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Die kleineren Herrschaften der Eifel im 14. Jahrhundert. Blankenheim, Manderscheid und Virneburg

Titel: Die kleineren Herrschaften der Eifel im 14. Jahrhundert. Blankenheim, Manderscheid und Virneburg

Magisterarbeit , 2010 , 92 Seiten , Note: 3,3

Autor:in: Magister Artium Lars Steffes (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Den kleineren Herrschaften der Eifel hat bis heute kaum jemand Aufmerksamkeit geschenkt. So ist die Eiflia illustrata aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts immer noch das einzige Werk, in dem eine komplette Erfassung der Eifelherrschaften versucht wurde. In ihr werden insgesamt 24 Herrschaften bzw. Grafschaften genannt, von denen es aber nicht alle schafften ihre Dynastie bis in das 14. Jahrhundert fortzuführen. Die Herrschaften, auf die das zutrifft, scheiden daher für eine Betrachtung in dieser Arbeit von vorneherein aus, ebenso diejenigen deren Linie im Laufe des 14. Jahrhunderts ausgestorben war. Neben diesen offensichtlichen Auswahlkriterien fällt besonders die Forschungs- und Quellenlage ins Gewicht, auf die später noch im Einzelnen eingegangen wird. Auf Grund der Tatsache, dass die kleineren Herrschaften bisher kaum Beachtung fanden, finden sich nur wenige Arbeiten die diese im 14. Jahrhundert zum Thema hatten. Die Wahl fiel am Ende aus mehreren Gründen auf Blankenheim, Manderscheid und Virneburg.

Ein Argument für diese drei war, dass sich zu allen ein ausreichendes Maß an Literatur und Quellen findet. Außerdem bieten sie sich an, da sie die Möglichkeit eröffnen, Herrschaften mit unterschiedlichen Entwicklungsstadien darzustellen. So bleibt Manderscheid das gesamte 14. Jahrhundert eine einfache Herrschaft, während Blankenheim zum Ende des Jahrhunderts zur Grafschaft aufstieg und Virneburg bereits eine Grafschaft war.

Diese Arbeit hat auf der einen Seite zum Ziel, das Wirken dieser drei Herrschaften darzustellen und Unterschiede und Gemeinsamkeiten herauszuarbeiten, auf der anderen Seite soll im Zuge der Auswertung dieser Herrschaften aber auch gezeigt werden, dass das pauschale und recht negativ behaftete Bild, das in der Literatur besteht, revidiert werden muss.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Eingrenzung des Themas und Vorgehensweise

1.2 Quellen

1.3 Forschungsstand

2. Die Eifel

2.1 Der Naturraum Eifel

2.2 Die wirtschaftlichen Entwicklungen in der Eifel

3. Das Heilige Römische Reich im 14. Jahrhundert

4. Blankenheim

4.1 Von den Anfängen bis Friedrich I. († 1267)

4.2 Die Herrschaftsfolge im 14. Jahrhundert

4.3 Die Außenpolitik

4.3.1 Lehen

4.3.2 Fehden

4.3.3 Heiratspolitik

4.4 Herrschaftsrechte

4.5 Eigengüter

4.6 Die weiteren Familienmitglieder

5. Manderscheid

5.1 Von den Anfängen bis Wilkin († 1267)

5.2 Die Herrschaftsfolge im 14. Jahrhundert

5.3 Die Außenpolitik

5.3.1 Lehen

5.3.2 Fehden

5.3.3 Heiratspolitik

5.4 Die Innenpolitik

5.5 Die weiteren Familienmitglieder

6. Virneburg

6.1 Von den Anfängen bis Heinrich I. († 1289)

6.2 Die Herrschaftsfolge im 14. Jahrhundert

6.3 Die Außenpolitik

6.3.1 Lehen

6.3.2 Fehden

6.3.3 Heiratspolitik

6.4 Herrschaftsrechte

6.5 Eigengüter

6.6 Die Innenpolitik

6.7 Die weiteren Familienmitglieder

7. Gegenüberstellung der Herrschaften

7.1 Lehen

7.2 Fehden

7.3 Heiratspolitik

7.4 Herrschaftsrechte

7.5 Eigengüter

7.6 Die Innenpolitik

7.7 Die weiteren Familienmitglieder

8. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, das Wirken der drei Herrschaften Blankenheim, Manderscheid und Virneburg im 14. Jahrhundert zu untersuchen, Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede in ihrem politischen und wirtschaftlichen Handeln herauszuarbeiten und dabei das in der Literatur verbreitete, teils negative Bild dieser kleineren Herrschaften kritisch zu hinterfragen.

  • Analyse der Herrschaftsstrukturen und -folgen im 14. Jahrhundert.
  • Untersuchung der Außenpolitik (Lehen, Fehden, Heiratspolitik) und deren Einfluss auf Territorium und Macht.
  • Darstellung der wirtschaftlichen Entwicklungen sowie der Innenpolitik.
  • Kontextualisierung innerhalb der allgemeinen Entwicklungen des Heiligen Römischen Reiches.
  • Kritische Revision des historiographischen Begriffs der "Schaukelpolitik".

Auszug aus dem Buch

1.1 Eingrenzung des Themas und Vorgehensweise

Den kleineren Herrschaften der Eifel hat bis heute kaum jemand Aufmerksamkeit geschenkt. So ist die Eiflia illustrata aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts immer noch das einzige Werk, in dem eine komplette Erfassung der Eifelherrschaften versucht wurde. In ihr werden insgesamt 24 Herrschaften bzw. Grafschaften genannt, von denen es aber nicht alle schafften ihre Dynastie bis in das 14. Jahrhundert fortzuführen. Die Herrschaften, auf die das zutrifft, scheiden daher für eine Betrachtung in dieser Arbeit von vorneherein aus, ebenso diejenigen deren Linie im Laufe des 14. Jahrhunderts ausgestorben war. Neben diesen offensichtlichen Auswahlkriterien fällt besonders die Forschungs- und Quellenlage ins Gewicht, auf die später noch im Einzelnen eingegangen wird. Auf Grund der Tatsache, dass die kleineren Herrschaften bisher kaum Beachtung fanden, finden sich nur wenige Arbeiten die diese im 14. Jahrhundert zum Thema hatten. Die Wahl fiel am Ende aus mehreren Gründen auf Blankenheim, Manderscheid und Virneburg.

Ein Argument für diese drei war, dass sich zu allen ein ausreichendes Maß an Literatur und Quellen findet. Außerdem bieten sie sich an, da sie die Möglichkeit eröffnen, Herrschaften mit unterschiedlichen Entwicklungsstadien darzustellen. So bleibt Manderscheid das gesamte 14. Jahrhundert eine einfache Herrschaft, während Blankenheim zum Ende des Jahrhunderts zur Grafschaft aufstieg und Virneburg bereits eine Grafschaft war.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Definiert das Ziel der Arbeit, die drei gewählten Herrschaften zu untersuchen und bestehende Forschungsvorurteile zu revidieren.

2. Die Eifel: Beschreibt den Naturraum und die wirtschaftlichen Bedingungen der Region als Grundlage für das spätere politische Handeln.

3. Das Heilige Römische Reich im 14. Jahrhundert: Bietet einen Überblick über die übergeordnete Reichspolitik und das Interregnum, die den Handlungsspielraum der lokalen Herrschaften beeinflussten.

4. Blankenheim: Analysiert die Familiengeschichte, Außenpolitik, Rechte und Eigengüter dieser Herrschaft, die zum Ende des Jahrhunderts zur Grafschaft aufstieg.

5. Manderscheid: Betrachtet die Entwicklung von Manderscheid, das im 14. Jahrhundert eine stabile Herrschaft blieb und sich in Fehden (u.a. Laufeld) behauptete.

6. Virneburg: Untersucht die Grafschaft Virneburg, ihre komplexe Lehenspolitik, militärische Engagements und kirchenpolitische Ambitionen.

7. Gegenüberstellung der Herrschaften: Vergleicht die drei Herrschaften direkt hinsichtlich Lehenswesen, Fehden, Heiratspolitik, Herrschaftsrechten und Innenpolitik.

8. Fazit: Fasst die Ergebnisse zusammen und widerlegt die These vom mangelnden Eigenbewusstsein der Eifelherrschaften.

Schlüsselwörter

Eifel, Blankenheim, Manderscheid, Virneburg, 14. Jahrhundert, Herrschaft, Grafschaft, Lehenswesen, Fehde, Heiratspolitik, Reichspolitik, Mittelalter, Territorialpolitik, Hausmacht, Landesherrschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung dreier kleinerer Herrschaften der Eifel – Blankenheim, Manderscheid und Virneburg – im 14. Jahrhundert.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Die zentralen Felder sind die politische Geschichte, das Lehenswesen, die militärische Rolle in Fehden, die Heiratspolitik sowie die innere Verwaltung und wirtschaftliche Situation dieser Herrschaften.

Welches ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist es, das Wirken dieser Herrschaften darzustellen, ihre Unterschiede und Gemeinsamkeiten aufzuzeigen und das in der älteren Literatur oft negativ gezeichnete Bild einer angeblichen "Schaukelpolitik" kritisch zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Arbeit verwendet?

Die Autorin oder der Autor nutzt eine vergleichende historische Analyse auf Basis von Urkunden, Regesten und existierender Literatur, um die Herrschaftsentwicklungen chronologisch und thematisch zu erschließen.

Was wird im Hauptteil der Untersuchung behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung der Herrschaftsfolge, Außenpolitik, Herrschaftsrechte und Eigengüter jeder der drei Herrschaften, ergänzt durch eine abschließende systematische Gegenüberstellung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Eifelherrschaften, Lehenswesen, Territorialisierung, mittelalterliche Adelsgeschichte und politische Netzwerke.

Warum spielt die Grafschaft Virneburg eine Sonderrolle in der Kirchenpolitik?

Im Gegensatz zu den anderen untersuchten Herrschaften betrieben die Virneburger eine äußerst erfolgreiche Kirchenpolitik, durch die sie im 14. Jahrhundert zwei Erzbischöfe stellen konnten, was ihnen erheblichen politischen Einfluss verschaffte.

Was führte laut Autor zur "Geldnot" der Herrschaft Blankenheim?

Die häufigen Fehden und kriegerischen Auseinandersetzungen der Blankenheimer führten regelmäßig zu finanziellen Engpässen, die sie teilweise durch die Veräußerung oder Verpfändung von Eigengütern kompensieren mussten.

Welche Bedeutung hatte das Herrschaftsgebiet "Laufeld" für Manderscheid?

Laufeld entwickelte sich durch die erfolgreiche Behauptung in einem langjährigen Konflikt gegen den Erzbischof von Trier zu einer zentralen Keimzelle der späteren Grafschaft Manderscheid.

Ende der Leseprobe aus 92 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die kleineren Herrschaften der Eifel im 14. Jahrhundert. Blankenheim, Manderscheid und Virneburg
Hochschule
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Note
3,3
Autor
Magister Artium Lars Steffes (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
92
Katalognummer
V420501
ISBN (eBook)
9783668685574
ISBN (Buch)
9783668685581
Sprache
Deutsch
Schlagworte
herrschaften eifel jahrhundert blankenheim manderscheid virneburg
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Magister Artium Lars Steffes (Autor:in), 2010, Die kleineren Herrschaften der Eifel im 14. Jahrhundert. Blankenheim, Manderscheid und Virneburg, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/420501
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Leseprobe aus  92  Seiten
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