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Handlungs-und produktionsorientierter Literaturunterricht anhand des Konzeptes "Lernen mit Kopf, Herz und Hand"

Title: Handlungs-und produktionsorientierter Literaturunterricht anhand des Konzeptes "Lernen mit Kopf, Herz und Hand"

Essay , 2016 , 9 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Anonym (Author)

Didactics - German Studies
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Das Prinzip des Pädagogen Johann Heinrich Pestalozzi "Lernen mit Kopf, Herz und Hand" beschreibt eines der bekanntesten reformpädagogischen Konzepte. Dieses Prinzip macht sich der handlungs- und produktionsorientierte Literaturunterricht zu eigen, der in den 80er Jahren als Weiterentwicklung und Ergänzung des bisher hauptsächlich analytischen Literaturunterrichts entstanden ist. Dieser Ansatz will die SuS dazu anzuregen sich aktiv mit literarischen Texten zu beschäftigen, um in Zeiten der Technisierung die Literatur wieder interessant zu machen und die Lesebereitschaft zu fördern.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ausgangspunkte und Zielsetzung

3. Parallelen zum außerschulischen Umgang mit Künsten

4. Methodische Grundtypen

5. Kritische Auseinandersetzung

6. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterricht als reformpädagogische Weiterentwicklung des traditionellen, analytischen Literaturunterrichts mit dem Ziel, die Lesebereitschaft durch aktive Schülereinbindung zu fördern.

  • Historische Einordnung und pädagogische Konzepte des Lernens mit Kopf, Herz und Hand.
  • Theoretische Begründung und Ziele des handlungs- und produktionsorientierten Ansatzes.
  • Methodische Verfahren wie Transformation, Inszenierung und die Arbeit mit Fragmenten.
  • Kritische Reflexion über Aufwand, Schülermotivation und die Gefahr der fachlichen Entwertung.
  • Empfehlungen zur integrativen Anwendung dieses Ansatzes im Gesamtkontext des Unterrichts.

Auszug aus dem Buch

3. Parallelen zum außerschulischen Umgang mit Künsten

Der handlungs- und produktionsorientierte Literaturunterricht hat sich Verfahren des außerschulischen Umgangs mit Künsten zu Eigen gemacht (Restauration, Transformation und Inszenierung), denn „[…] wenn Schülerinnen und Schüler selber Texte ergänzen, zusammensetzen, umgestalten, inszenieren, dann gewinnen sie sozusagen ein handwerkliches Verhältnis zur Literatur, sie sehen sich angehalten, genau zu lesen, und können zugleich ihre eigenen Vorstellungen einbringen“.

Bei dem Versuch der Wiederherstellungen eines unvollständigen Werkes wird die intensive Auseinandersetzung mit den übriggebliebenen Fragmenten des Originals automatisch angekurbelt. Im handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterricht wird dieses Verfahren insofern eingesetzt, das SuS Lücken eines literarischen Textes, beispielsweise eines Gedichts, füllen müssen und somit dazu angeregt werden literarisch und poetisch zu handeln, da sie sich von den vorhandenen Elementen inspirieren lassen und sie mit ihren eigenen Vorstelllungen verbinden (vgl. Haas, Menzel, Spinner, 1994: 20). Bei der Transformation geht es darum ein vorhandenes Werk seinen eigenen Vorstellungen nach kreativ umzugestalten. Voraussetzung für dieses Verfahren ist die intensive Auseinandersetzung mit ihm. Umgestaltende Verfahren im handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterricht sind beispielsweise die Kreation eines Analogiegedichts, die Umgestaltung des Textendes, die Veränderung des Genres (Umgestaltung einer Komödie in ein Drama) etc. Bei der Inszenierung geht es darum ein Werk szenisch, bildlich oder musikalisch darzustellen, auch dafür ist die intensive Auseinandersetzung mit dem Original unumgänglich.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des reformpädagogischen Konzepts und der zentralen Vertreter des handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterrichts.

2. Ausgangspunkte und Zielsetzung: Erläuterung des Lernprinzips "Learning by doing" und dessen Bedeutung für die aktive Auseinandersetzung mit Literatur zur Förderung der Schülermotivation.

3. Parallelen zum außerschulischen Umgang mit Künsten: Darstellung von Verfahren wie Restauration, Transformation und Inszenierung als handwerkliche Zugänge zur Literatur.

4. Methodische Grundtypen: Beschreibung spezifischer Unterrichtsmethoden wie "vom Fragment zum Text" und "vom Original zur Transformation".

5. Kritische Auseinandersetzung: Reflexion über potenzielle Nachteile wie Zeitaufwand, Motivationsprobleme und die Gefahr einer inhaltlichen Vernachlässigung des Originaltextes.

6. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten fachwissenschaftlichen Quellen.

Schlüsselwörter

Literaturunterricht, Handlungs- und produktionsorientierter Unterricht, Lernen mit Kopf Herz und Hand, Reformpädagogik, Transformation, Inszenierung, Textanalyse, Schülermotivation, Leselust, Analogie, Interpretationsgespräch, Lerntypen, Literaturdidaktik, Kreativität, Medienkompetenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterricht, der als Alternative zum rein analytischen Unterricht entstanden ist, um Schüler aktiv in den Lernprozess einzubeziehen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den Kernbereichen gehören das pädagogische Konzept des "Lernens mit Kopf, Herz und Hand", verschiedene methodische Verfahren wie Transformation und Inszenierung sowie die kritische Reflexion des Ansatzes.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie durch handlungsorientierte Methoden die Lesebereitschaft und das tiefe Verständnis literarischer Texte trotz technischer Dominanz in der heutigen Gesellschaft gefördert werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf die Auswertung und Diskussion von Basisartikeln bekannter Fachdidaktiker wie Haas, Menzel und Spinner.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen, die Erläuterung methodischer Grundtypen und eine kritische Auseinandersetzung mit den Vor- und Nachteilen des Konzepts.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt charakterisieren?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Literaturdidaktik, Handlungs- und Produktionsorientierung, Kreativität, Lerntypen und Schülermotivation definiert.

Warum wird der traditionelle Literaturunterricht teilweise kritisiert?

Kritisiert wird, dass ein rein analytischer Ansatz SuS die Möglichkeit nimmt, eigene Vorstellungen einzubringen, was zu Desinteresse und passiven Lernhaltungen führen kann.

Wie gehen Lehrkräfte mit Schülern um, die bei analogen Texten an ihre Grenzen stoßen?

Der Ansatz setzt auf Individualisierung und Differenzierung, wobei gestalterische Aufgaben (wie Comics) Schülern helfen können, sich einem Text auch ohne perfekte sprachliche Ausdrucksfähigkeit zu nähern.

Ist der handlungs- und produktionsorientierte Unterricht als alleinige Lehrmethode gedacht?

Nein, Experten wie Kaspar H. Spinner betonen, dass dieser Ansatz nicht vereinseitigt werden sollte, sondern als ergänzende Methode innerhalb eines größeren Lernprozesses dienen muss.

Gibt es Gefahren bei der Anwendung dieser Methoden?

Ja, Kritiker warnen davor, dass die intensive Beschäftigung mit produktiven Verfahren von der inhaltlichen Substanz des Originaltextes ablenken könnte, weshalb eine gute Abstimmung der Methoden essenziell ist.

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Details

Title
Handlungs-und produktionsorientierter Literaturunterricht anhand des Konzeptes "Lernen mit Kopf, Herz und Hand"
College
University of Wuppertal
Grade
2,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2016
Pages
9
Catalog Number
V424022
ISBN (eBook)
9783668693708
ISBN (Book)
9783668693715
Language
German
Tags
Literaturunterricht Methoden Handlungsorientierung Produktionsorientierung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2016, Handlungs-und produktionsorientierter Literaturunterricht anhand des Konzeptes "Lernen mit Kopf, Herz und Hand", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/424022
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