Analyse der Tageszeitenstruktur in Eichendorffs "Aus dem Leben eines Taugenichts"


Seminararbeit, 2004

15 Seiten, Note: 2.0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1.Lebenslauf Eichendorffs

2.Inhaltsangabe „Aus dem Leben eines Taugenichts“

3.Die Zeitstruktur der Tageszeiten in Eichendorffs „Taugenichts“
3.1..Zeitrahmen:
3.2.Geschehenszeit –Jahreszeiten :
3.3..Kapitelrahmung:
3.4.Phasengliederung:
3.5.Raffungen:
3.6.Verbindung zwischen den Kapiteln:

4. Schluss (Zusammenfassung)

Bibliographie

Einleitung

Das Werk und die Epoche

Der "Taugenichts" erschien 1826 und ist ein Werk der Spätromantik, die den Zeitraum ca. 1805 - ca. 1830 einnimmt. Einige Jahre nach Beginn der romantischen Bewegung, übernahm nun eine etwas jüngere Generation (Brentano, von Arnim, von Görres, Brüder Grimm und von Eichendorff) die Führung. Sie verzichteten auf die philosophischen und theoretischen Überlegungen, stattdessen wandten sie sich dem poetisch oder dämonisch dargestellten L e b e n in der Dichtung zu. Auch hier gab es Strömungen, z.B. vom Sturm-und-Drang hergeleitete Gefühlsbetontheit, die sogar zur Irrationalität führte. Der "Taugenichts" ist durch Friedrich Schlegels "Idylle über den Müßiggang" aus dem Roman "Lucinde" angeregt. Der religiöse Eichendorff lässt den Helden die Erfüllung des Wunsches "Ach Gott, führ uns liebreich zu Dir!" aus seinem Gedicht: "Die zwei Gesellen" finden. Der Held geht durch die Welt, die durch den "poetisierenden Blick" des Ich-Erzählers märchenhafte Züge annimmt. Doch der Ausgang rechtfertigt die fromme Einfalt des auf Gott vertrauenden Taugenichts. Er findet die große Liebe, bekommt ein Schloss dazu geschenkt und lebt in Frieden. Das hat jedoch schon fast satirische Züge, so dass manche diese Novelle schon in die Übergangszeit zur nächsten Stilepoche einordnen, sie also nicht mehr für ein Werk der Spätromantik halten. Vom Inhalt her gesehen, ist es jedoch das bedeutendste Dokument für das Lebensgefühl der Spätromantik.

Analyse der Tageszeitenstruktur

in Eichendorffs

“Aus dem Leben eines Taugenichts “

1.Lebenslauf Eichendorffs

Joseph Karl Benediktvon Eichendorff wurde am10. März1788 auf Schloss Lubowitz bei Ratibor in Oberschlesien geboren(Korte, S.1), war ein bedeutender deutscher Lyriker und Erzähler des 19. Jahrhunderts. Er entstammte einem der ältesten Adelsgeschlechter. Zuerst durch Hauslehrer erzogen, besuchte er von 1804 an das Gymnasium in Breslau und bezog die Universitäten Halle und Heidelberg. Nach längeren Reisen bestand er in Wien die juristische Staatsprüfung und meldete sich 1813 als Freiwilliger bei den Lützworschen Freikorps (Teilnahme an den Befreiungskriegen). 1815 heiratete er Aloysia Anna Viktoria von Larisch. Im Jahre1816 übernahm er den Posten als Referendar bei der Regierung in Breslau, wobei anzumerken ist, dass er dort ohne Gehalt arbeitete und somit ein aus finanzieller Sicht eingeschränktes Leben führte. Danach wurde er Beamter im Kulturministerium in Berlin. 1821 begann er dann die Tätigkeit als Regierungsrat in Danzig, bei welcher er zum ersten Mal ein ausreichendes Gehalt verdiente, um seine inzwischen schon vier Kinder umfassende Familie zu ernähren. .Im Jahre 1824 wurde er Mitglied der ostpreußischen Regierung als Oberpräsidialrat in Königsberg bis er 1831 schließlich wieder nach Berlin ins Kulturministerium zurückkehrte, wo er eine Ratstelle innehatte. 1844 trat er in den Ruhestand und lebte an verschiedenen Orten, bis er nach dem Tod seiner Gattin (1855) seine letzten Jahre in Neiße im Hause seiner Tochter verbrachte, wo er letztlich am 26. November 1857 starb.

„Aus dem Leben eines Taugenichts" wurde 1822/1823 abgeschlossen. Im Jahre 1826 erschien die komplette Novelle, welche als Höhepunkt lyrisch-musikalischer Stimmungskunst bezeichnet wird und als beispielhafter Text für das Leben der Spätromantik galt. Der „Taugenichts“ Eichendorffs ist eine der großen Kunstleistungen der deutschen Romantik .Dieses kleine Werk , anlockend, reizvoll anmutig und an vielen Stellen vor innerer Freude strahlend ,ist auch als künstlerische Leistung ein hervorragendes Ereignis der Literaturgeschichte.(Robert Müller ,Lebendige Allegorie ,s181)

Weitere bedeutende Werke sind: Ahnung und Gegenwart, 1815; Das Marmorbild, 1819; Dichter und ihre Gesellen, 1834; Schloss Dürande, 1837.

2.Inhaltsangabe „Aus dem Leben eines Taugenichts“

Die Erzählung "Aus dem Leben eines Taugenichts" von Joseph von Eichendorff, der als volkstümlicher Romantiker gilt, ist 1826 erschienen. Sehnsucht nach der Ferne, aber auch väterlicher Unmut, führt den jungen Sohn eines Müllers in die Welt hinaus, in der er sein Glück machen will. Mit seiner Geige streift er ziellos umher und lässt sich sein Schicksal von Zufällen und Abenteuern bestimmen, deren erstes ihn auf ein Schloss in der Nähe Wiens führt. Hier wird er zuerst Gärtnerbursche und dann Zolleinnehmer und verliebt sich-„ewiger Sonntag des Gemütes- in Aurelie, eine der „schönen Damen" des Schlosses. Ihre Unerreichbarkeit treibt ihn jedoch, seine Wanderung fortzusetzen. Sein Weg führt ihn nach Italien, wo er sich in eine bunte und geheimnisvolle Kette Liebeleien unter verkleideten Gräfinen, Bauern, Malern und Musikanten verwickelt, bis ihn endlich die Sehnsucht nach der Heimat und nach Aurelie aus Rom fortlocken. Mit einer Schar musizierender Studenten aus Prag kehrt er auf einem Donauschiff zum Schloss zurück und erfährt, dass die unnahbare Dame keine Gräfin, sondern eine Nichte des Schlossportiers ist und ihn liebt. Die undurchsichtige „Konfusion mit den Herzen“ entwirrt sich und man heiratet schließlich- „und es war alles, alles gut!“(Hg.Gössmann ,S.147)

[...]

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Analyse der Tageszeitenstruktur in Eichendorffs "Aus dem Leben eines Taugenichts"
Hochschule
Universität Mannheim
Note
2.0
Autor
Jahr
2004
Seiten
15
Katalognummer
V42077
ISBN (eBook)
9783638401968
Dateigröße
524 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Analyse, Tageszeitenstruktur, Eichendorffs, Leben, Taugenichts
Arbeit zitieren
Fei Guo (Autor), 2004, Analyse der Tageszeitenstruktur in Eichendorffs "Aus dem Leben eines Taugenichts", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/42077

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