Sensomotorik in der Schule. Ideensammlung für die gymnasiale Oberstufe


Bachelorarbeit, 2011

60 Seiten, Note: 1,3

Anonym


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlagen für die Sensomotorik in der Schule
2.1 Einführung in das sensomotorische System
2.2 Sensomotorisches Training (SMT)
2.3 Das Motorische Lernalter
2.3.1 Die Phylogenese des Menschen
2.3.2 Motorische Entwicklung bis zum frühen Jugendalter
2.3.3 Motorisches Lernalter im späten Jugendalter

3 Forschungsmethodik der Sensomotorik für der Schule
3.1 Aktuelle Studienlagen
3.2 Systematische Rezension zur Wirksamkeit des sensomotorischen Trainings
3.3 Schülerprojekt am Freiburger Gymnasium
3.3.1 Zielstellungen des Projektes in der gymnasialen Oberstufe
3.3.2 Methodische Vorgehensweise
3.3.3 Messmethodik und Ergebnisse

4 Der Rahmenlehrplan in der gymnasialen Oberstufe im Land Brandenburg
4.1 Aufbau des Rahmenlehrplanes für den Sportunterricht
4.2 Sensomotorische Trainings- und Übungsformen im Sportunterricht
4.2.1 Das Bewegungsfeld „Fitness“
4.2.2 Die anderen Bewegungsfelder

5. Ideenentwicklung für den Schulsport
5.1. Sinnvolle Unterrichtskonzepte für das SMT
5.2. Die Umsetzbarkeit Sensomotorischer Übungen
5.3. Mögliche Übertragbarkeit auf andere Bewegungsfelder
5.4. Bewertbarkeit sensomotorischer Übungen

6. Zusammenfassung und Ausblick

7. Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

8. Anhang

Eidesstattliche Erklärung zur Bachelorarbeit

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Der Funktionskreis des sensomotorischen Systems (Laube, 2005)

Abbildung 2: Entwicklungsphasen in der motorischen Ontogenese (Meinel & Schnabel, 2007)

Abbildung 3: Der Einsatz von sensomotorischen Training in der Schule- eine biomechanische Analyse in den Jahrgangsstufen 12 und 13. (Granacher, Merkel, Michelangeli & Gollhofer, 2006b)

Abbildung 4: Kraftzu- und –abnahme nach einem einmaligen Training (Weineck, 2007)

Abbildung 5: der Kraftanstieg in Abhängigkeit von der Trainingshäufigkeit (Hettinger, 1972)

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Mögliche Unterrichtsreihe im Bewegungsfeld „Fitness“

Tabelle 2: „Individuelle Themenfelder“ für das Bewegungsfeld Fitness (nach Oltmanns, 2007)

Tabelle 3: Möglichkeiten sensomotorischer Übungen für die einzelnen Bewegungsfelder (nach Oltmanns, 2007)

Tabelle 4: „Bewertungsmodell A“ (nach Obst & Völker, 2010)

Tabelle 5: „Bewertungsmodell B“ (nach Obst & Völker, 2010)

1. Einleitung

Ein effektives und zielorientiertes Training ist die Grundlage aller Sportlerinnen und Sportler, vor allem wenn man sich im Leistungssport wiederfinden möchte. In der Regel sind Leistungssportler fast 20 Jahre intensiven Trainingsprozessen ausgesetzt. Es ist daher nicht verwunderlich, dass man sich immer mehr an leistungssteigernden und zugleich präventiven Trainingsmethoden orientiert. Bis vor 20 Jahren in der Trainingslehre noch unter Koordinationstraining zusammengefasst, hat sich das sensomotorische Training immer mehr in den Fokus der Trainingslehre gespielt. Das sensomotorische Training bietet dabei die Grundlage zur Stabilität von kleinen Gelenken und Muskeln, um Verletzungspausen besser zu überstehen und schneller wieder in den Wettkampfprozess zu gelangen (Schwan, 2011). Ersten großen Zuspruch bekamen die sensomotorischen Trainingsformen im Zuge der Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland im Jahre 2006. Unter der Anleitung von Fußball-Bundestrainer Jürgen Klinsmann war es ein amerikanischer Fitnesstrainer namens Mark Verstegen, der Übungsformen mit Therapiebändern, Physiobällen und anderen Geräten an der deutschen Fußball-Nationalmannschaft anwandte und diese Trainingsmethode bekannt machte. In weiteren Sportarten wie Handball, Basketball oder Volleyball fanden diese Übungsformen aus Gründen der Gelenkstabilität und Muskelaktivität schon viele Jahre vorher Zuspruch, wurden aber aufgrund mangelnder Öffentlichkeitsarbeit nicht publik. Bestes Beispiel sind die deutschen Handball- Weltmeister aus dem Jahre 2007, welche schon einige Jahre unter der Anleitung von Professor Baum auf ähnliche Trainingsmethoden zurückgriffen. Der Blickpunkt dieser Übungen liegt nicht mehr in der Häufigkeit der Ausführung, sondern in der Qualität und Konzentration, mit der sie durchgeführt werden. Im Verlauf der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland war es für Außenstehende sicherlich sehr amüsant sich die Trainingseinheiten der deutschen Nationalspieler anzusehen, welche sich nicht am traditionellen fußballspezifischen Fitnesstraining orientieren, bei dem es stets um die motorischen Grundeigenschaften Schnelligkeit, Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und Koordination geht und diese auch isoliert trainiert wurden. Sensomotorische Trainings- und Übungseinheiten verinnerlichen mehrere dieser Komponenten und können an jedes Alter, an jeden Leistungsstand und die meisten Behinderungen angepasst werden. Die Auswirkungen dieses äußerst effektiven Trainings machen sich gegenwärtig Spitzensportler, Rehabilitanden sowie Kinder und Jugendliche zu Nutze. Die Trainingsform kann den individuellen Bedürfnissen und Fähigkeiten des Sporttreibenden angepasst werden und als Grundlage für andere Sportarten dienen. Der klassische Rahmenlehrplan konnte auf diese sportlichen Entwicklungen zunächst nicht angemessen reagieren und es prallten laut dem Sportpädagogen Prof. Dr. Eckart Balz Welten aufeinander, bei denen man versuchen müsse, beide Dimensionen zu erfassen und sich zu Nutze zu machen (1994). Die aktuellen Rahmenlehrpläne der gymnasialen Oberstufe bieten indes wesentlich mehr Spielraum für aktuelle sportliche Schöpfungen. So ist mit dem Bewegungsfeld „Fitness“, das erst wenige Jahre eigenständig im Rahmenlehrplan auftaucht, eine Perspektive im Schulsport eingekehrt, welche eine vielseitige und individuelle Trainingsgestaltung erlaubt und Strukturen sensomotorischer Übungseinheiten ermöglicht. Eine progressive Belastungssteigerung erfahren die sensomotorischen Übungen beispielsweise durch die Veränderung der Gegenstandsbereiche (Krafteinsatz, Widerstand, Untergrund u.v.m.).

Die wissenschaftliche Arbeit „Sensomotorik in der Schule“ geht der Leitfrage nach, inwieweit sensomotorische Beanspruchungen im Schulalltag eingesetzt werden können und wie sinnvoll eine solche Form des Trainierens sowie Übens in der Schule ist. Aufgrund dieser Untersuchungen sollen in Korrelation zu dem Rahmenlehrplan des Bundeslandes Brandenburg selbstkreierte Gedanken zu sensomotorischen Übungen für die gymnasiale Oberstufe erarbeitet werden. Zusammenfassend erörtert die vorliegende Arbeit die Möglichkeit einer Praktizierbarkeit tiefensensibler Ausführungen in dem Schulalltag.

2. Grundlagen für die Sensomotorik in der Schule

2.1 Einführung in das sensomotorische System

Sensomotorisches Training (SMT) ist die Schulung des koordinierten Zusammenwirkens von Sinneseindrücken (Sensorik) und der Muskelaktivität (Motorik). Es wird auch kinästhetisches Training, propriozeptives Training oder vestibuläres Training genannt. Vor 30 Jahren wurde SMT in der Trainingslehre unter dem Begriff Koordinationstraining zusammengefasst und lediglich in der Physiotherapie eingesetzt. Sensomotorik findet immer dann statt, wenn Bewegungen und Bewegungsrichtungen verändert werden, sei es bei verschiedenen Spielsituationen im Spielsport oder beim Herumtoben der Schülerinnen und Schüler auf dem Pausenhof (Schwan, 2011). Die Sinnesorgane des Menschen besitzen eine ganze Reihe von Sensoren, welche für die Aufnahme von Informationen verantwortlich sind. Eine wesentliche Rolle für die Bewegungssteuerung spielen dabei das Auge, das Gehör, der Tastsinn, der Gleichgewichtssinn und der Muskelsinn, welche von Exterorezeptoren und Propriozeptoren umgeben sind. Die Exterorezeptoren übersetzen Reize aus der Umwelt, die mechanischer, thermischer, optischer, akustischer, olfaktiver und gustativer Natur sein können. Die Propriozeptoren (Muskelspindel, Gelenksensoren, Bände, Faszien) sind tiefensensible Sensoren, die die Fähigkeit haben, die Lage des Körpers bzw. der Gelenke im Raum und ihre Stellung zueinander zu bestimmen, um daraufhin feinkoordinierte Bewegungen zu steuern (Giese, 2006). Alle erfassten und zu verarbeitenden Reize werden in der Einheit von Rezeptoren (Informationsaufnahme), den Nervenbahnen (Informationsverarbeitung) und den spezifischen Arealen auf der Großhirnrinde (Informationsverarbeitung) als Analysatoren bezeichnet (Wick, 2009). Die Exterorezeptoren und Propriozeptoren sind spezifische Strukturen im sensomotorischen System (SMS), welche wie vorher erwähnt die internen und externen Reize der Sinnesorgane erfassen sowie übersetzen. Die nun auf den afferenten Bahnsystemen, transformierten Informationen werden zu den spinalen und supraspinalen neuronalen Netzwerken geleitet, wo sie wiederum verarbeitet und mit einer zielgerichteten Antwort versehen werden (Laube, 2005). Die erarbeitete Antwort der neuronalen Netzwerke wird über efferente Bahnsysteme transportiert und gibt den Muskeln (Effektoren) ein Impulsmuster vor, welches die spezifischen Muskelfunktionen beantworten (Laube, 2005). Diese komplexen, zusammenhängenden Strukturen, die durch ein umfassendes System von Rückkopplungsvorgängen gekennzeichnet sind (Reafferenzprinzip), bestehen aus kreisförmigen Strukturen und sind als sensomotorisches System definiert (Abb. 1). Das sensomotorische System ist stets als Gesamt- -system aktiv und in seiner physiologischen Funktion ein unteilbares Gefüge. Anhand der Abbildung 1 ist ersichtlich, dass durch Training egal welcher Zielstellung, immer die gleiche Gesamtstruktur angesprochen und in Funktion gesetzt wird. Die unterschiedlichen Wirkungen des Trainings im sensomotorischen System sind Ausdruck der Merkmale seiner Funktion und der belastungsbedingten Beanspruchungen in Art, Intensität und Umfang (Laube, 2005). Auch in der Schule sind Kenntnisse der Grundstruktur sportlicher Bewegungsabläufe, biomechanische Gesetzmäßigkeiten und trainingswissenschaftliches Wissen zu vermitteln.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Der Funktionskreis des sensomotorischen Systems (Laube, 2005)

2.2 Sensomotorisches Training (SMT)

Sensomotorisches Training ist aus dem heutigen Leistungssport nicht mehr wegzudenken. Es bietet die Grundlage aller Trainingsprozesse zur Stabilisation von kleinen Gelenken und Muskeln, um Verletzungspausen besser zu überstehen und schneller wieder in den Wettkampfprozess zu gelangen (Schwan, 2011). Verschiedene Beiträge zum Thema propriozeptives bzw. sensomotorisches Training in der Schule belegen, dass das Potenzial auch für den Schulsport erkannt wurde (Giese, 2006; Granacher, Merkel, Michelangeli & Gollhofer, 2006b). Bislang gibt es für die Übungsformen zur Verbesserung des Gleichgewichtsvermögens keine einheitliche Terminologie (Granacher, Bergmann & Gollhofer, 2007). Granacher et al. verwenden die Bezeichnung „Sensomotorisches Training“ (2006b), Giese hingegen benutzt den Ausdruck „Propriozeptives Training“ (2006). Beide definierten Trainingsformen implizieren Anpassungen im sensomotorischen oder im propriozeptiven System. Propriozeptives Training umfasst nach Lephardt, Riemann und Fu die sensorische Aufnahme von Reizen, sei es durch Veränderung der Muskellänge, der Sehnendehnung, der Gelenkstellung oder des Gleichgewichtszustandes sowie die Kodierung der Reize in neurologische Signale und deren afferente Weiterleitung zum zentralen Nervensystem (2000a). Unter dem sensomotorischem Training verstehen Granacher, Gollhofer,(2005) Lephardt et al. (2000) eine Trainingsform, die eine verbesserte neurosensorische Aufnahme, afferente Weiterleitung, zentralnervöse Verarbeitung und Umsetzung sensorischer Informationen im zentralen Nervensystem mit einer hervorgerufenen neuromuskulären Antwort bewirkt. Insgesamt ist die physiologische Wirkweise der schulenden Trainingsform des Gleichgewichtssinnes die Gesamtheit aus Afferenz und Efferenz. Somit scheint der Begriff sensomotorisches Training besser geeignet zu sein (Granacher et al., 2007). Bisher gibt es nur wenige qualitative Beiträge zur Umsetzung von sensomotorischen Trainings- und Übungsformen in der Schule. Granacher, Gollhofer, Michelangeli und Merkel haben ein Pilotprojekt dieser Trainingsform an einem Freiburger Gymnasium durchgeführt, welche leistungspositive Rückschlüsse darbieten (vgl. 2006). Weitere praxisnahe Hinweise zur Umsetzung sensomotorischer Übungen in der Schule beschreibt Giese unter Einbeziehung propriozeptiver Gerätearrangements (2006). Er benennt drei konkrete Unterrichtsbeispiele, bei denen es sich um Einzelübungen im Kreisbetrieb, Partnerübungen im Stationsbetrieb und Kräftigungsparcours handelt. Granacher et al. halten diese Übungsformen der Rumpfkräftigung für sinnvoll, kritisieren aber den fehlenden Bezug zum sensomotorischen und propriozeptiven Training (2007). Beide Ansätze liefern Hinweise zur Sensomotorik in der Schule, vor allem das Freiburger Projekt des Rotteck-Gymnasiums weist eine leistungspositive Entwicklung der Schülerinnen und Schüler auf und bietet Impulse für die Ideensammlung meiner Arbeit. Die Sensomotorik als koordiniertes Zusammenspiel von Sinneseindrücken und Muskelaktivität obliegt in der Regel Bewegungen, bei denen es zur Veränderung der Bewegungsrichtungen kommt. Die Schulung der richtigen Bewegungsausführung sensomotorischer Übungen ist in allen Altersklassen von großer Bedeutung, da veränderte Bewegungsrichtungen zu hohen Belastungen führen. Vor allem im Kindes- und Jugendalter sollten daher Lehrkräfte des Fachbereiches Sport auf die richtige Bewegungsausführung achten, damit es zu keinen Fehlbelastungen und nachhaltigen Schäden kommt.[1]

2.3 Das Motorische Lernalter

2.3.1 Die Phylogenesedes Menschen

Die geistige und motorische Entwicklung ist ein ständiger Prozess der Veränderung, bei der äußere und innere Einflüsse eine große Rolle spielen. Die Phylogenese des Menschen in Bezug auf die Motorik und Kognition entwickelte sich in seiner Stammesgeschichte und entwickelt sich im Laufe eines Menschenlebens. Oftmals wird der motorische Entwicklungsprozess als Ontogenese[2] beschrieben, welcher häufig die ersten Lebensjahre des Menschen umschließt (Schellhammer 2002). Laut Schellhammer wirkt sich seit jeher jeder Berührungsreiz des taktilen Systems auf die Ausbildung des Nervensystems aus und hat somit Einfluss auf den Bewegungsablauf (2002). Vor allem in der Zeitspanne der Pubertät werden vom Körper erhöhte Mengen an hormonellen Signalen gesendet, welche bei Jungen das Testosteron und bei Mädchen das Östrogen sind und Einfluss auf die körperliche Entwicklung haben. Nach Meinel und Schnabel entspricht die Herausbildung von Bewegungsformen allgemeinen Entwicklungsgesetzen, die mit zunehmendem Alter Prozesse der Reifung, des Ver- feinerns und Verfestigens von Bewegungen durchlaufen (2007). Dabei lassen sich im Entwicklungsverlauf Phasen der motorischen Ontogenese mit charakteristischen Merkmalen ableiten (Abb. 2). Da sich diese wissenschaftliche Arbeit mit der Sensomotorik der gymnasialen Oberstufe auseinandersetzt, soll nur grob auf die motorische Entwicklung bis zum frühen Jugendalter (Pubeszenz) eingegangen werden. Die Altersspanne der Schülerinnen und Schüler einer gymnasialen Oberstufe ist in der Regel zwischen 16 und 19 Jahren und demnach der Entwicklungsphase des späten Jugendalters (Adoleszenz) zuzuordnen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Entwicklungsphasen in der motorischen Ontogenese (Meinel & Schnabel, 2007)

2.3.2 Motorische Entwicklung bis zum frühen Jugendalter

Während der intrauterinen[3] Reifung kommt es zur funktionellen Ausreifung der meisten inneren Organe, bei der Anlage und Wachstum der anatomischen Grundstrukturen herausgebildet werden. Das Ungeborene zeigt ein beachtliches Repertoire an der reflexgesteuerten Organisation sowie der lebenswichtigen Motorik (Atmung, Ernährung,Schutzreaktionen). Im Anschluss der intrauterinen Reifung folgt die extrauterinen[4] Reifung, bei der sich der Körper im ständigen psychischen- und physischen Umstrukturierungs- und Reifungsprozess befindet. Im Schulkindalter (5-6 Jahre) kommt es zur Reifung motorischer Grundlagen. Bewegungen können nun unterschiedlichen Anforderungen angepasst und sensorische Informationen in den Bewegungsfluss integriert werden (Schellhammer, 2002). Das mittlere- und späte Kindesalter (7-13 Jahre) ist die Phase der besten motorischen Lernfähigkeit, bei der die Feinabstimmung bestimmter Bewegungsabläufe und die Kombinationsmöglichkeiten der Bewegungsmuster erprobt und trainiert werden (Meinel & Schnabel, 2007). Kinder können die Bewegungssteuerung und den Bewegungsrhythmus kontrollieren und eine gesteigerte Gewandtheit und Beweglichkeit nachweisen. Da das Muskelgewebe in den ersten zehn Lebensjahren um 15-20% wächst, ist eine Steigerung in Bewegungsintensität sowie Bewegungstempo zu beobachten. Zwischen dem 13. Und 15. Lebensjahr befinden sich die Schülerinnen und Schüler im frühen Jugendalter. Diese Phase, auch „Phase der Umstrukturierung“ genannt, ist gekennzeichnet durch geschlechtsspezifische und individuelle Unterschiede, bei der hormonelle Veränderungen und Wachstumsprozesse sich auf die sportmotorische Leistungsfähigkeit auswirken (Schellhammer, 2002; Meinel & Schnabel, 2007). Die motorischen Steuerungsprozesse erfahren eine qualitative Verbesserung aufgrund umfassender Vernetzungen der Strukturen im zentralen Nervensystem. Der Zeitabschnitt der besten motorischen Lernfähigkeit stützt sich auf eine breite Basis allgemeiner Fähigkeiten und Fertigkeiten. Diese Vielfältigkeit von Bewegungsformen zu nutzen, ist das Ziel des schulischen Sportunterrichts, bei dem die spezifischen Leistungen einen vorbereitenden Charakter für andere Sportarten haben sollen (Thienes & Lehmann, 2010). Die Wirksamkeit sensomotorischer Übungsformen auf die Kraftfähigkeiten, das Gleichgewichtsvermögen und die Gelenkstabilität geht aus einer Pilotstudie eines Freiburger Gymnasiums (vgl. 3.3) hervor und kommt den Zielstellungen des Artikels zum Koordinationstraining im Sportunterricht sehr nahe (Thienes & Lehrmann, 2010). Thienes et al. beschreiben zudem, dass Kinder das Verlangen nach Abwechslung und Neuartigkeiten haben, bei denen sie vielfältige, häufig variierende und motivierende Koordinationsaufgaben lösen müssen (2010). Übungsreihen sensomotorischer Form können reges Interesse bei Schülerinnen und Schüler wecken, da bei den Aufgabenstellungen höchste Konzentration und Aufmerksamkeit gefordert sind. Hauptaugenmerk für die Lehrkraft soll in der Schulung der richtigen Bewegungsausführung liegen, weil da dadurch hohe Kräfte der Gelenksysteme hervorgerufen werden können. Praktische Beispiele zu Einsatzmöglichkeiten im Sportunterricht liefert Giese in seiner Publikation (2006).

2.3.3 Motorisches Lernalter im späten Jugendalter

Die Phase des späten Jugendalters, bei der die Altersspanne geschlechtsspezifisch zwischen 13 und 19 Jahren liegt, ist die Entwicklungsstufe der letzten Umstrukturierungen des Skeletts sowie der Ausdifferenzierungen der Muskulatur. Nun zeigt sich die breite Basis an Bewegungsformen, die sich die Kinder und Jugendlichen in den vorherigen Entwicklungsphasen angeeignet haben. Schülerinnen und Schüler einer gymnasialen Oberstufe haben infolge der Pubertät beträchtliche konstitutionelle Veränderungen des Körpers (Größe, Proportion, Masse) realisiert (Schelhammer, 2002) und eine ausgeprägte geschlechtsspezifische Differenzierung. Viele Jugendliche erfahren eine unproportionierte Körperentwicklung, sei es in Form von schlaksiger oder übergewichtiger Figur, welche die Beweglichkeit einschränkt. Dennoch sind die Entwicklungsmerkmale bei männlichen sowie weiblichen Schülern des späten Jugendalters gekennzeichnet durch eine hohe Variationsbreite an motorischen Fähigkeiten und sportmotorischen Fertigkeiten mit einer fortschreitenden Individualisierung. Geschlechtliche Unterschiede werden bei der Kraftentwicklung deutlich, bei männlichen Jugendlichen durch Steigerung der Proteinsynthese einen Muskelmasseanstieg von 27% auf 40%, bei Mädchen reduziert sich der Wert im Vergleich zur vorherigen Entwicklungsphase um 25%. Es stellt sich die Frage, inwiefern sensomotorische Trainings- und Übungsformen für dieses motorische Lernalter von Bedeutung sein können. Sensomotorisches Training ist charakterisiert durch eine verbesserte posturale Kontrolle und eine erhöhte Schnellkraftfähigkeit sowie das Optimieren neuer oder bereits genutzter Bewegungsprogramme (Rühl, 2008). Da die koordinative Weiterentwicklung der Adoleszenz bei Schülerinnen und Schüler stagniert und sich koordinative Fähigkeiten zum Teil deutlich verschlechtern (Schellhammer, 2002), könnte man dieser Tendenz mit sensomotorischen und propriozeptiven Übungen vorbeugen. Eine Auswahl von Übungen gibt Giese in seinem Artikel „Propriozeptives Training in der Schule“ (2006). Es dauert in der Regel zwischen zwei und fünf Jahren, bis Heranwachsende die neuen Kraft-Hebel-Verhältnisse erprobt und die Umstrukturierung der motorischen Fähigkeiten in das Bewegungsverhalten integriert haben. Trainingsprozesse dieser tiefensensiblen Trainingsgrundlage verhelfen zur Stabilität der kleinen Gelenke und Muskel und sind zugleich die Vorstufe aller weiteren Krafttrainingsformen basierend auf einer besseren Koordination (Schwan, 2011).

3 Forschungsmethodik der Sensomotorik für der Schule

3.1 Aktuelle Studienlagen

Sensomotorische Trainings- und Übungsformen waren bis vor wenigen Jahren nur Sporttherapeuten, Physiotherapeuten, Sportwissenschaftlern und Sportmedizinern bekannt und bei ihnen auch anerkannt. Seit der Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland hat diese Form des Trainings einen wesentlich größeren Bekanntheitsgrad unter der Bevölkerung bekommen als je zuvor. Die Trainingskonzepte zur Verbesserung sensomotorischer Fähigkeiten im Sinne der

a.) Prävention von Sportverletzungen,
b.) Therapie und Rehabilitation von Sportverletzungen und
c.) Veränderung der sportlichen Leistungsfähigkeit

werden etwa seit der Jahrtausendwende genauer untersucht und finden zunehmend in der Schule Anerkennung. Bekanntestes Beispiel ist das Projekt des Freiburger Rotteck-Gymnasiums aus dem Jahre 2007 (vgl. 3.3). Die angewandten Trainings- und Übungsformen lassen sich in der Literatur keiner einheitlichen Terminologie zuordnen und unter den Bezeichnungen sensomotorisches, propriozeptives oder auch neuromuskuläres Training wiederfinden (Risberg, 2001). Vorliegende Studien zeigen ebenfalls wenig Kohärenz betreffend der gemessenen „Outcome-Variablen[5] “. Es können somit keine konkreten Aussagen zur Wirksamkeit sensomotorischen Trainings abgeleitet werden, da Unterschiede in den Trainingsinhalten, Belastungsnormativa, Untersuchungsmethoden und Zielparametern vorlagen und zudem große Ungleichheiten bei der methodischen Studienqualität herrschten (Hewett, 2006). Ein weiteres Problem ist, dass keine expliziten Differenzierungen zum Alter gemacht werden und man somit wenige entwicklungsspezifische Rückschlüsse treffen kann. Zudem wurden bisher kaum wissenschaftliche Expertisen zum sensomotorischen und propriozeptiven Training in der Schule veröffentlicht. Das Bundesinstitut für Sportwissenschaft (BISp) hat unter der Anleitung von Projektleiter Klaus Pfeifer eine Übersichtsarbeit in der BISp-Jahrbuch-Forschungsförderung 2008/09 veröffentlicht, die sich mit der Studienlage dieser Trainings- und Übungsformen befasst. Dabei unterscheidet das BISp einerseits eine systematische Rezension zur Wirksamkeit des sensomotorischen Trainings, auf welche zwecks relevanter Ergebnisse für die Schule (vgl. 3.2) genauer eingegangen wird, und andererseits die psychologischen Aspekte einer solchen Trainingsform, die sich hauptsächlich mit dem Themenbereich der Psychologie auseinandersetzen und keine Relevanz für die wissenschaftliche Arbeit „Sensomotorik in der Schule“ haben.

3.2 Systematische Rezension zur Wirksamkeit des sensomotorischen Trainings

Bei der systematischen Bewertung der Evidenz zur Wirksamkeit sensomotorischer Trainings- und Übungsformen in den Themenbereichen Prävention von Sportverletzungen, Therapie und Rehabilitation von Sportverletzungen sowie Veränderung der sportmotorischen Leistungsfähigkeit geht es vor allem um die medizinische und biomechanische Sichtweise, welche für die Schule von großem Interesse sein kann. Dabei erfolgte die Literatursuche, Auswahl und methodische Bewertung der Primärstudien durch zwei unabhängige Gutachter, M. Hübscher von der Universität Frankfurt und A. Zech von der Universität Erlangen-München. Unstimmigkeiten betreffend der Studieneignung und –qualität löste man durch Diskussion oder Konsensusmeeting. Berücksichtigt wurden ausschließlich randomisiert kontrollierte Studien (RCT), welche gegenwärtig nachgewiesen das beste Studiendesign darbieten und auf quasirandomisierte Studien (CT), die jedoch auf keine wirkliche Zufälligkeit zurückzuführen sind. Man recherchierte in den BISp-Datenbanken (1960 bis 10/2007), „Cochrane Bone, Joint and Muscle Trauma Group Register[6] “ (Stand 10/2007), SCOPUS[7] (1960 bis 10/2007), MEDLINE[8] (1966 bis 10/2007), EMBASE[9] (1974 bis 10/2007) und PEDro[10] (1960 bis 10/2007) nach Schlagworten unterschiedlicher Kombinationen sensomotorischen und propriozeptiven Trainings. Zur Gewährleistung der methodischen Qualität überprüft man die Ergebnisse in Anlehnung an van Tulder (2003), um die Kriterien Randomisierung, Gruppenhomogenität, „Drop-Out-Quote[11] “ und weitere zu sichern. Nur Resultate, die mindestens 50% der Validitätskriterien erfüllten, integrierte man in die Studie. Im Bereich der Ergebnisse Prävention von Sportverletzungen wurden lediglich 28 als relevante Publikation eingestuft, wovon wiederum nur vier hochwertig waren. Das BISp ging von einer Stichprobengröße aus, die im Mittel bei 912 Probanden lag und alle Teilnehmer im Alter von 12 bis 19 Jahren waren. Aus den vier hochwertig, klassifizierten RCT´s geht eine signifikant niedrigere Inzidenz von Sportverletzungen in der Interventionsgruppe im Vergleich zur Kontrollgruppe hervor. Die relevante Risikoreduktion (RRR), die beschreibt, um wie viel Prozent das Risiko durch eine Intervention verringert wird, beträgt zwischen 0,29 bis 0,8. Die Werte zeigen, dass eine solche sensomotorische Übungsform das Verletzungsrisiko der Schülerinnen und Schüler im Fach Sport mindern würde und es wahrscheinlich weniger Ausfälle aufgrund sportlicher Verletzungen gäbe. Die qualitativen Publikationen beziehen sich auf Probanden im Alter Heranwachsender der gymnasialen Oberstufe. Dass es zu einer verringerten Anzahl von Verletzungen der unteren Extremitäten führte stützen auch andere qualitativ hochwertige Studien (Olsen, Myklebust, Engebretsen, Holme & Bahr, 2005).

In der Therapie und Rehabilitation von Sportverletzungen lagen insgesamt 17 relevante Ergebnisse vor, von denen nach van Tulder (2003) wiederum nur vier auf hohem qualitativen Stand waren. Die hochwertigen Ergebnisse basieren ausschließlich auf Patienten mit Sprunggelenks- und Kreuzbandverletzungen. Eine hochwertige Studie der Sprunggelenksverletzungen zeigt einzig bei der sportmotorischen Gewandtheit Verbesserungen und blieb für die anderen Zielparameter ohne Wirkung. Bei den anderen drei hochwertigen Studien der Kreuzbandverletzungen wurde eine operativ und zwei konservativ behandelt. Die operative Behandlung blieb ohne Wirkung, die konservativ behandelten Patienten, bei denen Elemente des sensomotorischen Trainings eingesetzt wurden, konnte eine starke Evidenz hinsichtlich der Kniegelenksfunktionalität und Sprungleistung festgestellt werden. Auch wenn der Bereich der Rehabilitation für die Schule nur bedingt kompatibel ist, zeigen diese Übungsformen tiefensensible Stabilisationen, die im Falle einer Verletzung im Kreuzband oder Sprunggelenk hilfreich wären.

Die Ergebnisse zur Verbesserung der motorischen Leistungsfähigkeit schlossen insgesamt 99 Studien ein, von denen 73 qualitativ bewertet wurden und ausschließlich acht die Überprüfung von van Tulder (2003) bestanden. Die gemessenen Ergebnisse besaßen untereinander verschiedene „Outcome-Variablen“ und waren daher für eine eindeutige Unterscheidung nur selten relevant. Aufgrund gewählter Hauptparameter der sensomotorischen Trainingsinhalte ergab sich eine sportmotorische Leistungsverbesserung in der Laufökonomie, Schnellkraftfähigkeit und der Gleichgewichtsfähigkeit. Diese Werte bestätigen unter anderem das Freiburger Pilotprojekt (vgl. 3.3), bei dem vor allem die Schnellkraft erhöht und das Gleichgewichtsvermögen verbessert wurden. Die Anwendungsfelder Sprung- und Sprintleistung, die maximale Sauerstoffaufnahme und Muskelaktivierung blieben jedoch ohne Effekte. Betrachtet man alle Ergebnisse, dann bestätigt sich für die Übungsformen in der Schule ein leistungspositives Fazit, bei dem die Daten der systematischen Rezension zur Wirksamkeit des sensomotorischen Trainings in der Ideensammlung verarbeitet werden.

3.3 Schülerprojekt am Freiburger Gymnasium

3.3.1 Zielstellungen des Projektes in der gymnasialen Oberstufe

Es gibt bislang nur wenige qualitativ hochwertige Studien zum sensomotorischen Training (vgl. 2.3.1 & 2.3.2). Für die Verletzungsprävention kann eine gute Effektivität abgeleitet werden (Olsen et al., 2005), andere Anwendungsfelder können jedoch aufgrund fehlender Übereinstimmung von Reliabilität, Validität und Objektivität keine treffenden Aussagen machen. Allerdings belegen verschiedene Studien eine Verbesserung der Kraftfähigkeiten und des Gleichgewichtsvermögens (Granacher & Gollhofer, 2005). Weiterhin geht aus den unterschiedlichen Zielgruppen der Studien hervor, dass eine verringerte Verletzungsanfälligkeit der unteren Extremitäten festgestellt wurde. Diese Hinweise gaben Anlass für die Realisierung des Schülerprojektes „Der Einsatz von sensomotorischem Training in der Schule- eine biomechanische Analyse in den Jahrgangsstufen 12 und 13“, bei dem je ein pädagogisches und ein wissenschaftliches Ziel festgelegt wurden (Granacher, Merkel, Michelangeli & Gollhofer, 2006). Da es bis dato keine Datenbasis zur Wirkungsweise von sensomotorischem Training in der Schule gab, war es das wissenschaftliche Ziel dieses Projektes, Informationen zur Wirksamkeit dieser Trainingsform in der Schule zu erheben. Begleitend dazu war von höchster Priorität zu erfahren, inwieweit Kraftfähigkeiten und Gleichgewichtsvermögen verbessert werden und ob man Rückschlüsse auf ein damit verbundenes, verringertes Verletzungsrisiko ziehen kann. Pädagogisch im Vordergrund stand das Modell eines handlungsorientierten Unterrichts. Das Anliegen von Granacher et al. bestand darin, dass sich die Schülerinnen und Schüler mit konkreten Fragestellungen wissenschaftlichen Arbeitens auseinandersetzen und somit auf ein mögliches Hochschulstudium vorbereiten können (2006b).

3.3.2 Methodische Vorgehensweise

Das Pilotprojekt „Der Einsatz sensomotorischem Training in der Schule- eine biomechanische Analyse in den Jahrgangsstufen 12 und 13“ oblag einer operativen Ausführung mit der chronologischen Vorgehensweise: Entwicklung, Planung, Durchführung einer wissenschaftlichen Studie, Auswertung, Interpretation und Präsentation der Ergebnisse. Das didaktische Modell eines handlungsorientierten Unterrichts wurde in die Hände der Schülerinnen und Schüler des Neigungsfaches Sport der Jahrgangsstufe 13 des Rotteck-Gymnasiums Freiburg gelegt. Die Heranwachsenden sollten sich mit konkreten Fragestellungen wissenschaftlichen Arbeitens auseinandersetzen und die Verantwortung für repräsentative Ergebnisse übernehmen, der Lehrer hatte eine reduzierte Position und half ggf. als Experte aus. Insgesamt nahmen an der Studie 20 Schülerinnen und Schüler des Neigungsfaches Sport der Jahrgangsstufen 12 und 13 teil. Im Rahmen wissenschaftlichen Arbeitens wurden die Schüler in eine Sensomotorikgruppe, bestehend aus zehn Schüler/innen der Jahrgangsstufe 13 (Alter 19 ± 1,5 Jahre; BMI 20.0 ± 1,8) und eine Kontrollgruppe, bestehend aus zehn Schüler/innen der Jahrgangsstufe 12 (Alter 18 ± 1,2 Jahre; BMI 21.5 ± 1.8), eingeteilt (Abb. 3). Der streng standardisierte sensomotorische Trainingsplan für die Sensomotorikgruppe wurde über einen Zeitraum von vier Wochen in das Aufwärmprogramm der Unterrichtseinheit Volleyball integriert und dreimal pro Woche für mindestens 20 Minuten umgesetzt. Eine dieser Einheiten sollte wöchentlich aufgrund fehlender Sportstunden selbstständig zuhause geübt werden. Eine solche Variante mit zusätzlichen Übungen in der Freizeit wäre für den Schullalltag nicht geeignet. Die Durchführung eines solchen Projektes wäre dennoch für die Realisierung in der Ideensammlung denkbar, da sich die Rahmenbedingungen von zwei Unterrichtseinheiten pro Woche mit dem didaktischen Modell des handlungsorientierten Unterrichts in der Schule praktizieren lassen und repräsentative Ergebnisse erzielen können. Der festgelegte Trainingsplan der Freiburger Schülerinnen und Schüler beinhaltet Übungen bereits bewährter Studien (Gruber & Gollhofer, 2004). Im Mittelpunkt steht dabei die Schulung des Gleichgewichtsvermögens und der Standstabilität der unteren Extremitäten. Nach dem Prinzip vom Leichten zum Schweren erfolgt eine progressive Belastungssteigerung (Bruhn, Gollhofer & Gruber, 2001) der sensomotorischen Übungen. Anfangs auf stabilem Untergrund werden die Schülerinnen und Schüler mit zunehmenden Trainingseinheiten an instabile Unterlagen herangeführt (Kippbrett, Therapie-Kreisel, instabile Matten und Kissen). Sobald die Probanden in der Lage sind, die sensomotorischen Übungen über 20 Sekunden hinweg auszuführen, können neue Reize gesetzt werden, wie z. B. der Entzug der optischen Kontrolle oder die Einbeziehung verschiedener Geräte (Ball, Stab, Reifen). Während die Sensomotorikgruppe dem streng standardisierten Trainingsplan ausgesetzt war, absolvierte die Kontrollgruppe den normalen Sportunterricht. Um qualitative Aussagen zur Sensomotorik in der Schule treffen zu können, benötigt man gleiche „Outcome-Variablen“, bei denen Validität, Reliabilität und Objektivität gegeben sind. Da die chronologische Vorgehensweise dieses Projektes einen wissenschaftlichen Rahmen erfüllt und die Auswahl der Variablen nach bewährten Variablen festgelegt wurden, scheint diese Methode für weitere Probanden empfehlenswert, so auch als mögliche Unterrichtsreihe in einem Kurshalbjahr der Qualifikationsphase.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Der Einsatz von sensomotorischen Training in der Schule- eine biomechanische Analyse in den Jahrgangsstufen 12 und 13. (Granacher, Merkel, Michelangeli & Gollhofer, 2006b)

3.3.3 Messmethodik und Ergebnisse

Um repräsentative Ergebnisse liefern zu können, fanden zu Beginn und zum Ende der vierwöchigen Trainingsphase biomechanische Messungen statt, bei denen die Schüler/innen selbstverantwortlich alle fachkundigen Geräte am Institut für Sport und Sportwissenschaft der Universität Freiburg nutzen konnten. Zur Untersuchung der Maximal- und Schnellkraft wurde das Freiburger Beinkraftmessgerät (BKM) herangezogen, für die Bodenreaktionskraft nahm man sich eine dreidimensionale Messplatte der Firma Kistler zur Hilfe. Diese Gerätearrangements obliegen einem finanziellen und organisatorischen Rahmen, welcher für die Schule nicht denkbar ist. Die Sprunghöhe erfasste der „Squat Jump[12] “ und der „Countermovement Jump[13] “ sowie die Gleichgewichtsregulation im Einbeinstand zeichnete das Gleichgewichtskoordinationssystem (GKS) auf. Für die Schule praxisrelevant erscheinen der „Squat Jump“ sowie der „Countermovement Jump“, da sie überall ausgeführt werden können und keine weiteren Geräte benötigen. Bei der Datenerfassung wurde stets auf Reliabilität, Validität und Objektivität geachtet. Zusätzlich dokumentierten die Schülerinnen und Schüler die Messungen anhand vorher definierter Parameter für anschauliche Darstellungen erzielter Ergebnisse sowie berechneten Mittelwerte für die statistische Auswertung. Da die Jugendlichen nach dem didaktischen handlungsorientierten Modell arbeiteten, waren sie stets bemüht, für angemessene Resultate zu sorgen. Vor der Trainingsphase konnten keine signifikanten Unterschiede zwischen der Sensomotorik- und der Kontrollgruppe datiert werden. Nach dem vierwöchigen sensomotorischen Training zeigten sich bei der Sensomotorikgruppe signifikant erhöhte Messwerte bei der Explosivkraft, der Sprungkraft („Squat-Jump“ & „Countermovement-Jump“) und dem Gleichgewichtsvermögen. Die gemessenen Ergebnisse der Übungen stimmen mit den Studien von Gruber & Gollhofer überein (2004). Lediglich die Maximalkraft blieb ohne leistungspositiven Effekt. Die Kontrollgruppe zeigte in allen Disziplinen keine signifikanten Unterschiede zwischen Ausgangs- und Endmessung. Auf Grundlage dieser Datenbasis und der in 3.3.1 formulierten Ziele lassen sich zwar keine definierten, wissenschaftlichen Aussagen tätigen, dennoch bestätigt die sensomotorische Trainingsform die Resultate bewährter Studien (Gruber et al., 2004). Aus pädagogischer und wissenschaftlicher Sicht kann dieses Projekt und die erzielten Ergebnisse für den Alltag des Schulsportunterrichts von großer Bedeutung werden.

4 Der Rahmenlehrplan in der gymnasialen Oberstufe im Land Brandenburg

4.1 Aufbau des Rahmenlehrplanes für den Sportunterricht

Der Schulsport steht seit der SPRINT-Studie[14], veröffentlicht durch den deutschen Sportbund im Jahre 2006, in der öffentlichen Diskussion, bei der Kuhlmann von einer „Misere im Schulsport“ spricht (2005). Nur wenige Jahre zuvor, etwa um die Jahrtausendwende, hat die PISA-Studie aufgrund des schlechten Abschneidens der deutschen Schülerinnen und Schüler im internationalen Vergleich für eine bildungspolitische Diskussion gesorgt, bei der es um die Qualitätsentwicklungen an deutschen Schulen geht. Sichtbarster Ausdruck dieser Entwicklungen sind die aktuellen schulpolitischen Initiativen zur Einführung von Bildungsstandards, Kerncurricula, Lernstandserhebungen und zentralen Abschlussprüfungen (Fessler & Stibbe, 2009). Das Fachgebiet Sport, welches im internationalen Vergleich außen vor gelassen wird, erfuhr ebenso eine Qualitätsentwicklung wie alle anderen Fächer. Die Lehrpläne, unter anderem auch der Sportlehrplan, legen nun fest, mit welcher Intensität und Progression im Fachunterricht gelehrt und gelernt werden soll, um der Vorstellung vom „guten“ Sportunterricht in einer Art Dokument politisch gedrängter Form zu entsprechen (Fessler & Stibbe, 2009). Eine Vergleichsstudie von Prohl und Krick belegt unterdessen, dass sich die erlassenen Lehrpläne vom klassischen, sportartenorientierten Unterricht hin zu „Bewegungsfeldorientierten Lehrplänen“ bewegt haben (2006). Mit dem Schuljahr 2011/2012 startet im Land Brandenburg eine weitere Reform von vorläufig entwickelten Rahmenlehrplänen der gymnasialen Oberstufe, die zunächst lediglich in der Einführungsphase an den Gesamtschulen und beruflichen Gymnasien wirksam werden. Für die Qualifikationsphase der gymnasialen Oberstufe sind diese Kerncurricula erst ab dem Schuljahr 2012/2013 durchgreifend. Es zeigt sich, dass stets Bewegungen bei der Erarbeitung der schulrechtlichen Bestimmungen herrschen. Wichtige Grundsätze des aktuell gültigen Rahmenlehrplans im Fachbereich Sport für den Unterricht in der gymnasialen Oberstufe im Land Brandenburg sind die Kompetenzerweiterung und -vertiefung als Vorbereitung für ein mögliches Hochschulstudium, bei dem Schülerinnen und Schüler zunehmend selbstständig handeln und Verantwortung übernehmen sollen. Das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport legt in seinem Kerncurriculum zentrale Themenfelder und Inhalte fest, die fachspezifische und überfachliche Zielsetzungen umfassen. Die Sportinhalte sollen dabei als Lern- und Erfahrungsfeld ein unverzichtbaren Beitrag zur Einlösung des ganzheitlichen Bildungs- und Erziehungsauftrag leisten und grundlegende pädagogische Perspektiven wie Gesundheit, Leistung, Kooperation, Körpererfahrung, Gestaltung und Wagnis realisieren. Die folgenden, vom Kerncurriculum vorgegebenen Themenfelder werden als Bewegungsfelder bezeichnet und sind in der Qualifikationsphase zu je zwei Einheiten verpflichtend zu unterrichten (Anlage 1):

- „Laufen, Springen, Werfen“,
- „Spiele“,
- „Bewegen an und mit Geräten“,
- „Bewegung gymnastisch, rhythmisch und tänzerisch gestalten“,
- „Bewegen im Wasser“,
- „Mit / gegen Partner kämpfen“,
- „Fahren, Rollen, Gleiten“,
- „Fitness“
- und „Sporttheorie“.

Im Folgenden wird vertieft auf das Bewegungsfeld „Fitness“ eingegangen, da hier das meiste Potential für sensomotorische Trainings- und Übungsinhalte steckt. Auch die anderen Module bieten Möglichkeiten sensomotorischer Inhalte und werden in den Analysen mit einbezogen. Da sich die wissenschaftliche Arbeit mit der Vereinbarkeit von Rahmenlehrplan der gymnasialen Oberstufe und der Sensomotorik auseinandersetzt, wird untersucht, inwieweit sich die Kompetenzen und Inhalte sensomotorischer Trainings- und Übungsinhalte mit den Bewegungsfelder decken und wie sinnvoll solche Übungen sind (vgl. 4.2).

4.2 Sensomotorische Trainings- und Übungsformen im Sportunterricht

Zunächst sollten die Begrifflichkeiten des Trainings und der Übung geklärt werden. Das deutsche Wörterbuch definiert Training als das „gezielte, geplante Üben, bei dem das Hauptziel der sportlichen Betätigung in der Leistungssteigerung oder der Wettkampfvorbereitung liegt“. Übung wird wiederum als „Training oder Festigung von Fähigkeiten“ definiert (Bünting, 1996). Die Begriffsinhalte beider Definitionen werden nicht klar abgegrenzt und sind so von geringer Aussagekraft. Hüter-Becker und Dölken terminieren Training als ein „auf ein konkretes Ziel ausgerichteten und nach wissenschaftlichen Kriterien organisierten und systematisch aufgebauten geregelten Prozess“ (2005). Durch diese regelmäßigen und zielgerichteten Wiederholungen sollen körperliche Anpassungen erreicht werden, die zu einer zunehmenden Leistungsfähigkeit gelangt. Beim Üben geht es um das Erlernen der richtigen Bewegungsausführung, welche weiter perfektioniert werden kann oder nicht verlernt werden soll. In der Schule scheint die Praktizierbarkeit sensomotorischer Übungen zunächst sinnvoller als sensomotorisches Training zu sein, weil Schülerinnen und Schüler diese Trainingsformen tiefensensibler Art zu Beginn kennenlernen sollen. Nachdem man sensomotorische Übungen in der Schule kennengelernt und begriffen hat, kann man mit den entsprechenden Rahmenbedingungen, die eine regelmäßige Durchführung vereinbaren, zu sensomotorischen Trainingsinhalten übergehen. Die jüngsten Fachlehrpläne, sowie der vorliegende Rahmenlehrplan für den Unterricht in der gymnasialen Oberstufe im Land Brandenburg, verstehen sich als Kerncurricula und sind gekennzeichnet durch eine Reduzierung von Festlegungen und Verbindlichkeiten für einzelne Schulen, an denen man eigenständige bewegungs- und sportbezogene Profile entwickeln kann (Fessler & Stibbe, 2009). Diese Reduzierung ermöglicht engagierten Lehrkräften in Anlehnung an die Bewegungsfelder der Rahmenpläne ausgewählte sensomotorische Übungen in den Schullalltag zu integrieren. Im Folgenden geht es um die Umsetzung tiefensensibler Tätigkeiten orientierend an den Bewegungsfeldern. Es werden Ideen vorgestellt, welche sich mit dem Rahmenlehrplan vereinbaren lassen und zugleich eine Bewegungsvielfalt präsentieren, die Schülerinnen und Schüler für den außerunterrichtlichen Sport motivieren.

4.2.1 Das Bewegungsfeld „Fitness“

In allen Bewegungsfeldern nehmen die Perspektiven „Gesundheit und Leistung“ eine zentrale Rolle ein. Die Förderung koordinativer und konditioneller Fähigkeiten soll ebenso im Fokus pädagogischer Lehrmethoden stehen wie die Förderung motorischer Fertigkeiten. Schülerinnen und Schüler legen derweil ihr Augenmerk von Bewegung und Sport neben gesundheitsspezifischen Aspekten vor allem auf Freizeit- und Sozialwerte. Der Komplex „Fitness“ gibt den Lehrkräften Handlungsspielraum für Bewegungserfahrungen freizeitrelevanter Ausdauersportarten und kann damit auf die Interessen der Jugendlichen eingehen. Man könnte sich beispielsweise die Bewegungsvielfalt eines sensomotorischen Trainings mit der Verbesserung der Bewegungskoordination, Schnellkraft und Explosivkraft zum Vorteil machen, muskuläre Dysbalancen beseitigen und somit die Grundlage jeglicher freizeitrelevanter Ausdauersportarten schaffen. Die Durchführung umfassender sensomotorischer Übungen mit einer progressiven Belastungssteigerung erfordert höchste Konzentration und soll den Schülerinnen und Schülern das maximale Leistungsvermögen abverlangen. Da die motorische Ontogenese im Alter der Adoleszenz schnelle Lern- und Leistungsfortschritte bei intensivem sportlichen Training aufweist und der koordinative Fähigkeitskomplex gut ausgeprägt ist (Meinel & Schnabel, 2007), würde eine sensomotorisch, inhaltliche Gestaltung einer Unterrichtsstunde große Zuwendung finden zu können. Zumal, wie im Inhalt des Bewegungsfeldes „Fitness“ beschrieben, man diese Art des Muskeltrainings ohne Geräte, mit einfachen Geräten oder mit speziellen Fitnessgeräten praktizieren kann und eine Haltungsschule zur posturalen Kontrolle integriert. Die Gestaltung solcher Unterrichtsstunden erläutert der Aufgabenteil 5.1. In dem Rahmenlehrplan Brandenburg für die gymnasiale Oberstufe wird „Fitness“ als ein „durch Bewegung und sportliches Training erreichter guter körperlicher Zustand in seiner Wechselwirkung mit seinem geistig- seelischen Befinden des Menschen“ beschrieben. Die Umsetzung des Projektes „Der Einsatz von sensomotorischem Training in der Schule“ vereinbart diese Komponenten, der neben der Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit auch den pädagogische Standpunkt selbstverantwortlichen Arbeitens berücksichtigt. Auch im Schullalltag sind die Jugendlichen in der Lage, die motorischen Grundeigenschaften Kraft und Ausdauer sowie Beweglichkeits- und Kraftübungen theoretisch und praktisch zu reflektieren und Erkenntnisse zu transferieren. Ein vereinfachtes Model des sensorischen Systems erläutert die Prinzipien der Bewegungskomplexe und trägt zum Verständnis der Schülerinnen und Schüler bei. Wie die bisherigen Analysen belegen, korrelieren die Inhalte und Kompetenzen des Bewegungsfeldes „Fitness“ sehr stark mit denen des sensomotorischen Trainings. Beide Bereiche setzen sich mit der körperlichen Bewegung und der Prävention auseinander, bei denen die Beteiligten, in diesem Falle die Schülerinnen und Schüler, Methoden und Wirkungen des Trainings, der Ausdauer, der Beweglichkeit, der Kraft und der Koordination kennenlernen, um zunehmend eigenverantwortlich zu handeln. Basierend auf der Ausrichtung eines handlungsorientierten Unterrichts, wie es das Freiburger Pilotprojekt zeigt, kann man schulinterne Veranstaltungen inszenieren, beispielsweise mit Sportprojekten oder anderen motivierenden Events. Essentiell ist bei der Durchführung sensomotorischer Übungen der gleichmäßig, beidseitige Belastungsanspruch. Im Rahmenlehrplan führt man Problemzonentraining zum Ausgleich einseitiger Belastungen sowie zur Vorbeugung und Beseitigung muskulärer Dysbalancen an (Ministerium für Bildung, Jugend und Sport, 2006), in der Trainingslehre thematisiert man den kontralateralen Transfer. Der kontralaterale Transfer spiegelt symmetrische und gegenseitige (kontralateral) Transferrichtungen wider, vergleichsweise wie beim dominanten Fuß und seiner Gegenseite, (Senff & Weigelt, 2003). Gerade in der Schule trifft man in der Regel ein niedrigeres Leistungsniveau an, in der eine beidseitige Schulung unbedingt durchgeführt werden sollte. Summa Summarum ist den geschilderten Überlegungen sensomotorischer Übungen eine affirmative Verwendung für den Schulsport zu empfehlen. Die Inhalte und Kompetenzen des Bewegungsfeldes „Fitness“ können fast ausnahmslos auf die sensomotorische Verfahrenstechnik übertragen werden und sind dementsprechend zentraler Forschungsgegenstand für die Ideensammlung im Schulsport.

[...]


[1] Die Entwicklung einer Art oder Rasse (griech. Phylon= der Stamm, genesis = die Entstehung) vgl. Duden (2004)

[2] Das Werden eines Wesen (grich. Ontos= Wesen, genesis = Werden, Entstehung) vgl. Duden (2004)

[3] Intraurin - innerhalb der Gebärmutter (lat. Uterus = Gebärmutter) vgl. Duden (2004)

[4] Extraurin - außerhalb der Gebärmutter (lat. Unterus = Gebärmutter) vgl. Duden (2004)

[5] abhängige Variablen

[6] The Cochrane Collaboration - weltweites Netz von Wissenschaftlern und Ärzten mit dem Ziel systematische Übersichtsarbeiten zur Bewertung von Therapien zu erstellen, aktuell zu halten und zu verbreiten (vgl. http://www.ebscohost.com)

[7] Seit 2004 eine Zitations- und Abstraktdatenbank für wissenschaftliche Journalbeiträge (vgl. http://www.ebscohost.com)

[8] Nachweise der internationalen Literatur aus der Medizin (vgl. http://www.ebscohost.com)

[9] Nachweise der europäischen Literatur aus der Humanmedizin (vgl. http://www.ebscohost.com)

[10] Physiotherapie Evidenz Datenbank (vgl. http://www.ebscohost.com)

[11] Ausstiegsquote

[12] Sprungform zum Testen der reinen konzentrischen Kraftfähigkeit der Sprungmuskulatur (vgl. BISp 2008/09)

[13] Sprungform zum Testen der konzentrischen Kraftfähigkeit der Sprungmuskulatur, bei der im Gegensatz zum „Squat Jump“ eine Ausholbewegung erlaubt ist (vgl. BISp 2008/09)

[14] SPRINT = Studie zum Sportunterricht in Deutschland, hervorgerufen durch den deutschen Sportbund (vgl. BISp 08/09)

Ende der Leseprobe aus 60 Seiten

Details

Titel
Sensomotorik in der Schule. Ideensammlung für die gymnasiale Oberstufe
Hochschule
Universität Potsdam
Veranstaltung
Theorie und Praxis der Sportarten
Note
1,3
Jahr
2011
Seiten
60
Katalognummer
V419286
ISBN (eBook)
9783668679641
ISBN (Buch)
9783668679658
Dateigröße
3947 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sensomotorik, Sport, Ideensammlung Trainingswissenschaft, Rahmenlehrplan
Arbeit zitieren
Anonym, 2011, Sensomotorik in der Schule. Ideensammlung für die gymnasiale Oberstufe, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/419286

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