Stationsarbeit zur Vorbereitung auf die bevorstehende Klassenarbeit


Unterrichtsentwurf, 2016

54 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Unterrichtsvoraussetzungen
1.1 Allgemeine Angaben zur Schule
1.2 Allgemeine Angaben zur Lerngruppe
1.3 Situationsspezifische Lernvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler
1.4 Besonderheiten der unterrichtlichen Situation

2 Didaktisches-methodisches Konzept der Sequenz
2.1 Thema und Struktur der Sequenz
2.2 Einordnung der Sequenz in die curricularen Vorgaben
2.3 Zielvorstellungen zur geplanten Kompetenzentwicklung

3 Didaktisch-methodisches Konzept der Unterrichtsstunde
3.1 Didaktische Schwerpunktsetzung
3.2 Sachanalyse
3.3 Ziele der Unterrichtsstunde
3.4 Der geplante Lehr-Lern-Prozess

4 Verzeichnis der verwendeten Literatur und Medien

5 Anhang

[Diese Arbeit enthält einen umfangreichen Anhang. Aus urheberrechtlichen Gründen wurden Scans aus Lehrbüchern von der Redaktion entfernt.]

1 Unterrichtsvoraussetzungen

1.1 Allgemeine Angaben zur Schule

Die Schule, an der wir unseren geplanten Französischunterricht durchführen werden, ist die XY-schule (Name wurde aus datenschutzrechtlichen Gründen von der Redaktion geändert) in Potsdam. Diese öffentliche Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe befindet sich in der Innenstadt und zählt derzeit 866 Schülerinnen und Schüler, 79 Kolleginnen und Kollegen, 14 Referendarinnen und Referendare. Die XY- schule ist eine der 35 ausgewählten Schulen im Land Brandenburg, an der es „Leistungs- und Begabungsklassen“ (im Folgenden: LuBK) gibt. In diese Klassen können „zur Förderung besonderer Leistungen und Begabungen Schülerinnen und Schüler bereits nach vier Jahren Grundschulzeit [...) aufgenommen werden.“[1] In den LuBK an der XY-schule gibt es die Möglichkeit, zusätzlich zu der ersten modernen Fremdsprache (Englisch), bereits ab der 5. Jahrgangsstufe eine zweite und ab der 7. Jahrgangsstufe eine dritte moderne Fremdsprache zu erlernen (Französisch oder/ und Spanisch). Neben diesen modernen Fremdsprachen wird Latein ab der 10. bzw.

II. Jahrgangsstufe angeboten. In den Regelklassen beginnt der Unterricht in der zweiten Fremdsprache wie üblich in der 7. Jahrgangsstufe. Die Schule ist sehr französisch-/frankreich-orientiert. Unter den Lehrkräften für das Fach Französisch befinden sich zwei Muttersprachlerinnen und es bestehen Möglichkeiten zum Schüleraustausch mit Schulen in Frankreich und der Schweiz. Ab dem Schuljahr 2016/2017 soll bilingualer Unterricht in den Fächern Geschichte und Politische Bildung angeboten werden und soll die XY-schule als AbiBac-Schule ihren Schülerinnen und Schülern einen Doppelabschluss ermöglichen, mit dem sie sowohl das deutsche Abitur als auch das französische bac-calauréat erlangen.

1.2. Allgemeine Angaben zur Lerngruppe

Die Lerngruppe ist eine 5. Klasse und besteht aus 18 Schülerinnen und 7 Schülern. Da es sich um eine LuBK handelt, werden die Schülerinnen und Schüler für ihr Alter als relativ leistungsstark eingeschätzt. Die Klasse befindet sich im Fach Französisch im ersten Lernjahr. Das benutzte Lehrwerk ist Découvertes - Cadet 1 vom Ernst Klett Verlag (Lehrbuch und cahier d'activités) und in der Unterrichtssequenz, zu der wir die­sen Entwurf planen, wird Lektion 4 bearbeitet.

1.3. Situationsspezifische Lernvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler

Die Französischlehrerin ist Muttersprachlerin und spricht im Unterricht überwiegend Französisch. Damit bewirkt Sie, dass die Schülerinnen und Schüler schon im ersten Lernjahr relativ viel authentischem gesprochenem Französisch ausgesetzt sind, so dass sie ihr Hörverstehen bereits viel trainieren und die Sprache nicht nur als Lernge­genstand, sondern auch schon als Kommunikationsmittel wahrnehmen. Aufgrund des noch geringen Wortschatzes ist sowohl beim Hörverstehen als auch beim Leseverste­hen jedoch noch viel Vorentlastung notwendig und vor allem die Einführung neuer grammatischer Phänomene und Strukturen bedarf noch eine Erklärung in deutscher Sprache. Insgesamt sind die Rezeptionskompetenzen für eine Klasse im ersten Lern­jahr nichtsdestotrotz als hoch zu bewerten: die Schülerinnen und Schüler verstehen einfache Sätze, Zusammenhänge und Dialoge zu Themen des Alltags, sowohl beim Lesen als auch beim Hören. Bezüglich der Produktion lässt sich sagen, dass auch hier der noch geringe Wortschatz und zudem die noch nicht vorhandenen Kenntnisse spe­zifischer grammatischer Strukturen den Schülerinnen und Schülern Schwierigkeiten bereiten. Zu viel freiem Sprechen, ohne schriftliche Vorlage, sind sie noch nicht in der Lage. Dies und die im Französischen bekanntlich große Lücke zwischen geschriebe­ner und gesprochener Sprache sind vermutlich die Gründe, weshalb die Aussprache, trotz ständiger Korrektur der Lehrerin, den Schülerinnen und Schülern noch sehr schwer fällt. In dieser Hinsicht sind allerdings große Unterschiede zwischen den ein­zelnen Schülerinnen und Schülern zu beobachten. Dies wird in der geplanten Stunde eine größere Rolle spielen, da die Aussprache mancher Zahlen im Französischen für Nichtmuttersprachler nicht einfach ist und sich auch schwierig aus den Buchstaben geschriebenen Zahlen ableiten lässt.

1.4. Besonderheiten der unterrichtlichen Situation

Der Französischunterricht findet donnerstags in einem 80-minutigen Block von 10:10 Uhr bis 11:30 Uhr und jede zweite Woche auch dienstags statt. Das niedrige Alter der Schülerinnen und Schüler ist der Grund, weshalb keine 90, sondern 80 Minuten unter­richtet werden. Günstig ist an dem Zeitpunkt, dass die Schülerinnen und Schüler am Anfang des Unterrichts noch keinen langen Tag hinter sich haben. Zum Ende des Un­terrichts hin werden sie aber oft unruhig und/oder hungrig und freuen sich auf die Mit­tagspause. Der Klassenraum ist mit 25 Schülerinnen und Schülern gut gefüllt und so­mit bleibt in diesem Raum nicht viel Platz für das Schieben mit den Bänken, was den Unterricht hinsichtlich der Sozialformen einschränkt. Es steht aber ein Nebenraum zur Verfügung, der bei Bedarf zu diesem Zweck verwendet werden kann. Dieser wird für die hier geplante Stunde jedoch nicht benötigt.

2 Didaktisch-methodisches Konzept der Sequenz 2.1 Thema und Struktur der Sequenz

In der lehrwerksabhängigen Unterrichtsreihe Lektion 5 « À Paris » (Découvertes Ca­det, Band 1) verbessern die Schülerinnen und Schüler ihre sprachlichen Fähigkeiten. Aus der Lernaufgabe ergeben sich folgende kommunikative Schwerpunkte für die Se­quenz: a) sagen, wohin man geht und etwas begründen b) nach der Uhrzeit fragen / sie angeben und Fragewörter im Kontext anwenden und c) Aufforderungen formulieren und den Weg beschreiben. Hierbei ergibt sich u.a. die Einführung folgender sprachli­cher Mittel: 1. das Verb aller und die Präposition à und parce que, 2. die Uhrzeit „Il est quelle heure? - Il est „ und Fragewörter wie „ comment/ quand/pourquoi est-ce que... ?" und 3. der Verbmodus Imperativ um den Weg zu beschreiben. Des Weiteren wird in dieser Sequenz eine Stationsarbeit in Vorbereitung auf die Klassenarbeit zur Lektion 4 stattfinden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.2 Einordnung der Sequenz in die curricularen Vorgaben

Die Sequenz widmet sich den im Rahmenlehrplan für modernde Fremdsprachen des Landes Brandenburg (2008) 2 ausgewiesenen Themen „II. Thema: Bildung - Politik - Wirtschaft" (Stundenplan, S. 46), „IV. Thema: Freizeit- Kultur-Tourismus" (Verabredun­gen, S. 48) und „V. Thema: Mensch und Natur" (Wegbeschreibung, S. 50).

Für den Anfangsunterricht ist vorgesehen, dass die „Schülerinnen und Schüler sich zu ihrem Schulalltag äußern können." (S. 46) sowie „einfache reale Kommunikationssitu­ationen des täglichen Lebens, z.B. Wegbeschreibung [bewältigen]" können (S. 48).

2.3 Zielvorstellungen zur geplanten Kompetenzentwicklung

Die Schülerinnen und Schüler entwickeln ein Gefühl für die französische Sprache und haben Freude im Umgang damit. Sie sollen ihre Hemmungen und Ängste in Bezug auf das Sprechen in Französisch ablegen und sollen Satzkonstruktionen verinnerlichen und sie zu jeder Zeit wieder abrufen können.

3 Didaktisch-methodisches Konzept der Unterrichtsstunde 3.1 Didaktische Schwerpunktsetzung

Der inhaltliche Schwerpunkt, der von mir geplanten Unterrichtsstunde zum Thema « Les activités » zielt auf die Förderung der Schreibkompetenz ab.

Meine Stunde dient zur Wiederholung und Festigung zur Vorbereitung auf die Klas­senarbeit in Form von Stationsarbeit.

Ich habe verschiedene Stationen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden zu den Themen der Lektion 4 und teils Lektion 5 vorbereitet.

Die Schülerinnen und Schüler werden angehalten Aufgaben zu den Verben faire + die Präposition de, avoir, sowie die Verneinung ne...pas und die Zahlen von 1 bis 30 zu lösen. Des Weiteren werden die Schülerinnen und Schüler Aufgaben zu dem Verb aller in Verbindung mit der Präposition å bearbeiten. Durch diese Aufgaben verinnerli­chen sie die Schwerpunkte der Lektionen und sind somit optimal auf die Klassenarbeit am 07.06.2016 vorbereitet.

3.2. Sachanalyse

Station 1 a und 1 b - faire + die Präposition de

Die Schülerinnen und Schüler sollen an Station 1 ihr Wissen zum Verb faire anwenden. Dazu müssen sie zum einen in einem Buchstabengitter bzw. in einem Text das Verb faire markieren und die konjugierten Formen in eine Tabelle eintragen. Als nächstes werden die Schülerinnen und Schüler angehalten in einem Lückentext die richtige Form des Verbes einzutragen. In Verbindung mit dem Verb faire wurde in der 4. Lek­tion die Präposition de eingeführt. Mit dieser Kombination kann man Aktivitäten aus­drücken, doch neben der Konjugation des Verbes faire muss man auch die Präposition de an das folgende Nomen angleichen. Dazu gibt es zwei Übungen in denen sie ihr Wissen dazu beweisen müssen. Abschließend finden die Schülerinnen und Schüler auf den Arbeitsblättern Aufgaben zu den Aktivitäten, die sie aus einem Buchstabengit­ter bzw. aus einem „langen" Hund heraussuchen und diese im Anschluss mit der Prä­position a kombinieren müssen.

Station 2 a und 2 b - Verneinung ne ... pas

An der zweiten Station müssen die Schülerinnen und Schüler ihr Können zu der Ver­neinung ne...pas unter Beweis stellen. Zum einen schreiben sie in der ersten Übung lediglich die Verben ggf. mit Nomen und mit ne.pas. Im Anschluss verwenden sie ne.pas und verneinen ganze Sätze.

Station 3 a und 3 b + 3 c - avoir

Zum Verb avoir dürfen die Schülerinnen und Schüler anhand einer Tabelle bzw. einen Buchstabengitter die konjugierten Formen heraussuchen bzw. eintragen.

Zum anderen sollen sie in einem Lückentext die richtige Form des Verbes eintragen. Als Zusatz-/Wahlstation (3 c) habe ich eine Partnerarbeit vorbereitet. In dieser schulen sie ihre Sprech- und Hörkompetenz in dem sie sich gegenseitig vervollständigte Lü­ckentexte vorlesen und die richtige Form von avoir ansagen müssen und der Partner dies kontrolliert.

Station 4 a und 4 b + 4 c - Les nombres de 1 a 30

Station 4 a ist für alle Schülerinnen und Schüler eine Pflichtstation. Als erstes sollen sie aus einem Buchstabengitter verschiedene Zahlenwörter heraussuchen, markieren und heraus schreiben. Danach wird es Matheaufgaben geben, bei denen abwechselnd einige Zahlen und Zahlenwörter gegeben sind und die fehlenden hinzugefügt werden müssen. Abschließend sind Zahlwörter gegeben und die Schülerinnen und Schüler werden aufgefordert diese als Zahl aufzuschreiben.

Station 4 b ist freiwillig und wieder als Partnerarbeit gedacht. Diese wird genauso wie die Station 3 c bearbeitet. In dieser schulen die Schülerinnen und Schüler ihre Sprech- und Hörkompetenz in dem sie sich gegenseitig Matheaufgaben vorlesen. Zusätzlich wird ihre Rechenkompetenz geschult, da sie die Rechenaufgabe ausrechnen müssen und der Partner kontrolliert, ob dies stimmt.

Station 4 c ist auch freiwillig und zu zweit bearbeitbar. In dieser Übung werden die Schülerinnen und Schüler Mathe Domino spielen. Dort besteht die Aufgabe darin die Zahlen mit den dazugehörigen Zahlwörtern zusammen zu legen.

Station 5 a und 5 b - aller + die Präposition à

Die Schülerinnen und Schüler festigen und wiederholen ihr Wissen zum Verb aller, welches sie in der vorhergehenden Wochen gelernt haben.

Zu allererst müssen sie die richtigen Formen von dem Verb sortieren und ins Deutsche übersetzen. Danach ist ein Text vorgegeben bei dem mehrere konjugierte Formen zur Auswahl stehen und sie die richtige Form markieren müssen. Im Anschluss muss in Station 5 b eigenständig die entsprechende Konjugation des Verbs eingetragen wer­den. In Verbindung mit dem Verb aller wurde in der 5. Lektion die Präposition à einge­führt. Mit dieser Kombination kann man ausdrücken, wo jemand hingeht, doch neben der Konjugation des Verbes aller muss man auch die Präposition à an das folgende Nomen angleichen. Dazu gibt es zwei Übungen in denen sie ihr Wissen beweisen und auch Sätze bilden müssen.

Station 6 a und 6 b - Mischaufgaben

Bei der letzten Station erhalten die Schülerinnen und Schüler Mischaufgaben. Zum einen erhalten sie einen Lückentext, bei denen sie die Verben être, faire und avoir in der richtigen Formen eintragen müssen. Zum anderen müssen sie in der zweiten Auf­gaben verschiedene Konjugationen der Verben sein, haben, machen und gehen ins Französische übersetzen.

3.3 Ziele der Unterrichtsstunde

Groblernziele

Die Schülerinnen und Schüler

- festigen und wiederholen ihre Kenntnisse und Schreibkomptenzen zu den The­men der Lektion 4
- festigen und wiederholen ihre Kenntnisse und Schreibkompetenzen zu dem Verb aller in Verbindung mit der Präposition a aus der Lektion 5

Feinlernziele

Die Schülerinnen und Schüler können

- das Verb faire beugen
- in Verbindung des Verbs faire und der Präposition de Aktivitäten ausdrücken
- die Verneinung ne... pas richtig anwenden
- das Verb avoir beugen
- nach dem Alter fragen und auf Fragen nach dem Alter antworten
- benutzen und verstehen die Zahlen bis 30
- die Zahlen bis 30 in Wort schreiben
- kombinieren die Zahlen mithilfe mathematischer Operatoren zu Matheaufgaben
- das Verb aller beugen
- in Verbindung des Verbs aller und der Präposition ä ausdrücken wohin man geht

3.5 Der geplante Lehr-Lern-Prozess

Einstieg (4 Minuten)

Nach einer kurzen Begrüßung wird als motivierenden Einstieg Bingo gespielt. Dieses Spiel beinhaltet die Verben, die auch in den Stationen Vorkommen um einen Vorge­schmack auf die heutige Stunde zu geben. Nach dem Spiel wird der Plan für die Stunde erläutert. Diese wird nicht wie jede andere Stunde ablaufen. Zur Wiederho­lung und Festigung des Wissens für die Lektion 4 und teilweise der Lektion 5 werden die Schüler mithilfe von Stationsarbeit auf die Klassenarbeit am 07.06.2016 vorberei­tet. Die Lehrkraft erklärt mithilfe einer PowerPoint Präsentation die Regeln, die bei solch einer Arbeitsform beachtet werden muss. Diese „Spielregeln" sind schriftlich und einfach formuliert und während der ganzen Stunde präsent.

Des Weiteren erläutert sie die Inhalte jeder Station und was das Stundenziel sein wird. Bevor die Arbeit beginnt gibt es eine ganzheitliche Einweisung für alle Schüle­rinnen und Schüler, damit im Anschluss selbstständig an allen Stationen gearbeitet werden kann. Für alle gibt es eine bestimmte Anzahl an Pflichtstationen. Diese bein­halten verschiedenen Differenzierungen und zusätzlich gibt es Wahlstationen. Alle Schülerinnen und Schüler werden so ihren Möglichkeiten nach gefordert und geför­dert.

Stationenlernen ist eine besondere Arbeitsform, bei der verschiedene Stationen mit Aufgaben bearbeiten werden müssen. Speziell für meine Unterrichtseinheit stehen 6 Stationen zur Verfügung, wobei jede Station noch über Unterstationen verfügt, welche eindeutig gekennzeichnet sind. Diese Stationen dienen zur Wiederholung und Festi­gung des bereits erlernten Wissens. Dabei unterscheidet man zwischen Pflicht- und Wahlstationen und diese unterscheiden sich nochmals aufgrund von verschiedenen Schwierigkeitsgraden zur Differenzierung.

Die Schülerinnen und Schüler müssen in der Unterrichtseinheit eine bestimmte Anzahl an Stationen bewältigen. Dies soll einen Lernerfolg für alle gewährleisten. Jede/r Schü­lerin/er muss ein gewisses Pensum erreichen und einige haben einen zusätzlichen Erfolg, wenn sie Zusatzaufgaben schaffen.

Die Schülerinnen und Schüler arbeiten größtenteils selbstständig und in Einzelarbeit an ihrem Platz. Somit kann man gewährleisten, dass mehrere Schülerinnen und Schü­ler die gleiche Station bearbeiten.

Des Weiteren besteht aber die Möglichkeit, sich bei Problemen und Schwierigkeiten gegenseitig zu helfen. Die Abfolge der einzelnen Stationen ist frei wählbar. Dadurch erhalten die Lernenden die Möglichkeit, ihren Lernweg entsprechend ihrer Interessen und Fähigkeiten selbst zu steuern.

Die Schülerinnen und Schüler erhalten einen Laufzettel, auf dem sie Festhalten an welcher Station sie bereits gearbeitet haben und diese abhaken können. Ihr Zweck ist es, auf dem Lernweg eine Orientierung zu geben und das bereits Zurückgelegte mit dem geplanten Pensum abzugleichen. Sie können zugleich auch einen Wettkampf­charakter annehmen, wenn es darum geht, wer am meisten geschafft hat.

Die Lehrkraft kommt in eine neue Rolle. Sie wird mehr zum Berater und sie kann die Schülerinnen und Schüler besser beobachten und sie individuell betreuen. Dabei hält sie sich größtenteils im Hintergrund und moderiert lediglich Lernabläufe und gibt Hilfe­stellungen.

Das Stationenlernen bestärkt Lernende darin, ihre Arbeitsweise und ihren Lernfort­schritt selbst kritisch zu beurteilen.

Da es sich um eine Vorbereitung auf die Klassenarbeit handelt, habe ich den Kompe­tenzschwerpunkt auf das Schreiben gelegt.

Die Auswertung kann und sollte natürlich bei Bedarf auch individuell erfolgen, z.B. in­dem die Lehrkraft mit einzelnen Lernern deren Erfahrungen und Ergebnisse reflektiert. Die Ergebnisse einer gründlichen Auswertung kommen den Schülerinnen und Schüler und der Lehrkraft zugute. Ihre Vorteile sollten in keinem Falle unterschätzt werden. Insbesondere für die Schülerinnen und Schüler, die während der Arbeitsphase höchst­wahrscheinlich eigenständiger als sonst gearbeitet haben, kann es von großer Wich­tigkeit sein, wie sie und andere den Arbeitsprozess erlebt haben.

Vorteile:

- Differenzierung aufgrund von verschiedenen Aufgaben → Berücksichtigung von Heterogenität
- Verschiedene Sozialformen: Einzel- und Tandemarbeit
- Reihenfolge selbst bestimmbar
- Individuelles Lerntempo/Arbeitsrhythmus
- Pflicht-/Wahlstationen
- Stationen mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden
- Kontrolle erfolgt durch Eigenverantwortung durch den Schüler selbst oder Tan­dempartner → Selbstkontrolle und Selbsteinschätzung
- selbständige Untersuchung eines Problems/Phänomens
- Vermeidung von Frontalunterricht

Abschluss (1 Minute)

Zum Ende der Stunde lobt die Lehrkraft die Schülerinnen und Schüler für ihre Arbeit und bittet sie einen Schülerfeedbackbogen auszufüllen, um die Stunde einzuschätzen.

4 Verzeichnis der verwendeten Literatur und Medien

Bächle, Hans; Héloury, Michèle (2002): Réalités. Nouvelle édition. 1. Aufl., [Nachdr.]. Berlin: Cornelsen.

Belaval-Nink, Sandrine (2012): Tout va bien. Lehrwerk für den Französischunterricht. [Ausg. für Mittelschule, Realschule, Regelschule, Regionale Schule, Sekundarschule, Erweiterte Realschule], Dr. A 5. Braunschweig: Diesterweg.

Beutter, Monika; Gebauer, Sabine (2003): Etudes françaises - découvertes. Série jaune; première langue. 1. Aufl., [Nachdr.]. Stuttgart: Klett.

Beutter, Monika; Gebauer, Sabine (2004): Etudes françaises - découvertes. Série jaune; première langue. 1. Aufl., [Nachdr.]. Stuttgart: Klett.

Brenneisen, Detlev (2014): Découvertes. Série bleue. 1. Aufl. Stuttgart: Klett.

Bruckmayer, Birgit (2012): Découvertes. Cadet; für den schulischen Fanzösischunter- richt. 1. Aufl., [Nachdr.]. Stuttgart: Klett.

Göller, Alfred (2004): Études françaises - Découvertes. Série bleue. 1. Aufl., [Nachdr.]. Stuttgart: Klett.

Graff, Hartmut (2010): Neue französische Grammatik - Classic Edition. dnf-Verlag DAS NEUE FACHBUCH GmbH, Nürtlingen.

Mann-Grabowski, Catherine (2012): À plus! Französisch für Gymnasien; [Lehrwerk für den Französischunterricht an Gymnasien]. Nouvelle éd., 1. Aufl. Berlin: Cornelsen.

Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg (Hrsg.): Rahmen­lehrplan für moderne Fremdsprachen: Erste Fremdsprache. Begegnung mit fremden Sprachen. Hans Gieselmann Druck- und Medienhaus GmbH & Co KG, 2008.

Universität Potsdam: Leitfaden Unterrichtsentwurf Französisch_2015_09_04 http://bildungsserver.berlin-brandenburg.de/index.php?id=lehramt_inf_differenzierung http://uni-koeln.de/hf/konstrukt/didaktik/unterricht/beispiel.html

5 Anhang

I. Stundenverlaufsplan
II. Zettel für das Bingo Spiel
III. PowerPoint Präsentation mit den Regeln und den Zielen der Stunde
IV. Laufzettel
V. Stationen

Stundenverlaufsplan

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

[...]


[1] Vgl. http://www.mbjs.brandenburg.de/cms/detail.php/lbm1.c.378052.de (letzter Zugriff 13.05.2016)

Ende der Leseprobe aus 54 Seiten

Details

Titel
Stationsarbeit zur Vorbereitung auf die bevorstehende Klassenarbeit
Hochschule
Universität Potsdam  (Romanistik)
Veranstaltung
Schulpraktische Studien
Note
1,3
Autor
Jahr
2016
Seiten
54
Katalognummer
V424633
ISBN (eBook)
9783668722095
ISBN (Buch)
9783668722101
Dateigröße
3253 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
stationsarbeit, vorbereitung, klassenarbeit
Arbeit zitieren
Christin Curth (Autor), 2016, Stationsarbeit zur Vorbereitung auf die bevorstehende Klassenarbeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/424633

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