Abendzeitung Für Sie immer auf Ballhöhe...
Täglich Sport in der ABENDZEITUNG.
Immer kompetent. Immer komplett.
Wir sagen, was Sache ist, was in den Stadien passiert und hinter den Kulissen geflüstert wird.
Unsere Reporter wissen, daß der Ball nicht nur rund ist und schreiben darüber.
Täglich Sport in der ABENDZEITUNG:
Berichte, Nachrichten, Hintergrund-Infos.
Täglich ein guter Grund, die ABENDZEITUNG zu lesen.
Wenn man diese Anzeige liest, fragt man sich im ersten Moment, wofür die Sportberichterstattung bzw. der Sportteil der Abendzeitung aus München (AZ) überhaupt analysiert werden soll. Da sie sowieso immer kompetent und noch dazu komplett ist, braucht man sich als Leser eigentlich gar keine Gedanken darüber zu machen, ob man die richtige Zeitung liest, um sich umfassend über den Sport aus aller Welt zu informieren.
Bei genauerer Durchsicht dieser Anzeige fällt jedoch auf, daß in den wenigen Sätzen einmal das Wort Ball, einmal Ballhöhe und einmal das Wort Stadien gebraucht wird. Auch wenn außer Fußball noch viele andere Sportarten mit einem Ball in einem Stadion gespielt werden, assoziiert man diese Wörter doch größtenteils mit dem Lieblingssport der Deutschen. Außerdem spielen mit dem FC Bayern und dem TSV 1860 gleich zwei Vereine aus München in der 1. Fußballbundesliga, was die Annahme, daß auch die Sportberichterstattung in der AZ vom Fußball dominiert wird, noch verstärkt. Die folgende Inhaltsanalyse bezieht sich auf den Zeitraum vom 15. – 27. März 1999 und umfaßt dementsprechend zehn Wochen- und zwei Wochenendausgaben der AZ. Sie beschäftigt sich neben dem eben bereits angesprochene Problem der Fußballbevorzugung in der Sportpresse mit weiteren wichtigen Fragestellungen der Sportpublizistik. Ich werde versuchen auf der Grundlage einer quantitativen Analyse , die sich aus Auszählen und Ausmessen zusammensetzt, Aussagen über verschiede Kategorien der Sportberichterstattung in der AZ zu machen. Wichtige Fragestellungen sollen hierbei z.B. die Höhe des Sportanteils an der gesamten Berichterstattung, die Tage mit viel bzw. wenig Sport, die Plazierung der sportrelevanten Beiträge, die verschiedene Sportarten, die Männer- und Frauenquoten, die Anzeigen im und um den Sportteil, die Bedeutung der Fotos, die Sprache und die journalistischen Darstellungsformen mit ihren jeweiligen Anteilen sein.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die „Abendzeitung“
2.1 Allgemeines
2.2 Die Sportredaktion
2.3 Der Aufbau
3. Ergebnisse der quantitativen Inhaltsanalyse
3.1 Sportteil im Verhältnis zum gesamten Umfang der AZ
3.2 Textbeiträge
3.3 Anzeigen
3.4 Service
3.5 Artikelanzahl nach Sportarten
3.6 Fotos
3.7 Journalistische Darstellungsformen
3.8 Sportberichterstattung außerhalb des Sportteils
4. Sprache
5. Fazit
6. Anhang
7. Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht mittels einer quantitativen Inhaltsanalyse die Sportberichterstattung der „Abendzeitung“ (AZ) aus München im Zeitraum vom 15. bis 27. März 1999, um Struktur, Schwerpunkte und publizistische Charakteristika des Sportteils empirisch zu erfassen.
- Anteil der Sportberichterstattung am Gesamtumfang der Zeitung
- Thematische Dominanz einzelner Sportarten, insbesondere Fußball
- Analyse von Anzeigen, Fotos und journalistischen Darstellungsformen
- Untersuchung der sprachlichen Gestaltung der Sportartikel
- Relevanz der Sportberichterstattung außerhalb des dezidierten Sportteils
Auszug aus dem Buch
3.5 Artikelanzahl nach Sportarten
Während des Untersuchungszeitraumes gab es innerhalb des Sportteiles 210 verschiedene Artikel. Wie schon vorher zu erwarten war, steht der Fußball absolut im Mittelpunkt. Insgesamt handeln 137 der 210 Artikel von Fußball, was einem Anteil von ca. 65% der gesamten Sportberichterstattung ausmacht. Durchschnittlich gab es demnach mehr als 11 Berichte täglich über dieses Thema. Diese Zahl ist besonders aufschlußreich und interessant, wenn sie mit der absoluten Artikelanzahl der zweithäufigsten Sportart Eishockey vergleicht: Während des gesamten Untersuchungszeitraumes wurde ganze zwölfmal über Eishockey berichtet. Über Tennis, Eislaufen und Skispringen gab es je zehn Artikel und das IOC/NOK und der Motorsport bilden mit acht bzw. sechs Artikeln die Schlußlichter der von mir aufgestellten Rangliste.
Durchschnittlich behandeln 65% aller Artikel täglich den Fußball. Der höchste Wert wurde hierbei am 17.03.99 erreicht, als 80% der Beiträge Fußball als Thema hatten. Selbst bei seiner schlechtesten Quote bestimmt der Fußball immer noch 45% aller Artikel. Weiterhin ist besonders auffällig, daß der Großteil der von der Fußballartikel über die ortsansässigen Vereine Bayern, 1860 und Unterhaching handeln (ca. 59%). Der Verein Bayern München nimmt unter diesen Dreien eine Sonderstellung ein, weil er noch intensiver behandelt wird als die beiden anderen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Darstellung der Ausgangslage und Definition des Untersuchungszeitraums für die Analyse der Sportberichterstattung in der AZ.
2. Die „Abendzeitung“: Porträt des Mediums, einschließlich Struktur der Sportredaktion und allgemeinem Aufbau der Zeitung.
3. Ergebnisse der quantitativen Inhaltsanalyse: Detaillierte statistische Auswertung zu Umfang, Inhalten, Anzeigen, Bildsprache und journalistischen Formen innerhalb des Sportteils.
4. Sprache: Analyse der stilistischen Mittel, der Wortwahl und der Tonalität der Sportberichterstattung.
5. Fazit: Kritische Zusammenfassung der Ergebnisse hinsichtlich Fußballfokus, regionaler Zentrierung und Zielgruppenansprache.
6. Anhang: Bereitstellung der erhobenen Rohdaten in tabellarischer Form zur Dokumentation der Analyse.
7. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Quellen und Datengrundlagen für die Hausarbeit.
Schlüsselwörter
Sportberichterstattung, Abendzeitung, Inhaltsanalyse, Fußball, Sportjournalismus, München, Medienanalyse, quantitative Untersuchung, Boulevardblatt, Lokalberichterstattung, Sportredaktion, Presseanalyse.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit einer quantitativen Analyse der Sportberichterstattung in der Münchener „Abendzeitung“.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Untersuchung deckt die quantitative Verteilung der Sportinhalte, die Dominanz von Sportarten, die Bedeutung von Anzeigen und Bildern sowie die journalistische Sprachgestaltung ab.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, auf empirischer Basis Aussagen über die Qualität und Gewichtung der Sportberichterstattung in der AZ während eines festgelegten Zeitraums zu treffen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wurde eine quantitative Inhaltsanalyse durchgeführt, die auf dem systematischen Auszählen und Ausmessen der Beiträge und Anzeigen basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in Analysen zum Umfang des Sportteils, zur Verteilung der Sportarten, zur Rolle von Anzeigen und Fotos sowie zur journalistischen Darstellungsweise.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselwörter sind unter anderem Sportberichterstattung, Inhaltsanalyse, Fußball, Medienanalyse und Sportjournalismus.
Warum spielt Fußball eine so zentrale Rolle in der Analyse?
Die Analyse zeigt, dass Fußball mit ca. 65 % der Artikel und einer starken Fokussierung auf Münchner Vereine das Sportgeschehen in der AZ dominiert.
Welche Rolle spielen regionale Vereine wie Bayern München?
Regionale Vereine, insbesondere Bayern München, erfahren eine privilegierte und überproportionale Behandlung im Vergleich zu anderen Sportarten und Vereinen.
Wie bewertet der Autor den Sprachstil der AZ?
Der Autor charakterisiert die Sprache der AZ als für Boulevardblätter typisch, reißerisch, bildhaft und wenig informationsorientiert.
- Quote paper
- Jan Streckfuß (Author), 1999, Zur Sportberichterstattung der 'AZ', Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/42151