Fachpraktikumsbericht Germanistik


Praktikumsbericht / -arbeit, 2017

22 Seiten, Note: 2.0

Anonym


Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

1. Einleitung

2. Das Gymnasium X
2.1 Tabellarische Übersicht
2.2 Das Lehrerkollegium

3. Unterrichtsentwurf
3.1 Einordnung des Themas
3.2 Lernvoraussetzungen
3.3 Inhalte
3.4 Zi elvor Stellungen
3.5 Lernaktivitäten und Lehrhandlangen
3.6 Medien bzw. Darstellungsformen, Sozialformen und Organisation
3.7 Handlungslinie

4. Reflexion der Unterrichtsstunde

5. Abschlussreflexion des Blockpraktikums

6. Literaturverzeichnis

Anhang 1 : Arbeitsblatt Schneeballgedicht Anhang 2: Arbeitsblatt Rondell

1. EINLEITUNG

Der folgende Praktikumsbericht bezieht sich auf mein Fachpraktikum Deutsch, welches ich am Gymnasium X absolviert habe. Das Fachpraktikum wurde vom 16.09.2013 bis zum 13.10.2013 abgeleistet. Zu Beginn des Berichts wird das Gymnasium X kurz von mir vorgestellt. Hierauf folgend werden die von mir durchgeführten Unterrichtsstunden beschrieben und reflektiert. Dabei wird eine Doppelstundenplanung zum Thema ״Texte schreiben“, in Bezug auf die komponentenbezogene Unterrichtvorbereitung von Tulodziecki, ausführlich dargestellt. Die andere abgehaltene Doppelstunde wird nur anhand der Handlungslinie und einer kurzen Reflexion dargestellt. Der Bericht schließt mit einer Reflexion über die Zeit meines Praktikums.

2. Das Gymnasium X

Im Verlauf dieses Kapitels möchte ich eine geschichtliche Zusammenfassung geben, welche die Entwicklung des Gymnasium X darstellt.

Aufgrund seiner lang zurückreichenden Historie gehört das Gymnasium X zu den ältesten Schulen Deutschlands. Die Gründung der Schule im 9. Jahrhundert zur Zeit der Karolinger stellt den Ursprung des Gymnasiums dar. Mitte des 20. Jahrhunderts wurde die Schule nach diversen Bemühungen ein Progymnasium. Im Jahr 1961 wurde es schließlich ein Vollgymnasium und bezog ein moderneres Gebäude. Dieses wurde 1999 durch einen modernen Naturwissenschaftstrakt erweitert.

Das Gymnasium ist eine Europaschule. Schüler/Innen sollen Europa hautnah erleben und ihre europäischen Fertigkeiten ausbauen können. Es wird die Chance geboten, für ein Schuljahr mit Jugendlichen aus anderen Ländern zu lernen und zu leben. Gleichzeitig sollen sie erfahren, wie eine europäische Gemeinschaft sein kann.

Das vorrangige Ziel besteht darin, die Kompetenz der Schüler/Innen in dieser Sprache zu verbessern, da der Unterricht in der Europaklasse hauptsächlich auf Englisch gehalten wird.

Die Umsetzung des Programms erfolgt, indem die Schüler/Innen, aktuell die 9. Klasse besuchen, und Schüler/Innen anderer Schulformen, die aktuell die 10. Klasse besuchen, sich für die Europaklasse bewerben können. Hilfsbereitschaft, Toleranz, Einsatzbereitschaft, Anpassungsfähigkeit und angemessen gute schulische Leistungen stellen die zentralen Voraussetzungen für die Teilnahme dar. Die Einführungsphase besteht darin, dass dann jedes Mitglied der Europaklasse für ein halbes Schuljahr einen Gastschüler zu Hause aufnimmt.

Unterrichtsfächer in der europäischen Klasse

Gemeinsamer Unterricht in englischer Sprache mit je drei Unterrichtsstunden pro Woche findet in den folgenden Fächern statt:

Arts

Biology

English

History

Maths

Religious Studies Sports

Die Schüler/Innen aus dem Ausland erhalten Unterricht in Deutsch als Fremdsprache. Die deutschen Schülerinnen und Schüler erhalten regulären Deutschunterricht mit zwei Wochenstunden. Zudem wird den deutschen Schüler/Innen die in der Einführungsphase üblichen Wahlpflichtfächer angeboten, das heißt, dass sie zusätzlich zu den oben genannten Fächern weitere Fächer mit je zwei Wochenstunden wählen, in denen der Fachunterricht in deutscher Sprache unterrichtet wird.

2.1 TABELLARISCHE ÜBERSICHT

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.2 DAS LEHRERKOLLEGIUM

Das Lehrerkollegium im Schuljahr 2013 besteht aus etwa 130 Personen, unter denen sich fünf Studienreferendare befinden. Während der Dauer meines Praktikums habe ich die Pausen stets im Lehrerzimmer verbracht, so dass ich einen vergleichsweise genauen Eindruck von der Atmosphäre innerhalb des Kollegiums bekommen habe. Diese lässt sich allgemein als sehr gut beschreiben. Lehrer, die die gleichen Jahrgangs stufen bzw. Bildungsgänge unterrichten, planen den Unterricht gemeinsam, was zu einer gegenseitigen Qualitätssicherung des Unterrichts führt. Auch ist es hiermit möglich, dass die Klassen innerhalb einer Jahrgangsstufe besser verglichen werden können. Innerhalb des Lehrerzimmers sitzen meist jüngere bzw. ältere Kollegen zusammen, in den Pausen habe ich aber auch oft den Fall beobachtet, dass sich einige Lehrer untereinander Umsetzen, um schulische und persönliche Angelegenheiten zu besprechen. Eine feste Sitzordnung war nicht zu erkennen, was den Austausch untereinander noch verstärkt hat. Das Klima ist nicht nur kollegial, sondern geht darüber hinaus in den Bereich einer freundschaftlichen Ebene. Der Regelfall ist, dass sich die Kollegen untereinander ״duzen“, wobei vor allem die Älteren unter ihnen die ״Sie“- Form bevorzugen. Mir wurde von einem Großteil der Lehrpersonen meiner Fachbereiche bereits zu Beginn das ״Du“ angeboten. So war es für mich schnell möglich, mich als Teil des Kollegiums zu fühlen. Das ich vom ersten Tag an als ״Lehrerin“ behandelt wurde, war für mich eine der wichtigsten Erfahrungen in diesem Praktikum. Für uns Praktikanten war es jederzeit möglich, unseren Betreuungslehrerin, Frau M., zu erreichen. Oft suchte sie auch das Gespräch mit uns und gab nützliche Tipps zum Verlauf des Praktikums.

3. UNTERRICHTSENTWURF

Meine Unterrichtseinheit halte ich in der Klasse 12a im Fach Deutsch. Die Klasse besteht aus 25 Schüler/Innen davon sind 13 weiblich und 12 männlich. Um den Unterricht vorzubereiten erhalte ich von dem Lehrer alle Freiheiten. So wird mein Thema ״Kreativ Texte schreiben“ als eine Extrastunde zwischen die sonst stattfindenden Deutschstunden geschoben. Außerdem habe ich in dieser Klasse bereits drei Doppelstunden hospitiert, wodurch ich die Schüler/Innen dementsprechend gut kennen gelernt habe und sie wissen, wer ich bin. Nachdem ich mir aus der Bibliothek einige Unterlagen herausgesucht habe, beginnt meine Entwicklung des Unterrichtsentwurfs. Hierzu werden die Schritte einer komponentenbezogenen Unterrichtsvorbereitung (vgl. Tulodziecki, 1996, s. 160-163) herangezogen.

3.1 EINORDNUNG DES THEMAS

Das Thema der geplanten Doppelstunde stellt das kreative Schreiben dar, welches in der Unterrichtsreihe Lyrik lokalisiert wird. In dieser Unterrichtsreihe lernen die Schüler/Innen die typischen Strukturmerkmale (Vers, Reim, Strophe, Zeilenstil, Enjambement) traditioneller und moderner Gedichte, sowie die Merkmale von Gedichten der verschiedenen Epochen kennen. Zusätzlich werden die lyrischen Fachbegriffe (Reimarten und -formen, Metrum, diverse rhetorische Figuren etc.) eingeübt. In den geplanten Unterrichtsstunden lernen die Schüler/Innen mehrere Methoden des kreativen Schreibens kennen, nämlich das Schneeballgedicht und Rondell. Dadurch soll ihnen aufgezeigt werden, dass Gedichte nicht nur aus den typischen Strukturmerkmalen bestehen, sondern es auch neue und freiere Varianten gibt. Durch die Anwendung ihres Wissens über lyrische Gestaltungselemente sind die Schüler in der Lage, eigenständig Gedichte zu dem Thema ״Schule“ zu verfassen.

3.2 LERNVORAUSSETZUNGEN

Das Thema des Texteschreibens und des kreativen Schreibens im Speziellen stellt eine extra Unterrichtsstunde dar, deshalb ist bei den meisten Lernenden davon auszugehen, dass sie nur geringe oder gar keine Vorkenntnisse besitzen. Allerdings kann es immer Ausnahmen geben, so ist es möglich, dass einzelne Schüler/Innen Z.B. in ihrer bisherigen Schullaufbahn bereits mit einer der Methoden des kreativen Schreibens gearbeitet haben. Diese Annahmen müssen bei der Aufgabenauswahl und -Stellung berücksichtigt werden. Im Hinblick auf die Auswahl der Sozialform gehe ich davon aus, dass aufgrund der benötigten Zugangsberechtigung zu diesem Bildungsgang, alle Schüler/Innen über die Fähigkeiten verfügen, sich selbständig die kreative Schreibtechnik anhand des Arbeitsblattes anzueignen und diese Methode in einem eigenen Gedicht anzuwenden. Zusätzlich gehe ich aufgrund eigener Beobachtungen und der Ansicht des Deutschlehrers davon aus, dass sich die Lernenden für dieses Thema motivieren lassen und sich daher auch am Unterrichtsgeschehen beteiligen.

3.3 INHALTE

Die Lernenden sollen in der Unterrichtseinheit kennen lernen, was kreatives Schreiben bedeutet und wie es funktioniert. Hierzu werden die kreativen Schreibtechniken Schneeball und Rondell erlernt. Vor diesem Hintergrund wird den Schülern/Innen ein Arbeitsblatt mit der Beschreibung, wie ein Schneeballgedicht angefertigt wird, ausgeteilt und mit den Schülern/innen besprochen. Auf die Besprechung des Arbeitsblattes folgt eine Einzelarbeitsphase, in der die neue Methode ausprobiert wird. Während der Arbeitsphase gehe ich durch den Klassenraum und schaue, wie die Lernenden mit der Aufgabenbearbeitung zurechtkommen. Des Weiteren stehe ich den Schülern/Innen für Verständnisfragen zur Verfügung. Außerdem schaue ich, welches Schülergedicht besonders gut gelungen ist und frage den Lernenden, ob er sein Gedicht auf Folie übertragen und es der Klasse vorstellen würde. Ist die Arbeitsphase abgeschlossen, kommt es zur Besprechung der Ergebnisse.

Hierdurch soll den anderen Schüler/Innen aufgezeigt werden, dass das Präsentieren des eigenen Gedichts gar nicht so schlimm ist. So werden danach weitere Schülerergebnisse vorgestellt. Nachdem mehrere Lernende ihr Gedicht vorgetragen haben, stelle ich mein Ergebnis zu dieser Aufgabe vor (Ausführungen weiter unten). Hierzu habe ich eine Folie vorbereitet, welche ich dann per Overheadprojektor an die Wand projiziere. Hierdurch soll den Schülern aufgezeigt werden, dass sich mein Gedicht kaum von ihren Ergebnissen unterscheidet. Die Arbeitsphase schließt mit einer Plenumsdiskussion zum Thema der Aufgabenstellung (״Meine Schule“) ab. Darauf folgend wird das zweite und letzte Arbeitsblatt, welches das Verfassen eines Rondells behandelt, ausgeteilt und mit den Schülern erarbeitet. Es erfolgt auch in der zweiten Arbeitsphase ein Einzellernen. Hierbei bezieht sich die Aufgabenstellung auf die nachfolgend dargestellte Karikatur.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

(Institut für Friedenspädagogik - Tübingen, 2009, Die Schule im Land der Dichter und Denker)

Anhand dieser Karikatur sollen sich die Lernenden mit der Thematik der verschiedenen Rollen im Schulalltag auseinandersetzten und dazu ein Rondell anfertigen. In der Einzelarbeitsphase gehe ich durch die Klasse um nach dem Rechten zu sehen, sowie für Schülerfragen zur Verfügung zu Stehen. Des Weiteren frage ich einen Schüler mit einem besonders gut gelungenen Gedicht, ob er sich bereiterklärt, dies auf eine Folie zu übertragen und anschließend der Klasse zu präsentieren.

[...]

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten

Details

Titel
Fachpraktikumsbericht Germanistik
Hochschule
Universität Paderborn
Note
2.0
Jahr
2017
Seiten
22
Katalognummer
V420608
ISBN (eBook)
9783668710634
ISBN (Buch)
9783668710641
Dateigröße
691 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
fachpraktikumsbericht, germanistik
Arbeit zitieren
Anonym, 2017, Fachpraktikumsbericht Germanistik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/420608

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