In dieser Hausarbeit werden unterschiedliche theoretische Grundlagen zu dem Thema „Lesekompetenz“ vermittelt. Die Kompetenzstufen nach IGLU 2011 sowie das Mehrebenenmodell nach Rosebrock und Nix finden sich in diesen Erläuterungen wieder. Neben diesen Möglichkeiten Lesekompetenz zu messen, zu ermitteln und zu fördern, werden auch die Bildungsstandards kurz beleuchtet. Diese sind der Grundbaustein eines jeden didaktisch - pädagogischen Handelns auf Seiten der Sachebene in der Schule und setzen somit auch ein Grundgerüst für den Aufbau des Deutschunterrichts. Für diese Hausarbeit werden allerdings nur die Aspekte des Bereiches „Lesen – mit Texten und Medien umgehen“ genauer beschrieben und analysiert, da diese im Fokus stehen. Nach den theoretischen Grundlagen werden zwei ausgewählte Texte aus dem Lesebuch „Papiertiger Sprachlesebuch 3“ miteinander theoriegestützt, sowie didaktisch, verglichen.
Inhaltsverzeichnis
II. Hinführung und Eingrenzung des Themenbereiches
III. Theoretische Grundlage zum Thema „Lesekompetenz“
3.1 Internationale Grundschul-Lese-Untersuchung (IGLU)
3.2 Mehrebenenmodell nach Rosebrock / Nix
3.3 Bildungsstandards im Fach Deutsch für die Grundschule
IV. Analyse der ausgewählten Texte und deren Aufgaben
4.1 Text: „Krimskrams“
4.2 Text: „Der Glückstag“
V. Vergleich beider Texte und deren Aufgaben
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, die theoretischen Grundlagen der Lesekompetenz anhand prominenter Modelle wie IGLU 2011 und dem Mehrebenenmodell von Rosebrock und Nix zu erörtern. Im Zentrum steht die Untersuchung, wie Unterrichtsmaterialien – konkret zwei Texte aus dem Sprachlesebuch „Papiertiger 3“ – didaktisch gestaltet sind, um Lesekompetenz auf verschiedenen Niveaus zu fördern und den Anforderungen der Bildungsstandards gerecht zu werden.
- Analyse der Lesekompetenzmodelle IGLU und Rosebrock/Nix
- Bedeutung der Bildungsstandards für den Deutschunterricht
- Didaktische Untersuchung von Lesetexten und Aufgabenstellungen
- Förderung von Lesemotivation und Reflexionsprozessen
- Vergleich von Ansätzen des handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterrichts
Auszug aus dem Buch
3.1 Internationale Grundschul-Lese-Untersuchung (IGLU)
„Internationale Grundschul – Lese- Untersuchung“, kurz IGLU ist eine international vergleichende Schulleistungsstudie, die alle fünf Jahre durchgeführt wird. Die erste IGLU Studie wurde im Jahr 2001 realisiert. Das Augenmerk dieser Studie liegt in dem Vergleich der Leseleistungen von Schülern und Schülerinnen am Ende der vierten Klasse im internationalen Bereich.
IGLU entwickelte genau wie PISA, eine theoretische Struktur, anhand dieser die Leseleistung der Schülerinnen und Schüler korrekt gemessen werden soll. Die Struktur dient als Ausgangspunkt für die Kompetenzstufen I-V. mithilfe dieser Stufen analysiert und misst IGLU die Lesekompetenz. Als Rahmenkonzept der Entwicklung der theoretischen Struktur diente der „reading literacy“ Gedanke. Dieser Gedanke bezeichnet „reading literacy“ als Fähigkeit „[l]esen in unterschiedlichen, für die Lebensbewältigung praktisch bedeutsamen Verwendungssituationen einsetzen zu können“
Zusammenfassung der Kapitel
II. Hinführung und Eingrenzung des Themenbereiches: Einleitung in die theoretischen Grundlagen der Lesekompetenz und Erläuterung der Auswahl von Texten aus dem Sprachlesebuch für die Analyse.
III. Theoretische Grundlage zum Thema „Lesekompetenz“: Vorstellung der IGLU-Studie, des Mehrebenenmodells von Rosebrock und Nix sowie der Bildungsstandards als theoretisches Fundament der Arbeit.
IV. Analyse der ausgewählten Texte und deren Aufgaben: Detaillierte Untersuchung und didaktische Einordnung der Aufgaben zu den Texten „Krimskrams“ und „Der Glückstag“ hinsichtlich der Kompetenzstufen.
V. Vergleich beider Texte und deren Aufgaben: Synthese der Analyseergebnisse, wobei die handlungsorientierten Aspekte sowie die Förderung der Meinungsbildung als zentrale Ziele gegenübergestellt werden.
Schlüsselwörter
Lesekompetenz, IGLU, Rosebrock und Nix, Mehrebenenmodell, Bildungsstandards, Grundschule, Leseförderung, Textanalyse, didaktische Analyse, Lesemotivation, Literaturunterricht, Leseverstehen, Lesesozialisation, Anschlusskommunikation, Kompetenzstufen
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse von Lesekompetenz im Grundschulalter, indem theoretische Modelle mit der praktischen Anwendung in Unterrichtsmaterialien verknüpft werden.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der theoretischen Modellierung von Leseprozessen, der praktischen Aufgabenanalyse in Sprachlesebüchern und der Umsetzung von Bildungsstandards.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die didaktische Eignung von Aufgabenstellungen zu bewerten und aufzuzeigen, wie diese verschiedene Kompetenzstufen der Leser fördern können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine theoriegestützte Analyse von Unterrichtsmaterialien durchgeführt, bei der Aufgabenformate systematisch anhand von Modellen wie IGLU und Rosebrock/Nix evaluiert werden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Untersuchung der Texte „Krimskrams“ und „Der Glückstag“ sowie deren Aufgabenstellungen im Kontext der Lesekompetenzmodelle.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Lesekompetenz, IGLU, Mehrebenenmodell, Bildungsstandards, didaktische Analyse und handlungsorientierter Literaturunterricht.
Wie unterscheidet sich die methodische Herangehensweise bei den beiden analysierten Texten?
Während „Krimskrams“ primär auf kreatives Schreiben durch Perspektivenwechsel abzielt, liegt der Fokus bei „Der Glückstag“ stärker auf der Meinungsbildung und Reflexion von Figurenverhalten.
Warum betont die Autorin die Notwendigkeit einer Analyse von Unterrichtsmaterialien?
Die Autorin argumentiert, dass Texte und Aufgaben nicht unreflektiert eingesetzt werden sollten, da nur durch eine bewusste didaktische Analyse die Förderung der Lesekompetenz gezielt steuerbar bleibt.
- Arbeit zitieren
- Julia Kruck (Autor:in), 2017, Schriftspracherwerb in medialen Kontexten. Ausarbeitung zum Thema Lesekompetenz, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/424377