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Kritische Anmerkungen zur objektiven Hermeneutik

Título: Kritische Anmerkungen zur objektiven Hermeneutik

Elaboración , 2017 , 8 Páginas , Calificación: 1,1

Autor:in: Janos Pletka (Autor)

Sociología - Otros
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Dem freien Beobachten oder der freien Formulierung von Fragen steht ein Auswertungsverfahren gegenüber, das auf Rekonstruktionen und Strukturgeneralisierungen baut. Wo sich die Offenheit der Methode wiederfinden soll, daran erhitzen sich die Gemüter. Dass die Methodik an sich offen ist, ist nicht zu bestreiten. Es geht mir in der Frage der Offenheit mehr um das Gesamtkonzept des Forschungsansatzes und der Forschungslogik.

Es geht der objektiven Hermeneutik sehr um Regelsysteme, Gesetzmäßigkeit und Rekonstruktion von Bedeutungsstrukturen. Dies erfüllt in zunehmendem Maße immer weniger die qualitative Hoffnung in der qualitativen Methodik, nämlich neues zu entdecken, explorativ zu neuen Schlüssen und Ableitungen zu gelangen. Kennzeichen der qualitativen Forschung ist es ohnehin, keine starren "Beobachtungsraster" (Flick, 2000) zu fördern, sondern den Forschungsprozess so offen wie möglich zu gestalten.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Kritische Anmerkungen zur objektiven Hermeneutik

2. Zur Offenheit qualitativer Methoden

3. Objektive Hermeneutik – ein objektives Verfahren?

4. Strukturförmige Kunstlehre?

5. Strategisch-empirisch oder beliebig?

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit der objektiven Hermeneutik als qualitatives Forschungsverfahren auseinander. Ziel ist es, die methodischen Grenzen, die Spannungsfelder zwischen Strukturfixierung und Offenheit sowie die praktischen Herausforderungen bei der Rekonstruktion latenter Sinnstrukturen zu analysieren.

  • Kritische Reflexion der methodischen Offenheit qualitativer Forschung.
  • Analyse des Objektivitätsanspruchs und der intersubjektiven Nachvollziehbarkeit.
  • Untersuchung der Strukturfixierung und der Problematik latenter Sinnstrukturen.
  • Hinterfragung der Praktikabilität und der Variantenvielfalt der Interpretationstechniken.
  • Diskussion über das Verhältnis von Einzelfallrekonstruktion und Generalisierung.

Auszug aus dem Buch

Objektive Hermeneutik – ein objektives Verfahren?

Ist die objektive Hermeneutik eigentlich objektiv?

Objektivität strebt immer die Standardisierung der Situation an, während die Subjektivität im Rahmen der qualitativen Sozialforschung die Beobachtungsleistungen von Beobachtern und Beobachteten betont (Subjekt – und Identitätsleistungen). In der qualitativen Forschung wird das Element des Objektivitätskriteriums auf die intersubjektive Nachvollziehbarkeit übertragen, Ergebnisse sind dann objektiv, wenn die Forscher*Innen sie teilen und reflexiv nachvollziehen können. Die objektive Hermeneutik läuft Gefahr, dass diese intersubjektive Nachvollziehbarkeit doch verwässert wird, da die Paradigmen von Ideologiefreiheit und neurotischen Konflikten nicht vollständig objektiviert anwendbar sind. Das Problem dieses Verfahrens ist auch, dass die Rekonstruktion objektiver Strukturen in der Interpretation variieren kann. Je nachdem, wie ich meine Fragestellung und den Gegenstand festlege, kann der objektive Hermeneut nicht nur verschiedene Schwerpunkte setzen, sondern auch in der inhaltlichen und formalen (Prinzipienanwendung) Analyse von der intersubjektiven Nachvollziehbarkeit abweichen.

Die Fixierung der objektiven Hermeneutik auf Strukturen, die eine hohe Generalisierbarkeit aufweisen sollen, ist allgegenwärtig. Sehr schnell wird von bestimmten Deutungsstrukturen auf „hoch generalisierbare stabile Strukturen geschlossen“ (Schneider 2004: 195). Die Ausrichtung auf Methodologie durch die objektive Hermeneutik versucht sich als empirische Forschungsmethode Geltung zu verschaffen, doch auf die Schwächen, Grenzen und Risiken dieser Strukturfixierung möchte ich im Folgenden eingehen.

Zusammenfassung der Kapitel

Kritische Anmerkungen zur objektiven Hermeneutik: Einführung in die Zweifel an der Methodik und dem Anspruch der objektiven Hermeneutik nach einer vorangegangenen Präsentation.

Zur Offenheit qualitativer Methoden: Diskussion über das Spannungsfeld zwischen dem qualitativen Ideal der Offenheit und dem durch Regelsysteme geprägten Forschungsansatz der objektiven Hermeneutik.

Objektive Hermeneutik – ein objektives Verfahren?: Auseinandersetzung mit dem Objektivitätsbegriff, der Gefahr der Verwässerung intersubjektiver Nachvollziehbarkeit und der Fixierung auf stabile Strukturen.

Strukturförmige Kunstlehre?: Analyse der praktischen Anwendung des Verfahrens an Fallbeispielen sowie Kritik an der Deutungshoheit und dem Mangel an konkreten Anleitungen.

Strategisch-empirisch oder beliebig?: Erörterung der verschiedenen Interpretationstechniken und der Problematik, dass die Variantenvielfalt zu methodischen Abstrichen und Beliebigkeit führen kann.

Schlüsselwörter

Objektive Hermeneutik, qualitative Sozialforschung, Strukturrekonstruktion, latente Sinnstrukturen, methodische Offenheit, Intersubjektivität, Fallstrukturgeneralisierung, Normalitätserwartungen, Interpretationsspielraum, Forschungsmethodologie, Sozialisation, Strukturfixierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit bietet eine kritische Auseinandersetzung mit der objektiven Hermeneutik als qualitatives Forschungsverfahren und hinterfragt deren theoretische sowie methodische Ansprüche.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die Offenheit qualitativer Methoden, die Probleme der Strukturrekonstruktion, der Objektivitätsbegriff sowie die praktische Anwendbarkeit des Verfahrens.

Welches Ziel verfolgt der Autor?

Das Ziel ist es, ein kritisches Abbild der objektiven Hermeneutik zu formulieren und die Grenzen der Methode aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird kritisiert?

Es wird die Methode der objektiven Hermeneutik kritisiert, insbesondere deren Fokus auf die Rekonstruktion latenter Sinnstrukturen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen, die Problematik der Strukturfixierung, die Herausforderungen bei der Interpretation und die Variantenvielfalt der Textauslegung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Struktur, Latenz, Objektivität, Offenheit, Rekonstruktion und Normalitätserwartung.

Wie bewertet der Autor die Rolle des Interpreten?

Der Autor betont, dass der Hermeneut trotz des Anspruchs auf Ideologiefreiheit in eigene soziale und normative Strukturen eingebettet ist, was die Wertfreiheit erschwert.

Was kritisiert der Autor an den verfügbaren Beispielen der Methode?

Es wird bemängelt, dass die Beispiele oft interpretationsbedürftig bleiben und die methodischen Ansprüche in der praktischen Anwendung häufig nicht eingelöst werden.

Was bedeutet die "Strukturfixierung" im Kontext der Arbeit?

Damit ist die Tendenz gemeint, soziale Realität ausschließlich auf stabile, generalisierbare Strukturen zu reduzieren, wodurch situative Dynamiken und neue Phänomene in den Hintergrund treten können.

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Detalles

Título
Kritische Anmerkungen zur objektiven Hermeneutik
Universidad
Justus-Liebig-University Giessen
Calificación
1,1
Autor
Janos Pletka (Autor)
Año de publicación
2017
Páginas
8
No. de catálogo
V421629
ISBN (Ebook)
9783668690219
ISBN (Libro)
9783668690226
Idioma
Alemán
Etiqueta
Empirische Sozialforschung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Janos Pletka (Autor), 2017, Kritische Anmerkungen zur objektiven Hermeneutik, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/421629
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