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Motopädagogik. Psychomotorische Erziehung

Title: Motopädagogik. Psychomotorische Erziehung

Term Paper , 2005 , 28 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Frank Stefer (Author)

Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education
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Es gibt heute eine Vielzahl an Therapieangeboten, von der Sprachtherapie, einer Therapie gegen Konzentrationsschwierigkeiten, bis zu der Therapie für das hyperaktive oder auch ängstliche Kind. Man könnte sagen, dass es für jedes andere Verhalten eine Therapie gibt. Auch die Psychomotorik, die als eine umfassende Therapie gilt, wird als ein Wundermittel mit Breitbandwirkung oftmals angesehen, die den für das Kind schädlichen gesellschaftlichen Veränderungen eine positive Gegenwirkung parat hat (vgl. Zimmer, 2001, S.9 ff.). Das Großwerden in unserer Gesellschaft hat sich für unsere Kinder grundlegend verändert. Der Bewegungs- und Aktionsraum für unsere Kinder ist zu knapp geworden, sodass zweckfreies Spiel und schöpferische Muße zu kurz kommen. Durch die Mediatisierung kommt es zu einer Reizüberflutung und schulischer Dauerstress mit zu hohen Leistungserwartungen führen zu pathogenen Lernbelastungen – emotionale und soziale Aspekte kommen häufig zu kurz. So entstehen bei den Kindern Erregungs- und Gefühlsstauungen, deren Bedürfnisspannung so stark sind, dass die Kinder im hohen Maße abgelenkt, reizbar, überaktiv, unruhig, etc. sind. Eine kindgerechte Art zu einer ausgleichenden Persönlichkeitserziehung ist die Psychomotorik. Doch es entsteht die Frage, was ist die Psychomotorik überhaupt und schafft sie es wirklich, sozusagen als Breitbandantibiotikum jedes andere Verhalten bei Kindern zu korrigieren (vgl. Kiphard, 1980, S.7ff.)? Außerdem stehen im Zusammenhang mit der Psychomotorik eine Menge anderer Begriffe, von der psychomotorischen Erziehung hin zur Motopädagogik oder Mototherapie. Welche Inhalte bzw. Bedeutungen haben diese Begriffe? Vorliegende Ausarbeitung zeigt zunächst die Entstehungsgeschichte der Begriffe und die Abgrenzungen zu einander. Im Folgenden werden dann die Grundgedanken der Motopädagogik dargestellt, als Konzept einer ganzheitlichen Erziehung und Persönlichkeitsbildung über motorische Lernprozesse im Sinne der Psychomotorik. An einigen praktischen Umsetzungsmöglichkeiten wird das Konzept erläutert und es wird dargelegt, warum die Motopädagogik für jeden Grundschullehrer Gegenstand ist im Sportunterricht. Im letzten Teil werden die Weiterbildungsmöglichkeiten zum Motopäden/ Motologen vorgestellt.
* Aus Gründen der sprachlichen Einfachheit und der leichteren Lesbarkeit schließen alle männlichen Begriffe auch die weibliche Form mit ein.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Entstehung und Entwicklung der Motopädagogik/ psychomotorischen Erziehung

3 Begriffsklärung von Motopädagogik und Psychomotorik

4 Die Motopädagogik im Allgemeinen

4.1 Ziele der Motopädagogik

4.2 Inhalte der Motopädagogik

4.3 Prinzipien der Motopädagogik

5 Praktische Umsetzungsmöglichkeiten

6 Motopädagogik in der Sportpädagogik

7 Weiterbildungsmöglichkeiten zum Motopäden/ Motologen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept der Motopädagogik als ganzheitlichen Ansatz zur Persönlichkeitsbildung von Kindern. Ziel ist es, die theoretischen Grundlagen der Psychomotorik darzulegen, praktische Umsetzungsmöglichkeiten für den pädagogischen Alltag – insbesondere im Sportunterricht – aufzuzeigen und einen Überblick über relevante Weiterbildungsmöglichkeiten zu geben.

  • Historische Entwicklung und Begriffsabgrenzung (Psychomotorik vs. Motopädagogik)
  • Kompetenzentwicklung durch Motopädagogik (Ich-, Sach- und Sozialkompetenz)
  • Didaktische Prinzipien wie Ganzheitlichkeit und Kindorientiertheit
  • Konkrete Übungsbeispiele für Körper-, Material- und Sozialerfahrung
  • Integration motopädagogischer Ansätze in die Sportpädagogik

Auszug aus dem Buch

1 Einleitung

Es gibt heute eine Vielzahl an Therapieangeboten, von der Sprachtherapie, einer Therapie gegen Konzentrationsschwierigkeiten, bis zu der Therapie für das hyperaktive oder auch ängstliche Kind. Man könnte sagen, dass es für jedes andere Verhalten eine Therapie gibt. Auch die Psychomotorik, die als eine umfassende Therapie gilt, wird als ein Wundermittel mit Breitbandwirkung oftmals angesehen, die den für das Kind schädlichen gesellschaftlichen Veränderungen eine positive Gegenwirkung parat hat (vgl. Zimmer, 2001, S.9 ff.).

Das Großwerden in unserer Gesellschaft hat sich für unsere Kinder grundlegend verändert. Der Bewegungs- und Aktionsraum für unsere Kinder ist zu knapp geworden, sodass zweckfreies Spiel und schöpferische Muße zu kurz kommen. Durch die Mediatisierung kommt es zu einer Reizüberflutung und schulischer Dauerstress mit zu hohen Leistungserwartungen führen zu pathogenen Lernbelastungen – emotionale und soziale Aspekte kommen häufig zu kurz. So entstehen bei den Kindern Erregungs- und Gefühlsstauungen, deren Bedürfnisspannung so stark sind, dass die Kinder im hohen Maße abgelenkt, reizbar, überaktiv, unruhig, etc. sind. Eine kindgerechte Art zu einer ausgleichenden Persönlichkeitserziehung ist die Psychomotorik.

Doch es entsteht die Frage, was ist die Psychomotorik überhaupt und schafft sie es wirklich, sozusagen als Breitbandantibiotikum jedes andere Verhalten bei Kindern zu korrigieren (vgl. Kiphard, 1980, S.7ff.)?

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit der Psychomotorik angesichts veränderter Lebensbedingungen für Kinder und führt in die zentralen Begriffe und Fragestellungen der Arbeit ein.

2 Entstehung und Entwicklung der Motopädagogik/ psychomotorischen Erziehung: Dieses Kapitel zeichnet den historischen Werdegang nach, insbesondere die Rolle von E.J. Kiphard, und erläutert die Ausdifferenzierung des Fachgebiets zur Motologie.

3 Begriffsklärung von Motopädagogik und Psychomotorik: Hier werden die zentralen Begrifflichkeiten definiert und gegeneinander abgegrenzt, um ein einheitliches Verständnis für die nachfolgenden Abschnitte zu schaffen.

4 Die Motopädagogik im Allgemeinen: Dieser Abschnitt beschreibt die zentralen Ziele der Persönlichkeitsentwicklung sowie die Lernbereiche Körper-, Material- und Sozialerfahrung und legt die sechs pädagogischen Grundprinzipien dar.

5 Praktische Umsetzungsmöglichkeiten: Das Kapitel bietet eine Sammlung konkreter Spiel- und Übungsformen, die zur Förderung der verschiedenen Kompetenzbereiche in der Praxis eingesetzt werden können.

6 Motopädagogik in der Sportpädagogik: Hier wird der Transfer der motopädagogischen Ansätze in den schulischen Sportunterricht und die dortigen Richtlinien thematisiert.

7 Weiterbildungsmöglichkeiten zum Motopäden/ Motologen: Der abschließende Teil informiert über institutionelle Wege zur professionellen Qualifikation im Bereich der Motopädagogik und Motologie.

Schlüsselwörter

Motopädagogik, Psychomotorik, Motologie, Persönlichkeitsentwicklung, Bewegungserziehung, Ich-Kompetenz, Sachkompetenz, Sozialkompetenz, Körpererfahrung, Materialerfahrung, Sozialerfahrung, Ganzheitlichkeit, Kindorientiertheit, Sportpädagogik, Handlungskompetenz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Motopädagogik als einem ganzheitlichen Konzept der Erziehung, das über motorische Lernprozesse die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern fördert.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit deckt die geschichtliche Entwicklung, die begriffliche Einordnung, die pädagogischen Prinzipien sowie die praktische Umsetzung im schulischen und sonderpädagogischen Kontext ab.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den Mehrwert der Motopädagogik für eine ganzheitliche kindliche Entwicklung darzulegen und Lehrkräften fundierte theoretische sowie praktische Ansätze für den Unterricht zu vermitteln.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Es handelt sich um eine theoretische Ausarbeitung, die auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse von Fachkonzepten (wie denen des Aktionskreises Psychomotorik) basiert.

Was umfasst der praktische Hauptteil der Arbeit?

Im Hauptteil werden konkrete Übungsbeispiele für die Körper-, Material- und Sozialerfahrung sowie Möglichkeiten zur Integration dieser Ansätze in den Sportunterricht vorgestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Begriffe sind Psychomotorik, Motopädagogik, Ganzheitlichkeit, Handlungskompetenz und die gezielte Förderung durch Wahrnehmungs- und Bewegungserfahrungen.

Welche Rolle spielt die „Motologie“ innerhalb der Arbeit?

Die Motologie wird als das wissenschaftliche Fachgebiet eingeführt, welches die theoretische Basis für die anwendungsbezogenen Bereiche wie die Motopädagogik und Mototherapie bildet.

Gibt es spezifische Hinweise für Lehrkräfte, die sich professionalisieren wollen?

Ja, im letzten Kapitel werden konkrete Ausbildungsinstitute, wie die Philipps-Universität Marburg oder das Ernst-Kiphard-Berufskolleg, sowie verschiedene Zertifizierungswege für Pädagogen aufgeführt.

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Details

Title
Motopädagogik. Psychomotorische Erziehung
College
University of Dortmund
Grade
1,7
Author
Frank Stefer (Author)
Publication Year
2005
Pages
28
Catalog Number
V42231
ISBN (eBook)
9783638403184
ISBN (Book)
9783656449263
Language
German
Tags
Motopädagogik Erziehung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Frank Stefer (Author), 2005, Motopädagogik. Psychomotorische Erziehung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/42231
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