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Ein Unterrichtsentwurf im Kontext des Seminars "Planung und Analyse von Geographieunterricht". Meereswirtschaft in den Entwicklungsländern (8. Klasse Gymnasium)

Titel: Ein Unterrichtsentwurf im Kontext des Seminars "Planung und Analyse von Geographieunterricht". Meereswirtschaft in den Entwicklungsländern (8. Klasse Gymnasium)

Unterrichtsentwurf , 2016 , 17 Seiten , Note: 2,7

Autor:in: Kristina Reinartz (Autor:in)

Didaktik - Geowissenschaften
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit stellt einen Unterrichtsentwurf zum Thema "Meereswirtschaft" in den Entwicklungsländern dar und eignet sich mit Blick auf den Lehrplan besonders für den Unterricht einer achten Jahrgangsstufe bayrischer Gymnasien.

Bei der zu unterrichtenden Lerngruppe handelt es sich um 26 Schülerinnen und Schüler der achten Klasse eines Gymnasiums. Insgesamt machen Jungen den größeren Anteil der Klasse aus, dabei zeigt sich zwischen den Geschlechtern kein
Unterschied im Engagement und Interesse während des Geographieunterrichts.
Gelegentlich kommt es während des Frontalunterrichts zu kurzen Unruhen, die i.d.R. schnell abklingen. Zudem ist ein hoher Grad an Motivation notwendig, um die Schülerinnen und Schüler (SuS) v.a. bei Gruppenarbeiten etc. zu eigenständigem und kooperativem Lernen zu bewegen. Während anderer zuvorgehender Unterrichtseinheiten tauchte häufiger die Frage auf, inwiefern die Auseinandersetzung mit de jeweiligen Themen relevant für die Schüler ist, weshalb ein Schwerpunkt in dieser Stunde auf die Beantwortung dieser Frage gelenkt werden soll.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Anmerkungen zur Lerngruppe

2. Sachanalyse – Meereswirtschaft in den Entwicklungsländern – didaktisch reduziert

3. Didaktische Analyse

3.1 Lehrplanbezug und Einordnung der Stunde in die Unterrichtseinheit

3.2 Gesellschaftsrelevanz

3.3 Schülerrelevanz

3.4 Fachrelevanz

3.5 Lernziele

4. Methodische Analyse

5. Verlaufsplan

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit hat zum Ziel, einen Unterrichtsentwurf für die achte Klasse eines Gymnasiums zum Thema „Meereswirtschaft in den Entwicklungsländern“ zu präsentieren. Dabei soll mittels induktiver Lernmethoden ein Verständnis für die komplexen globalen Zusammenhänge zwischen europäischem Konsumverhalten und den existenzbedrohenden Auswirkungen auf Kleinfischer in Entwicklungsländern geweckt werden, um die Schülerinnen und Schüler zu verantwortungsvollem Handeln zu befähigen.

  • Analyse der Auswirkungen des industriellen Fischfangs auf traditionelle Kleinfischerei.
  • Verbindung von globalen Wirtschaftsstrukturen mit lokalen Lebensgrundlagen.
  • Förderung von vernetztem Denken durch die Anwendung der Mystery-Methode.
  • Erarbeitung der moralischen Verantwortung der Industrienationen im Nord-Süd-Gefälle.
  • Förderung kooperativer und selbstständiger Arbeitsweisen in der Lerngruppe.

Auszug aus dem Buch

Methodische Analyse

Wie bereits im Kontext der Einordnung der Stunde ersichtlich wurde, soll die Unterrichtseinheit durch das konkrete Beispiel Meereswirtschaft in den Entwicklungsländern in induktiver Form eingeleitet werden. Dabei sollen die Schülerinnen und Schüler nach einer kurzen Einführung selbstständig in Gruppen arbeiten. Die Dauer der Methode benötigt insgesamt zwei Unterrichtseinheiten, weshalb in der folgenden Unterrichtsdarlegung zwar der Fokus auf die 45 minütige Unterrichtsstunde gelegt werden soll, dennoch eine Aufklärung darüber folgen wird, wie die darauffolgende Unterrichtstunde zu gestalten ist. Das Unterrichtsvorhaben beschränkt sich auf die Mystery-Methode. Bevor die einzelnen Schritte der ersten Lektion dargestellt werden, kommt es zuvor zur einer Beschreibung der Methode.

Ein Mystery ist eine Lernform, die vernetztes Denken fördert mit dem Ziel, komplexe Zusammenhänge [des] Alltags zu erfassen und zu reflektieren. Mysterys unterstützen ein problemorientiertes Lernen: Die Lernenden aktivieren ihr Vorwissen und ihre eigenen Erfahrungen, erschließen sich neue Informationsquellen, suchen Zusammenhänge und versuchen, Schlussfolgerungen zu ziehen (FRANKHAUSER 2014, S. 3).

Im ersten Schritt werden die Schülerinnen und Schüler über die Vorgehensweise der Methode aufgeklärt. Sie erhalten sämtliche Informationen über den weiteren Ablauf der Unterrichtsstunde. Die Lehrkraft präsentiert anschließend eine Geschichte (vgl. MEYER 2015, S.168f.) zum Thema Meereswirtschaft in den Entwicklungsländern. Dabei handelt es sich um Folgende:

Ein kleines Mädchen läuft an die Küste zum Strand. Sie hat einen Beutel dabei, indem sich eine Flasche halb voll Milch befindet. Außerdem hat sie eine kleine Blechdose dabei, diese beinhaltet ein wenig Reis. Als sie an einer kleinen Hütte ankommt, vor dem viele kleine Boote an einem Steg anliegen, umarmt sie mit einem Lachen einen älteren Mann. Es ist Ihr Großvater Badou Ndoye. Er erinnert sich an alte Zeiten: „1989, wenn das Meer ruhig war, wie heute, da sah man wirklich viel Fisch, wenn es Nacht wurde, kamen noch mehr Fische“, sagt er zu seiner Enkelin. Er freut sich über seine Mahlzeit, immerhin hat er heute trotz schwerer Arbeit noch nichts gegessen. Er sehnt sich jedoch nach den alten Zeiten, als seine Tochter an den Strand kam, um sich von seinem frischen Fang satt zu essen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Anmerkungen zur Lerngruppe: Dieses Kapitel beschreibt die soziokulturelle Zusammensetzung der Klasse, ihre Motivationslage sowie die notwendigen Rahmenbedingungen für den Geographieunterricht.

2. Sachanalyse – Meereswirtschaft in den Entwicklungsländern – didaktisch reduziert: Hier werden die wissenschaftlichen Grundlagen zur Bedeutung des Fischfangs für den globalen Süden sowie die negativen Auswirkungen industrieller Fangflotten auf die Existenzgrundlagen der Kleinfischer dargelegt.

3. Didaktische Analyse: Dieser Abschnitt verknüpft das Thema mit den Lehrplanvorgaben, erläutert die gesellschaftliche sowie fachliche Relevanz und definiert die angestrebten Lernziele für die Schülerinnen und Schüler.

4. Methodische Analyse: Dieses Kapitel erläutert den Einsatz der Mystery-Methode als problemorientiertes Instrument zur Förderung von vernetztem Denken im Unterricht.

5. Verlaufsplan: Hier wird die konkrete zeitliche und methodische Abfolge der 45-minütigen Unterrichtsstunde unter Berücksichtigung der benötigten Materialien und Lernphasen tabellarisch dargestellt.

Schlüsselwörter

Meereswirtschaft, Entwicklungsländer, Kleinfischerei, Überfischung, Nord-Süd-Gefälle, Mystery-Methode, Industriefangflotten, Globalisierung, Nachhaltigkeit, Unterrichtsentwurf, Geographiedidaktik, Ernährungssicherheit, Wirtschaftsverflechtung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit im Kern?

Die Arbeit befasst sich mit der Erstellung eines didaktisch fundierten Unterrichtsentwurfs für eine achte Klasse zum Thema Meereswirtschaft und der damit verbundenen Problematik des Nord-Süd-Gefälles.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den zentralen Themen gehören die Bedeutung der Kleinfischerei für Völker des globalen Südens, die negativen Folgen der industriellen Überfischung und die wirtschaftlichen Verflechtungen mit Europa.

Was ist das primäre Ziel der Unterrichtseinheit?

Ziel ist es, dass die Schülerinnen und Schüler die Gründe und Folgen des Nord-Süd-Gefälles verstehen und die Bereitschaft entwickeln, sich für eine gerechtere Entwicklungszusammenarbeit einzusetzen.

Welche wissenschaftliche Methode wird im Unterricht eingesetzt?

Die Arbeit nutzt die induktive Mystery-Methode, bei der die Lernenden durch die Rekonstruktion von Hinweisen selbstständig komplexe Zusammenhänge erschließen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit analysiert?

Der Hauptteil gliedert sich in eine didaktische Begründung, eine Sachanalyse der Fischereiproblematik sowie die methodische Planung der Unterrichtsstunde inklusive eines detaillierten Verlaufsplans.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Meereswirtschaft, Überfischung, Nord-Süd-Gefälle, Kleinfischerei und die didaktische Mystery-Methode.

Warum wurde gerade das Beispiel "Meereswirtschaft" für den Unterricht gewählt?

Es dient als konkretes, schülernahes Fallbeispiel, um abstrakte globale Zusammenhänge der wirtschaftlichen Verflechtung zwischen Industrienationen und Entwicklungsländern begreifbar zu machen.

Welche Rolle spielt die "Mystery-Geschichte" im Unterrichtsentwurf?

Die Geschichte von Badou Ndoye dient als emotionaler Einstieg und Leitfaden, um die Schülerinnen und Schüler zur kritischen Auseinandersetzung mit der Problematik der Kleinfischer zu motivieren.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Ein Unterrichtsentwurf im Kontext des Seminars "Planung und Analyse von Geographieunterricht". Meereswirtschaft in den Entwicklungsländern (8. Klasse Gymnasium)
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg  (Lehrstuhl für Didaktik der Geographie)
Veranstaltung
Planung und Analyse von Geographieunterricht
Note
2,7
Autor
Kristina Reinartz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
17
Katalognummer
V419371
ISBN (eBook)
9783668681101
ISBN (Buch)
9783668681118
Sprache
Deutsch
Schlagworte
geographieunterricht gymnasium meereswirtschaft nachhaltige entwicklung entwicklungsländer didaktik Geographiedidaktik unterrichtsentwurf
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Kristina Reinartz (Autor:in), 2016, Ein Unterrichtsentwurf im Kontext des Seminars "Planung und Analyse von Geographieunterricht". Meereswirtschaft in den Entwicklungsländern (8. Klasse Gymnasium), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/419371
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Leseprobe aus  17  Seiten
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