Diese Arbeit behandelt den Begriff Direktinvestition und erklärt die Vor- und Nachteile der Direktinvestitionen in Entwicklungsländern anhand von Beispielen. Direktinvestitionen sind eine Art der Expansion von Unternehmen, welche seit vielen Jahren bestehen, jedoch war es früher üblich, im eigenen Land zu expandieren. Durch die Globalisierung in den letzten Jahrzehnten wurde der Gedanke einer Direktinvestition im Ausland gestärkt.
Immer mehr Unternehmen wagen den Schritt, eine Direktinvestition zu tätigen, nachdem sie mit ihrem Geschäftsmodell die ersten großen Erfolge verzeichnet haben. Außerdem gibt es Statistiken, welche zeigen, dass private Direktinvestitionen im Gastland, in welchem investiert wurd,e die eigenen Investitionen der heimischen Unternehmen ankurbeln können und somit weitere Investitionen als Folge haben können.
Infolgedessen ist es sehr wichtig, die Vor- und insbesondere Nachteile der privaten Direktinvestitionen auf die betroffenen Länder zu untersuchen und zu erläutern. Der Fokus dieser Arbeit liegt auf der Gegenüberstellung der Vorteile und Nachteile, besonders für Entwicklungsländer, da ihre Volkswirtschaften mehr denn je auf ausländische Kapitalzufuhr angewiesen, und in diesem Zusammenhang besonders stark betroffen sind.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Themenstellung und Relevanz der Themenstellung
1.2 Formulierung der Forschungsfragen
1.3 Stand der Literatur
1.4 Aufbau und Methodische Vorgehensweise der Arbeit
2 Direktinvestition – Theorie
2.1 Entwicklung der Direktinvestition
2.1.1 Aufschwung durch FDI
2.1.2 Wechsel in der Wirtschaftspolitik
2.1.3 Arten der FDI
2.1.4 Beziehung zwischen Handel und FDI
2.1.5 Unterschied zwischen Export und FDI
2.1.6 Wachstumsprognosen
2.2 Ablauf der privaten Direktinvestitionen in verschiedenen Regionen
2.2.1 Vorteilhaftigkeit und Marktlücke muss gegeben sein
2.2.2 Problematik der FDI in Afrika
2.2.3 Aktuelle Situation der FDI in Asien
2.3 Ziele und Erwartungen durch private Direktinvestitionen
2.3.1 Ziele der wirtschaftlichen Entwicklung aus Sicht der EL
2.3.2 Armutsbekämpfung durch FDI?
3 Positiv und Negativ Beispiel
3.1 Private Direktinvestitionen von DaimlerChrysler in Brasilien
3.1.1 Konzerndaten zu DaimlerChrysler
3.1.2 Interne Vorbereitung auf private Direktinvestitionen
3.1.3 Determinanten für FDI in Brasilien
3.1.4 Durchführung der FDI in Brasilien
3.1.5 Integration des Markteintritts in Brasilien in die globale Strategie
3.1.6 Volkswirtschaftliche Entwicklung Brasiliens
3.2 Negative private Direktinvestition von Nestle
3.2.1 Konzerndaten zu Nestle
3.2.2 Vorgehensweise von Nestle am Markt
3.2.3 Machtverhältnis Nestles gegenüber dem Markt und der Konkurrenz
3.2.4 Die private Direktinvestition von Nestle in Kolumbien
3.2.5 Wirtschaftliche Analyse zur Entwicklung Kolumbiens
Experteninterview
3.3 Durchführung der empirischen Untersuchung
3.4 Auswertung und Ergebnis der empirischen Untersuchung
3.5 Analyse der empirischen Untersuchung
4 Conclusio
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht den Einfluss von privaten Direktinvestitionen auf die Volkswirtschaft von Entwicklungsländern. Dabei wird analysiert, wie diese Investitionen zu wirtschaftlichem Wachstum beitragen können, welche Risiken bestehen und unter welchen Bedingungen sie eine positive oder negative Entwicklung fördern.
- Theoretische Grundlagen und Motive für Direktinvestitionen
- Gegenüberstellung von Vorteilen und Risiken für Entwicklungsländer
- Fallbeispiel DaimlerChrysler in Brasilien als positives Szenario
- Fallbeispiel Nestle in Kolumbien als negatives Szenario
- Experteninterview zur praktischen Perspektive privater Investitionen
Auszug aus dem Buch
3.1.1 Konzerndaten zu DaimlerChrysler
Der Konzern DaimlerChrysler ist ein Zusammenschluss zwei Unternehmen namens Daimler-Benz AG und Chrysler Corporation im Jahr 1998. Bei der Zusammenkunft wurde eine strategische Neuausrichtung beschlossen. Das neue Prinzip hieß extern=intern womit das Unternehmen sagen wollte, dass sich die Steuerungsgrößen und Berichtgrößen ergänzen. Ganz im Trend der 1990er Jahre wurde Punkte wie Transparenz und Steuerbarkeit stärker gehandhabt.
"Strategisches Ziel von DaimlerChrysler ist es, die führende Position hinsichtlich der Profitabilität und Kundenorientierung in der Automobilindustrie einzunehmen bzw. zu festigen. Um dies zu erreichen, konzentriert sich das Unternehmen auf vier Säulen:
a) Globale und starke Präsenz in allen wichtigen Automobilmärkten
b) Attraktive und unverwechselbare Marken
c) Umfassendes Produktportfolio
d) Technologie- und Innovationsführerschaft"
DaimlerChrysler ist ein global Player in der Automobilindustrie und muss ständig Investitionen tätigen und neuer Marktlücken aufdecken, um erfolgreich zu bleiben. Die Investitionen werden zum einen Teil aus dem Geld der Aktionäre und zum anderen aus den Krediten finanziert.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Vorstellung der Relevanz von Direktinvestitionen und Definition der Forschungsfrage sowie der methodischen Vorgehensweise.
2 Direktinvestition – Theorie: Erläuterung der theoretischen Grundlagen, Motive, Abläufe und der Ziele von FDI in verschiedenen Weltregionen.
3 Positiv und Negativ Beispiel: Detaillierte Analyse anhand der Fallstudien DaimlerChrysler in Brasilien und Nestle in Kolumbien sowie Auswertung eines Experteninterviews.
4 Conclusio: Beantwortung der Forschungsfrage durch Zusammenführung der gewonnenen Erkenntnisse aus den Fallbeispielen und der empirischen Untersuchung.
Schlüsselwörter
Direktinvestitionen, FDI, Entwicklungsländer, Markteintritt, Wirtschaftswachstum, DaimlerChrysler, Nestle, Brasilien, Kolumbien, Kapitalzufuhr, Automobilindustrie, Nahrungsmittelsektor, Investitionspolitik, Armutsbekämpfung, Infrastruktur.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt den Einfluss privater Direktinvestitionen auf die Volkswirtschaft von Entwicklungsländern und untersucht dabei sowohl positive als auch negative Auswirkungen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen umfassen die Theorie der Direktinvestitionen, die wirtschaftspolitischen Hintergründe, die Bedeutung für Entwicklungsländer sowie die praktische Analyse anhand von Fallbeispielen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, den Begriff Direktinvestition zu definieren und dessen Vor- sowie Nachteile für Entwicklungsländer anhand konkreter Beispiele aus der Praxis zu erklären.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie einer qualitativen empirischen Untersuchung in Form eines Experteninterviews mit einem Mitarbeiter der Organisation OFID.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen und die Analyse zweier Fallbeispiele: das positive Beispiel DaimlerChrysler in Brasilien und das negative Beispiel Nestle in Kolumbien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind FDI, Direktinvestitionen, Entwicklungsländer, wirtschaftliche Entwicklung, Kapitalzufuhr und internationale Unternehmensstrategien.
Welche Rolle spielt das Experteninterview?
Das Experteninterview liefert die praktische Perspektive einer privaten Organisation, die selbst in Entwicklungsländern investiert, und dient zur Validierung der theoretischen Erkenntnisse.
Warum wurde Nestle als Beispiel für eine negative Direktinvestition gewählt?
Das Beispiel Nestle zeigt, wie unkontrollierte Markteintritte zu Monopolbildungen, Ausbeutung und sozialen Spannungen führen können, anstatt eine nachhaltige Entwicklung zu fördern.
Welche Lehren lassen sich aus dem DaimlerChrysler-Fall ziehen?
Der Fall verdeutlicht, dass Direktinvestitionen, wenn sie technologischen Fortschritt und Arbeitsplätze bringen, eine positive wirtschaftliche Kraft für das Gastland darstellen können.
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- Samer Khatab (Author), 2016, Einfluss von privaten Direktinvestitionen auf die Volkswirtschaft von Entwicklungsländern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/420568