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Zur Geschichte und aktuellen Analyse des Senders TM3 und seiner Übertragung der Champions-League-Spiele

Title: Zur Geschichte und aktuellen Analyse des Senders TM3 und seiner Übertragung der Champions-League-Spiele

Term Paper (Advanced seminar) , 1999 , 52 Pages , Grade: sehr gut (1-)

Autor:in: Jan Streckfuß (Author)

Communications - Movies and Television
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Summary Excerpt Details

Zur Geschichte und dem Konzept von TM3

TM3 gehört zu den kleinen Sendern in der deutschen Fernsehlandschaft. Vor Beginn der Champions-League-Übertragungen hatte der Sender gerade einmal einen Tagesmarktanteil von 0,6 Prozent. Mit der Übertragung der Champions League konnte der Sender bis einschließlich Dezember 1999 seinen Tagesmarktanteil mehr als verdoppeln. Aktuelle Daten besagen, dass der Sender zurzeit über einen Tagesmarktanteil von 1,6 Prozent verfügt. Die Hauptgesellschafter des Senders sind Rupert Murdoch, er hält 66 Prozent der Anteile, und Dr. Herbert Kloiber, der die restlichen 34 Prozent der Anteile hält. Gestartet war TM3 als reines Spartenprogramm für Frauen. Den Sendebetrieb nahm der Münchner Sender am 25. August 1995 auf. Zurzeit hat TM3 etwa 100 feste Mitarbeiter in München und Hamburg. Zirka zwei Drittel der Angestellten sind Frauen.

In den vergangenen Jahren hat TM3 ein Vollprogramm entwickelt und versteht sich jetzt als Unterhaltungssender für die ganze Familie. Das Programm umfasst aktuelle Magazine, ein umfangreiches eigenproduziertes Serviceprogramm (Reisen, Wohnen Lifestyle...), Dokumentationen, Spielfilme, Serien, Spiel- und Unterhaltungsshows, Cartoons und Comedy. Saisonal sollen die Spiele und die Berichterstattung zur UEFA Champions League das Programm ergänzen. Mit „Geld für dein Leben“, einer täglichen Sendung, für die sich 14 wechselnde Kandidaten in ihrem privaten Leben selbst filmen, startet TM3 ein eigenes Format auf dem Sektor des neuen Genres der Reality-Soaps (Start: 27.02.2000).

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zur Geschichte und Konzept von TM3

3. Die Gesellschafter von TM3

3.1 Rupert Keith Murdoch

3.2 Dr. Herbert Kloiber

4. Die Geschichte der TM3-Champions-League

5. Das Konzept der Champions-League-Berichterstattung von TM3

6. Die Redaktion

6.1 Allgemeines

6.2 Geschichte

6.3 Die Moderatoren

6.4 Weitere Redakteure

6.5 Die Experten

7. Die Kosten

7.1 Allgemeines

7.2 Produktions- und Redaktionskosten

8. Die Reichweiten

8.1 Allgemeines

8.2 Empfang über Kabelanschluss

8.3 Empfang über Satellit

9. Die Marktanteile der TM3-Champions-League-Berichterstattung

10. Die Werbung

10.1 Die Kosten

10.2 Analyse der Werbung bei der TM3-Champions-League-Übertragung vom 23.11.1999

11. Murdochs Einstieg bei Premiere World (oder: Wie TM3 die CL-Rechte wieder verliert...)

11.1 Leo Kirch

11.2 Murdochs Einstieg bei Premiere World

12. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert die Strategie, das Konzept und die wirtschaftliche Entwicklung des Senders TM3 während der Übertragung der UEFA Champions League in der Saison 1999/2000. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie sich der ehemalige Frauensender durch den Rechteerwerb am deutschen TV-Markt etablieren konnte, welche redaktionellen und technischen Innovationen eingeführt wurden und welche Auswirkungen die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie das Engagement von Rupert Murdoch auf die Zukunft des Senders haben.

  • Historische Entwicklung und strategische Positionierung von TM3
  • Aufbau der Sportredaktion und Personalstruktur
  • Konzept der Champions-League-Berichterstattung (Champions Club, Live-Übertragungen)
  • Wirtschaftliche Analyse: Kosten, Werbevermarktung und Einschaltquoten
  • Einfluss der Gesellschafterstrukturen (Murdoch/Kirch) auf die Senderstrategie

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung:

„Seit dem dritten Mai 1999 um 18 Uhr ist die deutsche Fernsehlandschaft in Bewegung geraten. Nachdem TM3 die Pressemeldung zum Erwerb der UEFA Champions League-Rechte herausgegeben hat, waren die einen entzückt und manch anderer auch etwas geschockt. Ein Sender, dessen Marktanteil bislang unter einem Prozent lag, hat nach dem attraktivsten europäischen Fernsehrecht gegriffen und alle Rechte für die Dauer von vier Jahren exklusiv erworben. Die Bekanntheit von TM3 dürfte sich schlagartig vervielfältigt haben. (...) Aber auch Medienpolitiker und viele Werbetreibende begrüßten eine wachsende dritte TV-Kraft in Deutschland. An diesem Stück Mediengeschichte beteiligt zu sein, ist für alle Mitarbeiter von TM3 eine großartige, wenn nicht einmalige Chance. (...) TM3 wird sein Programm um die UEFA Champions League herum ausbauen. Wir werden weiter investieren und neue Zuschauerkreise erschließen. (...) Der als reines Zielgruppenprogramm gestartete Sender wird sich einem breiteren Publikum öffnen. (...) TM3 will und wird sich als feste Größe im Markt etablieren. Sie haben die Möglichkeit, von Anfang an mit dabei zu sein. Ihre Erwartungen sind uns eine Verpflichtung.“

Knappe acht Monate später im Januar 2000 scheint der große Elan und das Vertrauen in den Aufbau von TM3 zur wachsenden dritten TV-Kraft Deutschlands geschwunden zu sein. Zwar konnte der Sender seine Tagesmarktanteile im Zeitraum vom 1.9.1999 bis zum 15.12.1999 mehr als verdoppeln (von 0,7 auf 1,6%), aber die Einschaltquoten der Champions League waren eher mager.

Wie im gesamten deutschen Fernsehfußball (ausgenommen die Spiele der deutschen Nationalmannschaft) erlitt besonders die Champions League einen drastischen Zuschauereinbruch. Nur 3,12 Millionen Zuschauer sahen im Durchschnitt die Vor- und Zwischenrundenspiele der Champions League. Das sind 65 Prozent weniger Zuschauer am Fernseher als in der vergangenen Saison, die noch von RTL übertragen wurde.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet den massiven Wandel von TM3 durch den Erwerb der Champions-League-Rechte und thematisiert den anschließenden Quotendruck sowie die wirtschaftliche Unsicherheit zu Beginn des Jahres 2000.

2. Zur Geschichte und Konzept von TM3: Das Kapitel beschreibt die Entwicklung vom reinen Frauensender zum Unterhaltungssender für die ganze Familie und den damit einhergehenden Anstieg der Tagesmarktanteile.

3. Die Gesellschafter von TM3: Hier werden die Hauptgesellschafter Rupert Murdoch und Dr. Herbert Kloiber sowie deren medienwirtschaftliche Hintergründe detailliert vorgestellt.

4. Die Geschichte der TM3-Champions-League: Dieses Kapitel erläutert den riskanten Erwerb der exklusiven Übertragungsrechte für 800 Millionen Mark und die damit verbundene mediale Aufregung.

5. Das Konzept der Champions-League-Berichterstattung von TM3: Das Konzept wird als innovativer Ansatz beschrieben, der durch neue Sendungsformate wie den „Champions Club“ und technische Neuerungen wie 3D-Animationen ein breiteres Publikum gewinnen wollte.

6. Die Redaktion: Der Fokus liegt auf dem Aufbau der Sportredaktion in Hamburg unter Programmdirektor Michael Pfad und der Zusammenstellung des sogenannten „Dream-Teams“.

7. Die Kosten: Es wird analysiert, warum das Übertragungsgeschäft trotz hoher Prestige-Gewinne ein erhebliches Verlustrisiko für den Sender darstellt.

8. Die Reichweiten: Hier werden die technischen Voraussetzungen für den Empfang (Kabel/Satellit) sowie die bundesweite Verbreitung von TM3 in verschiedenen Bundesländern dargestellt.

9. Die Marktanteile der TM3-Champions-League-Berichterstattung: Dieses Kapitel analysiert die im Vergleich zur Vorsaison gesunkenen Einschaltquoten und die Differenz zwischen Erwartungen und Realität.

10. Die Werbung: Der Abschnitt befasst sich mit den Vermarktungsmodellen und der Analyse der Werbeblöcke während einer Live-Übertragung.

11. Murdochs Einstieg bei Premiere World (oder: Wie TM3 die CL-Rechte wieder verliert...): Das Kapitel thematisiert die strategische Allianz von Murdoch mit Leo Kirch und die Konsequenzen für die Zukunft von TM3.

12. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass TM3 als Druckmittel für Murdochs Pay-TV-Interessen fungierte und das Ende des Senders infolge der Rechteabgabe als wahrscheinlich eingestuft wird.

Schlüsselwörter

TM3, Champions League, Rupert Murdoch, Herbert Kloiber, Leo Kirch, Sportberichterstattung, TV-Rechte, Einschaltquoten, Marktanteile, Pay-TV, Premiere World, Sportredaktion, Medienwirtschaft, Champions Club, Free-TV

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Einstieg des Senders TM3 in die exklusive Fußball-Champions-League-Berichterstattung in der Saison 1999/2000 und die daraus resultierenden wirtschaftlichen und redaktionellen Konsequenzen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die Sendergeschichte, die Rolle der Gesellschafter Murdoch und Kloiber, die redaktionelle Struktur, die technische Umsetzung der Übertragungen sowie die Vermarktung von Werbung und Einschaltquoten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist eine kritische Analyse des Sendeerfolgs, die aufzeigt, dass der Sport als Marketinginstrument zwar das Senderprofil schärfte, aber durch hohe Kosten und Quotenprobleme den Sender in eine existenzielle Krise führte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Analyse von Medienberichten, Pressemappen, Interviews mit PR-Verantwortlichen sowie statistischen Daten zu Reichweiten und Marktanteilen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Akteure (Murdoch, Kloiber), die Konzeption der Sendungen, die Analyse der Redaktionsarbeit, Kostenstrukturen und die detaillierte Bewertung der Einschaltquoten sowie Werbestrategien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

TM3, Champions League, Rupert Murdoch, TV-Rechte, Pay-TV, Sportredaktion und Medienkonzentration.

Warum galten die Einschaltquoten des Champions Club als mager?

Das neue Format stieß bei den Zuschauern auf wenig Akzeptanz, da es zeitlich sehr umfangreich war und die Zuschauer sich erst an das neue Programmangebot des jungen Senders gewöhnen mussten.

Welche Rolle spielte Rupert Murdoch bei der Krise von TM3?

Murdoch nutzte TM3 primär als Druckmittel gegen seinen Konkurrenten Leo Kirch, um den Einstieg in den Pay-TV-Markt (Premiere World) zu erzwingen, was letztlich das Ende für TM3 als eigenständige dritte Kraft bedeutete.

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Details

Title
Zur Geschichte und aktuellen Analyse des Senders TM3 und seiner Übertragung der Champions-League-Spiele
College
University of Göttingen
Grade
sehr gut (1-)
Author
Jan Streckfuß (Author)
Publication Year
1999
Pages
52
Catalog Number
V42158
ISBN (eBook)
9783638402590
Language
German
Tags
Geschichte Analyse Senders Champions-League-Spiele
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jan Streckfuß (Author), 1999, Zur Geschichte und aktuellen Analyse des Senders TM3 und seiner Übertragung der Champions-League-Spiele, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/42158
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