Medien als Prothese. Wolverine als Sehnsuchtsfigur der Prothesengesellschaft

Die verschiedenen Bedeutungen von Prothesen für den Menschen


Bachelorarbeit, 2016
23 Seiten, Note: 2

Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

- Einleitung

- Die Figur des Wolverine im Film- Eine kurze Biografie..

- Definition der Prothesengesellschaft - Der Mensch und seine Abhängigkeit von Werkzeugen, Hilfsmitteln und Prothesen anthropologisch erklärt

- Prothesen des Geistes: Das Gehirn als Medium des Denkens und das Bewusstsein als Extension - eine Hypothese

- Beispiel 1: Physische Prothesen - Wolverines Erweiterungen

- Beispiel 2: Darstellung des Wolverine als moderne Heldenfigur

- Conclusio

- Quellenverzeichnis

- Einleitung

„Daß der Mensch den Tieren an Stärke und Sicherheit des Instinkts weit nachstehe, ja daß er das, was wir bei so vielen Tiergattungen angeborene Kunstfähigkeit und Kunsttriebe nennen, gar nicht habe, ist gesichert.“ (Herder 1993, S.20) Dieses Zitat Johann Gottfried Herders (1744-1803) aus dem 18.Jahrhundert bringt die Stellung des Menschen verglichen mit anderen Lebewesen gut auf den Punkt. Es ist also nicht verwunderlich, dass der Mensch, wenn es um das Erweitern seiner Fähigkeiten geht, im Laufe seiner Entwicklung sehr kreativ war. Die Versuche des Menschen, sich durch Verwendung von Prothesen Erleichterungen im täglichen Leben zu verschaffen, sind äußerst vielseitig und werden das Grundthema dieser Arbeit bilden.

Ich möchte in dieser Arbeit die Wichtigkeit von Prothesen für die Menschheit auf drei Ebenen untersuchen. Zum einen werde ich durch Beispiele aus der Anthropologie aufzeigen, weshalb Prothesen immer schon eine enorm wichtige Rolle in der Menschheitsgeschichte gespielt haben und was unter dem im Titel erwähnten Begriff der Prothesengesellschaft zu verstehen ist. Danach werde ich anhand der fiktiven Heldenfigur Wolverine zeigen, wie man Prothesen einerseits als etwas sehen kann, das die Sinne, aber auch als etwas, das unser Denken erweitert. Wolverine wird dann sozusagen als Produkt eines prothetischen Vorgangs weiter untersucht und mit anderen Helden, die auf unterschiedliche Arten „erweitert“ wurden, verglichen. Zu guter Letzt versuche ich zu beweisen, dass Prothesen sowohl unsere Sinne als auch unser Denken erweitern können und man Prothesen auch als einen geistigen Vorgang verhandeln kann, indem ich davon ausgehe, dass das Gehirn das Medium ist, in welchem das Denken erst möglich wird, aber das Bewusstsein dessen Erweiterung darstellt. Ziel der Arbeit soll es sein, dem Leser/ der Leserin zu zeigen, wie vielfältig der Begriff der Prothese einsetzbar ist. Durch Streifzüge in andere wissenschaftliche Disziplinen wie der Anthropologie und der Philosophie soll auch aufgezeigt werden, dass das interdisziplinäre Untersuchen eines Forschungsgegenstandes zu einem besseren Verständnis beitragen kann. Wolverine fungiert dabei als erklärendes Beispiel für meine Hypothesen, da seine Figur auf mehreren Ebenen einen starken Prothesen Charakter aufweist. Der Grund für die Themenwahl meiner Forschung ist, dass ich während meiner Recherche zu dem Thema Medien als Prothesen zwar auf zahlreiche Quellen gestoßen bin, die dieses Thema verhandeln, die Trennlinien zwischen den unterschiedlichen Disziplinen jedoch immer sehr scharf gezogen wurde. Es war mir 3 ein Anliegen, mithilfe der verschiedenen Forschungsrichtungen einen neuen Ansatz zu finden, was Medien als Prothesen bedeuten könnten. Indem ich interdisziplinär arbeite ist es möglich, den Prothesenbegriff auf unterschiedlichen Ebenen zu verhandeln und zu erforschen und der Medientheorie neue Denkansätze und Hypothesen beizufügen.

- Die Figur des Wolverine im Film- eine kurze Biografie

Wolverine ist eine Comicfigur des Marvel- Verlag. Er gehört der Vereinigung der X- Men an. Seine speziellen Fähigkeiten verdankt er einer Mutation des X- Gen. Er ist ein Mutant mit daraus resultierenden Superkräften. Die Figur des Wolverine erschien erstmals 1974 in einem Comic des Incredible Hulk, wo er als Nebenfigur einen kurzen Auftritt hatte. Entworfen wurde Wolverine von Roy Thomas und Len Wein und dem Illustratoren John Romita Junior und Herb Trimpe. Wolverine, dessen richtiger Name eigentlich James Howlett lautet und der sich selbst Logan nennt, verdankt seine speziellen Fähigkeiten einer Mutation. Diese Mutation führte dazu, dass seine Selbstheilungskräfte extrem gesteigert sind, was ihn praktisch unbesiegbar macht. Des Weiteren besitzt er tierähnliche Instinkte, Schnelligkeit und geschärfte Sinne sowie an jeder Hand drei ausfahrbare Krallen, die er als Waffe benutzen kann. Neben seiner Darstellung in Comics und Cartoons, kommt er auch in den X-Men Filmen und deren Spin Offs vor, in denen ihm zumeist eine tragende Rolle zukommt.1 2 Zum ersten Mal begegnete das Filmpublikum Wolverine in X-Men3 im Jahr 2000. Wolverine, der unter dem Namen Logan vorgestellt wird, lebt alleine und zurückgezogen in der Wildnis Kanadas. Sein Skelett ist mit Adamantium 4 umhüllt, doch er kann sich nicht erinnern, warum. Seine Vergangenheit ist ihm, genauso wie den Zuschauern ein Rätsel, das erst im Laufe der Filme langsam aufgelöst wird. Durch Zufall landet er bei Charles Xavier und seiner Truppe der X- Men. Im Gegensatz zu anderen Superhelden werden Mutanten in der Gesellschaft nicht als Helden gefeiert. Die Menschen haben Angst vor den Mutanten, da ihnen deren Fähigkeiten suspekt sind und einige befürchten, dass sie aufgrund ihrer besonderen Fähigkeiten sogar die Menschheit unterwerfen und die herrschende Spezies auf Erden werden könnten. Dieses Ziel verfolgen auch einige Mutanten, darunter der Bösewicht Magneto, der sich zum Ziel gesetzt hat, die Mutanten die Welt beherrschen zu lassen. Ihm gegenüber steht Professor Xavier, der sich für ein gutes Miteinander zwischen Menschen und Mutanten einsetzt. Um die Menschen vor den Übergriffen der bösen Mutanten zu schützen, gründete er die X- Men. Wolverines Anschluss an die Gruppe geschah mehr durch Zufall als durch Absicht. Dennoch beschließt er, mit den X-Men gemeinsam gegen Magneto und seine Machenschaften zu kämpfen. Die Unwissenheit über seine Vergangenheit belastet ihn jedoch sehr, besonders da immer wieder bruchstückhafte Erinnerungen ihren Weg in sein Gedächtnis finden und ihn dadurch lähmen. Am Ende des ersten Teils schickt ihn Professor Xavier zu einer verlassenen Militärbasis am Alkali Lake, mit dem Hinweis, dass Logan dort Antworten auf seine Fragen finden könne. Im zweiten Teil, X2, wird Wolverine erneut mit Bildern aus seiner Vergangenheit konfrontiert, als er dem Militär-Wissenschaftler Stryker begegnet, dessen Ziel es ist, sämtliche Mutanten zu vernichten. Er verliebt sich unterdessen auch in Jean Grey, ebenfalls Mitglied der X- Men und eine Mutantin mit extrem starken telekinetischen Fähigkeiten, die jedoch mit dem Mutanten Cyclop liiert ist. Als sich die X-Men mit Magneto zusammentun um Stryker das Handwerk zu legen und entführte Mutanten aus dem Militärbasis am Alkali Lake zu befreien, kehren Logans Erinnerungen beim Anblick der Gänge und Räume für kurze Zeit wieder. Er wurde Opfer von Stryker Experimenten, in denen er Mutanten zu Waffen für die Regierung verwandeln und damit andere Mutanten auslöschen wollte. Im Zuge dieses Experimentes wurde sein Skelett und seine Klauen mit der unzerstörbaren Metalllegierung Adamantium umhüllt, er konnte diese grausame Prozedur nur aufgrund seiner extrem hohen Regenerationsfähigkeit überleben. Bevor Logan Stryker stellen kann beginnt jedoch der Staudamm zu brechen und die Basis einzustürzen.Im Zuge der Befreiungsaktion wird die Militärbasis geflutet, Stryker gelingt die Flucht, Jean Grey, die mit ihren Fähigkeiten die X-Men aus der einstürzenden Basis rettet, versinkt jedoch in den Fluten des brechenden Staudamms. Im dritten Teil, X-Men: The last stand5 erfährt man, dass Jean Grey zu den stärksten Mutanten überhaupt gehört und ihre Kräfte von Charles Xavier gebannt wurden. Jean ist gar nicht ertrunken, sondern konnte sich dank ihrer telekinetischen Fähigkeiten aus den Wassermassen retten, allerdings litt ihre Persönlichkeit stark unter dem Erlebnis und ihr Alter Ego Phoenix, der instinktgesteuert, triebhaft und böse ist, übernimmt die Kontrolle über ihren Geist. Jean Grey entwickelt sich zu einer wahren Bedrohung, da ihre dunkle Seite immer mehr Besitz von ihr ergreift und damit ihre Kräfte ins Unendliche wachsen. Sie tötet Professior Xavier und Magneto wittert seine Chance und nimmt sie in seine Vereinigung auf, in der Hoffnung mit ihren Kräften endlich die Herrschaft über die Menschen an sich reißen und die X-Men endgültig besiegen zu können. Am Ende des Filmes kommt es zu einem großen Showdown zwischen den X-Men und Magneto. Greys Kräfte geraten dabei außer Kontrolle und sie tötet jeden, der ihr zu nahe kommt. Einzig Logan ist es möglich, aufgrund seiner hohen Regenerationsfähigkeit ihren Kräften standzuhalten und zu ihr vorzudringen. Für einen kurzen Moment kehrt Jeans guter Charakter zurück und sie bittet Wolverine sie zu töten, da sie keine Macht mehr über ihre Kräfte hat. Dieser gesteht ihr seine Liebe und tötet sie anschließend mit seinen Krallen. Der Film endet damit, dass Logan die Leitung von Charles Xaviers Schule für besonders begabte Jugendliche übernimmt. In Wolverine: Weg des Kriegers, der zeitlich nach X-Men: The last stand angesiedelt ist, begegnet man Wolverine wieder, dieser Teil ist jedoch nicht wichtig für diese Arbeit und wird daher ausgelassen. (Ebenso wie X-Men: Days of future past). Im Spin Off X Men Origins: Wolverine6 erfährt der Zuschauer mehr über Wolverines Vergangenheit, er zeigt praktisch die Vorgeschichte von Wolverine bevor sich dieser den X-Men angeschlossen hat. Man erfährt, dass er einen älteren Bruder, Victor, hat der ebenfalls dieselbe Mutation wie er in sich trägt. Gemeinsam kämpfen die Brüder in diversen Kriegen Seite an Seite. Im Vietnamkrieg lernen die beiden Major Stryker kennen, der über ihre Mutation Bescheid weiß und sie als Mitglieder in seinem Mutanten - Team haben möchte. Während Victor zustimmt, lehnt Logan ab und zieht sich mit seiner Freundin Kayla in die kanadische Wildnis zurück. Victor spürt die beiden jedoch auf und tötet Kayla, es kommt zum Kampf zwischen den Brüdern, in dem jedoch Victor siegt. Stryker tritt daraufhin wieder an Wolverine heran und bittet ihn, ihn im Kampf gegen Victor, der außer Kontrolle geraten ist, zu helfen. Wolverine willigt ein, um die Ermordung seiner Freundin zu rächen und lässt sein Skelett in einem enorm schmerzhaften Prozess mit Adamantium umhüllen. Als er jedoch mitbekommt, dass Stryker auch sein Gedächtnis löschen will, um ihn als willenlose Kampfmaschine einzusetzen, flieht Wolverine aus der Basis. Er wird jedoch von Strykers Männern verfolgt. Zum Schluss erfährt er, dass Kayla noch am Leben ist und ihn in eine Falle gelockt hat, da Stryker in seinen Labors Mutanten gefangen hält um an ihnen zu experimentieren, darunter auch Kaylas Schwerster. Um diese zu befreien, ließ sie sich auf einen Deal mit Stryker ein. Dieser forderte, dass sie Wolverine zu ihm führte. Es kommt zum Showdown zwischen Wolverine und Victor, als jedoch der Mutant Wade Wilson alias Deadpool, der ein Produkt von Strykers Projekt „Waffe X“ is,t die beiden angreift, kämpfen sie noch einmal Seite an Seite miteinander und besiegen Deadpool. Wolverine befreit die gefangenen Mutanten, die anschließend von Charles Xavier gerettet werden. Als er ebenfalls fliehen möchte schießt ihm Stryker in den Kopf, was ihn zwar nicht tötet, jedoch sein Gedächtnis löscht. Als er wieder erwacht hat er keinerlei Erinnerungen mehr an die Vergangenheit. 7

- Definition der Prothesengesellschaft- Der Mensch und seine Abhängigkeit von Werkzeugen, Hilfsmitteln und Prothesen

Der Titel der Arbeit beinhaltet bereits den Begriff „Prothesengesellschaft“, deswegen ist es wichtig diesen gleich im Vorhin zu definieren und zu erklären. Der Begriff der Prothesengesellschaft ist ein von mir erfundener Begriff, der auf der Beobachtung von anthropologischen Forschungen beruht.

Technische Hilfsmittel (Werkzeuge) haben eine sehr lange Tradition in der Menschheitsgeschichten und spielen heute nach wie vor eine sehr wichtige Rolle im menschlichen Alltag. In der Anthropologie wurde lange Zeit der Gebrauch von Werkzeugen als wichtigstes kulturell tradiertes Merkmal der Hominisation angesehen.8 Neben Sprache, Kleidung, sowie der Fähigkeit, Kausalitäten zu bilden, zählte der Gebrauch von Werkzeug lange Zeit als eines der Hauptargumente, wie man Menschen von Affen unterscheiden kann. Diese These fiel erst, als die Forscherin Jane Goodall den Gebrauch von primitiven Werkzeugen auch bei Schimpansen nachweisen konnte.9 Obwohl dem Menschen die Alleinnutzung von Werkzeugen aberkannt wurde, ist es nicht zu bestreiten, dass der Mensch, mehr als jedes andere Lebewesen von diversen Gegenständen abhängig ist, um zu überleben, er aber auch physiognomisch mehr als jedes Lebewesen dazu befähigt ist, seine Hände zu benützen10. Durch den aufrechten Gang wurden seine Hände frei für andere Tätigkeiten. Die Evolution der Hand wird auch als eine der wichtigsten Veränderungen im Prozess der Hominisation angesehen.11 Beginnt man am Anfang der Ontogenese12 eines Menschen so sticht vor allem die enorme Hilflosigkeit verglichen mit anderen neugeborenen Lebewesen ins Auge. Der Mensch kommt nackt und unbehaart und aufgrund des engen Beckens der Mutter auch noch ganze 21 Monate zu früh auf die Welt. Das Gehirn ist erst zu 21 % entwickelt und der Säugling ist auf die ständige Pflege angewiesen.13 Darüber hinaus benötigt er Kleidung die ihn warm hält, Nahrung welche für ihn verträglich ist und Zuwendung um die nötigen Codes menschlichen Verhaltens zu lernen. Der Mensch ist wie kein anderes Lebewesen auf Hilfestellungen diverser Art angewiesen. Anders als andere Lebewesen besitzt er keine nennenswerten Fähigkeiten, die ihm die Anpassung an seine Umwelt erleichtern. Weder hat er angeborene Waffen ( Gebiss, Krallen, Gifte) noch den richtigen Körperbau um sich flüchtend erfolgreich aus der Gefahrenzone zu bringen14. Dem Menschen ist das dichte Haarkleid des Affen im Laufe der Evolution abhandengekommen, das heißt, er ist auch gegen Wetter und Witterung nicht so gut geschützt wie andere Lebewesen15. Seine Instinkte sind ebenfalls nicht so gut ausgeprägt. All diese Beobachtungen veranlassten den umstrittenen Philosophen und Anthropologen Arnold Gehlen 16 sogar dem Menschen das Attribut „Mängelwesen“ (Gehlen, 1940) vorzustellen. Doch nicht nur unsere Vorfahren benötigten diverse Gegenstände um das Leben besser zu meistern und sich dadurch einen evolutionären Vorteil zu verschaffen. Der moderne Mensch ist ebenso auf Werkzeuge und Hilfsmittel angewiesen. Er benötigt nicht nur Basics um seine Grundbedürfnisse zu befriedigen (Kleidung gegen Kälte, Waffen zum Jagen und zur Verteidigung, Behausungen) sondern hat im Laufe der Jahrtausende eine enorme Vielfalt an Werkzeugen entwickelt, die das Leben einfacher gestalten und seine Sinne auf unterschiedlichste Art erweitern sollen17. Was all diese Werkzeuge gemein haben ist, dass sie stets angelegt oder zur Hand genommen werden müssen, sie sind also nicht permanent mit dem menschlichen Körper verwachsen sondern müssen, gleich einer Prothese erst angelegt/zur Hand genommen/ angezogen/ aufgesetzt/ bedient werden. Mittlerweile beschränkt sich der Gebrauch dieser Gegenstände jedoch nicht nur auf unser Äußeres (Kleidung, Sehhilfen, Waffen, etc.) sondern betrifft auch das Innere unseres Körpers. Herzschrittmacher und Mikrochips sind nur einige Beispiele für Hilfsmittel, die vom Inneren des Körpers aus ihren Zweck erfüllen. Der Herzschrittmacher kann zwar nicht so einfach abgelegt werden wie die Kleidung, weil er im Körper des Menschen fest verankert ist, dennoch handelt es sich auch bei diesem Hilfsmittel um eine Prothese, da er unterstützend in eine Tätigkeit eingreift, deren Durchführung ohne seine Hilfe nicht reibungslos möglich wäre18. Prothesen deshalb, weil sie etwas kompensieren, das nicht (oder nicht ausreichend) da ist und weil sie angelegt werden müssen. Werkzeuge sind praktisch eine Art Rüstung, die man anlegen muss um sich ihren Vorteil von Nutzen zu machen. Um bei dem Beispiel des Herzschrittmachers zu bleiben würde das bedeuten, dass dieser erst implantiert werden muss um seine Arbeit verrichten zu können. Er wird nicht vom Körper gebildet, sondern ist ein Produkt der Technik um die Herzfunktion zu verbessern beziehungsweise dem erkrankten Menschen das Weiterleben überhaupt zu ermöglichen. Die oben genannten Beispiele zeigen, dass der Mensch in hohem Maße von Werkzeugen und Hilfsmitteln abhängig ist, um sein Leben gestalten zu können.

- Prothesen des Geistes: Das Gehirn als Medium des Denkens und das Bewusstsein als Extension - eine Hypothese Ideologien und war auch aktives Mitglied der NSDAP.

[...]


1 Vgl: Marvel Database, Wolverine ( James „Logan“ Howlett ) , http://marvel.wikia.com/wiki/Wolverine_%28James_%22Logan%22_Howlett%29

2 Anmerkung: Die Seite marvel.wikia.com ist eine Seite, die sich mit den Figuren des Marvel

Verlags beschäftigt. Die Artikel können, wie bei Wikipedia, von jedem verfasst und geändert werden, es handelt sich also um eine „open source“ Seite, also eine Seite mit quelloffenem Inhalt. Während es ganz klar ist, dass das Zitieren aus Wikipedia für eine wissenschaftliche Arbeit ungeeignet ist, so habe ich mich hier doch entschieden, mit dieser Seite zu arbeiten, da sie die beste und reichhaltigste Quelle zum Thema Marvel Comicfiguren ist, die man finden kann.) Anmerkung: Die folgende Beschreibung ist keine Inhaltsangabe zu den Filmen. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Geschichte des Wolverine. Andere Handlungsstränge werden, wenn sie nicht dem Zweck seiner Geschichte dienen, nicht erwähnt.

Letzter Aufruf der Seite marvel.wikia.com am 28.04.2016.

3 X-Men (USA/ Kanada, 2000), Regie: Bryan Singer

Anmerkung: Adamantium ist die Bezeichnung für ein fiktives Metall, das einen extrem hohen Härtegrad aufweist und bereits in der Antike erwähnt wurde. Das Wort Adamant leitet sich vom

4 griechischen Wort „adámas“ ab, was unbezwingbar bedeutet. In der Antike wurde mit Adamantium zumeist ein Metall bezeichnet, heutzutage findet sich der Begriff vor allem in der

Unterhaltungsliteratur wieder.

5 X-Men: The last stand (USA/Kanada 2006), Regie: Brett Ratner

6 X-Men Origins: Wolverine (USA/Kanada 2009), Regie: Gavin Hood

7 Anmerkung: Die Handlungsstränge der Filme X-Men Origins: The Wolverine, X-Men: Days of the future past sowie X-Men: First Class werden nicht weiter berücksichtigt, da sie keine wichtigen Informationen für diese Arbeit liefern.

8

Vgl: Washburn, L.Sherwoord, „Tools and human evolution“, in: Scientific America, 03/ Band 203, September 1960, S.63ff

9 Vgl: Goodall, Jane, „ the use of an external object as a functional extension of mouth or break, hand or claw, in the attainment of an immediate goal“ in: D. S. Lehrman, R. A. Hinde, E. Shaw (Hrsg.), Advances in the study of behaviour , New York: Academic Press 1970, S.159ff

10 Morgan, Michael H./ Carrier, David R, Protective buttressing of the human fist and the evolution of hominin hands in: Journal of Experimental Biology, Vol.2/Band 216, Januar 2013 S. 236ff

11 Vgl: Knobel Stefan, Marty Stefan, „Die Bedeutung der menschlichen Hand in der Evolution des Menschen“, in: Lebensqualität. Die Zeitschrift für Kinaesthetics . Ausgabe 03/ März 2008, S. 27ff

12 Anmerkung: Ontogenese =Entwicklung eines einzelnen Organismus beziehungsweise Lebewesens.

13 Vgl: Ganten, Deichmann, Spahl: Naturwissenschaft, S.337- 349

14 Vgl: Reichholf, Josef H, Das Rätsel der Menschwerdung. Die Entstehung des Menschen im Wechselspiel der Natur, München: dtv, 2001S.125ff

15 Anmerkung: Paradoxerweise nimmt man an, dass der Verlust des Haarkleides notwendig war, weil die in der Savanne lebenden Frühmenschen große Distanzen bei warmen Temperaturen laufend zurück legen mussten und die Behaarung hinderlich bei dem Kühlmechanismus des Körpers gewesen wäre. Um den Wärmehaushalt besser regulieren zu können, verlor der Mensch immer mehr an Behaarung. Nacktheit war damit mit erhöhter Leistung verbunden. Da es in der Savanne Nachts jedoch sehr kühl werden kann und die Temperaturunterschiede sehr groß waren, war das Vorhandensein von Kleidung oder Feuer stets mit der Unbehaartheit verbunden(vgl: Reichholf, Josef H, Das Rätsel der Menschwerdung. Die Entstehung des Menschen im Wechselspiel der Natur : dtv, 2001, S.142ff)

16 Anmerkung: Arnold Gehlen galt als glühender Verehrer des Nationalsozialismus und Hitlers

17 Vgl: Geo Kompakt Nr. 18, 03/09 (Das gesamte Heft nicht nur ein Artikel dazu)

18 Siehe: http://www.leading-medicine-guide.at/Medizinische-Fachartikel/Herzschrittmacher

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten

Details

Titel
Medien als Prothese. Wolverine als Sehnsuchtsfigur der Prothesengesellschaft
Untertitel
Die verschiedenen Bedeutungen von Prothesen für den Menschen
Hochschule
Universität Wien  (Theater-, Film-, und Medienwissenschaft)
Note
2
Autor
Jahr
2016
Seiten
23
Katalognummer
V424737
ISBN (eBook)
9783668700109
ISBN (Buch)
9783668700116
Dateigröße
656 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Transhumanismus Prothesen Medien X-Men Erweiterung Freud Prothesengott Biologie
Arbeit zitieren
Susanna Arlt (Autor), 2016, Medien als Prothese. Wolverine als Sehnsuchtsfigur der Prothesengesellschaft, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/424737

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