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Der Hörverstehensprozess im Französischunterricht für Lernende mit deutscher Muttersprache

Titel: Der Hörverstehensprozess im Französischunterricht für Lernende mit deutscher Muttersprache

Bachelorarbeit , 2017 , 29 Seiten , Note: 3,3

Autor:in: Nilofar Nassiri (Autor:in)

Didaktik für das Fach Französisch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem weit strukturiertem Thema des Hörverstehensprozesses im Französischunterricht für Lernende mit deutscher Muttersprache. Der Blick richtet sich auf das Zusammenspiel von Hören und Verstehen als zentraler Teil der fremdsprachlichen Kommunikativen Kompetenz. Die Aufnahme und die Verarbeitung rezeptiver Kompetenzen ist generell nicht beobachtbar, da sie mental verarbeitet werden. Vor allem liegt die Wichtigkeit des Hörverstehens darin, dass sich darunter auch die produktiven Fertigkeiten aktivieren lassen.

Erst wenn das Gehörte oder Gelesene aufgenommen und verstanden wird, kann in Gedanken eine schriftliche oder mental eine mündliche Äußerung bzw. Reaktion entstehen. Dementsprechend zählen auch psychologische Aspekte, ebenso wie Kognitive Prozesse und Verarbeitungsverfahren in dieses Gebiet. Hierbei wird das Zusammenspiel der bottom-up und top-down Verfahren vorgestellt, da diese Prozesse die Art und Weise wie das Gehörte wahr genommen und mental verarbeitet wird, darstellen. Daran erkennt man, dass nicht nur spezifisches linguistisches Wissen erfordert wird, sondern auch Hintergrundinformationen bzw. Allgemeinwissen zum Thema des Hörtextes.

Das Hörverstehen besteht somit aus mehreren Schichten, das eine Schwierigkeit im Fremdsprachenunterricht ausmacht. Unsere Fragestellung bezieht sich insbesondere auf die Herausforderungen, die sich bei der Auseinandersetzung mit den sprachlichen Merkmalen des Französischen für deutsche Muttersprachler ergeben. Da das phonetische System des Französischen von einer besonderen Komplexität gekennzeichnet ist, soll diese Komplexität Schülerinnen und Schülern bewusst gemacht und zur Entwicklung des Hörverstehen in mündlichen Texten erkannt werden.

Auf die Betonung und Aussprache von nasalen bedeutungsunterscheidenden Einheiten sowie die Artikulation von französischen Besonderheiten wie die "liaison" oder das "e caduc" wird in Kapitel 3.1 hingewiesen. Diese sprachlichen Eigenschaften stellen wie so oft Hindernisse für die Lernenden mit deutscher Muttersprache dar, zumal die häufigsten Hörtextbeispiele im Französischunterricht Alltagsdialoge sind, an denen es manchmal an Authenzität fehlt. Wir werden also einige Übungsbeispiele besprechen und anschließend Lösungen für die Verbesserung des Hörverstehens vorschlagen, die sich sowohl an Lehrkräfte und als auch an die Lernenden richtet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

1.1 Hörverstehen als Untersuchungsgegenstand

1.1.1 Hörverstehen als Zusammenspiel von bottom-up und top-down Prozesse

1.1.2 Hörverstehen als mehrschichtiges Konstrukt

1.2 Teilkompetenz im Bereich Hörverstehen

2. Hörverstehen im Französischunterricht

2.1 Merkmale der französischen Intonation und Betonung

2.1.1Nasale Phoneme und stumme Konsonanten

2.1.2 Das e caduc, muet, instable

2.1.3 Die Liaison

3. Authenzität im Französischunterricht

3.1 Vorteile der Authenzität

3.1.1 Nachteile der Authenzität

3.2 Zur Nutzung von Alltagsdialogen im Hörverstehensunterricht

4. Herausforderung des Hörverstehen im Französischunterricht für Lernende mit deutscher Sprache

4.1 Differenzierte Förderung des Hörverstehen unter Berücksichtigung der Teilkompetenz

4.1.1 Musik zur Förderung des Hörverstehen

4.1.2 Phonetische Aufgaben zur Förderung des Hörverstehen

4.1.3 Das Drei-Phasen-Modell

4.1.4 Förderung des Hörverstehens durch Dialoge

4.2 Zusammenfassung und Schlussfolgerung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den komplexen Prozess des Hörverstehens im Französischunterricht, speziell unter Berücksichtigung der Herausforderungen für Lernende mit deutscher Muttersprache. Das zentrale Ziel ist es, die Schwierigkeiten bei der Erfassung französischer phonetischer Besonderheiten zu analysieren und methodische Lösungsansätze für eine gezielte Förderung dieser rezeptiven Kernkompetenz aufzuzeigen.

  • Analyse des Hörverstehensprozesses als Zusammenspiel von bottom-up und top-down Verfahren.
  • Untersuchung spezifischer sprachlicher Merkmale des Französischen wie Liaison, E caduc und nasale Phoneme.
  • Diskussion des Stellenwerts von Authentizität bei der Auswahl von Hörtexten im Unterricht.
  • Vorstellung von methodischen Strategien wie dem Drei-Phasen-Modell zur Förderung des Hörverstehens.

Auszug aus dem Buch

2.1.2 Das e muet, caduc, instable

„La question du (ə) muet est la plus difficile et la plus controversée de toutes celles que soulève la prononciation française“ (Klein 1982 : 90) Damit wird bereits die nächste Komplexität vorausgesagt. Das e ist nicht eben immer stumm, denn es ist von der konsonantischen Umgebung abhängig, wann dieser Laut tatsächlich stumm, schwach artikuliert oder vollkommen betont wird.

Beispielsweise ist es im Wort „la rue“ stumm, in „le premier“ schwach und sogar ganz betont. Aus diesem Grund wird dieser neutrale Vokal, der ohne einen speziellen Stimmdruck artikuliert wird, in e caduc oder e instable eingeteilt. Das e ist nach Vokal am Silbenende immer stumm: vie, joue, aiguë, bei der Elision vor vokalisch anlautendem Wort: un arbr(e) immense oder als reines Schreibzeichen: nous mangeons, la gageure, l‘eau. Für das e instable soll nach Klein das „Drei-Konsonanten-Gesetz“, verantwortlich sein: „Le (ə) caduc ne se prononce obligatoirement que lorsqu‘il est nécessaite pour éviter la rencontre de trois consonnes. Son maintenant ou sa chute dépend essentiellement de ce qui précède“ (Klein 1982 : 92).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Die Einleitung verortet das Hörverstehen als zentrale fremdsprachliche Kompetenz und umreißt die theoretischen Grundlagen des kognitiven Verarbeitungsprozesses.

2. Hörverstehen im Französischunterricht: Dieses Kapitel erläutert die spezifischen phonetischen Herausforderungen des Französischen, wie die Intonation, Betonung, nasale Phoneme und das E caduc.

3. Authenzität im Französischunterricht: Hier wird der Wert von authentischem Material diskutiert sowie die Rolle von Alltagsdialogen im Fremdsprachenerwerb kritisch reflektiert.

4. Herausforderung des Hörverstehen im Französischunterricht für Lernende mit deutscher Sprache: Dieser Abschnitt analysiert die besonderen Schwierigkeiten für deutsche Muttersprachler und präsentiert methodische Förderansätze, inklusive des Drei-Phasen-Modells.

Schlüsselwörter

Hörverstehen, Französischunterricht, Fremdsprachendidaktik, Phonetik, Liaison, Bottom-up, Top-down, Authenzität, Kommunikative Kompetenz, Drei-Phasen-Modell, E caduc, Sprachwahrnehmung, Rezeption, Didaktik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der komplexen Kompetenz des Hörverstehens im Französischunterricht und untersucht, wie Lernende mit deutscher Muttersprache diesen Prozess erfolgreich meistern können.

Welche zentralen Themenfelder deckt die Arbeit ab?

Die zentralen Felder sind die kognitive Psychologie des Hörverstehens, französische phonetische Besonderheiten sowie didaktische Strategien zur gezielten Förderung im schulischen Kontext.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Herausforderungen für deutsche Lernende beim Erwerb des französischen Hörverstehens aufzuzeigen und methodische Lösungen zur Verbesserung dieser Kernkompetenz anzubieten.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Autorin nutzt eine fundierte Literaturanalyse und fachdidaktische Theoriebildung, um den Prozess des Hörverstehens und seine methodische Förderung zu beleuchten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Analyse phonetischer Merkmale (Liaison, Nasale, E caduc), der Bedeutung von Authentizität bei Hörtexten sowie konkreten Unterrichtsmodellen wie dem Drei-Phasen-Modell.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Kommunikative Kompetenz, rezeptive Fertigkeiten, phonetische Diskriminierung, Sprachwahrnehmung und methodische Progression.

Warum stellt das "E caduc" eine besondere Herausforderung dar?

Das E caduc ist laut der Arbeit kontextabhängig stumm, schwach oder betont, was für Lernende aufgrund komplexer konsonantischer Regeln, wie dem Drei-Konsonanten-Gesetz, eine hohe Schwierigkeit darstellt.

Welche Rolle spielt die Selbstevaluation im Lernprozess?

Selbstevaluation ermöglicht es den Lernenden laut der Autorin, ihre individuellen Stärken und Schwächen im Französischunterricht besser einzuschätzen und den eigenen Lernfortschritt aktiv zu gestalten.

Ende der Leseprobe aus 29 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Hörverstehensprozess im Französischunterricht für Lernende mit deutscher Muttersprache
Hochschule
Universität Potsdam  (Institut für Romanistik)
Note
3,3
Autor
Nilofar Nassiri (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
29
Katalognummer
V424019
ISBN (eBook)
9783668694583
ISBN (Buch)
9783668694590
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Hörverstehen Französischunterricht Kommunikative Kompetenzen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nilofar Nassiri (Autor:in), 2017, Der Hörverstehensprozess im Französischunterricht für Lernende mit deutscher Muttersprache, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/424019
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Leseprobe aus  29  Seiten
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