Das Werk und die Epoche
Der "Taugenichts" erschien 1826 und ist ein Werk der Spätromantik, die den Zeitraum ca. 1805 - ca. 1830 einnimmt. Einige Jahre nach Beginn der romantischen Bewegung, übernahm nun eine etwas jüngere Generation (Brentano, von Arnim, von Görres, Brüder Grimm und von Eichendorff) die Führung. Sie verzichteten auf die philosophischen und theoretischen Überlegungen, stattdessen wandten sie sich dem poetisch oder dämonisch dargestellten L e b e n in der Dichtung zu. Auch hier gab es Strömungen, z.B. vom Sturm-und-Drang hergeleitete Gefühlsbetontheit, die sogar zur Irrationalität führte. Der "Taugenichts" ist durch Friedrich Schlegels "Idylle über den Müßiggang" aus dem Roman "Lucinde" angeregt. Der religiöse Eichendorff lässt den Helden die Erfüllung des Wunsches "Ach Gott, führ uns liebreich zu Dir!" aus seinem Gedicht: "Die zwei Gesellen" finden. Der Held geht durch die Welt, die durch den "poetisierenden Blick" des Ich-Erzählers märchenhafte Züge annimmt. Doch der Ausgang rechtfertigt die fromme Einfalt des auf Gott vertrauenden Taugenichts. Er findet die große Liebe, bekommt ein Schloss dazu geschenkt und lebt in Frieden. Das hat jedoch schon fast satirische Züge, so dass manche diese Novelle schon in die Übergangszeit zur nächsten Stilepoche einordnen, sie also nicht mehr für ein Werk der Spätromantik halten. Vom Inhalt her gesehen, ist es jedoch das bedeutendste Dokument für das Lebensgefühl der Spätromantik.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Das Werk und die Epoche
- Analyse der Tageszeitenstruktur in Eichendorffs „Aus dem Leben eines Taugenichts“
- Lebenslauf Eichendorffs
- Inhaltsangabe „Aus dem Leben eines Taugenichts“
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit analysiert die Tageszeitenstruktur in Eichendorffs Novelle „Aus dem Leben eines Taugenichts“. Sie untersucht, wie Eichendorff die Zeit im Werk strukturiert und welche Bedeutung die Tageszeiten für die Geschichte und die Figuren haben.
- Analyse der Tageszeitenstruktur im Werk
- Bedeutung der Tageszeiten für die Geschichte und die Figuren
- Eichendorffs Schreibstil und seine Darstellung der Zeit
- Einordnung der Novelle in die Spätromantik
- Zusammenhang zwischen Tageszeitenstruktur und dem Lebensgefühl des Taugenichts
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung beleuchtet den Kontext der Novelle und ordnet sie in die Spätromantik ein. Sie diskutiert Eichendorffs Lebenslauf und die Entstehungszeit des Werkes.
Die Analyse der Tageszeitenstruktur konzentriert sich auf die Darstellung der Zeit im Werk und deren Einfluss auf die Geschichte und die Figuren. Die Kapitel befassen sich mit der Zeitstruktur der Tageszeiten und der Verbindung der Kapitel.
Schlüsselwörter
Die wichtigsten Schlüsselwörter dieser Arbeit sind: Eichendorff, „Aus dem Leben eines Taugenichts“, Tageszeitenstruktur, Spätromantik, Lebensgefühl, Zeitstruktur, Geschichte, Figuren, Schreibstil, Novelle.
Häufig gestellte Fragen
Was wird in der Analyse von Eichendorffs „Taugenichts“ untersucht?
Die Arbeit analysiert die Tageszeitenstruktur in der Novelle und deren Bedeutung für die Figurenentwicklung sowie das Lebensgefühl der Spätromantik.
In welche Epoche lässt sich das Werk einordnen?
„Aus dem Leben eines Taugenichts“ erschien 1826 und gilt als eines der bedeutendsten Dokumente der Spätromantik.
Welche Rolle spielt die Religion in der Novelle?
Der Held vertraut auf Gott („fromme Einfalt“), was durch den Ausgang der Geschichte (Liebe, Schloss, Frieden) gerechtfertigt wird.
Was versteht man unter dem „poetisierenden Blick“ des Erzählers?
Es beschreibt die Art und Weise, wie der Ich-Erzähler die Welt wahrnimmt, wodurch die Realität märchenhafte Züge annimmt.
Gibt es satirische Elemente im Werk?
Ja, das fast schon zu perfekte Ende der Novelle wird von einigen Literaturwissenschaftlern als satirisch gedeutet, was eine Einordnung in die Übergangszeit zur nächsten Epoche nahelegt.
- Quote paper
- Fei Guo (Author), 2004, Analyse der Tageszeitenstruktur in Eichendorffs "Aus dem Leben eines Taugenichts", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/42077