Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Didactics - German Studies

Sprecherwechsel in Alltags- und Unterrichtskommunikation

Title: Sprecherwechsel in Alltags- und Unterrichtskommunikation

Term Paper , 2017 , 19 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Anonym (Author)

Didactics - German Studies
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Zu einem Gespräch bzw. einem Dialog braucht man mindestens zwei Gesprächsteilnehmer. Sie müssen für das Gelingen einer Kommunikation in zwei Rollen schlüpfen. Diese sind die Rolle des Hörers und die Rolle des Sprechers. Zudem müssen sie in der Lage sein, diese Rollen auch untereinander zu tauschen. Damit dies einwandfrei stattfinden kann, wurden verschiedene Arten des Sprecherwechsels festgelegt.

Auf diese Sprecherwechsel wird zu Beginn der Arbeit eingegangen. Der Fokus der Arbeit liegt in einem Vergleich des Sprecherwechsels in der Unterrichtssituation sowie im Alltag. Dazu wird zunächst die Makrostruktur beider Formen erläutert und voneinander differenziert. Darauf aufbauend wird auf die verschiedenen Formen des Sprecherwechsels im Alltag und im Unterricht eingegangen und die jeweilige Sprecheraktivität und Höreraktivität analysiert. Im Fazit wird dann direkt verglichen und die signifikantesten Unterschiede werden nochmals aufgezeigt.

Excerpt


1 Einleitung

2 Alltagskommunikation

2.1 Anfangsphase

2.2 Gesprächsmitte

2.3 Beendigungsphase

3 Unterrichtskommunikation

3.1 Eröffnungsphase

3.2 Instruktionsphase

3.3 Abschlussphase

4 Der Sprecherwechsel

4.1 Fremdwahl – Selbstwahl

4.2 Formen des Sprecherwechsels

5 Formen des Sprecherwechsels im Alltag

5.1 Sprecheraktivität

5.2 Höreraktivität

6 Formen des Sprecherwechsels im Unterricht

6.1 Sprecheraktivität

6.2 Höreraktivität

7 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht und vergleicht die Mechanismen des Sprecherwechsels in zwei unterschiedlichen sozialen Kontexten: der Alltagskommunikation und der Unterrichtskommunikation. Ziel ist es, die spezifischen Organisationsformen des Rederechts, der Sprecher- und Höreraktivität sowie die Rolle der institutionellen Rahmenbedingungen aufzuzeigen.

  • Strukturelle Makroanalyse von Alltags- und Unterrichtsgesprächen
  • Vergleich von Selbstwahl und Fremdwahl als Steuerungsmechanismen
  • Analyse des IRE-Musters (Initiation-Reply-Evaluation) im Schulkontext
  • Untersuchung von Sprecher- und Höreraktivitäten (Overlap, Gaps, Turn-taking)
  • Differenzierung zwischen symmetrischer Alltagskommunikation und asymmetrischer Unterrichtskommunikation

Auszug aus dem Buch

4.1 Fremdwahl – Selbstwahl

Unterschieden wird beim Wechsel des Sprechers zwischen Selbstwahl und Fremdwahl. Selbstwahl findet statt, wenn keine Zuweisung des Rederechts vorausgeht. In diesem Falle kann jeder andere Teilnehmer die Sprecherrolle übernehmen. Nach Sacks gilt dann das First-Starter-Prinzip. Derjenige, der als Erster zu Sprechen beginnt, erhält das Recht, die Rolle des Sprechers zu übernehmen. Selbstwahl findet also statt, wenn ein Sprecher oder eine Sprecherin den Redebeitrag beendet hat, ohne dass eine bestimmte Person bereits zum nächsten Sprecher fremd-gewählt worden ist (vgl. Linke/Nussbaumer/Portmann 2004: 301).

Unter Fremdwahl versteht man die direkte Zuweisung des Rederechts durch den gegenwärtigen Sprecher. Nur dieser ausgewählte Sprecher erhält das Recht und die Pflicht das Gespräch zu übernehmen. Fremdwahl kann auf explizite Art und auch auf implizite Art erfolgen (vgl. Linke/Nussbaumer/Portmann 2004: 301). Beispielsweise erfolgt die Zuweisung durch den Aufruf des Namens, aber auch die Fremdzuweisung auf nonverbaler Ebene durch Blickkontakt ist möglich.

Wenn nun weder durch Selbstwahl noch durch Fremdwahl ein neuer Sprecher gefunden wurde, hat der gegenwärtige Sprecher die Pflicht, das Gespräch fortzuführen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Wichtigkeit der Kommunikation ein und definiert die zentrale Fragestellung zum Vergleich des Sprecherwechsels in Alltag und Unterricht.

2 Alltagskommunikation: Dieses Kapitel erläutert die Makrostruktur alltäglicher Gespräche, unterteilt in Anfangsphase, Gesprächsmitte und Beendigungsphase.

3 Unterrichtskommunikation: Es wird die institutionelle Struktur des Unterrichtsgesprächs dargelegt, die ebenfalls drei Phasen (Eröffnung, Instruktion, Abschluss) aufweist.

4 Der Sprecherwechsel: Hier werden theoretische Grundlagen wie "Turn" und "Turn-taking" sowie die Unterscheidung zwischen Selbst- und Fremdwahl definiert.

5 Formen des Sprecherwechsels im Alltag: Das Kapitel analysiert, wie sich der Sprecherwechsel in informellen Gesprächen ohne feste Hierarchien durch Selbstwahl gestaltet.

6 Formen des Sprecherwechsels im Unterricht: Hier wird die steuernde Rolle der Lehrperson und das IRE-Muster im Unterrichtsgespräch detailliert untersucht.

7 Fazit: Das Fazit stellt die signifikanten Unterschiede zwischen symmetrischer Alltagskommunikation und asymmetrischer Unterrichtskommunikation zusammenfassend gegenüber.

Schlüsselwörter

Sprecherwechsel, Turn-taking, Alltagskommunikation, Unterrichtskommunikation, Fremdwahl, Selbstwahl, IRE-Muster, Lehrperson, SuS, Gesprächsstruktur, Höreraktivität, Kommunikation, Interaktionsregeln, Institution Schule, Kommunikationstheorie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die soziolinguistischen Grundlagen des Sprecherwechsels und vergleicht diese in informellen Alltagssituationen mit der formalisierten Unterrichtskommunikation.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Organisationsformen des Rederechts, die Rollenverteilung zwischen Sprecher und Hörer sowie die Auswirkungen institutioneller Rahmenbedingungen auf den Kommunikationsfluss.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Unterschiede in der Organisation des Sprecherwechsels bei Alltagssituationen im Vergleich zum gesteuerten Unterrichtsgespräch herauszuarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Gesprächsanalyse und greift auf theoretische Konzepte der Linguistik zurück, wie etwa das IRE-Muster (Initiation, Reply, Evaluation) oder das First-Starter-Prinzip.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Gesprächsstrukturen, die Definition von Turn-taking-Techniken und den detaillierten Vergleich von Alltags- versus Unterrichtssituationen hinsichtlich Sprecher- und Höreraktivitäten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Sprecherwechsel, Turn-taking, Fremdwahl, Selbstwahl, Unterrichtskommunikation und das IRE-Muster.

Wie unterscheidet sich der Sprecherwechsel im Unterricht vom Alltag?

Im Alltag dominiert meist die Selbstwahl in einer symmetrischen Gesprächsbeziehung, während im Unterricht die Lehrperson durch Fremdwahl eine asymmetrische, gesteuerte Struktur vorgibt.

Welche Rolle spielt die Lehrperson bei der Organisation des Sprecherwechsels?

Die Lehrperson fungiert als Initiator und Kontrollinstanz, die das Rederecht vergibt und den Interaktionsprozess durch das IRE-Muster strukturiert.

Excerpt out of 19 pages  - scroll top

Details

Title
Sprecherwechsel in Alltags- und Unterrichtskommunikation
College
University of Wuppertal
Grade
2,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2017
Pages
19
Catalog Number
V424786
ISBN (eBook)
9783668700512
ISBN (Book)
9783668700529
Language
German
Tags
sprecherwechsel alltags- unterrichtskommunikation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2017, Sprecherwechsel in Alltags- und Unterrichtskommunikation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/424786
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  19  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint