Durch die europäische Vereinigung wurde der Warenverkehr in Europa vereinfacht. Die somit wachsende Konkurrenz aus Europa, teils mit günstigeren Kostenstrukturen, bringt einen Erfolgsdruck gerade bei klein- und mittelständischen Logistikdienstleistern aus Deutschland mit sich. Hinzu kommt, dass diese die steigenden Forderungen der Kunden nach immer weitreichenden Transporten und kürzeren Lieferzeiten nicht bzw. nicht ausreichend erfüllen können.
Dies führt zu einem Problem, da in Deutschland vorwiegend klein- und mittelständische Spediteure im Markt vorhanden sind. Als Zielsetzung gilt es also festzustellen, ob eine Ladungskooperation als Antwort einerseits Kosteneinsparungen bringt und andererseits die gestiegenen Anforderungen (wieder) erfüllt.
Inhaltsverzeichnis
1 Problemstellung, Zielsetzung und Aufbau
2 Einführung in das Thema der Ladungskooperationen
2.1 Festlegung vom Schema und herleiten vom Terminus „Ladungskooperationen“
2.2 Die Frage nach der Motivation eine Kooperation einzugehen
2.3 Die vorhandenen Rahmenbedingungen bei Ladungskooperationen
2.4 Die logistischen Ziele einer Ladungskooperation
3 Vergleich zweier Ladungskooperationen anhand ausgewählter Kriterien
3.1 Festlegen der Kriterien zum Unternehmensvergleich
3.2 Vorstellung beider Kooperationen anhand ihrer aktuellen Größe und den vertretenden Ländern
3.3 Die Leistungen beider Kooperationen als Teil der Struktur und Erfolgsfaktor
3.4 Die Ziele der beiden Kooperationen und der bisherige Erfolg
4 Zusammenfassung, Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung von Ladungskooperationen für klein- und mittelständische Logistikdienstleister in Europa, um festzustellen, ob diese Kooperationsmodelle eine geeignete Antwort auf den steigenden Wettbewerbs- und Kostendruck sowie die wachsenden Anforderungen an Logistikdienstleistungen darstellen.
- Motivation und Rahmenbedingungen für Ladungskooperationen
- Logistische Ziele und strategische Vorteile durch Synergieeffekte
- Vergleichende Analyse der Kooperationen ELVIS AG und CARGOLINE
- Strukturelle Erfolgsfaktoren und Leistungsmerkmale im europäischen Markt
Auszug aus dem Buch
2.1 Festlegung vom Schema und herleiten vom Terminus „Ladungskooperationen“
Um ein umfassenden Einblick in das Thema der Ladungskooperationen in Europa zu gewährleisten, wird im Folgenden auf dem Schema der Marktanalyse (Siehe Abb. 2.1) mit den Dimensionen Produkt, Kunden, Anbieter, Hersteller und Allgemeine Rahmenbedingungen aufgebaut. Die Sichtweise geht beim Leistungsangebot bzw. Produkt von den Kooperationsnehmern als Anbieter aus. Somit ist die Ladungskooperation selbst als Hersteller zu verstehen.
Zunächst wird der Begriff Ladungskooperation als Ausgangspunkt dieser Seminararbeit mit Definition und Abgrenzung erarbeitet. Eine Ladung wird als die Gesamtheit der Güter im Laderaum eines Transportmittels definiert. In Verbindung mit der Logistik bedeutet dies zunächst eine Begriffliche Unterteilung in:
- Transport,
- Transportmittel,
- wer diese Tätigkeit ausführt und
- wer diese Tätigkeit anfragt.
Transport, als Basistätigkeit der Logistik und Teilsystem des Verkehrs, lässt sich als Ortsveränderung von Gütern mittels Transportmittel definieren. Dabei soll sich jedoch nicht nur auf diese Basistätigkeit beschränkt werden, da durch die Ortsveränderung auch häufig weitere Tätigkeiten anfallen (können). Jedoch liegt die Konzentration auf den Transporten, da dieser in den meisten Fällen einen hohen (oder den höchsten) Anteil der Logistikkosten darstellt. Unterstellt wird also die größere Chance hierbei „lohnenswerte“ Einsparungen zu erreichen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Problemstellung, Zielsetzung und Aufbau: Dieses Kapitel erläutert den durch europäischen Wettbewerbsdruck entstandenen Handlungsbedarf für Logistiker und skizziert den Aufbau der Untersuchung.
2 Einführung in das Thema der Ladungskooperationen: Hier werden grundlegende Definitionen, die Motivation für Kooperationen sowie die politischen, wirtschaftlichen und technischen Rahmenbedingungen im europäischen Raum analysiert.
3 Vergleich zweier Ladungskooperationen anhand ausgewählter Kriterien: Das Kapitel vergleicht die ELVIS AG und CARGOLINE hinsichtlich ihrer Struktur, Größe, Leistungen und Zielsetzungen.
4 Zusammenfassung, Fazit und Ausblick: Diese Sektion fasst die Ergebnisse zusammen, zieht ein Fazit zur Wettbewerbsfähigkeit durch Kooperationen und gibt einen Ausblick auf mögliche zukünftige Forschungsansätze.
Schlüsselwörter
Ladungskooperation, Logistik, Transportlogistik, Europa, Kooperationsmanagement, Kostensenkung, Synergieeffekte, Sammelgutverkehr, Kontraktlogistik, ELVIS AG, CARGOLINE, Wettbewerbsfähigkeit, Spedition, Logistikdienstleister, Transportnetzwerke.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit Ladungskooperationen in Europa und untersucht deren Ziele, Strukturen und die Erfolgsfaktoren für die teilnehmenden Unternehmen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die Motivation zur Kooperation, die Rahmenbedingungen des europäischen Marktes für Spediteure sowie die praktische Untersuchung und Gegenüberstellung bestehender Kooperationsnetzwerke.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es zu analysieren, ob Ladungskooperationen für klein- und mittelständische Unternehmen effektiv dazu beitragen können, Kosteneinsparungen zu realisieren und gestiegene Kundenanforderungen zu erfüllen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse sowie einen qualitativen Unternehmensvergleich, um die Strukturen und Leistungen der Kooperationen gegenüberzustellen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil erörtert theoretische Grundlagen, wie das Marktanalyse-Schema und die Bündelung von Transporten, und führt anschließend einen konkreten Vergleich zwischen der ELVIS AG und CARGOLINE durch.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Typische Schlüsselbegriffe sind Ladungskooperation, Synergieeffekte, Transportnetzwerke, Kosteneffizienz und Logistikdienstleistungen.
Welchen Stellenwert nimmt die IT-Unterstützung bei Kooperationen ein?
Die Anwendung gemeinsamer IT-Lösungen ist von hohem Stellenwert, da die Nachvollziehbarkeit der Transportkette und das Wissen über Bündelungsmöglichkeiten für die Kooperationspartner entscheidend sind.
Warum gibt es Zielkonflikte bei Kooperationen?
Zielkonflikte entstehen oft zwischen kurzfristigen Interessen der einzelnen Unternehmen (z.B. Eigenständigkeit) und den langfristigen, optimaleren Ergebnissen der Kooperationsgruppe, etwa bei der Abrechnung kritischer Ladungen.
- Arbeit zitieren
- Simon Sager (Autor:in), 2017, Ladungskooperationen in Europa. Ziele, Strukturen und Erfolgsfaktoren, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/421310