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Scoringmodelle im Risikocontrolling

Title: Scoringmodelle im Risikocontrolling

Term Paper (Advanced seminar) , 2001 , 25 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Tobias Pickl (Author)

Business economics - Controlling
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Seit dem Inkrafttreten des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) 1998, sind alle Unternehmen verpflichtet, "zur Erfüllung ihrer allgemeinen Sorgfaltspflicht ein Risikomanagement-System im Unternehmen einzurichten". Deswegen wurde in vielen Unternehmungen der Fokus verstärkt auf ein effizientes Risikocontrolling gelegt. Risikocontrolling umfasst die Risikoidentifikation, die Risikobewertung, die Risikosteuerung und die Risikokontrolle. Die im Folgenden vorgestellten Scoringmodelle unterstützen den gesamten Risikocontrollingprozess. Sie dienen zur Risikoidentifikation, da bei der Formulierung der Modelle festgestellt werden muss, welche Risiken auftreten können und daher relevant für den Entscheidungsprozess sind. Außerdem soll Scoring helfen, das Risiko verschiedener Handlungsalternativen anhand objektiver Kriterien korrekt zu bewerten. Dabei stellt sich die Frage, ob sich alle Risiken (interne wie externe) bezüglich Ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihres Ausmaßes auch objektiv bewerten lassen. Durch die Auswahl der Handlungsalternative in einem Scoringmodell, die entsprechend der Geschäftsstrategie das "geringste Risikopotential" aufweißt, trägt Scoring auch zur Risikosteuerung bei. Schließlich haben Scoringmodelle auch Risikokontrollfunktion, da sich durch fortlaufende Anwendung eine Risikoentwicklung dokumentieren lässt. Somit kann aufgezeigt werden, ob Risikominimierungsmaßnahmen erfolgreich waren. Dabei muss aber beachtet werden, dass Chancen auch nur mit bestimmten Risikoniveau entstehen. Dieser Chancenaspekt kann jedoch in die Risikoscoringmodelle mit eingearbeitet werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Scoringmodelle im Risikocontrolling

2.1. Zielsetzungen von Scoringmodellen

2.2. Aufbau von Scoringmodellen

2.2.1. Bestimmung der Zielkriterien

2.2.2. Gewichtung der Zielkriterien

2.2.3. Bestimmung der Teilnutzenwerte

2.2.4. Aggregation der Teilnutzenwerte zum Gesamtnutzenwert

2.3. Stärken und Schwächen von Scoringmodellen

2.3.1. Schwächen

2.3.2. Stärken

2.4. Scoringmodelle im Risikocontrolling

2.4.1. Implementation eines Kreditscoringsystems in der Hypovereinsbank als Anwendungsbeispiel für ein operatives Risikocontrolling

2.4.1.1. Gründe für die Implementation

2.4.1.2. Aufbau des Kreditscoringsystems

2.4.1.3. Trennschärfe

2.4.1.4. Bewertung des Modells

2.4.2. Der Risikokalkulator als Scoringmodell der strategischen Unternehmensführung

2.4.2.1. Aufbau

2.4.2.1.1. Risikobelastungen durch Wachstum

2.4.2.1.2. Risikobelastungen durch die Kultur

2.4.2.1.3. Risikobelastung infolge Informationsmanagement

2.4.2.2. Handlungsempfehlung

2.4.2.3. Bewertung des Modells

3. Schlussbemerkungen

Zielsetzung und Themenbereiche

Die Arbeit untersucht den Einsatz von Scoringmodellen als Instrument im Risikocontrolling, um komplexe Entscheidungen bei quantitativen und qualitativen Zielsetzungen transparent und nachvollziehbar zu gestalten. Das Hauptziel besteht darin, die Anwendbarkeit, den methodischen Aufbau sowie die Grenzen von Scoringverfahren in operativen und strategischen Risikomanagementkontexten kritisch zu beleuchten.

  • Methodischer Aufbau und Teilschritte der Nutzwertanalyse.
  • Kritische Analyse von Stärken und Schwächen der Scoring-Methodik.
  • Operative Anwendung: Kreditscoringsysteme zur Risikooptimierung in Banken.
  • Strategische Anwendung: Der Risikokalkulator zur Erfassung interner Unternehmensrisiken.

Auszug aus dem Buch

2.4.1.2. Aufbau des Kreditscoringsystems

Wie bei jedem Scoringsystem versucht man anhand von ausgewählten Kriterien und deren Bewertung Aussagen über die entsprechenden Objekte zu machen. Dabei wurde festgestellt, dass ganz bestimmte qualitative und quantitative Merkmale eines möglichen Kreditnehmers „(...) einen statistisch gesicherten Einfluss auf die Kreditrückzahlung ausüben“. Daher benötigt man eine ausreichend große Anzahl unabhängiger Kreditfälle, die einen konstanten Ursachenkomplex aufweisen. Von diesen vergangenheitsorientierten Kreditengagements soll aufgrund des Gesetzes der großen Zahlen auf zukünftige Kreditengagements geschlossen werden. Ziel des Kreditscorings ist es, die Risikosten zu minimieren (das heißt, „schlechte“ Kreditnehmer, die früher akzeptiert wurden, abzulehnen) und die Umsätze zu erhöhen (das heißt, „gute“ Kreditnehmer, die früher abgelehnt wurden, zu akzeptieren). Damit soll ein Instrument geschaffen werden, dass anhand von objektiven Maßstäben die Kreditentscheidung besser nachvollziehen lässt. Anhand dieser Zielsetzung entwickelte die Hypovereinsbank ein Kreditscoringmodell, das in nachfolgender Abbildung dargestellt wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die gesetzlichen Verpflichtungen zur Implementierung von Risikomanagementsystemen und führt Scoringmodelle als unterstützendes Instrument im Risikocontrolling ein.

2. Scoringmodelle im Risikocontrolling: Dieses Kapitel erläutert den theoretischen Aufbau, die Zielsetzungen sowie die Vor- und Nachteile von Scoringmodellen und vertieft den Einsatzbereich anhand praktischer Fallbeispiele in operativen und strategischen Unternehmensbereichen.

3. Schlussbemerkungen: Das Fazit fasst zusammen, dass Scoringmodelle wertvolle Unterstützung bei multidimensionalen Zielsetzungen bieten, jedoch aufgrund inhärenter Subjektivität stets durch ergänzende Instrumente gestützt werden sollten.

Schlüsselwörter

Scoringmodelle, Risikocontrolling, Risikomanagement, Nutzwertanalyse, Kreditscoring, Risikokalkulator, Unternehmensführung, Zielkriterien, Entscheidungsfindung, Bonitätsprüfung, operative Risiken, strategische Risiken, KonTraG.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Anwendung und Funktionsweise von Scoringmodellen als Instrumente innerhalb des betriebswirtschaftlichen Risikocontrollings.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert auf den Aufbau von Scoringmodellen, ihre methodische Umsetzung, die kritische Würdigung ihrer Aussagekraft sowie ihre praktische Anwendung im Bankenwesen und in der strategischen Unternehmenssteuerung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu untersuchen, wie Scoringverfahren genutzt werden können, um das Risikopotential von Handlungsalternativen bei multiplen und teils qualitativen Zielen objektiv und transparent zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Literaturanalyse und deskriptive Methoden, um Scoringmodelle wie die Nutzwertanalyse und spezielle Instrumente wie den "Risikokalkulator" von Robert Simons methodisch zu beschreiben und zu bewerten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt den systematischen Aufbau von Scoringmodellen (Kriterienwahl, Gewichtung, Nutzwertbestimmung), ihre Vor- und Nachteile sowie zwei Anwendungsbeispiele: ein Kreditscoringsystem zur operativen Risikobewertung und einen Risikokalkulator für strategische interne Risiken.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Scoringmodelle, Risikocontrolling, Kreditscoring, Nutzwertanalyse und Risikokalkulator.

Was genau versteht man unter dem im Text erwähnten „Graufall“ im Kreditscoring?

Als „Graufall“ werden Kreditanträge bezeichnet, deren Scoringwert in einem mittleren Bereich liegt, der keine automatische Genehmigung oder Ablehnung zulässt und daher eine manuelle Prüfung durch einen höheren Kompetenzträger erfordert.

Warum ist laut der Arbeit die „Trennschärfe“ bei der Diskriminanzanalyse so wichtig?

Die Trennschärfe ist entscheidend, um „gute“ von „schlechten“ Kreditnehmern statistisch signifikant voneinander zu unterscheiden und somit Fehler bei der Kreditvergabe, wie die Ablehnung profitabler Kunden oder die Zusage an zahlungsunfähige Kunden, zu minimieren.

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Details

Title
Scoringmodelle im Risikocontrolling
College
Catholic University Eichstätt-Ingolstadt  (Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)
Course
Risikocontrolling
Grade
1,3
Author
Tobias Pickl (Author)
Publication Year
2001
Pages
25
Catalog Number
V4246
ISBN (eBook)
9783638126304
ISBN (Book)
9783638638548
Language
German
Tags
Scoringmodelle Risikocontrolling
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tobias Pickl (Author), 2001, Scoringmodelle im Risikocontrolling, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/4246
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