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Die Bedeutung des Sehens bei George Sands comte "La fée aux gros yeux" im Vergleich mit "Der Sandmann" von E.T.A. Hoffmann

Title: Die Bedeutung des Sehens bei George Sands comte "La fée aux gros yeux" im Vergleich mit "Der Sandmann" von E.T.A. Hoffmann

Seminar Paper , 2005 , 15 Pages , Grade: Sehr gut

Autor:in: Birgit Hittenberger (Author)

French Studies - Literature
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Die französische Phantastik des 19. Jahrhunderts wurde beträchtlich von E.T.A. Hoffmann beeinflusst und geprägt, so auch George Sand. Als zentrales Thema in Hoffmanns Werk tritt das Augenmotiv oft in Erscheinung. Auch im conte fantastique von George Sand „La Fée aux gros yeux“ hat das Sehen und der Blick eine wesentliche Bedeutung. Ich möchte hier einen Vergleic h zwischen der Novelle Hoffmanns „Der Sandmann“ und Sands „La Fée aux gros yeux“ versuchen, weil in beiden Geschichten die Augen und das Sehen als Hauptmotive auftreten und erstere Erzählung eine besondere literaturhistorische Rolle zukommt, besonders nachdem Freud anhand des „Sandmann“ seine Theorie über das Unheimliche verfasste. Wie ähnelt bzw. unterscheidet sich „La Fée aux grox yeux“ von Hoffmanns Novelle hinsichtlich dieses Motivs? Kann man Freuds psychoanalytische Interpretation des Sandmanns auch auf Sands conte anwenden? Dies sind die Fragestellungen, die ich in folgender Arbeit zu beantworten versuche.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. „Der Sandmann“ von E.T.A. Hoffmann

2. Das Unheimliche und die Psychoanalyse

2.1. Freuds psychoanalytische Interpretation des Unheimlichen

2.2. Das Unheimliche bei „La Fée aux gros yeux“ – ein psychoanalytischer Ansatz

3. Hysterie als Bedrohung durch den Mann – eine feministische Interpretation

4. Das Sehen als Realitätswahrnehmung nach Platon

5. Der Gebrauch von optischen Geräten

Schlusswort

Résumé

Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung des Motivs des Sehens und des Blicks im Vergleich zwischen E.T.A. Hoffmanns Novelle „Der Sandmann“ und George Sands Erzählung „La Fée aux gros yeux“. Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der literarischen Umsetzung dieses Hauptmotivs aufzuzeigen, wobei insbesondere die Anwendbarkeit psychoanalytischer Interpretationen sowie feministische Aspekte im Vordergrund stehen.

  • Das Motiv des Auges und des Sehens in der phantastischen Literatur des 19. Jahrhunderts.
  • Psychoanalytische Deutung des „Unheimlichen“ nach Sigmund Freud.
  • Feministische Perspektiven auf Hysterie und geschlechtsspezifische Bedrohungsszenarien.
  • Wahrnehmungstheoretische Bezüge zum Höhlengleichnis von Platon.
  • Funktion und Bedeutung optischer Hilfsmittel als Instrumente der Erkenntnis oder Täuschung.

Auszug aus dem Buch

4. Das Sehen als Realitätswahrnehmung nach Platon:

Wie ich angemerkt habe, wird bei „La Fée aux gros yeux“ nicht durch das Motiv des Sehens eine unheimlich Wirkung erzielt, und die Geschichte steht in diesem Kontext konträr zum „Sandmann“. Dennoch kann man einen Bedeutungszusammenhang zwischen der Novelle Hoffmanns und Sands conte herstellen. Denn Hoffmann drückt im Sandmann mit diesem Motiv nicht nur die im Unterbewußten gärende, entsetzliche Furcht des Studenten Nathanael aus, sondern auch im Anschluß an die Tradition dessen Unfähigkeit, die Welt wahrzunehmen und zu deuten. (Hädrich, Anthropologie E.T.A. Hoffmanns, S. 88)

Auch bei „La Fée aux gros yeux“ hat Miss Barbara zwar die besondere Fähigkeit, „les plus petits objets comme les autres avec les loupes les plus forte“ (Sand, „Fée“, S. 416) zu sehen, dennoch ist sie durch ihre Kurzsichtigkeit wesentlich in ihrer Wahrnehmungsfähigkeit behindert: [...] elle eût pu gagner le grand prix de myopie au concours de la conscription. Elle ne se doutait pas de la présence des objets, à moins qu´elle ne les touchât ave son nez, qui par malheur était des plus courts. (Sand, „Fée“, S. 415)

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Vorstellung des Themas und der Forschungsfrage bezüglich der Vergleichbarkeit des Motivs des Sehens bei E.T.A. Hoffmann und George Sand.

1. „Der Sandmann“ von E.T.A. Hoffmann: Einführung in die Bedeutung des Auges als zentrales Motiv in Hoffmanns Werk und dessen Einfluss auf die phantastische Literatur.

2. Das Unheimliche und die Psychoanalyse: Darstellung von Freuds Interpretation des Unheimlichen und deren Anwendung sowie Differenzierung bei George Sand.

3. Hysterie als Bedrohung durch den Mann – eine feministische Interpretation: Analyse der Angst vor dem Männlichen unter dem Aspekt einer feministischen Deutung und der Symbolik der Insektenwelt.

4. Das Sehen als Realitätswahrnehmung nach Platon: Untersuchung der Wahrnehmungsfähigkeit der Protagonisten unter Einbeziehung des platonischen Höhlengleichnisses.

5. Der Gebrauch von optischen Geräten: Vergleich der unterschiedlichen Funktionen von optischen Instrumenten wie Lupe und Perspektiv in den beiden Werken.

Schlusswort: Zusammenfassende Gegenüberstellung der literarischen Unterschiede zwischen Hoffmanns phantastischer Novelle und Sands realistischerer Erzählung.

Résumé: Zusammenfassung der wesentlichen Erkenntnisse in französischer Sprache.

Bibliographie: Verzeichnis der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

E.T.A. Hoffmann, George Sand, Der Sandmann, La Fée aux gros yeux, Sehen, Augenmotiv, Unheimliches, Psychoanalyse, Sigmund Freud, Hysterie, Feministische Literaturtheorie, Platon, Höhlengleichnis, Optische Geräte, Phantastik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit vergleicht die Bedeutung des Motivs des Sehens in E.T.A. Hoffmanns „Der Sandmann“ und George Sands „La Fée aux gros yeux“.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Untersuchung konzentriert sich auf Wahrnehmung, psychoanalytische Interpretationsansätze des Unheimlichen, feministische Perspektiven und den philosophischen Diskurs über Realitätswahrnehmung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die zentrale Frage ist, ob man Freuds psychoanalytische Interpretation des „Sandmanns“ auf Sands Werk übertragen kann und wie sich das Sehen als Motiv in beiden Geschichten unterscheidet.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche komparative Analyse, die psychoanalytische und feministische Theorieansätze mit philosophischen Konzepten verbindet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden das Motiv des Auges, Freuds Theorie des Unheimlichen, feministische Aspekte der Hysterie, Platons Höhlengleichnis als Wahrnehmungsmetapher und die Funktion optischer Geräte gegenübergestellt.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Literaturvergleich, Augenmotiv, psychoanalytische Literaturtheorie, Realitätskonstruktion und Phantastik charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die Funktion des Sehens bei Hoffmann und Sand?

Während Nathanael im „Sandmann“ Angst vor dem Verlust der Augen (Kastrationsangst) hat, nutzt Miss Barbara in Sands Werk ihre Augen und Lupen stolz zur Erkenntnisgewinnung.

Warum wird Platon in dieser literaturwissenschaftlichen Arbeit zitiert?

Platons Höhlengleichnis dient als theoretisches Modell, um die eingeschränkte Realitätswahrnehmung der Charaktere und den mühsamen Prozess des Erkenntnisgewinns zu verdeutlichen.

Welche Rolle spielt die „Hysterie“ in der Interpretation von George Sands Werk?

Die Autorin deutet Miss Barbaras Angst vor dem Männlichen als Hysterie im Sinne einer Bedrohung des femininen Universums, wobei sie sich von der rein pathologisierenden Sichtweise des 19. Jahrhunderts distanziert.

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Details

Title
Die Bedeutung des Sehens bei George Sands comte "La fée aux gros yeux" im Vergleich mit "Der Sandmann" von E.T.A. Hoffmann
College
University of Vienna  (Romanistik)
Course
Proseminar Literatur II, George Sand, Leiterin Jutta Fortin
Grade
Sehr gut
Author
Birgit Hittenberger (Author)
Publication Year
2005
Pages
15
Catalog Number
V42483
ISBN (eBook)
9783638405034
ISBN (Book)
9783640328529
Language
German
Tags
Bedeutung Sehens George Sands Vergleich Sandmann Hoffmann Proseminar Literatur George Sand Leiterin Jutta Fortin
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Birgit Hittenberger (Author), 2005, Die Bedeutung des Sehens bei George Sands comte "La fée aux gros yeux" im Vergleich mit "Der Sandmann" von E.T.A. Hoffmann, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/42483
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