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Analyse der Darstellung der grausamen Karthager und ihrer Wirkung bei Livius. Liv. 23, 5, 11-13

Titel: Analyse der Darstellung der grausamen Karthager und ihrer Wirkung bei Livius. Liv. 23, 5, 11-13

Hausarbeit , 2016 , 8 Seiten , Note: 3,0

Autor:in: Martin Schrömges (Autor:in)

Latinistik - Literatur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die dritte Dekade des Werkes behandelt die Geschehnisse des zweiten punischen Krieges. Die ausgewählte Textstelle 23, 5, 11–13 lässt sich historisch wie folgt einordnen: wir befinden uns in der zweiten Hälfte bzw. am Ende des Jahres 216. Das vorangegangene Buch endet damit, dass das röm. Heer eine schwere Niederlage in der Schlacht bei Cannae verkraften muss. Dazu kommt die Rückkehr des Konsuls Gaius Terentius Varro nach Rom, der, obwohl Livius ihm die Verantwortung für die Geschehnisse bei Cannae ankreidet, dankbar begrüßt wird. Dadurch, dass Hannibal sich der für die Getreideversorgung wichtigen Gegend um Kampanien bemächtigt hat und kurz davor war die Stadt Capua unter seine Herrschaft zu bringen, hat Rom wichtige Bundesgenossen verloren. Varro hat schließlich eine Gesandtschaft aus Capua empfangen, vor der er eine Rede hält, um die Bundesgenossen dazu zubringen Rom weiterhin im Kampf gegen Hannibal zu unterstützen (Liv 23, 5, 4–15).
Interessant ist es nun, die angegebene Textstelle in Bezug auf ihre Wirkung der grausamen Darstellung der Punier innerhalb der Rede Varro´s und der Atmosphäre, die sie erzeugt, zu analysieren.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.a Übersetzung der Textstelle 23, 5, 11–13

2.b Analyse und Interpretation

3. Schluss

4. Literturverzeichnis

4.a Editionen, Kommentare, Übersetzungen

4.b Sekundärliteratur

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht in der textnahen Analyse einer spezifischen Passage aus Titus Livius' Werk „Ab urbe condita“ (23, 5, 11–13), um die rhetorische Funktion der dortigen Darstellung Hannibals und der Karthager zu untersuchen. Die Forschungsfrage fokussiert sich darauf, inwiefern die drastische Charakterisierung des punischen Heeres als „barbarisch“ und „kannibalisch“ durch den Konsul Varro als gezieltes rhetorisches Mittel eingesetzt wurde, um römische Bundesgenossen in einer krisenhaften Phase nach der Schlacht bei Cannae zu beeinflussen.

  • Rhetorische Analyse der Rede des Varro
  • Untersuchung der antiken Charakterisierung von Feindbildern
  • Darstellung der Karthager als „barbarisches“ Gegenüber
  • Kontextualisierung des zweiten punischen Krieges bei Livius
  • Vergleich mit anderen antiken Quellen zur Hannibal-Rezeption

Auszug aus dem Buch

2.a Übersetzung der Textstelle 23, 5, 11–13

Wir haben es nicht mit Samniten oder Etruskern zu tun, so dass die Herrschaft doch wenigstens in Italien bliebe, welche uns genommen worden ist. Der punische Feind schleppt, von den äußersten Grenzen der Erde, von der Meerenge des Ozeans und den Säulen des Herkules, ein Heer heran, welches nicht einmal in Afrika heimisch ist und jegliches Recht, die Grundlage eines Staates und beinahe die menschliche Sprache nicht kennt.

Dieses, schon durch sein Wesen und Gewohnheiten grausam und wild, hat darüber hinaus der Heerführer selbst wild gemacht durch den Bau von Brücken und Dämmen aus einem Haufen aus menschlichen Leichen und, was mich verdrießt auszusprechen, er hat ihnen beigebracht Menschenfleisch zu verspeisen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel bettet die Textstelle historisch in den zweiten punischen Krieg ein und erläutert die politisch-militärische Ausgangslage nach der Schlacht bei Cannae.

2. Hauptteil: Der Hauptteil gliedert sich in eine Übersetzung der Passage sowie eine tiefgehende philologische und rhetorische Analyse, in der die Funktion der Gräueldarstellungen untersucht wird.

3. Schluss: Hier werden die Ergebnisse zusammengefasst und das Fazit gezogen, dass Livius die Rede des Varro als rhetorisches Instrument nutzt, um Hannibal gezielt negativ zu stilisieren.

4. Literturverzeichnis: Dieses Kapitel listet die verwendeten Primärquellen, Editionen sowie die sekundäre Forschungsliteratur auf.

Schlüsselwörter

Titus Livius, Ab urbe condita, Hannibal, zweiter punischer Krieg, Varro, Cannae, Rhetorik, Barbarismus, Kannibalismus, Historiographie, Römer, Karthager, Feindbild, politische Rede, Antike.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert eine zentrale Passage aus Livius' Geschichtswerk, in der der Konsul Varro Hannibal und das punische Heer mit drastischen Mitteln als grausam und barbarisch diffamiert.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Fokus stehen die römische Historiographie, die Funktion rhetorischer Mittel in antiken Reden sowie die Konstruktion von Feindbildern im antiken Kontext.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu ergründen, warum Livius Varro diese spezielle, übertrieben grausame Darstellung wählen lässt und welche Absicht er damit in Bezug auf das Publikum und die Wahrnehmung Hannibals verfolgt.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär angewandt?

Es handelt sich um eine textanalytische und philologische Untersuchung, die durch einen Vergleich mit anderen antiken Quellen (z.B. Polybios) ergänzt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit inhaltlich behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Übersetzung der Textstelle 23, 5, 11–13 sowie der detaillierten Analyse der Begriffe wie „Barbar“ und der rhetorischen Übertreibungen bezüglich des Kannibalismus.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Hannibal, zweiter punischer Krieg, rhetorische Strategien, Livius und die Charakterisierung des „Anderen“ in der römischen Literatur.

Wie bewertet der Autor die historischen Anschuldigungen des Varro?

Die Arbeit stellt fest, dass es sich höchstwahrscheinlich um rhetorische Übertreibungen handelt, die nicht der wörtlichen historischen Wahrheit entsprechen, aber eine bewusste negative Wirkung auf den Leser erzielen.

Welche Rolle spielt der Vergleich mit Polybios für die Argumentation?

Der Vergleich mit Polybios dient dazu, die Einseitigkeit der livianischen Darstellung zu entlarven, da andere Quellen Hannibal entlasten und die Grausamkeitsvorwürfe als literarisches Konstrukt erscheinen lassen.

Weshalb scheitert Varros Rede laut der Analyse?

Varro versucht, die Kampaner durch die Gruselbilder abzuschrecken, doch das historische Ergebnis – der Übertritt Capuas zu Hannibal – zeigt, dass sein rhetorischer Appell sein Ziel verfehlte.

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Details

Titel
Analyse der Darstellung der grausamen Karthager und ihrer Wirkung bei Livius. Liv. 23, 5, 11-13
Hochschule
Universität Münster
Note
3,0
Autor
Martin Schrömges (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
8
Katalognummer
V419280
ISBN (eBook)
9783668680487
Sprache
Deutsch
Schlagworte
analyse darstellung karthager wirkung livius
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Martin Schrömges (Autor:in), 2016, Analyse der Darstellung der grausamen Karthager und ihrer Wirkung bei Livius. Liv. 23, 5, 11-13, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/419280
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