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Die Bedeutungen von Liebe im 20. Jahrhundert

Title: Die Bedeutungen von Liebe im 20. Jahrhundert

Term Paper , 2005 , 23 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Judith Schwickart (Author)

German Studies - Linguistics
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Einleitung

„Liebe geht durch den Magen“, „Liebe machen“, „Affenliebe“, „die Liebe meines Lebens“ – es lassen sich unendlich viele Redewendungen und Sprichwörter finden, in denen Liebe vorkommt. Doch wird allein an den vier angeführten Beispielen deutlich, dass, obwohl immer dasselbe Wort verwendet wird, mit Sicherheit nicht das gleiche Konzept hinter den Wörtern steht. Die Ursache dafür ist, dass „Liebe“ – wie viele andere Bezeichnungen für Gefühle ebenfalls - zu den Begriffen zählt, deren jeweilige Bedeutung zum einen stark vom individuellen Benutzer, zum anderen auch vom Kontext des Ausgesprochenwerdens und von vielen weiteren Faktoren abhängt. Dem Sprachbenutzer stehen diese vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten für „Liebe“ zur Verfügung, da dieser Ausdruck hochgradig polysem ist, also viele verschiedene Bedeutungen hat.

Um diese Bedeutungen etwas weniger subjektiv zu verdeutlichen, wird das Ziel dieser Hausarbeit sein, die Bedeutungen von „Liebe“ in drei verschiedenen Zeitabschnitten des zwanzigsten Jahrhunderts zu dokumentieren. Damit verbunden ist dann auch die Frage und deren Beantwortung, inwiefern sich die Verwendung oder sogar die Bedeutung des Begriffs geändert hat und welche Faktoren dazu geführt haben könnten. Da die Untersuchung aus der Sicht des heutigen Sprachbenutzers stattfindet, kann sie natürlich keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit erheben.

Um diese Aufgabenstellungen bewältigen zu können, ist zunächst einmal die Kenntnis des theoretischen Hintergrunds der von mir angewandten Methode vonnöten. Dazu werde ich die Grundzüge der Wortfeldtheorie von Jost Trier zusammenfassen und auch auf verschiedene Probleme eingehen, die sich aufgrund der von mir gewählten Fragestellung im Hinblick auf die Methode ergeben.

Anschließend werde ich in zwei semasiologischen Verfahrensschritten mithilfe verschiedener Belege aus den zu untersuchenden Zeiträumen Bedeutungsfelder erstellen. Diese werde ich abschließend vergleichen, um so einen Bedeutungswandel von „Liebe“ im 20. Jahrhundert, falls vorhanden, feststellen zu können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Jost Triers Wortfeldtheorie

II.1. Kritik an Jost Triers Wortfeldtheorie

III. Methode

III.1. Schwierigkeiten

III.2. Analyse Periode 1, 1900 bis 1905

III.3. Analyse Periode 2, 1940 bis 1945

III.4. Analyse Periode 3, 1980 bis 1985

IV. Ergebnis

V. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Hausarbeit verfolgt das Ziel, den Bedeutungswandel des Begriffs „Liebe“ im 20. Jahrhundert anhand von drei zeitlich begrenzten Perioden zu dokumentieren und zu analysieren, um so sprachliche Verschiebungen in den entsprechenden Bedeutungsfeldern aufzuzeigen.

  • Grundlagen der Wortfeldtheorie nach Jost Trier
  • Methodik der semasiologischen Feldanalyse
  • Diachronische Untersuchung der Verwendung von „Liebe“ in drei Zeiträumen
  • Vergleich der Bedeutungsschwerpunkte und Identifikation von Bedeutungswandel

Auszug aus dem Buch

I. Einleitung

„Liebe geht durch den Magen“, „Liebe machen“, „Affenliebe“, „die Liebe meines Lebens“ – es lassen sich unendlich viele Redewendungen und Sprichwörter finden, in denen Liebe vorkommt. Doch wird allein an den vier angeführten Beispielen deutlich, dass, obwohl immer dasselbe Wort verwendet wird, mit Sicherheit nicht das gleiche Konzept hinter den Wörtern steht. Die Ursache dafür ist, dass „Liebe“ – wie viele andere Bezeichnungen für Gefühle ebenfalls - zu den Begriffen zählt, deren jeweilige Bedeutung zum einen stark vom individuellen Benutzer, zum anderen auch vom Kontext des Ausgesprochenwerdens und von vielen weiteren Faktoren abhängt. Dem Sprachbenutzer stehen diese vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten für „Liebe“ zur Verfügung, da dieser Ausdruck hochgradig polysem ist, also viele verschiedene Bedeutungen hat.

Um diese Bedeutungen etwas weniger subjektiv zu verdeutlichen, wird das Ziel dieser Hausarbeit sein, die Bedeutungen von „Liebe“ in drei verschiedenen Zeitabschnitten des zwanzigsten Jahrhunderts zu dokumentieren. Damit verbunden ist dann auch die Frage und deren Beantwortung, inwiefern sich die Verwendung oder sogar die Bedeutung des Begriffs geändert hat und welche Faktoren dazu geführt haben könnten. Da die Untersuchung aus der Sicht des heutigen Sprachbenutzers stattfindet, kann sie natürlich keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit erheben.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Einführung in die Polysemie von „Liebe“ und Darlegung des Ziels, den Bedeutungswandel des Begriffs in drei Zeitabschnitten des 20. Jahrhunderts zu untersuchen.

II. Jost Triers Wortfeldtheorie: Zusammenfassung der Grundlagen der Wortfeldtheorie, insbesondere der Vorstellung von Wörtern als strukturierte, sich gegenseitig begrenzende Einheiten.

II.1. Kritik an Jost Triers Wortfeldtheorie: Erörterung methodischer Probleme der Wortfeldtheorie, wie die Definition von Begriffsverwandtschaften und die Frage nach lückenlosen Feldgrenzen.

III. Methode: Erläuterung des Vorgehens, bei dem auf Basis von DWDS-Belegen Bedeutungsfelder für drei spezifische Zeiträume (1900-1905, 1940-1945, 1980-1985) erstellt werden.

III.1. Schwierigkeiten: Diskussion methodischer Einschränkungen, wie der Beschränkung auf das Substantiv „Liebe“, die Nicht-Vergleichbarkeit der Quellentexte und die Abhängigkeit von vorhandenen Belegen.

III.2. Analyse Periode 1, 1900 bis 1905: Untersuchung der häufigsten Verwendung von „Liebe“ als Zuneigung zu Menschen, unterteilt in verschiedene Nuancen und Anwendungsbereiche.

III.3. Analyse Periode 2, 1940 bis 1945: Analyse der Sprachverwendung während des Zweiten Weltkriegs, geprägt durch eine Konzentration auf partnerschaftliche Zuneigung in Briefen.

III.4. Analyse Periode 3, 1980 bis 1985: Untersuchung der Begriffsverwendung am Ende des Jahrhunderts, inklusive der Differenzierung zwischen platonischer und erotischer Liebe.

IV. Ergebnis: Synthese der Beobachtungen zur Verschiebung der Bedeutungsschwerpunkte und der Stabilität bzw. Wandlungsfähigkeit der verschiedenen Wortfelder.

V. Fazit: Zusammenfassende Feststellung, dass kein einheitlicher Bedeutungswandel vorliegt, sondern eine kontinuierliche Anpassung des Begriffs an die Bedürfnisse der Sprachbenutzer.

Schlüsselwörter

Liebe, Bedeutungswandel, Wortfeldtheorie, Jost Trier, semasiologische Analyse, Sprachwissenschaft, Feldgliederung, Sprachgebrauch, 20. Jahrhundert, Polysemie, Zuneigung, Begriffsfeld, Diachronie, DWDS.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht den Bedeutungswandel des Wortes „Liebe“ im 20. Jahrhundert mithilfe der Wortfeldtheorie.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen umfassen die semantische Analyse von „Liebe“, die Anwendung der Wortfeldtheorie sowie die diachronische Betrachtung von Sprachwandel.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu dokumentieren, inwiefern sich die Verwendung und Bedeutung von „Liebe“ in drei ausgewählten Zeitabschnitten des 20. Jahrhunderts verändert hat.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin verwendet eine semasiologische Analyse, bei der Belege aus dem Digitalen Wörterbuch der Deutschen Sprache (DWDS) in Bedeutungsfelder eingeordnet und verglichen werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung, eine methodische Erläuterung und die detaillierte Analyse der drei Zeitperioden sowie deren Ergebnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Bedeutungswandel, Wortfeldtheorie, Feldgliederungswandel, Semantik und die Analyse von Sprachbelegen im Zeitverlauf.

Warum spielt das Feldpostarchiv eine so große Rolle für den Zeitraum 1940-1945?

Da für diesen Zeitraum hauptsächlich Soldatenbriefe im DWDS hinterlegt sind, spiegelt die Analyse der Wortverwendung primär die besondere emotionale Situation von Soldaten an der Front wider.

Warum wurde die Wortfeldtheorie nach Jost Trier für diese Analyse kritisiert?

Kritikpunkte sind insbesondere die Schwierigkeit bei der Definition von Begriffsverwandtschaften und die Feststellung, dass Wortfelder in der Realität nicht immer die im Mosaik-Modell suggerierten, lückenlosen Grenzen aufweisen.

Was ist das Hauptergebnis bezüglich des Begriffs „Liebe“?

Es hat kein einfacher Bedeutungswandel stattgefunden, sondern eine kontinuierliche Verschiebung der Bedeutungsschwerpunkte, wobei „Liebe“ flexibel auf den sozialen und emotionalen Kontext der Sprecher reagiert.

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Details

Title
Die Bedeutungen von Liebe im 20. Jahrhundert
College
University of Trier
Grade
1,3
Author
Judith Schwickart (Author)
Publication Year
2005
Pages
23
Catalog Number
V41964
ISBN (eBook)
9783638401159
Language
German
Tags
Bedeutungen Liebe Jahrhundert
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Judith Schwickart (Author), 2005, Die Bedeutungen von Liebe im 20. Jahrhundert, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/41964
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