Es wird davon ausgegangen, dass Emotionen Funktionen für den Menschen erfül-len und so das Leben jedes Individuums beeinflussen, sei es bewusst oder unbe-wusst. Es kann dabei zwar gelernt werden, mit Emotionen umzugehen, um diese Beeinflussung möglichst positiv statt negativ zu verändern, aber sie können nicht abgeschaltet bzw. ausgestellt werden. Ein Mensch kann kein Leben ohne Emotionen führen.
Das Ziel dieser Seminararbeit ist demnach die Erarbeitung dieses Themas mit Hilfe einer Literaturrecherche. Es soll durch Erstellung dieser Literaturzusammenfassung eine Orientierung für das Lehren und Lernen von Wirtschaftspädagoginnen und Wirtschaftspädagogen erbracht werden.
Zur Erarbeitung dieses Themas wird im Anschluss an diese Einleitung zuerst die Funktionsweise des Gehirns erläutert, um die Verarbeitung von Emotionen im Ge-hirn zu verstehen. Daraufhin folgen die Grundlagen von Emotionen, mit Hilfe wel-cher die Emotionen in diesem Werk erarbeitet werden können.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1. Funktionsweise des Gehirns
1.1. Historische Entwicklung der Gehirnforschung
1.2. Aufbau des Gehirns
1.3. Kommunikation im Gehirn
1. Grundlagen von Emotionen
1.1. Definition von Emotionen
1.1. Historische Theorieentwicklungen zu Emotionen
1.2. Funktionen von Emotionen
Zielsetzung & Themen
Das Ziel dieser Arbeit ist die Erstellung einer Literaturzusammenfassung, die als Orientierungshilfe für das Lehren und Lernen von Wirtschaftspädagogen dient, indem sie die Zusammenhänge zwischen Gehirnfunktionen und der Entstehung sowie Verarbeitung von Emotionen verdeutlicht.
- Grundlagen der Gehirnforschung und deren historische Entwicklung
- Aufbau und Funktionsweise des menschlichen Gehirns
- Prozesse der Kommunikation innerhalb des Nervensystems
- Definition und historische Theoriebildungen zu Emotionen
- Evolutionäre Funktionen von Emotionen
Auszug aus dem Buch
1.1. Historische Entwicklung der Gehirnforschung
Bis vor etwa 120 Jahren war das Innenleben des Gehirns nahezu unbekannt. Der erste bedeutende Forscher dieses Gebiets war Santiago Ramón y Cajal, welcher aufgrund der damaligen begrenzten Mittel ausschließlich tote Gehirne von Menschen und Tiere untersuchte. Allerdings musste sich Cajal aufgrund dessen die Vorgänge bei Funktionieren des Gehirns vorstellen bzw. darüber spekulieren. Dies führte Cajal rein dadurch aus, indem er Gehirnzellen unter dem Mikroskop beobachtete. So gelang es ihm, die Abläufe in den Gehirnzellen zu beschreiben (Cajal 1999).
Ab dem Beginn des 20. Jahrhunderts widmete sich die Forschung in Europa, den USA sowie in Australien den grundlegenden Mechanismen der elektrochemischen Signalübertragung. Es wurde ebenso an den verschiedenen Hirnbereichen geforscht und versucht herauszufinden, welches Hirnareal wofür zuständig ist (Hagner 2013, Singer 2013). Berühmt wurde hierbei das Modell von Paul Mac-Lean aus den 1940er-Jahren, der das Gehirn des Menschen einteilte. MacLean rechnete die verschiedenen Hirnregionen des Menschen unterschiedlichen Stufen seiner evolutionären Entwicklung zu. MacLean zufolge bestand das Gehirn aus drei Gehirnen, welche das „stammesgeschichtliche alte Reptiliengehirn“, das „frühe Säugerhirn“ und das „entwickelte Säugerhirn“. Mac-Lean meinte dabei, dass das entwickelte Säugerhirn ungeachtet der evolutionär älteren Gehirnbereiche arbeitet. Er nahm somit an, dass diese Dreiteilung sehr strikt sei. Mac-Lean zufolge gäbe es zwischen dem Neocortex und dem limbischen System nur wenige Verbindungen. Demnach seien Emotion und Verstand eindeutig in zwei verschiedene Bereiche geteilt (Hagner 2013; Hagner 2002).
Dies gilt inzwischen als widerlegt. Die intensive und vielseitige Verbindung ist für die Funktionsweise des menschlichen Gehirns wesentlich, da durch sie die Art und Weise, wie die Instinkte, das Wollen, das Denken und auch das Fühlen tatsächlich funktionieren, erklärt wird (Hagner 2013). Das nächste Unterkapitel beschäftigt sich aus diesem Grund mit dem Aufbau des Gehirns nach derzeitigem wissenschaftlichen Stand.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Arbeit gibt einen Überblick über die Bedeutung von Emotionen für den Menschen und definiert das Ziel, durch Literaturrecherche eine Orientierung für lehrende Wirtschaftspädagogen zu schaffen.
1. Funktionsweise des Gehirns: Dieses Kapitel erläutert die historische Forschung, den anatomischen Aufbau des Gehirns sowie die neuronalen Kommunikationsmechanismen.
1. Grundlagen von Emotionen: Hier werden der Emotionsbegriff definiert, historische Theorien kritisch betrachtet und die evolutionären Funktionen von Emotionen für das menschliche Verhalten dargelegt.
Schlüsselwörter
Gehirnforschung, Emotionen, Wahrnehmung, Neuron, Synapsen, Aufmerksamkeit, Lernprozesse, Neurobiologie, Bewertungstheorie, Kognition, Intentionalität, Wirtschaftspädagogik, Verhaltensregulation, limbisches System, Neocortex.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den grundlegenden Zusammenhängen zwischen der Funktionsweise des menschlichen Gehirns und der Entstehung sowie Verarbeitung von Emotionen im Kontext des Lernens.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die Schwerpunkte liegen auf der Anatomie des Gehirns, den neuronalen Kommunikationswegen, der Definition von Emotionen sowie der evolutionären Bedeutung und Funktion emotionaler Prozesse.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Arbeit?
Ziel ist es, eine Literaturzusammenfassung zu erstellen, die Wirtschaftspädagogen dabei unterstützt, Emotionen und deren Einfluss auf den Lernerfolg besser zu verstehen und in ihre Lehrtätigkeit zu integrieren.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und -auswertung wissenschaftlicher Publikationen aus den Bereichen der Gehirnforschung und Emotionspsychologie.
Welche Inhalte werden im Hauptteil der Arbeit primär behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Gehirnstruktur und -funktion sowie die theoretische Fundierung von Emotionen, inklusive der Abgrenzung zu Stimmungen.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Wichtige Begriffe sind Gehirnforschung, Emotionen, Aufmerksamkeit, Kognition und der Zusammenhang zwischen biologischen Prozessen und dem Lernerfolg.
Welche Rolle spielt die Aufmerksamkeit für den Lernerfolg in dieser Arbeit?
Aufmerksamkeit wird als essenzieller Faktor für den Lernerfolg identifiziert, wobei betont wird, dass Emotionen eine bedeutende Rolle dabei spielen, worauf sich der Mensch konzentriert.
Wie unterscheidet die Arbeit zwischen Emotionen und Stimmungen?
Emotionen werden durch eine spezifische Intentionalität und eine körperliche/kognitive Auswirkung charakterisiert, während Stimmungen oft keinen expliziten Bezugspunkt haben und meist von längerer Dauer sind.
- Arbeit zitieren
- Alexander Lang (Autor:in), 2018, Gehirn und Emotionen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/423908