInnen durch das Künstlersozialversicherungsgesetz ?

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Effektivität des Künstlersozialversicherungsgesetzes (KSVG) bei der sozialen Absicherung von Künstlern und Publizisten. Die zentrale Forschungsfrage ist, ob die aktuelle Gesetzgebung den realen Bedürfnissen dieser Berufsgruppe gerecht wird und ob Künstler die Möglichkeiten der Künstlersozialversicherung tatsächlich in vollem Umfang nutzen können, um eine angemessene Alters- und Krankenabsicherung zu erreichen.

  • Historische Entwicklung des Künstlersozialversicherungsgesetzes
  • Strukturelle Besonderheiten der Künstlersozialversicherung im Sozialversicherungssystem
  • Analyse der Einkommenssituation von bildenden Künstlern
  • Die Rolle der Künstlersozialkasse (KSK) als Clearingstelle
  • Evaluierung der sozialen Absicherungswirkung für einkommensschwache Künstler

Auszug aus dem Buch

6. Die Besonderheiten der Künstlersozialversicherung im System der Sozialversicherung

Selbständige KünstlerInnen und PublizistInnen genießen durch das KSVG im wesentlichen den gleichen sozialen Schutz wie ArbeitnehmerInnen. Sie werden renten- , kranken- und pflegeversichert – im Rahmen der Pflichtversicherung – und müssen wie diese nur für die Hälfte der Versicherungsbeiträge aufkommen ( Künstlersozialkasse 1999 ).

Die Pflichtversicherung von selbständigen KünstlerInnen und PublizistInnen hebt sie deutlich aus dem Kreis der Selbständigen heraus, welche nur ausnahmsweise in der GRV pflichtversichert sind, und zwar nur, wenn sie einer Gruppe selbständig erwerbstätiger Personen angehören, die vom Gesetzgeber als besonders schutzwürdig beurteilt werden, wie z.B. selbständige LehrerInnen, ErzieherInnen, Hebammen und EntbindungspflegerInnen ( in der AV ). Im Zuge der Gesundheitsreform ( Gesundheitsreform - Gesetz vom 01.01.1989 ) wurde diesen die Möglichkeit zur Pflichtversicherung in der GKV genommen, sie können der GKV nun als freiwillig Versicherte weiterhin angehören. Selbständige, die ausnahmsweise in der GRV pflichtversichert sind, müssen, wie freiwillig Versicherte , ihre Versicherungsbeiträge in vollem Umfang selbst zahlen.

Bis zum Inkrafttreten des KSVG wurden auch bestimmte Gruppen selbständiger KünstlerInnen, wie z.B. selbständige LehrerInnen künstlerischer Fächer, MusikerInnen und ArtistInnen, als pflichtversicherte Selbständige angesehen, die sich aber häufig aufgrund ihrer beengten finanziellen Lage nicht bei den zuständigen Versicherungsträgern meldeten und so nicht als Versicherte erfaßt werden konnten. Ebenso ließen sich nur wenige selbständige KünstlerInnen und PublizistInnen in der GRV pflichtversichern, was bereits seit 1973 möglich war. Auch hier mußten sie die gesamten Versicherungsbeiträge selbst zahlen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Autorin motiviert ihr Interesse am Thema durch den Koalitionsvertrag der rot-grünen Regierung und hinterfragt die Praxistauglichkeit der Künstlersozialversicherung.

2. DIE ENTSTEHUNG DES KÜNSTLERSOZIALVERSICHERUNGSGESETZES: Dieses Kapitel skizziert den langwierigen Gesetzgebungsprozess, der von verfassungsrechtlichen Einwänden und parteipolitischen Differenzen geprägt war.

3. DIE GRUNDZÜGE DER KÜNSTLERSOZIALVERSICHERUNG: Hier werden die Rahmenbedingungen der Versicherung, insbesondere der Kreis der Berechtigten, die Beiträge und die Funktion der KSK definiert.

4. DAS URTEIL DES BUNDESVERFASSUNGSGERICHTS VOM 08. APRIL 1987: Die Analyse des Urteils bestätigt die Verfassungsmäßigkeit der Künstlersozialabgabe als notwendigen Sozialversicherungsbeitrag.

5. ÄNDERUNGEN DES KSVG: Das Kapitel dokumentiert die gesetzlichen Anpassungen durch Reformen zwischen 1988 und 1992.

6. DIE BESONDERHEITEN DER KÜNSTLERSOZIALVERSICHERUNG IM SYSTEM DER SOZIALVERSICHERUNG: Dieser Teil beleuchtet die Sonderstellung von Künstlern, die trotz Selbständigkeit durch den Bundeszuschuss und die Abgabe arbeitnehmerähnlich abgesichert werden.

7. DIE SOZIALE UND WIRTSCHAFTLICHE LAGE VON BILDENDEN KÜNSTLERINNEN: Eine detaillierte Untersuchung der Einkommensverhältnisse zeigt, dass ein Großteil der Künstler auf Nebeneinkünfte angewiesen ist.

Schlüsselwörter

Künstlersozialversicherung, KSVG, Künstlersozialkasse, KSK, Sozialversicherung, Künstlersozialabgabe, KSA, Rentenversicherung, Krankenversicherung, Selbständige, Publizisten, bildende Künstler, Bundeszuschuss, soziale Sicherung, Einkommenssituation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die soziale und wirtschaftliche Absicherung von freiberuflichen Künstlern und Publizisten in Deutschland durch das Künstlersozialversicherungsgesetz.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die historische Entstehung des Gesetzes, die rechtlichen Strukturen der Künstlersozialversicherung, die Rolle der Künstlersozialkasse und die tatsächliche ökonomische Situation der Versicherten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, ob das KSVG sein Ziel erreicht, Künstlern eine adäquate soziale Absicherung zu ermöglichen, oder ob es an den realen wirtschaftlichen Bedürfnissen der Berufsgruppe vorbeigeht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse von Fachliteratur, Gesetzestexten sowie statistischen Daten zur Einkommenssituation von Künstlern aus den 1990er Jahren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Funktionsweise des KSVG, die Bedeutung der Künstlersozialabgabe, die Rolle der KSK und die Diskrepanz zwischen Versicherungsschutz und tatsächlichen Einkünften der Künstler.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind KSVG, Künstlersozialkasse, soziale Absicherung, Einkommensschwankungen, Pflichtversicherung und Künstlerbericht.

Welche Bedeutung hat das Urteil des Bundesverfassungsgerichts für das Gesetz?

Das Urteil von 1987 war ein Meilenstein, da es die Künstlersozialabgabe rechtlich als verfassungskonformen Sozialversicherungsbeitrag legitimierte und das "symbiotische" Verhältnis zwischen Künstlern und Verwertern anerkannte.

Warum wird die Künstlersozialkasse als „ungewöhnliche“ Organisation bezeichnet?

Sie fungiert als zentrale Clearingstelle zwischen den Versicherten, den Verwertern und den verschiedenen Sozialleistungsträgern, was eine für die Sozialversicherung untypische Verwaltungsstruktur darstellt.

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Details

Title
Die Künstlersozialversicherung
College
Protestant University of Applied Sciences Rheinland-Westfalen-Lippe  (Sozialpädagogik)
Grade
2,7
Author
Tania Süllentrup (Author)
Publication Year
2000
Pages
21
Catalog Number
V41919
ISBN (eBook)
9783638400770
Language
German
Tags
Künstlersozialversicherung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tania Süllentrup (Author), 2000, Die Künstlersozialversicherung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/41919
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