Diese Arbeit gibt einen Überblick über die Geschichte der Menschenrechte, beginnend in der Antike bis hin zur Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte im Jahre 1948. Die verschiedenen Stationen, die sich in der Geschichte dazwischen finden, werden dargestellt, visualisiert und eingeordnet. Darunter sind unter anderem die Magna Charta Libertatum, die Unabhängigkeitserklärung der USA, die Déclaration des droits de l’homme et du citoyen, die Genfer Konventionen und die Bedeutung der Vereinten Nationen.
Inhaltsverzeichnis
1. Wurzeln der Menschenrechte in der Antike
2. Die Ausbreitung der Menschenrechte im Laufe der Zeit
a) Die Magna Charta Libertatum (1215)
b) Unabhängigkeitserklärung der USA (1776)
c) Die Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika (1787) und die Bill of Rights (1791)
d) Déclaration des droits de l’homme et du citoyen (1789)
e) Die Genfer Konventionen (1864)
f) Die Vereinten Nationen (1945)
g) Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (1948)
3. Fazit
4. Literatur- und Quellenverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung der Menschenrechte von der Antike bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts. Ziel ist es, anhand zentraler Dokumente aufzuzeigen, wie sich grundlegende Rechtsprinzipien etabliert und im Laufe der Zeit von nationalen Verfassungen hin zu internationalen Abkommen gewandelt haben.
- Wurzeln und frühe Konzepte von Naturrecht und Gleichheit in der Antike
- Bedeutung historischer Grundsatzdokumente wie der Magna Charta und der amerikanischen Verfassung
- Analyse der Französischen Revolution und der Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte
- Rolle der Genfer Konventionen und der Vereinten Nationen für den internationalen Schutz
- Vergleichende Betrachtung der Kontinuität zentraler Prinzipien wie der Religionsfreiheit
Auszug aus dem Buch
Die Magna Charta Libertatum (1215)
Am Anfang des 13. Jahrhunderts war England unter normannischer Herrschaft. Dabei regierte zu dieser Zeit König Johann von England. Er galt als „halsstarrig und verschlagen“, da er in dauerhafte Territorialstreitigkeiten mit Frankreich hatte, wober er Herzog Arthur von der Bretagne als Kriegsgefangenen hinrichten ließ. Außerdem stand er in einer Dauerfehde mit Papst Innocenz III, was 1209 zum Kirchbann Johann von Englands führte. Nicht zuletzt kam es in England zu dieser Zeit zu einer gewaltigen Finanz- und Steuerkrise. All dies führte dazu, dass er beim Volk sehr unbeliebt war.
Folge war nun, dass die Adligen 63 Paragraphen verfassten, um die starrsinnige und willkürliche Herrschaft Johanns einzuschränken. Am 18. Juni 1215 auf der Themse-Insel Runnymede unweit von Windsor wurde Johann von England schließlich auf allgemeinem Druck hin gezwungen diese 63 Paragraphen zu unterschreiben. Somit wurde eines der wichtigsten Dokumente in der Geschichte des Mittelalters, die Magna Charta Libertatum (der Große Freiheitsbrief) geltendes Recht.
Die Magna Charta enthält wichtige Rechtsgrundsetze, die bis heute im Sinne der Menschenrechte Bedeutung haben. Dazu gehören „das Recht der Kirche, frei von Einmischung durch die Regierung zu sein, die Rechte aller freien Bürger, Eigentum zu besitzen und zu erben und vor übermäßigen Steuern geschützt zu werden. Sie führte das Recht von Witwen ein, die Eigentum besaßen, die Wahl zu treffen, nicht noch einmal zu heiraten, und sie führte die Prinzipien eines ordentlichen Gerichtsverfahrens und der Gleichheit vor dem Gesetz ein. Sie enthielt auch Bestimmungen, die Bestechung und Amtsverletzung verbieten.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Wurzeln der Menschenrechte in der Antike: Dieses Kapitel erläutert die Ursprünge der Menschenrechte, beginnend mit dem Kyros-Zylinder bis hin zu den philosophischen Ansätzen der griechischen Antike und der römischen Stoa.
2. Die Ausbreitung der Menschenrechte im Laufe der Zeit: Hier werden chronologisch wichtige Verfassungen und Abkommen vorgestellt, die Menschenrechte kodifizieren, von der Magna Charta bis zur Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte.
3. Fazit: Das Fazit stellt fest, dass sich die Grundprinzipien über die Jahrhunderte kaum gewandelt haben, jedoch eine deutliche Internationalisierung der Schutzinstrumente erkennbar ist.
4. Literatur- und Quellenverzeichnis: Dieses Verzeichnis listet sämtliche verwendeten Buch- und Internetquellen auf, die zur Erstellung der Arbeit herangezogen wurden.
Schlüsselwörter
Menschenrechte, Magna Charta, Bill of Rights, Französische Revolution, UN-Charta, Genfer Konventionen, Naturrecht, Freiheit, Gleichheit, Rechtsstaatlichkeit, Religionsfreiheit, Internationale Abkommen, Deklaration, Schutz der Person, Geschichte
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet einen historischen Überblick über die Entstehung und Entwicklung von Menschenrechtskonzepten, von antiken Vorläufern bis hin zur Etablierung moderner internationaler Standards nach 1945.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die schriftliche Fixierung von Grundrechten in Verfassungen, der Schutz des Einzelnen vor staatlicher Willkür und die Entwicklung von nationalen Gesetzen zu verbindlichen internationalen Abkommen.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, die historische Kontinuität zentraler Menschenrechtsprinzipien aufzuzeigen und die Transformation von nationalen Dokumenten hin zu einem globalen Verständnis zu verdeutlichen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine chronologische, dokumentengestützte Analyse angewandt, bei der zentrale Rechtsquellen in ihren historischen Kontext gestellt und ihre Kernaussagen durch Quellenzitate belegt werden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert Schlüsselquellen wie den Kyros-Zylinder, die Magna Charta, die amerikanische Unabhängigkeitserklärung, die französische Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte, die Genfer Konventionen sowie die Charta der Vereinten Nationen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Schlüsselwörter umfassen Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit, Internationalisierung, Freiheit, Gleichheit und die historischen Grunddokumente der verschiedenen Epochen.
Inwiefern hat sich der Fokus der Menschenrechte über die Zeit verschoben?
Die Arbeit zeigt, dass während frühe Dokumente eher nationale Freiheitsrechte gegen einen Herrscher definierten, spätere Abkommen wie die Genfer Konventionen oder die UNO-Charta den Fokus auf universelle, länderübergreifende Schutzgarantien legten.
Welche Bedeutung kommt dem Kyros-Zylinder zu?
Er wird als weltweit erste Charta der Menschenrechte identifiziert, deren Inhalte in Bezug auf Religionsfreiheit und soziale Gleichheit bereits erste Ähnlichkeiten mit heutigen Artikeln der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte aufweisen.
Wie unterscheidet sich die Rolle der Vereinten Nationen von früheren Verträgen?
Im Gegensatz zu rein nationalen Verfassungen fungieren die Vereinten Nationen als länderübergreifende Organisation, die durch internationale Abkommen wie die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte einen weltweiten Standard setzt.
Was zeigt das Fazit bezüglich der Religionsfreiheit?
Die Analyse verdeutlicht, dass das Prinzip der Religionsfreiheit ein zeitloses Menschenrecht darstellt, das sich durch nahezu alle untersuchten historischen Dokumente als konstanter Bestandteil zieht.
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- Andreas Stadler (Author), 2012, Die Geschichte der Menschenrechte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/423985