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Entwicklung beruflicher Handlungskompetenzen in heterogenen Arbeitsgruppen

Titel: Entwicklung beruflicher Handlungskompetenzen in heterogenen Arbeitsgruppen

Hausarbeit , 2018 , 21 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Rita Favata (Autor:in)

Pädagogik - Berufsbildung, Weiterbildung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Haben informelle Lernprozesse in heterogenen Arbeitsgruppen einen höheren Stellenwert und welche hinderlichen und förderlichen Faktoren gilt es zu berücksichtigen?

Durch die Globalisierung und den demografischen Wandel, denaturieren sich die Arbeitswelten für Arbeitnehmer¹ in Betrieben und Institutionen permanent. Infolgedessen stellt dieser Wandel, mit der Vielfalt und Verschiedenartigkeit von Personengruppen, die Verantwortlichen im Management vor große Herausforderungen. Die Arbeitsgruppen unterscheiden sich nicht nur im Alter, Geschlecht oder Nationalität, sondern auch in ihrem Wissen und ihren Erfahrungen. Um ihre Wettbewerbsfähigkeit halten zu können, setzen viele Unternehmen auf die Ausbildung von Nachwuchskräften und auf eine kontinuierliche Unterstützung der beruflichen Kompetenzentwicklung ihrer Beschäftigten. Dasselbe gilt für Institutionen, die eine ausgezeichnete Dienstleistung hervorbringen wollen. In diesem Kontext zeigen empirische Studien auf, dass ein hoher Prozentsatz der beruflichen Handlungskompetenz einer betrieblichen Fachkraft, auf informellen Lernprozessen begründet ist. Formelle Lernprozesse zur beruflichen Kompetenzentwicklung würden die Diversität der Arbeitsgruppen mit ihren unterschiedlichen Wissenserfahrungen nicht berücksichtigen, des Weiteren seien sie im temporären Business des 21. Jahrhunderts zu langsam.

Einführend wird zunächst der Kompetenzbegriff und seine Entwicklung erklärt, bevor das formelle und informelle Lernen beleuchtet wird um dann anschließend heterogene Gruppen in Arbeitsverhältnissen zu explizieren. Nachfolgend werden geeignete Lerntheorien, das situierte- und das kooperative Lernen, aufgezeigt. Mithilfe des Fallbeispiels, „Lernen in der Arbeit – Weiterbildung im Haus Aja Textor – Goethe (ATG) kommt es zu ersten Erkenntnissen wie dem informellen Lernen durch betriebliche Maßnahmen, mehr Raum gegeben werden kann. Auf Grundlage des Vorhergehenden und im Kontext der Frage, ob informelle Lernprozesse in heterogenen Arbeitsgruppen einen höheren Stellenwert haben, sollen nun die hinderlichen und förderlichen Faktoren diskutiert und eruiert werden. Abschließend werden im Fazit die Ergebnisse zusammenfassend dargestellt sowie die Forschungsfrage beantwortet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffe und ihre Deskription

2.1 Kompetenz und Kompetenzentwicklung

2.2 Formelles und Informelles Lernen

2.3 Heterogene Gruppen im Beruf

3 Lernkonzepte und Lernmethoden

3.1 Situiertes Lernen

3.2 Kooperatives Lernen

4 Fallbeispiel: Haus Aja Textor-Goethe (ATG)

4.1 Die Institution

4.2 Rahmenbedingungen

4.3 Lernen und Weiterbildungsbeteiligung in der Arbeit

5 Diskussion der Forschungsfrage

5.1 Hinderliche Faktoren

5.2 Förderliche Faktoren

6 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Stellenwert informeller Lernprozesse in heterogenen Arbeitsgruppen und analysiert, welche hinderlichen und förderlichen Faktoren dabei eine Rolle spielen. Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie informelles Lernen in betriebliche Abläufe integriert werden kann, um die Kompetenzentwicklung von Mitarbeitern nachhaltig zu unterstützen.

  • Informelles Lernen vs. formelles Lernen
  • Kompetenzentwicklung in heterogenen Teams
  • Lerntheoretische Grundlagen (Situiertes und kooperatives Lernen)
  • Fallstudie: Organisationskonzepte am Beispiel des Hauses Aja Textor-Goethe
  • Diskussion von Gelingensbedingungen und Hemmnissen

Auszug aus dem Buch

3.1 Situiertes Lernen

Die Theorie des situierten Lernens geht davon aus, dass sich durch einen aktiven Konstruktionsprozess das Wissen neu entwickelt und festigt. Sie geht davon aus, dass bei traditionellen Unterrichtsformen (Frontalunterricht) das Erlernte zu „trägem Wissen“ verkomme. Der Lehrende hat die Rolle des Coaches (Unterstützer) inne. Er gibt den Lernenden eine Hilfestellung indem er als Experte fungiert und gemeinsam mit ihnen an den Aufgabenstellungen arbeitet. Der Dialog zwischen beiden steht im Mittelpunkt und mit der Zeit lenkt der Experte immer weniger. Die Theorie der situierten Kognition markiert somit die soziale Komponente individuellen Lernens. Wegweisend bei der Weiterentwicklung dieses Ansatzes waren Jean Lave und Etienne Wenger.

The notion of situated learning now appears to be a transistory concept, a bridge, between a view according to which cognitive processes (and thus learning) are primary and a view according to which social practice is the primary, generative phenomenon, and learning is one of its characteristics (Lave u. Wenger 1991, S.34)

Lave und Wenger verdeutlichen somit, dass situiertes Lernen in ihrem Sinne, soziale Praxis als Hauptgrund für Lernen, zu verstehen ist. Infolgedessen betonen sie die jeweilige Praxisgemeinschaft und nicht den zu lernenden Gegenstand als Ziel des Lernens. Im Lernkonzept situiertes Lernen hat dementsprechend die soziale Interaktion eine zentrale Bedeutung. Hier ist die Relevanz des gesellschaftlichen Kontexts zu erkennen: „Die subjektwissenschaftliche Lerntheorie legt deshalb offen, dass und wie sich das individuelle Lernen positionsabhängig, also je nach dem Standort einer Person in der Gesellschaft entwickelt“ (Drees 2016, S. 131). Ein weiteres Konzept des situierten Lernens ist der von Collins (et al., 1989) konstituierter Ansatz des cognitive apprenticeship. „Die Wirkungsweise der community of practice, der kollaborierten Gruppe“ (Gerstenmaier u. Mandl 2001, S. 7)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Herausforderungen der Arbeitswelt durch Globalisierung und demografischen Wandel und formuliert die Forschungsfrage zum Stellenwert informeller Lernprozesse in heterogenen Arbeitsgruppen.

2 Begriffe und ihre Deskription: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Kompetenz und Kompetenzentwicklung, unterscheidet formelle von informellen Lernformen und beleuchtet die Dynamik heterogener Gruppen im beruflichen Kontext.

3 Lernkonzepte und Lernmethoden: Hier werden lerntheoretische Ansätze, speziell das situierte und kooperative Lernen, als Grundlagen für die Kompetenzentwicklung in der neuen Lernkultur vorgestellt.

4 Fallbeispiel: Haus Aja Textor-Goethe (ATG): Dieses Kapitel dient als praktische Fallstudie, in der die Struktur, Rahmenbedingungen und Lernkultur eines konkreten Unternehmens analysiert werden.

5 Diskussion der Forschungsfrage: Die Diskussion eruiert hinderliche und förderliche Faktoren für informelle Lernprozesse in heterogenen Arbeitsgruppen auf Basis des Fallbeispiels.

6 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen, bestätigt den hohen Stellenwert informellen Lernens und fordert ein Umdenken in Wirtschaft und Bildungspolitik.

Schlüsselwörter

Informelles Lernen, Heterogene Arbeitsgruppen, Kompetenzentwicklung, Situiertes Lernen, Kooperatives Lernen, Handlungskompetenz, Organisationsentwicklung, Betriebliche Weiterbildung, Arbeitswelt, Konstruktivismus, Diversität, Qualitätsentwicklung, Organisationskonzept, Lean Management, Führungskultur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung von informellen Lernprozessen für die berufliche Entwicklung von Mitarbeitern, insbesondere innerhalb von heterogenen Arbeitsgruppen in modernen Unternehmen.

Welche thematischen Schwerpunkte werden behandelt?

Die Arbeit fokussiert sich auf die theoretischen Konzepte des situierten und kooperativen Lernens, die praktischen Rahmenbedingungen für Lernen am Arbeitsplatz und die Analyse von förderlichen sowie hinderlichen Einflussfaktoren.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu ergründen, ob informelle Lernprozesse in heterogenen Teams einen höheren Stellenwert einnehmen als formelle Lernformen und wie diese gezielt gefördert werden können.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin nutzt eine Literaturanalyse in Kombination mit einer Fallstudie der Altenwohn- und Pflegeeinrichtung „Haus Aja Textor-Goethe“ zur Exploration der Thematik.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert ausgeführt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine begriffliche Fundierung, die Vorstellung moderner Lernkonzepte, die detaillierte Darstellung des Fallbeispiels sowie die kritische Diskussion der Forschungsfrage.

Welche zentralen Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen informelles Lernen, Kompetenzentwicklung, Heterogenität, Organisationsentwicklung und die neue Lernkultur.

Welche Rolle spielt das „Haus Aja Textor-Goethe“ in der Argumentation?

Es fungiert als konkretes Fallbeispiel für eine lernförderliche Unternehmenskultur, die informelle Lernprozesse als wesentlichen Bestandteil des Organisationserfolgs integriert.

Warum wird die Forcierung informellen Lernens als hinderlicher Faktor eingestuft?

Die Autorin argumentiert, dass eine zu starke Steuerung informeller Lernprozesse durch das Management die Freiwilligkeit untergraben und bei Mitarbeitern Demotivation oder das Empfinden von „Zwang“ auslösen kann.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Entwicklung beruflicher Handlungskompetenzen in heterogenen Arbeitsgruppen
Hochschule
FernUniversität Hagen
Note
1,7
Autor
Rita Favata (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
21
Katalognummer
V423563
ISBN (eBook)
9783668718463
ISBN (Buch)
9783668718470
Sprache
Deutsch
Schlagworte
entwicklung handlungskompetenzen arbeitsgruppen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Rita Favata (Autor:in), 2018, Entwicklung beruflicher Handlungskompetenzen in heterogenen Arbeitsgruppen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/423563
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Leseprobe aus  21  Seiten
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