Vergleich Boulevardzeitung versus regionale Tageszeitung. Die Bildzeitung und die "Badischen Neuesten Nachrichten"


Facharbeit (Schule), 2010
10 Seiten, Note: 2,0
Andreas Stadler (Autor)

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1) Allgemeine Informationen über die Bildzeitung

2) Zielgruppen der Bildzeitung

3) Allgemeine Informationen über die BNN

4) Zielgruppen der BNN

5) Aufbau und Berichterstattung bei der Bildzeitung

6) Aufbau und Berichterstattung bei der BNN

7) Persönliche Einschätzung beider Zeitungen

8) Literatur- und Quellenverzeichnis

1) Allgemeine Informationen über die Bildzeitung

„Die Bildzeitung ist eine deutsche Boulevardzeitung. Als Boulevardzeitung bezeichnet man eine in hoher Auflage erscheinende Zeitung, der nur eine eingeschränkte Seriosität zugesprochen wird. Am 24. Juni 1952 gegründet, ist sie die auflagenstärkste und meist zitierte Zeitung Deutschlands und erscheint im Axel - Springer - Verlag. Außerdem gibt es mehrere Untergruppen der Bildzeitung. Einige davon wären ‚Bild am Sonntag’, ‚Bild der Frau’, ‚Sportbild’, ‚Autobild’, etc. Jede dieser Gruppen spezialisiert sich auf ein unterschiedliches Gebiet. Die Art der Berichterstattung ist jedoch bei allen Untergruppen vergleichbar. Demnach werden sie auch alle als Boulevardzeitungen angesehen. Aufgrund der z.T. provozierenden und subjektiven Berichterstattung sorgt die Bildzeitung verbreitet für Kritik.“ 2 „Die Bildzeitung ist nicht als Abonnement erhältlich, sondern nur in Kiosken oder anderen Geschäften käuflich. Ausnahme: ‚Bild am Sonntag’“ 3

2) Zielgruppen der Bildzeitung

„‚Bild’ wird von 17,9 Prozent der Gesamtbevölkerung Deutschlands gelesen, das sind circa 11,63 Millionen Menschen. 4,30 Millionen Bildleser sind weiblich und 7,33 Millionen sind männlich. 43 Prozent der Leser haben einen Hauptschulabschluss mit Lehre, 35 Prozent die mittlere Reife und 4 Prozent die Hochschulreife. 7 Prozent der Leser sind Selbständige, 34 Prozent sind Angestellte oder Beamte und 37 Prozent sind Facharbeiter. Demnach richtet sich die Bildzeitung weniger an Akademiker, Intellektuelle oder Führungskräfte, sondern eher an untere Gesellschaftsschichten. Dieses Phänomen richtete sich auch nach den Leitlinien von Axel Springer, dem Gründer der Bildzeitung.

Die oben genannten Zahlen möchte ich in den folgenden Grafiken bildlich veranschaulichen:“2

2 www.wikipedia.de Artikel „Bild (Zeitung)“

3 Interview mit BNN Redakteur am 16.06.2010

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten 1

1 www. wikipedia.de Artikel „Bild (Zeitung)“

3) Allgemeine Informationen über die BNN

„Die BNN ist eine Regionalzeitung in Nordbaden. Ihr Kerngebiet ist das Gebiet zwischen dem Rhein im Westen und Pforzheim im Osten sowie zwischen Waghäusel, Östringen und Bad Schönborn im Norden sowie Achern im Süden. Sie wird auch als Qualitätszeitung bezeichnet und unterscheidet sich somit von einer Boulevardzeitung. ‚Sie erscheint in 12 Ausgaben. Das sind BNN – Gesamt, BNN – Stadt Karlsruhe, BNN – Ettlingen, BNN – Hardt, BNN – Rastatt / Murgtal, BNN – Baden-Baden, Brettener Nachrichten, Bruchsaler Rundschau, Pforzheimer Kurier, Acher- und Bühler Bote, DER SONNTAG Karlsruhe, DER SONNTAG Mittelbaden’3 Insgesamt erscheint die BNN in ca. 145000 Auflagen täglich und ist im Vergleich zur Bildzeitung auch als Abonnement erhältlich.“5

4) Zielgruppen der BNN

„Die BNN richtet sich prinzipiell an alle Gesellschaftsschichten, doch wird die BNN vermehrt von Intellektuellen, sozial Integrierten und gesellschaftlich interessierten Menschen gelesen. Die BNN informiert den Leser einerseits über nationale oder internationale Themen, andererseits soll die BNN über regionale Themen Bescheid geben. Genauere Daten wie bei der Bildzeitung konnte ich für die BNN leider nicht finden.“5

3 http://www.bnn.de/

5) Aufbau und Berichterstattung bei der Bildzeitung

„Ein klassisches Kennzeichen der Bildzeitung ist ein auffälliges Layout mit großer Schlagzeile, was typisch für jede Boulevardzeitung ist. Dies ist bei einer Boulevardzeitung wie der Bildzeitung besonders wichtig, da sie – außer die „Bild am Sonntag“ – nur im Laden und nicht über ein Abonnement erhältlich ist; sie soll also in einem Kiosk dem potenziellen Käufer sofort ins Auge stechen.

Die „Bild“ ist – wenn man vom Sportteil, Anzeigen und Werbung absieht - in 2 Themenbereiche unterteilt. Der erste Teil befindet sich auf der Vorderseite und der nachfolgenden Seite. Hier ist das Layout zwar auch auffällig, die Berichterstattung ist jedoch seriös und mit der einer Qualitätszeitung wie der BNN vergleichbar. Die Bildzeitung verweist in diesem Teil genauso auf seriöse Quellen wie z.B. die Deutsche Presse-Agentur. Die Themen sind ungefähr dieselben wie bei der BNN.

Der zweite Teil der Bildzeitung, der sich dem ersten Teil anschließt, enthält jedoch klare Boulevardelemente und hat mit einer Qualitätszeitung nichts mehr zu tun. Hier werden emotionale Themen behandelt und auch mit z.T. illegal erworbenen Bildern versehen.

Die Berichterstattung im ersten Teil der Bildzeitung läuft vergleichbar mit der der BNN ab, worauf ich im Kapitel ‚Aufbau und Berichterstattung bei der BNN’ noch näher eingehen werde. Im zweiten Teil der „Bild“ sind die Redakteure genau darauf spezialisiert, spektakuläre Neuigkeiten schneller als andere Zeitungen zu recherchieren. Diese Aktualität führt dazu, dass die Bildzeitung viele ‚exklusive Nachrichten’ bietet. Dabei werden z.T. auch Paparazzi ausgesendet, die – wie oben schon erwähnt – illegale Bilder machen. Manche dieser Berichte sind auch übertrieben oder schlichtweg gelogen. Die Redakteure sind auch aufgrund des Systems, welches ich im Folgenden vorstellen möchte, unter Druck gesetzt, brandneue Informationen zu bekommen:

Die Bildzeitung hat in Berlin ihre Zentrale, die auch als ‚Balken’ bezeichnet wird, und in den meisten größeren deutschen Städten Redaktionen, die unter Aufsicht des Balkens stehen. Jede Redaktion muss pro Tag eine ‚brandneue Story’ an den Balken nach Berlin schicken; auch dann, wenn es keine gibt. Und genau das ist der Punkt, warum viele Berichte der ‚Bild’ nur eingeschränkt oder überhaupt nicht der Realität entsprechen. Gibt es nämlich nichts Interessantes, wird etwas erfunden oder aus einem völlig nichtigen Anlass eine Sensation oder ein Drama gemacht. Das ist auch ein Grund, warum die Bildzeitung geregelt unter Kritik steht oder sich sogar vor Gericht verantworten muss.

Aber auch für die Bildzeitung ist es wichtig, kein schlechtes Image zu haben. Deshalb wurde in letzter Zeit mehr darauf geachtet, nicht mehr völlig Illegales oder Falsches zu publizieren. So gibt es auch den Spruch: ‚Die Bild lügt nicht mehr, sie lässt ihre Leser lügen.’ was soviel heißt, dass die Leser noch ein schlechtes Vorurteil gegen die ‚Bild’ haben, die ‚Bild’ aber selbst nicht mehr in so extremem Maß falsche oder übertriebene Artikel schreibt.

Außerdem gibt es auch in der normalen Ausgabe der Bildzeitung einen seriösen Sportteil, sowie einen Erotikteil, der das Interesse der Bildzeitung in der Bevölkerung weiter steigern soll.“5

[...]

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten

Details

Titel
Vergleich Boulevardzeitung versus regionale Tageszeitung. Die Bildzeitung und die "Badischen Neuesten Nachrichten"
Note
2,0
Autor
Jahr
2010
Seiten
10
Katalognummer
V424750
ISBN (eBook)
9783668699380
Dateigröße
474 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
vergleich, boulevardzeitung, tageszeitung, bildzeitung, badischen, neuesten, nachrichten
Arbeit zitieren
Andreas Stadler (Autor), 2010, Vergleich Boulevardzeitung versus regionale Tageszeitung. Die Bildzeitung und die "Badischen Neuesten Nachrichten", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/424750

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