Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Geschichte Europas - Zeitalter Weltkriege

Der Romanow-Code. Band 2

Der Zarenmord - Anatomie eines Verbrechens

Titel: Der Romanow-Code. Band 2

Fachbuch , 2018 , 558 Seiten

Autor:in: Dr. Ralf G. Jahn (Autor:in)

Geschichte Europas - Zeitalter Weltkriege
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Hundert Jahre nach dem Massaker an der Zarenfamilie ist es an der Zeit, Bilanz zu ziehen. Neu auftauchende Dokumente, aber vor allem die anthropologischen und genetischen Untersuchungen der sterblichen Überreste der Romanows machen eine Neubetrachtung notwendig. Dieses Buch versteht sich als Handbuch. Streng chronologisch werden die Geschehnisse, die zum Mord führten, in den großen politischen Zusammenhang eingeordnet. Der Autor ist ein promovierter Historiker, der bei der Identifizierung der letzten beiden Zarenkinder maßgeblich beteiligt war.

Neue Erkenntnisse verdankt die Geschichtswissenschaft im Regelfall zwei Umständen: Der Zugriff auf bislang unerschlossene Dokumente bereichert den Wissensstand, und neue Fragestellungen lassen bereits bekannte Quellenbestände in neuem Licht erscheinen.
Gerade in den letzten Jahrzehnten hat man durch das Wiederauffinden der sterblichen Überreste und ihre anthropologischen sowie genetischen Untersuchungen viele neue Erkenntnisse gewonnen. Hinzu kommt die Öffnung der Archive nach dem Untergang der Sowjetunion. Das Rückgrat dieses Buches bilden die zahlreichen Augenzeugenberichte. Die meisten davon sind das Ergebnis der Befragungen durch den Untersuchungsrichter Sokolow oder aber sie sind den Memoiren der im Nachhinein exilierten Zeitgenossen entnommen worden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zum Thema Erinnerungen von Zeitgenossen:

3. Die Ausrottung der Zarenfamilie

3.1 Das „Problem Nikolaus II.“ wird wieder aktuell

3.1.1 Das deutsche Interesse an den Ex-Zaren

3.1.2 Jekaterinburg

3.1.3 Die politische Lage 1918

3.1.4 Der Beschluß zum Mord

3.2 Das Ipatjew-Haus

3.2.1 Gebäude und Geschichte

3.2.2 Das „Haus zur besonderen Verwendung“

3.2.2.1 Holzpalisaden

3.2.2.2 Die Zimmer der Romanows

3.2.2.3 Die Fenster werden weiß gestrichen

3.2.2.4 Die Bewachung

3.2.2.4.1 Die Bewachung außerhalb des Hauses

3.2.2.4.2 Die Bewachung innerhalb des Hauses

3.2.2.4.3 Kommandant Awdejew

3.2.2.4.4 Die Rekrutierung der Wachposten

3.2.3 Das Leben der Hausbewohner

3.2.4 Die Lebensmittelhilfe

3.2.5 Hausgottesdienste

3.2.6 Die Dynastie Romanow – vom Kloster Ipatjew zum Haus Ipatjew

3.2.7 Der Tatort

3.2.8 Die Belsazar-Schrift an der Tapete des Mordzimmers

3.2.9 Zarin Alexandra ritzt ein „Hakenkreuz“

3.3 Chronik: Countdown zum Zarenmord

3.3.1 Schauprozeß?

3.3.2 Eigentum des kaiserlichen Hofes wird Staatseigentum

3.3.3 Exil in England angedacht

3.3.4 Verhaftung und Internierung in Zarskoje Selo

3.3.5 Sowjet will Inhaftierung des Zaren in der Peter-Pauls-Festung

3.3.6 Exil in England abgelehnt

3.3.7 „Evakuierung“ der Romanows beschlossen

3.3.8 Verbannung nach Tobolsk

3.3.9 Lenins Friedensdekret

3.3.10 Die Wahl zur Russischen konstituierenden Versammlung

3.3.11 Die Eröffnung der Russischen konstituierenden Versammlung

3.3.12 Aristokratische Verschwörung

3.3.13 Separatfrieden zwischen Deutschland und der Ukraine

3.3.14 Fortsetzung des Ostkrieges oder Frieden mit Rußland?

3.3.15 Die Wiedereröffnung des Krieges gegen Rußland

3.3.16 Gründung der Roten Armee

3.3.17 Ultimatum Ludendorffs

3.3.18 Lenin gibt nach

3.3.19 Keine Unterhaltsmittel mehr

3.3.20 Brest-Litowsk: Die „erste Teilung Rußlands“

3.3.21 Die Reaktion des Ex-Zaren

3.3.22 Die Gewichte verschieben sich

3.3.23 Der Zar soll nach Moskau gebracht werden

3.3.24 Interventionsbeginn der Alliierten

3.3.25 Deutschland lehnt eine unmittelbare Hilfe für die Romanows ab

3.3.26 Großbritannien plant die Ermordung Lenins

3.3.27 Auftrag an Jakowlew

3.3.28 Ankunft von Kommissar Jakowlew in Tobolsk

3.3.29 Die Situation in Tobolsk

3.3.30 Der Zarewitsch ist reiseunfähig

3.3.31 Reise der Majestäten nach Jekaterinburg

3.3.32 Jakowlews scheinbares Scheitern

3.3.33 Die Kinder in Tobolsk

3.3.34 Die Romanows erreichen Jekaterinburg

3.3.35 Der deutsche Botschafter setzt sich für die Zarenfamilie ein

3.3.36 Der Rest der Zarenfamilie trifft in Jekaterinburg ein

3.3.37 Die Tschechoslowakische Legion

3.3.38 Die antibolschewistische Bewegung der „Weißen“

3.3.39 Die Sowjetmacht am Rande des Zusammenbruchs

3.3.40 Die Zarenfamilie während der 2. Maihälfte

3.3.41 Was soll mit der Zarenfamilie geschehen?

3.3.42 Der Bruder des Zaren wird ermordet

3.3.43 Die Nachwirkungen der Ermordung des Großfürsten Michail

3.3.44 Die Vorbereitung der Ermordung der Zarenfamilie

3.3.45 Tscheka plant Zarenfamilie „beim Fluchtversuch“ zu erschießen

3.3.46 Deutschland verlangt Auskunft über die Zarenfamilie

3.3.47 Gerüchte über die Ermordung des Zaren

3.3.48 Lenins Botschafter in Berlin fürchtet Zarenmord

3.3.49 Marias Geburtstag

3.3.50 Und was machen die Monarchisten?

3.3.51 Das Telegramm des Bersin

3.3.52 Wem würde die Ermordung der Zarenfamilie nützen?

3.3.53 Zarenfamilie lehnt dubiosen Fluchtversuch ab

3.3.54 Die grundsätzliche Entscheidung zur Hinrichtung

3.3.55 Moskau berät über das Schicksal des Zaren

3.3.56 Jurowski wird Kommandant

3.3.57 Der deutsche Botschafter wird ermordet

3.3.58 Anbringen eines Fenstergitters

3.3.59 Trotzki plant Prozeß gegen den Zaren

3.3.60 Geheimsitzung des ZK:

3.3.61 Die Roten rechnen mit dem Fall Jekaterinburgs

3.3.62 Die Entscheidung fällt, alle Romanows hinzurichten

3.3.63 Lenin wird geschützt

3.3.64 Die ganze Zarenfamilie soll ermordet werden

3.3.65 Das Vermögen der Zarenfamilie wird verstaatlicht

3.3.66 Jurowski erhält Hinrichtungsbefehl

3.4 DAS MÖRDER-TRIO

3.5 DIE MORDSCHÜTZEN

3.6 LETZTE VORBEREITUNGEN

3.7 DER LETZTE TAG DER ZARENFAMILIE

3.8 DAS MASSAKER IM IPATJEW-HAUS

3.8.1 Die Berichte der Zeugen in chronologischer Reihenfolge der Ereignisse

3.8.2 Phase 1: Das Telegramm

3.8.2.1 Grundlegendes

3.8.2.2 Das Telegramm von Golostschokin und Safarow

3.8.2.3 Taktische Erwägungen

3.8.2.4 Die Sitzung des Exekutivkomitees des Ural-Sowjets

3.8.2.5 Das Telegramm an Swerdlow

3.8.2.6 Der Beschuß des WZIK

3.8.2.7 Die Antwort aus Moskau

3.8.3 Phase 2: Unmittelbare Vorbereitungen

3.8.4 Phase 3: Die Romanows werden geweckt

3.8.5 Phase 4: Das Massaker

3.8.6 Phase 5: Das Hinaustragen der Leichen und die Beseitigung der Spuren

3.8.7 Phase 6: Der Transport der Leichen

3.8.8 Phase 7: Das Verbrennen und Vergraben der Leichen

3.8.9 Phase 8: Tatortbesichtigung

3.8.10 Und die Hunde?

3.8.11 Wer hatte den Zaren erschossen?

3.8.12 Hatten Juden den Zaren erschossen?

3.9 DIE BESEITIGUNG DER LEICHEN

3.9.1 Die Vier Brüder

3.10 DIE OFFIZIELLE MITTEILUNG

3.11 DAS VERMÖGEN DER ROMANOWS

3.12 DIE ERMITTLUNGEN DER „WEIßEN“

3.12.1 Die Ermittlungen von Namjetkin

3.12.2 Die Ermittlungen von Sergejew

3.12.3 Das ungewisse Schicksal der Zarenfamilie

3.12.4 Die Ermittlungen von Sokolow

3.12.4.1 Sokolows und die Fundstelle

3.12.4.2 Zweifel an Sokolows Schlußfolgerung

3.12.4.3 Gab es Überlebende?

3.12.4.4 Indizienbeweisführung und Gerüchte

3.12.4.5 Die Knochen-Kiste

3.13 CUI BONO?

3.13.1 Gerüchte und Desinformation

3.13.2 Wem brachte die Ermordung der Zarenfamilie einen Nutzen?

3.13.3 Die psychologische Bedeutung der Ermordung der Zarenfamilie

3.13.4 Der Berliner Zusatzvertrag vom 27. August 1918

3.14 WEITERE ERMORDUNGEN VON ROMANOWS

3.14.1 Die Ermordung von Großfürst Michael

3.14.2 Das Massaker von Alapajewsk

3.14.3 Das Massaker in der Peter- und Paul-Festung

3.15 DIE ÜBERLEBENDEN ROMANOWS

3.15.1 Erste Gruppe

3.15.2 Zweite Gruppe

3.15.3 Dritte Gruppe

3.15.4 Vierte Gruppe

3.15.5 Fünfte Gruppe

3.15.6 Sechste Gruppe

3.15.7 Siebte Gruppe

3.15.8 Achte Gruppe

3.15.8.1 Romanows an Bord der HMS Marlborough

3.15.8.2 Romanows an Bord der HMS Nelson

3.15.9 Neunte Gruppe

3.15.10 Zehnte Gruppe

3.15.11 Elfte Gruppe

3.15.12 Der einzig verschonte Romanow

3.15.13 Romanows im Ausland

3.15.14 Romanows als Mitglieder ausländischer Herrscherhäuser:

3.16 ANDERE ÜBERLEBENDE

3.17 OPFER

3.18 DAS RÄNKESPIEL NACH DER ERMORDUNG DER ZARENFAMILIE

3.18.1 Verschlüseltes Telegramm

3.18.2 ZK nimmt Hinrichtung des Zaren zur Kenntnis

3.18.3 Diplomat Riezler berichtet Berlin

3.18.4 Ermordung des Zaren öffentlich bekannt gemacht

3.18.5 Weiße Truppen nehmen Jekaterinburg ein

3.18.6 65 Gegenstände geborgen

3.18.7 Gräfin Hendrikowa und Fräulein Schneider werden erschossen

3.19 DER KAMPF UM DIE WAHRHEIT

3.19.1 Sokolow und die „Heiligen Reliquien der Nation“

3.19.2 Sokolow forscht im Exil weiter

3.19.3 Sokolow veröffentlicht Buch

3.19.4 Abriß des Ipatjew-Hauses

3.20 DIE REAKTIONEN AUF DEN ZARENMORD

3.20.1 Die Reaktion des russischen Adels auf die Ermordung des Zaren

3.20.2 Die deutsche Reaktion auf die Ermordung der Zarenfamilie

3.20.3 Was geschah mit den Mördern?

3.20.3.1 Goloschtschokin

3.20.3.2 Beloborodow

3.20.3.3 Jurowski

3.20.3.4 Nikulin

3.20.3.5 Ljuchanow

3.20.3.6 Swerdlow

3.20.3.7 Sinowjew

3.20.3.8 Safarow

3.20.3.9 Wojkow

3.20.3.10 Medwedjew

3.20.3.11 Jermakow

3.20.3.12 Ljuchanow

3.20.3.13 Mjasnikow

3.20.3.14 Preobraschenski

3.20.3.15 Imre Nagy

3.20.3.16 Rudolf Lacher

3.20.3.17 Reinholds Berzinš

3.21 DIE STERBLICHEN ÜBERRESTE DER ZARENFAMILIE

3.21.1 DAS WIEDERAUFFINDEN DER GEBEINE

3.21.2 ANTHROPOLOGISCHE UNTERSUCHUNGEN

3.21.2.1 Skelett Nr. 1 (Dienstmädchen)

3.21.2.2 Skelett Nr. 2 (Dr. Eugen Botkin)

3.21.2.3 Skelett Nr. 3 (Großfürstin Olga)

3.21.2.4 Skelett Nr. 4 (Zar Nikolaus II.)

3.21.2.5 Skelett Nr. 5 (Großfürstin Tatjana)

3.21.2.6 Skelett Nr. 6 (Großfürstin Anastasia)

3.21.2.7 Skelett Nr. 7 (Zarin Alexandra)

3.21.2.8 Skelett Nr. 8 (Koch)

3.21.2.9 Skelett Nr. 9 (Diener)

3.21.2.10 Ergebnis

3.21.2.10.1 Skelett Nr. 6 – Anastasia oder Maria?

3.21.2.10.2 Wer fehlte?

3.21.3 GENETISCHE UNTERSUCHUNGEN

3.21.3.1 Die mitochondriale DNS-Analyse von 1994

3.21.3.2 Chromosomale DNS-Analyse

3.21.3.3 Die mitochondriale DNS-Analyse von 1996

3.21.3.4 Das wissenschaftliche Ergebnis

3.21.3.5 Die Kirche erkennt das Ergebnis nicht an

3.21.4 DIE REKONSTRUKTION DER SCHUß-, STICH- UND SCHLAGVERLETZUNGEN

3.21.5 DIE BEISETZUNG DER STERBLICHEN ÜBERRESTE (1998)

3.22 DIE HEILIGSPRECHUNG DER ZARENFAMILIE (2000)

3.22.1 DIE HEILIGSPRECHUNG

3.22.2 DIE BLUTKIRCHE VON JEKATERINBURG

3.22.3 DAS KLOSTER DER HEILIGEN ZARENMÄRTYRER

3.22.4 DIE ZWEIFEL SEITENS DER RUSSISCH-ORTHODOXEN KIRCHE

3.23 DER FUND DER BEIDEN LETZTEN LEICHEN (2007)

3.23.1 FUND DER LETZTEN BEIDEN LEICHEN IN JEKATERINBURG 2007

3.23.2 DIE EXPERTISE DER 2007 GEFUNDENEN SKELETTRESTE

3.23.3 DIE MITOCHONDRIALE DNS-ANALYSE VON 2008

3.23.4 DER SCHÄDEL RZ

3.23.5 BEKANNTGABE DER UNTERSUCHUNGSERGEBNISSE

3.24 HINGERICHTETE ANGEHÖRIGE DER ZARENFAMILIE ENTDECKT (2011)

3.25 DIE REHABILITIERUNG DER ZARENFAMILIE

3.25.1 NIKOLAUS II. WIRD ALS OPFER POLITISCHER GEWALT ANERKANNT

3.25.2 ORTHODOXE KIRCHE FORDERT WIEDERAUFNAHME DER ERMITTLUNGEN

3.25.3 BEISETZUNGEN UND EXHUMIERUNGEN

3.25.3.1 Beisetzung der Zarenkinder in St. Petersburg geplant

3.25.3.2 Romanows wollen an der Beisetzung teilnehmen

3.25.3.3 Exhumierung von Zar Nikolaus II.

3.25.3.4 Verschiebung des Beisetzungstermins

3.25.3.5 Zar Alexander III. wird exhumiert

3.25.3.6 Bestätigung der Echtheit der Zarengebeine

3.25.3.7 Heilige Diener des Zaren

3.25.3.8 Umbettung der letzten Mitglieder der russischen Zarenfamilie

3.25.3.9 Stand heute (24. August 2017)

3.26 DIE UNECHTEN PRÄTENDENTEN

3.26.1 DIE FALSCHEN ROMANOWS

3.26.2 MICHAEL GOLENIEWSKI

3.26.3 ANNA ANDERSON

3.26.3.1 Franziska Schanzkowska

3.26.3.2 „Fräulein Unbekannt“

3.26.3.3 „Großfürstin Anastasia“

3.26.3.4 Anna Anderson wird Werkzeug von Juristen

3.26.3.5 Vom Film entdeckt

3.26.3.6 Gutachten und Gegengutachten

3.26.3.6.1 Drei anthropologisch-erbbiologische Gutachten (1940/41, 1955)

3.26.3.6.1.1 Blutproben

3.26.3.6.1.2 Fingerabdrücke

3.26.3.6.1.3 Zähne, Gebißstellung

3.26.3.6.1.4 Physische Merkmale

3.26.3.6.2 Anthropologisches Gutachten vom Juli 1958

3.26.3.6.3 Das anthropologische Gutachten von Prof. Reche (1959)

3.26.3.6.4 Handschriftenvergleiche (1927, 1964)

3.26.3.6.5 Schädelabdruck (1971)

3.26.3.7 Gerichtsverfahren

3.26.3.7.1 Das erste Gerichtsverfahren in Hamburg (1958-1961)

3.26.3.7.2 Das zweite Verfahren vor dem Oberlandesgericht Hamburg (1964-1967)

3.26.3.7.3 Das Verfahren vor dem Bundesgerichtshof in Karlsruhe (1967-1970)

3.26.3.7.4 Die Anastasia-Entscheidung

3.26.3.7.5 Bilanz

3.26.3.8 Die letzten Jahre

3.26.3.9 Die Lösung des Rätsels mit Hilfe der DNS

3.26.3.9.1 Anna Anderson ist nicht Großfürstin Anastasia

3.26.3.9.2 Anna Anderson ist Franziska Schanzkowska

3.26.3.9.3 Reaktionen

3.27 DIE GENEALOGIE DER ROMANOWS

3.27.1 DER MANNESSTAMM DER ROMANOWS (AUS DEM HAUSE HOLSTEIN-GOTTORP)

3.28 DAS ZARENGOLD

3.28.1 Das Budget der Zarenfamilie

3.28.2 Das Privatvermögen der Zarenfamilie

3.28.3 Zarengold zur Finanzierung des Sowjetstaates und der Weltrevolution

Zielsetzung & Themen

Dieses Buch zielt darauf ab, einhundert Jahre nach dem Untergang der Romanow-Dynastie und dem Massaker an der Zarenfamilie, eine fundierte historische Gesamtschau aller relevanten Fakten zum Zarenmord zu liefern, wobei neue archäologische und genetische Erkenntnisse mit zeitgenössischen Augenzeugenberichten verknüpft werden.

  • Anatomische und genetische Identifizierung der sterblichen Überreste der Zarenfamilie
  • Detaillierte Rekonstruktion der Ereignisse um den 17. Juli 1918 in Jekaterinburg
  • Aufarbeitung der Schicksale der überlebenden Romanows und die Geschichte der sogenannten falschen Romanows
  • Analyse der historischen Rolle des Zaren, der politischen Lage 1918 und der Hintergründe des „roten Terrors“

Auszug aus dem Buch

Die Ausrottung der Zarenfamilie

Die Bolschewiken hatten zum Sturz des Zarismus nicht beigetragen; selbst ihre Agitatoren hatten dabei nur eine sehr geringe Rolle gespielt.

Die Provisorische Regierung unter Kerenski hatte nicht vermocht, das „Problem Nikolaus II.“ zu lösen. Mit ihrem Sieg in der Revolution vom Oktober 1917 „erbten“ es nun die Bolschewiki. Jetzt standen sie vor der Frage, wie mit dem ehemaligen Zaren und seiner Familie zu verfahren sei. Vorerst jedoch dürfte für die Bolschewiki die in Sibirien inhaftierte Zarenfamilie ein Randproblem gewesen sein.

Weit wichtiger waren im Moment die Festigung ihrer Macht in ganz Rußland, die Vergesellschaftung der Produktivkräfte, die Enteignung des Großgrundbesitzes, die Organisation der Wirtschaft und einer roten Militärmacht für den Kampf gegen die Konterrevolution.

Geradezu lebenswichtig für die Revolution wurden die Friedensverhandlungen mit Deutschland. Im Zusammenhang damit scheint das „Problem Nikolaus II.“ wieder an Aktualität gewonnen zu haben. Wilhelm II., zu dieser Zeit noch König von Preußen und Deutscher Kaiser, wollte seinen Cousin nicht im Stich lassen und bemühte sich im Frühjahr 1918, ihm eine Brücke heraus aus Rußland zu bauen. In Moskau trug der deutsche Botschafter Graf Wilhelm von Mirbach den Wunsch vor, Nikolaus sehen zu wollen. Hinter diesem Anliegen verbarg sich offen die Absicht Wilhelms II., den Brester Friedensvertrag im nachhinein auch durch den ehemaligen Zaren unterzeichnen zu lassen und sich so gegen nicht auszuschließende politische Wechselfälle abzusichern.

Kapitelzusammenfassungen

EINLEITUNG: Der Autor erläutert das Ziel der Arbeit, hundert Jahre nach dem Massaker alle Fakten zum Untergang der Romanows zu vereinen, und reflektiert die Problematik der Erinnerung von Zeitzeugen.

DIE AUSROTTUNG DER ZARENFAMILIE: Dieses Kapitel behandelt das „Problem Nikolaus II.“ für die Bolschewiki, die Inhaftierung im Ipatjew-Haus und die politische Gesamtlage im Bürgerkriegsjahr 1918, die zur Entscheidung der Vernichtung führte.

DER LETZTE TAG DER ZARENFAMILIE: Eine detaillierte Rekonstruktion des Ablaufs am 16./17. Juli 1918, basierend auf Zeugenberichten und den Protokollen der Beteiligten, vom Wecken der Familie bis zum Massaker.

DIE BESEITIGUNG DER LEICHEN: Dokumentation der komplexen, improvisierten Versuche der Täter, die Leichen zu vernichten und Spuren zu verwischen, inklusive der Suche durch die „Weißen“.

DIE ÜBERLEBENDEN ROMANOWS: Eine Zusammenstellung der verschiedenen Romanow-Zweige, die in die Emigration entkamen, sowie der Schicksale derer, die den revolutionären Wirren zum Opfer fielen.

DAS RÄNKESPIEL NACH DER ERMORDUNG DER ZARENFAMILIE: Analyse der sowjetischen Bemühungen, den Mord zu vertuschen, und der diplomatischen Reaktionen im In- und Ausland.

DER KAMPF UM DIE WAHRHEIT: Die Geschichte der Ermittlungen durch Untersuchungsrichter Sokolow und die lange Suche nach den sterblichen Überresten sowie deren endgültige Identifizierung durch moderne forensische Methoden.

DIE HEILIGSPRECHUNG DER ZARENFAMILIE (2000): Beleuchtung der kirchlichen Haltung zur Zarenfamilie, der Heiligsprechung und der Errichtung der Gedenkstätten an den Tatorten.

DIE UNECHTEN PRÄTENDENTEN: Untersuchung der zahlreichen Personen, die nach 1918 behaupteten, überlebende Kinder der Zarenfamilie zu sein, mit Fokus auf Anna Anderson und deren Entlarvung durch DNS-Analysen.

DIE GENEALOGIE DER ROMANOWS: Eine detaillierte Übersicht des Mannesstammes des Hauses Holstein-Gottorp.

DAS ZARENGOLD: Eine Untersuchung des finanziellen Vermögens der kaiserlichen Familie und dessen Verbleib nach der Machtübernahme der Bolschewiki.

Schlüsselwörter

Zarenmord, Romanow, Jekaterinburg, Ipatjew-Haus, Russische Revolution, Bolschewiki, Sowjetrußland, DNS-Analyse, Forensik, Identifizierung, Geschichte, 1918, Bürgerkrieg, Anastasia, Anna Anderson.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Ereignisse rund um die Ermordung der russischen Zarenfamilie Romanow im Jahr 1918 in Jekaterinburg sowie die anschließende historische und wissenschaftliche Aufarbeitung dieses Verbrechens.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Neben dem eigentlichen Tathergang stehen die Aufdeckung der Umstände des Massakers, die Rolle der Bolschewiki und deren Vertuschungsversuche, die genealogische Herkunft der Romanows sowie die moderne wissenschaftliche Identifizierung der sterblichen Überreste durch genetische Analysen im Zentrum.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, einhundert Jahre nach dem Massaker eine umfassende und faktenbasierte Darstellung der Ereignisse zu liefern, die unter Einbeziehung neuerer forensischer Ergebnisse die historischen Zusammenhänge objektiv aufarbeitet.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Der Autor nutzt eine Kombination aus historischer Quellenforschung, der Auswertung von Zeitzeugenberichten (vor allem durch den Untersuchungsrichter Sokolow) sowie die Dokumentation forensischer und genetischer Untersuchungen (DNS-Analysen), um den historischen Hergang zu rekonstruieren.

Welche Aspekte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die chronologische Darstellung des Untergangs, die detaillierte Beschreibung des Massakers und der Leichenbeseitigung, die Schicksale anderer Romanow-Mitglieder, die Ermittlungen der „Weißen“, die Legenden um Überlebende (Prätendenten) und schließlich die modernen genetischen Beweise zur Authentizität der Funde.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Zarenmord, Romanow, Jekaterinburg, Ipatjew-Haus, Russische Revolution, Forensik, DNS-Analyse, Anna Anderson.

Wie sicher ist die Identifizierung der Leichen durch DNS-Analysen?

Die Analysen bestätigen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, dass die gefundenen Überreste zur Zarenfamilie gehören. Insbesondere die mtDNS-Sequenz-Abgleiche mit lebenden Verwandten wie Prinz Philip haben die Authentizität über jeden vernünftigen Zweifel hinaus belegt.

Warum lehnte die Russisch-Orthodoxe Kirche die Identifizierung zunächst ab?

Die Kirche hegte lange Zeit Zweifel an der forensischen Arbeit, was teilweise kirchenpolitisch motiviert war, da eine Heiligsprechung oder Anerkennung der Gebeine eine inhaltliche Auseinandersetzung mit der sowjetischen Vergangenheit und der Rolle der Kirche erfordert hätte, der man ausweichen wollte.

Ende der Leseprobe aus 558 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Romanow-Code. Band 2
Untertitel
Der Zarenmord - Anatomie eines Verbrechens
Autor
Dr. Ralf G. Jahn (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
558
Katalognummer
V419360
ISBN (eBook)
9783668719941
ISBN (Buch)
9783668719958
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Romanow Monarchie Rußland Kaiser Krönung Erster Weltkrieg Armee Abdankung Revolution Februarrevolution Oktoberevolution Lenin Trotzki Swerdlow Fürst Lwow Schulgin Stolypin Kerenski Brussilow Bürgerkrieg Tscheka Ochrana Witte Attentat Reformen Leibeigenschaft Transsibirische Eisenbahn Tschechoslowakische Legion Duma Bolschewiki Menschewiki Sozialrevolutionäre Narodniki Kadetten Nationalisten Panslawismus Deutsches Reich Oberste Heeresleitung Semstwo Ludendorff Graf Brockdorff-Rantzau Zar Nikolaus II. Zarin Alexandra Olga Tatjana Maria Anastasia Zarskoje Selo Tobolsk Jekaterinburg Ermordung Jurowski Jelzin DNA DNS Skelett Schädel Blutsonntag St. Petersburg Petrograd Hof Pogrome Antisemitismus Juden
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dr. Ralf G. Jahn (Autor:in), 2018, Der Romanow-Code. Band 2, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/419360
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  558  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum