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La femme entre le ciel et l’enfer. Ambivalente Weiblichkeitsbilder in Charles Baudelaires "Les Fleurs du Mal"

Titel: La femme entre le ciel et l’enfer. Ambivalente Weiblichkeitsbilder in Charles Baudelaires "Les Fleurs du Mal"

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2017 , 16 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Lara Marxen (Autor:in)

Didaktik für das Fach Französisch - Literatur, Werke
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der vorliegenden Arbeit sollen die ambivalenten Weiblichkeitsbilder anhand verschiedener, repräsentativer Gedichte Charles Baudelaires näher beleuchtet werden. Im Zuge dessen wird auch sein Verhältnis zu Frauen näher betrachtet. Es soll zudem die Frage geklärt werden, welcher Frauentypus für ihn das Vollkommene und Ideale darstellt. Dazu wird zunächst die Motivik der Décadence – bei der es sich um eine Seitenströmung der europäischen Literatur der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts handelt – veranschaulicht. Auch die Auseinandersetzung mit dem Weiblichkeitsbild der Décadence ist im Zusammenhang mit der Darstellung der Frauen in den Fleurs du Mal von großer Relevanz. Im Hinblick darauf werden im dritten Kapitel die wesentlichen
Frauenbilder Baudelaires Gedichte vorgestellt und analysiert. Nacheinander werden so die Exotin, die Prostituierte und die Frau als engelhafte sowie satanische Gestalt untersucht. Die Schlussbetrachtung fasst schließlich die wesentlichen Ergebnisse dieser Arbeit zusammen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Décadence

2.1 Décadence-Begriff und Motivik

2.2 Die Darstellung der Frau in der Literatur der Décadence

3 Die verschiedenen Weiblichkeitsbilder in Les Fleurs du Mal

3.1 Der exotische Frauentyp

3.2 Die Prostituierte

3.3 Der engelhafte und der satanische Frauentyp

4 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die ambivalenten und vielschichtigen Weiblichkeitsbilder in Charles Baudelaires Hauptwerk Les Fleurs du Mal. Ziel der Untersuchung ist es, die Darstellung der Frau im Kontext der literarischen Strömung der Décadence zu analysieren und zu klären, welcher Frauentypus das Ideal des Dichters verkörpert.

  • Die Motivik der Décadence und deren Einfluss auf die Frauenbilder
  • Analyse des exotischen Frauentyps als Reminiszenz an das verlorene Paradies
  • Die ambivalente Rolle der Prostituierten als Lustobjekt und literarisches Symbol
  • Die Verschränkung von engelhaften und satanischen Zügen in der weiblichen Gestalt
  • Das Spannungsfeld zwischen Idealbild, Verführung und Verderben

Auszug aus dem Buch

3.1 Der exotische Frauentyp

Als 20-Jähriger unternahm Baudelaire eine Schiffsreise, die ihn auf die ostafrikanischen Tropeninseln führte. Die dortigen Erlebnisse und Begegnungen inspirierten ihn zu einer Reihe von Gedichten, in denen er die exotische Frau als dunkle Geliebte und bizarre Schönheit preist. In diesem Typus spiegelt sich die Sehnsucht nach jenen zurückliegenden Zeiten, die noch nicht mit dem Makel der Erbsünde gekennzeichnet sind. Dabei handelt es sich gewissermaßen „um die archetypische Reminiszenz an das verlorene Paradies“. Die exotische Frau, die in der Epoche der Romantik zum idealen Naturwesen stilisiert wird, verbindet sich mit Baudelaires Auffassung vom primitiven und wilden Menschen einer längst vergangenen Epoche. Ihr Körper wird in den Gedichten nicht als etwas Natürliches, sondern Naturhaftes beschrieben.

Baudelaire entführt den Leser mit seinen Gedichten über die exotische Frau stets in ein fremdartiges Land. In dem Gedicht „Parfum Exotique“ wird das lyrische Ich, wenn es in heißen Sommernächten seine Augen schließt und den Duft seiner dunklen Geliebten einatmet, immer an einen schöneren Ort erinnert und muss sehnsüchtig daran denken. An den Ort, wo es unvergessliche Stunden hatte und sich von einem unbekannten Duft verzaubert gefühlt hat.

Gedichte wie „Parfum Exotique“ und „La Chevelure“ helfen dem Dichter bei seiner Wirklichkeitsflucht und dem nagenden Ennui, in dem er sich in exotischen Träumereien verliert. In letzterem Gedicht geht es um das Haar und den Duft einer exotischen Frau, die beim lyrischen Ich wieder einmal Erinnerungen an eine vollkommene, exotische Welt erzeugen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Ambivalenz des Weiblichkeitsbildes in Baudelaires Les Fleurs du Mal ein und skizziert das methodische Vorgehen der Arbeit.

2 Die Décadence: Hier werden der Begriff der Décadence sowie die Rolle der Frau innerhalb dieser literarischen Strömung theoretisch fundiert dargestellt.

3 Die verschiedenen Weiblichkeitsbilder in Les Fleurs du Mal: Das Hauptkapitel analysiert detailliert die drei zentralen Frauentypen der Exotin, der Prostituierten sowie der engelhaften und satanischen Frau.

4 Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Analyse zusammen und kommt zu dem Ergebnis, dass die Ambivalenz der Frauenbilder dazu dient, einen unauflöslichen Spannungseffekt zwischen Himmel und Hölle zu erzeugen.

Schlüsselwörter

Charles Baudelaire, Les Fleurs du Mal, Décadence, Weiblichkeitsbilder, Ambivalenz, Exotik, Prostituierte, Femme fatale, Ennui, Wirklichkeitsflucht, Spleen et Idéal, Erotik, Literaturanalyse, Symbolik, Satanismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, wie Charles Baudelaire in seinem Werk Les Fleurs du Mal das Bild der Frau darstellt und welche Rollen diese zwischen den Polen von Ideal und Verderben einnimmt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind die literarische Strömung der Décadence, die verschiedenen, oft gegensätzlichen Frauenbilder Baudelaires sowie die psychologische Komponente der Wirklichkeitsflucht und des Lustgewinns.

Welches ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, das Verhältnis des Dichters zu Frauen zu beleuchten und zu bestimmen, welcher Frauentypus für Baudelaire das „Vollkommene“ repräsentiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine textanalytische Herangehensweise, bei der repräsentative Gedichte Baudelaires auf ihre Motivik und ihre symbolische Bedeutung hin untersucht werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden nacheinander die drei Haupttypen analysiert: der exotische Frauentyp, die Prostituierte als Sinnbild des Verfalls und schließlich die engelhafte und satanische Frau.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Décadence, Ambivalenz, Femme fatale, Ennui, Les Fleurs du Mal und die ständige Spannung zwischen Himmel und Hölle.

Inwiefern beeinflusst der Begriff des Ennui die Darstellung der Frau?

Der Dichter nutzt die Frau und die damit verbundenen exotischen oder erotischen Träumereien als Mittel der Wirklichkeitsflucht, um dem als sinnlos empfundenen Zustand des Ennui zu entkommen.

Warum wird die Prostituierte bei Baudelaire so unterschiedlich dargestellt?

Die Darstellung schwankt zwischen einer körperlich hässlichen, aber faszinierenden Figur und einem idealisierten, ästhetisierten Objekt, da Baudelaire die Frau sowohl als Lustobjekt als auch als Symbol für den Verfall wahrnimmt.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
La femme entre le ciel et l’enfer. Ambivalente Weiblichkeitsbilder in Charles Baudelaires "Les Fleurs du Mal"
Hochschule
Christian-Albrechts-Universität Kiel
Note
1,7
Autor
Lara Marxen (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
16
Katalognummer
V424490
ISBN (eBook)
9783668698543
ISBN (Buch)
9783668698550
Sprache
Deutsch
Schlagworte
ambivalente weiblichkeitsbilder charles baudelaires fleurs
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lara Marxen (Autor:in), 2017, La femme entre le ciel et l’enfer. Ambivalente Weiblichkeitsbilder in Charles Baudelaires "Les Fleurs du Mal", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/424490
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Leseprobe aus  16  Seiten
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