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Sensomotorik in der Schule. Ideensammlung für die gymnasiale Oberstufe

Titel: Sensomotorik in der Schule. Ideensammlung für die gymnasiale Oberstufe

Bachelorarbeit , 2011 , 60 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Didaktik - Sport, Sportpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ein effektives und zielorientiertes Training ist die Grundlage aller Sportlerinnen und Sportler, vor allem wenn man sich im Leistungssport wiederfinden möchte. In der Regel sind Leistungssportler fast 20 Jahre intensiven Trainingsprozessen ausgesetzt. Es ist daher nicht verwunderlich, dass man sich immer mehr an leistungssteigernden und zugleich präventiven Trainingsmethoden orientiert. Bis vor 20 Jahren in der Trainingslehre noch unter Koordinationstraining zusammengefasst, hat sich das sensomotorische Training immer mehr in den Fokus der Trainingslehre gespielt. Das sensomotorische Training bietet dabei die Grundlage zur Stabilität von kleinen Gelenken und Muskeln, um Verletzungspausen besser zu überstehen und schneller wieder in den Wettkampfprozess zu gelangen. Ersten großen Zuspruch bekamen die sensomotorischen Trainingsformen im Zuge der Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland im Jahre 2006. Unter der Anleitung von Fußball-Bundestrainer Jürgen Klinsmann war es ein amerikanischer Fitnesstrainer namens Mark Verstegen.

Die wissenschaftliche Arbeit „Sensomotorik in der Schule“ geht der Leitfrage nach, inwieweit sensomotorische Beanspruchungen im Schulalltag eingesetzt werden können und wie sinnvoll eine solche Form des Trainierens sowie Übens in der Schule ist. Aufgrund dieser Untersuchungen sollen in Korrelation zu dem Rahmenlehrplan des Bundeslandes Brandenburg selbstkreierte Gedanken zu sensomotorischen Übungen für die gymnasiale Oberstufe erarbeitet werden. Zusammenfassend erörtert die vorliegende Arbeit die Möglichkeit einer Praktizierbarkeit tiefensensibler Ausführungen in dem Schulalltag.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlagen für die Sensomotorik in der Schule

2.1 Einführung in das sensomotorische System

2.2 Sensomotorisches Training (SMT)

2.3 Das Motorische Lernalter

2.3.1 Die Phylogenese des Menschen

2.3.2 Motorische Entwicklung bis zum frühen Jugendalter

2.3.3 Motorisches Lernalter im späten Jugendalter

3 Forschungsmethodik der Sensomotorik für der Schule

3.1 Aktuelle Studienlagen

3.2 Systematische Rezension zur Wirksamkeit des sensomotorischen Trainings

3.3 Schülerprojekt am Freiburger Gymnasium

3.3.1 Zielstellungen des Projektes in der gymnasialen Oberstufe

3.3.2 Methodische Vorgehensweise

3.3.3 Messmethodik und Ergebnisse

4 Der Rahmenlehrplan in der gymnasialen Oberstufe im Land Brandenburg

4.1 Aufbau des Rahmenlehrplanes für den Sportunterricht

4.2 Sensomotorische Trainings- und Übungsformen im Sportunterricht

4.2.1 Das Bewegungsfeld „Fitness“

4.2.2 Die anderen Bewegungsfelder

5. Ideenentwicklung für den Schulsport

5.1. Sinnvolle Unterrichtskonzepte für das SMT

5.2. Die Umsetzbarkeit Sensomotorischer Übungen

5.3. Mögliche Übertragbarkeit auf andere Bewegungsfelder

5.4. Bewertbarkeit sensomotorischer Übungen

6. Zusammenfassung und Ausblick

7. Literaturverzeichnis

8. Anhang

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwieweit sensomotorische Beanspruchungen in den Sportunterricht der gymnasialen Oberstufe integriert werden können und wie sinnvoll diese Trainingsform zur Leistungssteigerung, Verletzungsprävention und Kompetenzförderung ist. Dabei erfolgt eine Korrelation mit dem Rahmenlehrplan des Landes Brandenburg.

  • Grundlagen des sensomotorischen Systems und motorische Entwicklung
  • Methodische Analyse bestehender Studien und Pilotprojekte
  • Integration in den Rahmenlehrplan der gymnasialen Oberstufe
  • Entwicklung praktischer Unterrichtskonzepte und Bewertungsmodelle
  • Übertragbarkeit auf verschiedene sportliche Bewegungsfelder

Auszug aus dem Buch

2.1 Einführung in das sensomotorische System

Sensomotorisches Training (SMT) ist die Schulung des koordinierten Zusammenwirkens von Sinneseindrücken (Sensorik) und der Muskelaktivität (Motorik). Es wird auch kinästhetisches Training, propriozeptives Training oder vestibuläres Training genannt. Vor 30 Jahren wurde SMT in der Trainingslehre unter dem Begriff Koordinationstraining zusammengefasst und lediglich in der Physiotherapie eingesetzt. Sensomotorik findet immer dann statt, wenn Bewegungen und Bewegungsrichtungen verändert werden, sei es bei verschiedenen Spielsituationen im Spielsport oder beim Herumtoben der Schülerinnen und Schüler auf dem Pausenhof (Schwan, 2011).

Die Sinnesorgane des Menschen besitzen eine ganze Reihe von Sensoren, welche für die Aufnahme von Informationen verantwortlich sind. Eine wesentliche Rolle für die Bewegungssteuerung spielen dabei das Auge, das Gehör, der Tastsinn, der Gleichgewichtssinn und der Muskelsinn, welche von Exterorezeptoren und Propriozeptoren umgeben sind. Die Exterorezeptoren übersetzen Reize aus der Umwelt, die mechanischer, thermischer, optischer, akustischer, olfaktiver und gustativer Natur sein können. Die Propriozeptoren (Muskelspindel, Gelenksensoren, Bände, Faszien) sind tiefensensible Sensoren, die die Fähigkeit haben, die Lage des Körpers bzw. der Gelenke im Raum und ihre Stellung zueinander zu bestimmen, um daraufhin feinkoordinierte Bewegungen zu steuern (Giese, 2006).

Alle erfassten und zu verarbeitenden Reize werden in der Einheit von Rezeptoren (Informationsaufnahme), den Nervenbahnen (Informationsverarbeitung) und den spezifischen Arealen auf der Großhirnrinde (Informationsverarbeitung) als Analysatoren bezeichnet (Wick, 2009). Die Exterorezeptoren und Propriozeptoren sind spezifische Strukturen im sensomotorischen System (SMS), welche wie vorher erwähnt die internen und externen Reize der Sinnesorgane erfassen sowie übersetzen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung von sensomotorischem Training im modernen Leistungssport und stellt die Forschungsfrage nach dessen Relevanz und Umsetzbarkeit im Schulalltag.

2. Grundlagen für die Sensomotorik in der Schule: Dieses Kapitel erläutert die physiologischen und entwicklungspsychologischen Voraussetzungen des sensomotorischen Systems sowie die motorische Entwicklung Jugendlicher.

3 Forschungsmethodik der Sensomotorik für der Schule: Es werden aktuelle Studienlagen analysiert und die Ergebnisse eines Pilotprojekts an einem Freiburger Gymnasium zur Wirksamkeit von sensomotorischem Training kritisch gewürdigt.

4 Der Rahmenlehrplan in der gymnasialen Oberstufe im Land Brandenburg: Der Fokus liegt auf der Einordnung sensomotorischer Inhalte in den schulischen Rahmenlehrplan und der Erläuterung der verschiedenen Bewegungsfelder.

5. Ideenentwicklung für den Schulsport: Hier werden praktische Konzepte für den Unterricht, Möglichkeiten der Übungsumsetzung, eine Übertragbarkeit auf verschiedene Sportarten sowie Bewertungsmodelle vorgestellt.

6. Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die wissenschaftlichen und pädagogischen Erkenntnisse zusammen und unterstreicht die Eignung der Sensomotorik für die gymnasiale Oberstufe.

Schlüsselwörter

Sensomotorik, sensomotorisches Training, SMT, Schulsport, gymnasiale Oberstufe, motorische Entwicklung, Trainingslehre, Verletzungsprävention, Bewegungsfelder, Koordination, Propriozeption, Rahmenlehrplan Brandenburg, Leistungsfähigkeit, Sportpädagogik, Handlungsorientierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen und praktischen Anwendungsmöglichkeiten von sensomotorischem Training im Sportunterricht der gymnasialen Oberstufe.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den Schwerpunkten gehören das sensomotorische System, die motorische Entwicklung Jugendlicher, die Wirksamkeit des Trainings sowie die Integration in den schulischen Rahmenlehrplan.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Nutzen von sensomotorischen Übungen für Schüler zu bewerten und ein Konzept für eine praxisnahe, motivierende Umsetzung im Schulalltag zu entwickeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Analyse aktueller Studienlagen und Pilotprojekte sowie einer Korrelation dieser Erkenntnisse mit den spezifischen Anforderungen des brandenburgischen Rahmenlehrplans.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit den Grundlagen, der Forschungsmethodik, der Einordnung in den Rahmenlehrplan sowie der konkreten Entwicklung von Unterrichtsreihen und Bewertungsmodellen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Sensomotorik, propriozeptives Training, Koordinationstraining und handlungsorientierter Sportunterricht charakterisiert.

Warum ist das Freiburger Pilotprojekt für die Arbeit relevant?

Es dient als zentrale Datenbasis und Referenz, um die Wirksamkeit von sensomotorischem Training in der Schule wissenschaftlich zu belegen, auch wenn der dortige zeitliche Rahmen nicht direkt kopierbar ist.

Wie lassen sich sensomotorische Übungen benoten?

Die Autorin schlägt Modelle wie das „Bewertungsmodell A“ und „B“ vor, die Theorieentwürfe (Lektionsentwürfe) und Praxisleistungen (Lehreinheiten) der Schüler zu je 30% gewichten, ergänzt durch motorische Tests.

Warum sind instabile Unterlagen für das Training wichtig?

Sie dienen der progressiven Belastungssteigerung und zwingen das neuromuskuläre System zu verstärkter Arbeit, was die Stabilität der Gelenke und die Koordination verbessert.

Ende der Leseprobe aus 60 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Sensomotorik in der Schule. Ideensammlung für die gymnasiale Oberstufe
Hochschule
Universität Potsdam
Veranstaltung
Theorie und Praxis der Sportarten
Note
1,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
60
Katalognummer
V419286
ISBN (eBook)
9783668679641
ISBN (Buch)
9783668679658
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sensomotorik Sport Ideensammlung Trainingswissenschaft Rahmenlehrplan
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2011, Sensomotorik in der Schule. Ideensammlung für die gymnasiale Oberstufe, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/419286
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