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Das königliche Hochzeitsmahl (Mt 22, 1-14). Erarbeitung des matthäischen Gleichnistexts anhand der Methoden der historisch-kritischen Exegese

Title: Das königliche Hochzeitsmahl (Mt 22, 1-14). Erarbeitung des matthäischen Gleichnistexts anhand der Methoden der historisch-kritischen Exegese

Seminar Paper , 2003 , 26 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Nathalie Echterling (Author)

Theology - Biblical Theology
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1. Einleitung

Die folgende Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Text Mt 22, 1–14, das Gleichnis vom königlichen Hochzeitsmahl. Diese Perikope soll anhand ausgewählter Schritte der historisch– kritischen Exegese bearbeitet werden.
Die historisch– kritische Exegese bildet die Grundlage zur wissenschaftlichen Interpretation biblischer Texte und ist zu dem auch deren älteste Auslegungsart .
Die historisch – kritische Exegese versucht herauszuarbeiten, welche Bedeutung der biblische Text in seiner damaligen Situation innehatte. Diese Erarbeitung erfolgt durch überprüfbare Methoden .
Im Seminar haben wir exemplarisch sieben Methoden zur historisch – kritischen Exegese durchgeführt. Begonnen haben wir mit der Textkritik, die sich mit der Rekonstruktion des Originaltextes anhand der Handschriften beschäftigt. Da der Kurs aber nicht über Griechischkenntnisse verfügte, haben wir uns auf einen Vergleich verschiedener Übersetzungen des Bibeltextes beschränkt. Danach folgte die Literakritik, die den Text auf Kohärenz und Stimmigkeit untersucht und ihn mit dem vorangehenden und nachfolgenden Text in einen Zusammenhang bringt. Der nächste Schritt war die Linguistik, die das Ziel hat, die individuelle Gestalt des Textes zu ermitteln. Danach folgte die Formgeschichte, in der Fragen nach dem Aufbau, dem Inhalt, der Intention und der Funktion beantwortet werden sollen. Anschließend folgte die Traditionsgeschichte, welche die in den Text aufgenommen Traditionen der damaligen Zeit untersucht. Danach wurde die Methode der Überlieferungsgeschichte durchgeführt, die nach der mündlichen Vorgeschichte des Textes und der Erfassung der Veränderungen des Textes während der mündlichen Überlieferung sucht. Als letzte Methode folgte die Redaktions- und Kompositionskritik, die versucht Fragen nach dem Autor, dessen Eingriffe in den Text und die Stellung des Textes im Gesamtwerk zu klären.
Von den gerade aufgeführten sieben Methoden werde ich in dieser Hausarbeit nur vier durchführen. Diese vier Schritte sind die Literarkritik, die Formgeschichte, die Traditionsgeschichte und die Redaktions- und Kompositionskritik, die ich im Folgenden weiter ausführen werde.
Außerdem möchte ich in dieser Hausarbeit zeigen, welche Hintergründe und Überlegungen hinter dieser Textstelle stecken, die beim einfachen Lesen nicht deutlich geworden wären.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Textpräparation

3. Literarkritik

3.1 Erläuterung der Literarkritik

3.2 Kontextanalyse

3.3 Kohärenzanalyse

3.4 Synoptischer Vergleich

4. Formgeschichte

4.1 Erläuterung der Formgeschichte

4.2 Bestimmung der Gattung

4.3 Sprachliche Intention des Textes

4.4 Sitz im Leben

5. Traditionsgeschichte

5.1 Erläuterung der Traditionsgeschichte

5.2 Durchführung der Traditionsgeschichte

5.2.1 Himmelreich

5.2.2 Hochzeit

5.2.3 König

6. Redaktions- und Kompositionskritik

6.1 Erläuterung der Redaktions- und Kompositionskritik

6.2 Redaktionelle Eingriffe

6.3 Analyse der Großgattung nach Niebuhr

6.4 Theologisches Profil

6.4.1 Geschichtliche Einordnung

6.4.2 Situation und Adressaten

6.4.3 Theologie des Matthäus

7. Resümee

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Seminararbeit untersucht das Gleichnis vom königlichen Hochzeitsmahl (Mt 22, 1–14) unter Anwendung historisch-kritischer Exegese. Ziel ist es, die spezifische matthäische Fassung des Textes zu erarbeiten, Hintergründe des Autors und dessen Intentionen aufzudecken sowie die Funktion des Gleichnisses innerhalb des Gesamtwerks des Matthäusevangeliums zu beleuchten.

  • Anwendung methodischer Schritte der historisch-kritischen Exegese.
  • Untersuchung der redaktionellen Eingriffe Matthäus' im Vergleich zur Urfassung.
  • Erforschung des theologischen Profils und der Zielgruppe des Evangelisten.
  • Analyse des Textes im Kontext der letzten Tage Jesu in Jerusalem.
  • Deutung der Symbolik von Hochzeit, König und Himmelreich.

Auszug aus dem Buch

4.2 Bestimmung der Gattung

Vergleicht man den Text Mt 22, 1-14 mit der reinen Form eines Gleichnisses nach Harnisch, so findet man auch hier das typische dreiteilige Aufbauprinzip. Der erste Handlungsablauf besteht aus der Einladung des Königs und die Ablehnung dieser durch die Gäste. Der zweite Teil umfasst die zornige Reaktion des Königs und die Aussendung der Diener, um neue Gäste einzuladen. Das Erscheinen des Königs auf der Feier und die Bestrafung des Gastes, der kein Hochzeitsgewand trägt, bildet den Schluss. Desweiteren enthält diese Perikope die für ein Gleichnis typische Klimax. Denn erst lehnen die Erstgeladenen die Einladung nur ab. Bei der zweiten Sendung der Boten jedoch, töten die Gäste die Diener des Königs. Ein weiterer Aspekt, der auf die Gattung Gleichnis weist, ist das Gesetz der Wiederholung. Denn zweimal werden die Boten vom König ausgesandt und die Einladung wird ebenfalls zweimal ausgesprochen.

Desweiteren findet man in diesem matthäischen Text eine Hyperbel, denn es ist sehr unwahrscheinlich, dass alle Gäste auf einmal absagen. Typisch für ein Gleichnis ist auch die sparsame Profilierung der Personen, die im Text genannt werden. Dazukommt, dass der vorliegende Text mit einem Dativanfang beginnt, der kennzeichnend für ein Gleichnis ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des zu untersuchenden Textes Mt 22, 1–14 und Einführung in die historisch-kritische Exegese als methodische Grundlage.

2. Textpräparation: Dokumentation und Vorbereitung des matthäischen Textes zur weiteren exegetischen Untersuchung.

3. Literarkritik: Prüfung des Textes auf Kohärenz und historische Schichtung durch Kontext- und Kohärenzanalyse sowie synoptischen Vergleich.

4. Formgeschichte: Einordnung der Perikope in die Gattungsgruppe und Untersuchung von Aufbau, sprachlicher Intention und Sitz im Leben.

5. Traditionsgeschichte: Untersuchung der Kernbegriffe "Himmelreich", "Hochzeit" und "König" in ihrer ursprünglichen und matthäischen Bedeutung.

6. Redaktions- und Kompositionskritik: Analyse der gezielten Veränderungen durch Matthäus, Einordnung in das Gesamtwerk und Erstellung eines theologischen Profils.

7. Resümee: Zusammenfassung der Ergebnisse und Reflexion über die Bedeutung der historisch-kritischen Exegese für das Verständnis des Gleichnistextes.

Schlüsselwörter

Matthäusevangelium, Historisch-kritische Exegese, Gleichnis, Mt 22 1-14, Hochzeitsmahl, Redaktionskritik, Formgeschichte, Traditionsgeschichte, Endgericht, Theologie des Matthäus, Heilsgeschichte, Exegese, Biblische Interpretation, Sitz im Leben, Christologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit einer exegetischen Untersuchung des Gleichnisses vom königlichen Hochzeitsmahl nach Matthäus (Mt 22, 1–14) unter Anwendung wissenschaftlicher Methoden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit analysiert den Aufbau, die literarische Struktur, die Traditionsgeschichte zentraler Begriffe sowie die redaktionellen Intentionen des Autors innerhalb des Matthäusevangeliums.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die spezifischen Hintergründe und das theologische Anliegen des Evangelisten Matthäus in diesem Gleichnis herauszuarbeiten und zu erklären, warum er die Vorlage auf diese Weise bearbeitet hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es werden ausgewählte Schritte der historisch-kritischen Exegese angewandt, insbesondere Literarkritik, Formgeschichte, Traditionsgeschichte sowie Redaktions- und Kompositionskritik.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Durchführung der genannten Schritte: von der Textpräparation über den synoptischen Vergleich bis hin zur detaillierten Analyse der theologischen Ausrichtung und der Einordnung in die Gemeindesituation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Matthäusevangelium, Gleichnis, Historisch-kritische Exegese, Redaktionskritik, Heilsgeschichte und Endgericht.

Warum wird Matthäus als "Wanderer zwischen zwei Welten" bezeichnet?

Der Autor des Matthäusevangeliums ist selbst Jude, lehnt das Judentum in seiner Ausprägung zur Zeit der Abfassung jedoch ab und schreibt für eine Gemeinde griechisch sprechender Christen jüdischer Herkunft.

Welche Rolle spielt das "Hochzeitsgewand" im Gleichnis?

Das Hochzeitsgewand dient als Allegorie auf die nötige "Frucht" oder den Gehorsam gegenüber dem Willen Gottes, ohne die eine Teilnahme am Reich Gottes nach matthäischer Theologie nicht möglich ist.

In welchem historischen Kontext entstand das Matthäusevangelium laut der Arbeit?

Die Arbeit ordnet die Entstehung vermutlich in die Zeit zwischen 80 und 90 n. Chr. im syrischen Raum ein, unter der Voraussetzung der Zerstörung des Jerusalemer Tempels.

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Details

Title
Das königliche Hochzeitsmahl (Mt 22, 1-14). Erarbeitung des matthäischen Gleichnistexts anhand der Methoden der historisch-kritischen Exegese
College
University of Paderborn
Course
Prosemeniar zur Exegese
Grade
2,0
Author
Nathalie Echterling (Author)
Publication Year
2003
Pages
26
Catalog Number
V42192
ISBN (eBook)
9783638402859
ISBN (Book)
9783640471904
Language
German
Tags
Hochzeitsmahl Erarbeitung Gleichnistexts Methoden Exegese Prosemeniar Exegese
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nathalie Echterling (Author), 2003, Das königliche Hochzeitsmahl (Mt 22, 1-14). Erarbeitung des matthäischen Gleichnistexts anhand der Methoden der historisch-kritischen Exegese, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/42192
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