Rezension zum Aufsatz von Wolfgang Klafki: "Studien zur Bildungstheorie und Didaktik"


Rezension / Literaturbericht, 2004
6 Seiten, Note: 1

Leseprobe

Rezension zum Aufsatz von Wolfang Klafki:

„Studien zur Bildungstheorie und Didaktik“.

Schon mehrere Male saß ich verzweifelt in der Schule und fragte mich ernsthaft:“ Wozu brauche ich das alles eigentlich?“ Diese Frage werden sich wohl auch schon viele Schüler gefragt haben.

Aus diesem Grunde wird es wohl auch immer wichtiger, ein Unterrichtsmodell zu entwickeln, welches sowohl den Anforderungen der Schüler als auch den Anforderungen der Lehrer gerecht wird.

Das erste große Modell hierfür in den späten 50er Jahren, welches noch bis heute große Aktualität besitzt, ist die Bildungstheoretische Didaktik von Wolfgang Klafki:

Im Ersten Teil seines gelungenen Aufsatzes beschränkt sich Klafki damit, einen kurzen Problemaufriss zu machen, und darüber zu informieren, was derzeit (1959) im Gespräch ist:

In den letzten Jahren hat sich die pädagogische Diskussion über die Auswahl der Bildungsinhalte für die verschiedenen Schulformen und Schulstufen verstärkt.

Formeln wie beispielsweise „Fruchtbarkeit des Elementaren“, „Beschränkung auf das Wesentliche, Typische, und Repräsentative“ werden laut kund getan. Klafki bezeichnet all dies als die Leitthemen des schulpädagogischen Gespräches.

Dann schneidet Klafki kurz an, dass sich die Hauptinteressen der Didaktik seit der Reformpädagogik geändert hätten: während sich die Schulpädagogen in der Blütezeit der Reformpädagogik darum bemühten eine gelungene Methodik für den Arbeitsunterricht zu gestalten, hat sich die Interesse vorerst auf die Frage spezialisiert welche Bildungsinhalte und –werte vermittelt werden sollten (also „was“). Die Methodik hierfür würde erst an zweiter Stelle treten – so Klafki.

Hierzu nimmt Klafki in seinem Aufsatz dann Stellung indem er sagt, dass die Schwergewichtsverlagerung in diesem Bereich einigen scheinbar begrüßenswert erscheinen, ja sogar als Fortschritt für die Didaktik bezeichnet werden, doch für ihn ist das „Wie“ der Methodik und das „Was“ der Erziehung und Bildung abhängig voneinander, und beide Faktoren sollten inhaltlicher Art der Didaktik sein.

Danach stellt Klafki fest, dass in vielen der bisherigen Beiträgen über Erziehung und Bildung die Frage vorrangig ist, was denn das Wesen der Bildung grundsätzlich und abgesehen von ihrer historischen und individuellen Erscheinungsform sei.

Klafki knüpft dann an seiner Grundthese zur erziehungsphilosophischen Bildungstheorie an:

„ In den eingangs genannten programmatischen Leitformeln der modernen Didaktik deutet sich eine gemeinsame Auffassung vom Wesen der Bildung als Prozess und als Ergebnis an. Die praktischen Ansätze werden nur richtig verstanden, weitergeführt und verwirklicht werden, wenn es gelingt, die immanente Bildungstheorie jener didaktischen Neubesinnung ins Bewusstsein zu heben.“ (Klafki, Studien zur Bildungstheorie und Didaktik, S. 26)

Im Zweiten Teil seines Aufsatzes stellt Wolfgang Klafki bisherige Theorien zur Bildungstheorie dar, und unterzieht diese dann einer Kritik:

Er schreibt, dass das Wesentliche der Bildungsauffassung nur sichtbar werden kann, wenn man die Auffassungen von den Bildungstheorien abhebt, welche schon seit dem Ausgang des 18. Jahrhunderts das pädagogische Denken und die Gestaltung des Bildungswesens bestimmen.

Außerdem behauptet er, dass jeder – selbst diejenigen welche sich sachlich von den alten Theorien lösen wollen, in einer gewissen Art und Weise geprägt und gebunden an diese Theorien sind, da diese in unserer Gesellschaft bereits fest verankert sind.

Dazu bildet er Kriterien, um vorhandene Theorien von „alten“ Theorien zu unterscheiden: hierfür nennt er zwei vorhandene Theorien nämlich:

1) die materialen Bildungstheorien: Klafki beschreibt diese Bildungstheorie als eine, welche „zwar in der Praxis weit verbreitet ist, theoretisch aber keine Bedeutung hat“ (S. 27). Die materiale Bildungstheorie wäre laut Klafki eine Fehlform, weil es um eine unreflektierte Einstellung ginge, worin Inhalte des Lehrplanes, oder das was man selbst einst gelernt hat, fälschlich so ansieht und behandelt, als wäre dieser Stoff ohne weiteres als Bildungsinhalt legitimiert (vgl. Klafki, S. 27). Von daher stammt auch der Begriff des „didaktischen Materialismus“.
2) die formalen Bildungstheorien: Den materialen Bildungstheorien . „treten nun Theorien formaler Bildung gegenüber, deren gemeinsame Voraussetzung es ist, dass man seinen Blick auf das Kind, den Zögling, den Sich-Bildenden richten müsse, wenn man über das Wesen der Bildung zu gültigen Aussagen kommen wolle.“ (Klafki, S. 32)

Diese zwei Bildungstheorien werden dann unterteilt, indem den materialen Bildungstheorien auch die bildungstheoretischen und die klassischen Bildungstheorien unterordnet werden – welche sich auf den Inhalt der Bildungstheorie beziehen.

[...]

Ende der Leseprobe aus 6 Seiten

Details

Titel
Rezension zum Aufsatz von Wolfgang Klafki: "Studien zur Bildungstheorie und Didaktik"
Hochschule
Alpen-Adria-Universität Klagenfurt
Veranstaltung
Bildung und Entwicklung als Lebenslaufskonzept
Note
1
Autor
Jahr
2004
Seiten
6
Katalognummer
V42087
ISBN (eBook)
9783638402057
Dateigröße
513 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Rezension, Aufsatz, Wolfgang, Klafki, Studien, Bildungstheorie, Didaktik, Bildung, Entwicklung, Lebenslaufskonzept
Arbeit zitieren
Simone Strasser (Autor), 2004, Rezension zum Aufsatz von Wolfgang Klafki: "Studien zur Bildungstheorie und Didaktik", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/42087

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