Verfolgungen von Juden und sogenannten "Ketzern" im Mittelalter und ihre Reaktionen (1096-1323)


Essay, 2001
18 Seiten, Note: cum laude

Leseprobe

1. Massenmord an den aschkenasischen Juden während des ersten Kreuzzugs (1096)

Die Initiative zum Aufruf zur Befreiung Jerusalems („Waffenhilfe“, „Heidenkrieg“) von den muslimischen Seldschuken ging von Papst Urban II. aus, der gegen Ende des Konzils von Clermont (Notre Dame de Puy) vor einer großen Menge des „meist niedrigen französischen Adels“ am 27.11.1095 sprach.1

Mertens unterscheidet 5 inhaltliche Bestandteile der emotionalen Kreuzzugspropaganda, um die massenpsychologische Begeisterung der Kreuzzugsteilnehmer zu erklären: 1. Die Bedrohung Ostroms, 2. die Projektion des muslimischen Feindbildes, 3. der Hinweis auf die theologische Bedeutung Jerusalems und die Notwendigkeit, die Schändung der Heiligen Stätten zu rächen, 4. die Versicherung des göttlichen Beistands, 5. der Sündenerlaßdurch Teilnahme an der bewaffneten Pilgerfahrt.2

Vor Abmarsch des regulären Kreuzritterheeres (August 1096) bildeten sich fünf oder sechs „Haufen“ von ca. 10.000 Menschen, die von Rittern oder Priestern angeführt wurden und sich aus „Scharen aus den ländlichen und städtischen Mittel- und Unterschichten“ zusammensetzten.2b Innerhalb zweier Monate (Mai/Juni 1096) vernichteten diese Haufen „alle wichtigen Judengemeinden des rhein-fränkisch-lothringischen Raumes“.3 Die Zahl der jüdischen Opfer soll insgesamt nach vorsichtiger Schätzung 4-5.000 Menschen betragen haben. Die Zahl der zwangsgetauften Juden ist nicht überliefert.3b

Wie reagierten die Juden auf die Aggression dieser Haufen? Warum griffen diese die Juden überhaupt an? Schließlich waren die rheinischen Städte nicht Jerusalem und die Juden keine Seldschuken.

Schon 1010 wurden französische Juden mit der Begründung verfolgt, daßein Kalif auf Anstiften französischer Juden die Grabeskirche zerstört habe. 1063/64 veranstalteten christliche Krieger unter spanischen Juden ein Pogrom, obwohl der König von Aragon von einem Muslim ermordet worden sein soll. Papst Alexander II. (1061-1073), der den Kreuzzug gegen die Mauren Nordspaniens veranlaßt hatte4, verurteilte den Pogrom an den Juden und schärfte den Bischöfen Südfrankreichs und Spaniens ein, die Juden zu schützen. Denn die Sarazenen seien die wahren Feinde, die Juden aber seien zu schonen, da sie zur Bekehrung am Jüngsten Tage von Gott vorherbestimmt seien.5

Die Haufen im Frühjahr 1096 wurden jedenfalls von keinem vernünftigen Papstwort gezügelt. Ben Sasson beschrieb, was die jüdischen Gemeinden taten, um sich vor der drohenden Aggression des Kreuzzugsmobs zu schützen:

„[...] Die jüdischen Führer appellierten an den Kaiser und die Bischöfe und andere Oberhäupter in den Städten sowie an die Besitzer von Befestigungen innerhalb und außerhalb der Städte. Sie zahlten riesige Summen an diese potentiellen Beschützer, die ihnen in vielen Fällen tatsächlich befestigte Bauwerke zur Verfügung stellten, in denen sie sich verteidigen konnten, und ihnen sogar eine Wachtruppe zum Schutz gaben. Die Städte indes öffneten den Kreuzfahrern die Tore. Die christlichen Wachen hatten keine Neigung, Ungläubige gegen ihre Brüder zu verteidigen, die in einen heiligen Krieg zogen und, nach ihrer Ansicht, den Juden die Wahl ließen zwischen dem wahren, christlichen Glauben und der Rache für ihre Verstocktheit. In manchen Orten, zum Beispiel in Speyer und Köln, blieben die Bischöfe fest, geboten den Übergriffen schon im Anfangsstadium Einhalt und straften die Gewalttäter mit Tod oder Abhacken der Hände. Doch in den verschiedenen Orten herrschten jeweils andere Verhältnisse, so z.B. mußte der Erzbischof in Mainz, der versucht hatte, die Juden zu schützen, selbst fliehen, um sein Leben vor den Kreuzfahrern in Sicherheit zu bringen.“5a

Die Juden von Mainz brachten sich beim Erzbischof Ruthard, beim Burggrafen und bei befreundeten Mitgliedern der kaufmännischen Oberschicht in Sicherheit. Als ein Haufen von 12.000 Menschen5b mit ihrem Grafen Emicho (Emmerich) vor den Toren der Stadt stand, boten die Juden Geld und Empfehlungsschreiben an. Offensichtlich ohne Erfolg. Nach zwei Tagen (am 3. Sivan 4856 = Dienstag, der 27. Mai 1096) wurden die Tore gegen den Willen des Erzbischofs geöffnet. Angeführt von ihrem Vorsteher, Rabbi Kalonymos ben Maschullam, verteidigten sich die Juden in der erzbischöflichen Pfalz mit Waffengewalt, die jüdischen Frauen warfen Steine aus den Fenstern auf die Feinde. Schließlich wurden sie jedoch aufgrund der Übermacht des Mobs getötet. Die übrigen Juden begingen kollektiven Selbstmord, die Frauen töteten ihre Kinder, die Männer sich gegenseitig, d.h. sie begingen Kiddush-haShem zur Heiligung des göttlichen Namens. Allein in Mainz sollen zwischen 1150-1300 Juden umgekommen sein. Die unvollständigen Memorbücher enthalten die Namen von 550 jüdischen Märtyrern aus Mainz.6 Weitere, offensichtlich geflohene Juden, wurden außerhalb der Stadtmauern ermordet oder zwangsweise getauft. Ein zwangsgetaufter Jude tötete seine Kinder und verbrannte sich in der großen Synagoge, die möglicherweise zuvor vom Mob als Latrine geschändet worden war.7

Der Vorsteher der jüdischen Gemeinde Mainz, Rabbi Kalonymos ben Maschullam, hatte, als Nachrichten von dem Mob mit den mörderischen Absichten zu ihm drangen, einen Schutzbrief des Königs Heinrich IV.8a erhalten. Doch dieser römische Kaiser hielt sich in Italien auf und konnte zum Schutz der Juden von Mainz vor dem Kreuzzugsmob nichts anderes tun, als an die Reichsfürsten (Bischöfe) zum Schutz der Juden zu appellieren. Im Kontext des Investiturstreits standen die Bischöfe auf kaiserlicher Seite, denn sie hatten kein Interesse, auf ihre Regalien zu verzichten. Nachdem mehr als 1100 der Gemeindemitglieder des R. Kalonymus vom Mob getötet worden waren, gelang es ihm angeblich, mit 53 Männern, Frauen und Kindern unter dem bischöflichen Schutz von 300 Bewaffneten nach Rüdesheim mit einem Schiff zu fliehen. Als die wilden Kreuzfahrer auch dort anrückten, rief der Erzbischof R. Kalonymos zu sich und teilte ihm mit, daßer ihn und seine Gruppe nicht mehr schützen könne. Er solle sich entweder taufen lassen oder dem Tod stellen. Der Rabbi, der nach einer Quelle zuvor seinen Sohn Mar Josef nach dem biblischen Vorbild der Opferung Isaaks (Akedah) getötet hatte, soll ein Messer ergriffen haben, um den Erzbischof zu töten, wurde aber von den Knechten des Erzbischofs daran gehindert und von diesen niedergemacht. Nach anderen Quellen soll R. Kalonymos den Erzbischof ein zweites Mal gar nicht aufgesucht haben, sondern Kiddush haShem begangen haben oder wurde von Feinden ermordet.8

In Worms überfiel eine Koalition aus Kreuzfahrern und Städtern an einem Sonntag, den 18. Mai 1096, unter dem Vorwand einer angeblich von Juden begangenen Brunnenvergiftung die Häuser derjenigen Juden, die sich nicht in die bischöfliche Pfalz geflüchtet hatten, und ermordeten Junge und Alte. Eine Woche später griffen die wilden Kreuzfahrer – vermutlich unter Beteiligung der aus umliegenden Dörfern herbei geströmten Landbevölkerung - auch diejenigen Juden an, die sich in den Bischofspalast zurückgezogen hatten. Vor der Übermacht des Mobs begingen sie Kiddusch haShem. Ca. 800 Juden, Männer, Frauen und Kinder sollen in Worms zugrunde gegangen sein.8b

Während es dem Bischof Johann in Speyer gelang, die Juden dieser Stadt in seinem Palast vor den Verfolgungen der Kreuzfahrer, die dort am 3. Mai auftauchten, so wirksam zu schützen, daßdort nur 11 Juden umkamen9, verfolgten die Erzbischöfe Hermann III. von Köln und Egilbert von Trier andere Strategien, um die Juden in ihren Erzbistümern vor den mörderischen Aggressionen des wilden kreuzfahrenden Mobs zu bewahren.

In Köln fanden die Juden zunächst in den Häusern befreundeter Christen Schutz. Als der bewaffnet pilgernde Mob am 1. Juni 1096 Köln erreichte, zerstörte er die Synagoge, die Häuser der Juden und ermordete einzelne Juden. Der Erzbischof, der aus den Erfahrungen von Worms und Mainz gelernt hatte, fasste den Beschluß, die ca.1000 Kölner Juden auf sieben teils befestigte, teils ländliche Orte zu verteilen: Neuß, Wevelinghoven, Eller, Xanten, Moers, Kerpen und Geldern.10

Haufen von Kreuzfahrern überfielen die Juden in Neußam 24. Juni 1096, die in Wevelinghoven einen Tag später. Wie die Zeloten im Ersten Jüdischen Krieg auf der Festung Masada an der Westküste des Toten Meeres im Frühjahr 74 kollektiven Selbstmord begingen, da sie angesichts der Übermacht ihrer Verfolger keine Mittel der Verteidigung sahen, begingen auch die 300 Juden in Eller zu Beginn des Shabbat, am 27. Juni 1096, die höchste Form des Kiddush haShem, die Akedah, indem sie sich von fünf Frommen abschlachten ließen, bevor ein Frommer die restlichen vier tötete und sich von einem Turm stürzte. Auch die jüdische Gemeinde in Xanten soll sich am selben Tage unter Leitung ihres Rabbi zum „gemeinsamen Opfertod“ entschlossen haben.11

Auch in Kerpen hatten die Kreuzfahrer wenig Menschenfreundliches im Sinn. Die Juden wurden gezwungen, ein Haus aus den Steinen des Kölner Judenfriedhofs zu erbauen, eine andere hebräische Quelle berichtet von Zwangstaufen. In Geldern hingegen wurden die Juden ausgeplündert.12

In Trier musste der Erzbischof Egilbert fliehen und sich verstecken, nachdem er um Pfingsten (1. Juni) eine judenfreundliche Predigt in der Stiftskirche St. Simeon (Porta Nigra) gehalten hatte.12b Die Juden suchten hinter den soliden Mauern der römischen Palastaula Schutz. Der Erzbischof versuchte Mitte Juni, mit den Juden wegen ihrer ausweglosen Lage zu verhandeln. Er stellte die Juden vor die Alternative: Taufe oder Verlassen der Burg. Da er verhindern wollte, daßdie Frauen ihre Kinder in die Zisterne würfen, ließer letztere verschließen. Außerdem ließer die Mauern bewachen, damit sich niemand hinunterstürzte. Da die Juden nicht bereit waren, sich freiwillig taufen zu lassen, andererseits der Oberhirte verhindern wollte, daßsie a) kollektiv Kiddush haShem begingen oder b) den Kreuzfahrern in die Hände fielen, ließer die Juden Tag und Nacht durch seine Ministerialen bewachen und schließlich jüdische Frauen und jüdische Männer – unter Mißachtung des Kirchenrechts – zwangstaufen.13

Zur Erklärung der mörderischen Aggressivität der wilden Kreuzzugshaufen verweist Lotter 1. auf die antijudaistischen Adversus-Iudeos-Traktate. Deren antijüdische Stereotypen blieben jedoch unterhalb des Vorwurfs des Gottesmordes. 2. Auf der vulgärtheologischen Ebene versuchten gewisse Geistliche durch eine willkürliche Bibelexegese bestimmter Psalmen und Propheten eine Verbindung zwischen dem hochkirchlichen Antijudaismus und den judenfeindlichen Kreuzzugspredigten herzustellen. 3. Von den schlichten Kreuzzugsfahrern wurden die Juden als Mörder des Gottessohns angesehen und diese Vorstellung wurde durch den Heilig-Grab-Kult gefördert. Juden wurden vom Kreuzzugsmob als „ewig Verdammte“ angesehen. Die eschatologische Rechtfertigung der Juden in der hochkirchlichen Theologie im Sinne der augustinisch-paulinischen Lehre wurde durch die vulgärtheologischen Deutungen entwertet.14

Die Pogrome in Worms und Mainz können nicht ohne den Hinweis auf die Interessenkongruenzen zwischen den städtischen Unter- und Mittelschichten mit den wilden Kreuzfahrern erklärt werden, deren Aggressionen sich gegen die Juden und die auf kaiserlicher Seite befindlichen Bischöfe richteten.14b Allerdings verliefen die Konflikt- und Solidaritätslinien offenbar nicht ganz so schlicht. Warum sollte sonst Kaiser Heinrich IV. nach seiner Rückkehr aus Italien den Erzbischof von Mainz wegen Veruntreuung jüdischen Vermögens zur Verantwortung gezogen haben?

[...]


1 Vgl. Dieter Mertens: Christen und Juden zur Zeit des ersten Kreuzzugs, in: Bernd Martin; Ernst Schulin (Hgg.): Die Juden als Minderheit in der Geschichte. München 1981, S. 47; vgl. Geschichte in Quellen. Mittelalter. Reich und Kirche. Bearb. von Wolfgang Lautemann. München 1978, 2. Aufl., S. 365-369.

2 Vgl. Mertens, S. 53.

2b Vgl. Friedrich Lotter: „Tod oder Taufe“. Das Problem der Zwangstaufen während des Ersten Kreuzzugs, in: Alfred Haverkamp (Hg.): Juden und Christen zur Zeit der Kreuzzüge. Sigmaringen 1999, S. 108.

3 Vgl. Mertens, S. 49.

3b Vgl. ebd., S. 49. Lotter schätzt die Zahl der in deutschen Städten zugrunde gegangenen Juden auf 3000 Menschen. Vgl. Lotter, a.a.O., S. 115.

4 Vgl. Hans Kühner: Neues Papstlexikon. Frankfurt a.M. 1965, S. 60.

5 Vgl. Mertens, S. 52. Nach Lotter lobte Papst Alexander II. die Bischöfe aus dem Languedoc und dem christlichen Spanien dafür, daßsie die Juden beschützt hätten. Die Spanienfahrer hätten die Juden aus „Unwissenheit“ und „Habgier“ erschlagen wollen. Doch sei dieses gar nicht geschehen. In einem Schreiben äußerte dieser Papst: „... Non enim gaudet Deus effusione sanguinis... Omnes enim leges tam ecclesiasticae quam saeculares effusionem humani sanguinis prohibent.“ In einem anderen Schreiben erklärte derselbe Papst die unterschiedliche Haltung der Kirche gegenüber den Juden im Vergleich zu den Sarazenen: „Dispar nimirum est Iudaeorum et Sarracenorum causa. In illis enim, qui Christianos persequuntur et ex urbibus et propriis sedibus pellunt, iuste pugnatur, hi ubique parati sunt servire...“ Vgl. Lotter, S. 121 u. Anm. 48; Mertens, S. 49, Anm. 49.

5a Vgl. Haim Hillel Ben-Sasson (Hg.): Geschichte des jüdischen Volkes. Von den Anfängen bis zur Gegenwart. München 1992, S. 508.

5b Eine jüdische Quelle bezeichnete sie als „haToim“ (Irrende = Kreuzfahrer), „haIronim“ (Städter) und „Am haAretz“ (ungebildete Landleute). Vgl. Lotter, S. 131, Anm. 85.

6 Vgl. Julius H. Schoeps (Hg.): Neues Lexikon des Judentums. Gütersloh 1992, S. 309, Artikel: Memorbuch. Vgl. Lotter, S. 114.

7 Vgl. Mertens, S. 49f; vgl. Kurt Frischler: Das Abenteuer der Kreuzzüge. Heilige, Sünder und Narren. München 1973, S. 46.

8a „[...] 1090 garantierte H.[einrich IV.], der mit dem Papst [Urban II.] im Streit um das Investiturrecht lag, den Juden von Speyer und Worms teilweise im Widerspruch zum kanonischen Recht den Schutz von Leib und Leben, Besitz und Handelsgeschäften, Religionsausübung und Rechtsautonomie und regelte das Prozeßrecht. Zu Beginn des 1. Kreuzzugs befahl H.[einrich IV.] den Reichsfürsten, die Juden zu schützen, konnte jedoch Massaker in einigen rheinischen Städten nicht verhindern. Nach seiner Rückkehr 1097 erklärte er in Regensburg trotz kirchl.[icher] Proteste die Zwangstaufen für ungültig und zog Erzbischof Ruthard von Mainz wegen Veruntreuung jüd.[ischen] Vermögens zur Verantwortung. 1103 verkündete H.[einrich IV.] in Mainz einen allg.[emeinen] Landfrieden und bezog dabei ausdrückl.[ich] die Juden ein.“ Schoeps (1992), Artikel „Heinrich IV.“, S. 190.

8 Vgl. Kalonymos. Beiträge zur deutsch-jüdischen Geschichte aus dem Salomon Ludwig Steinheim-Institut, 3. Jg. 2000, Heft 1, S. 12; vgl. Lotter, S. 132, 142.

8b Vgl. Lotter, S. 114; 129f; der amtierende Bischof soll nicht auf kaiserlicher Seite gestanden haben, doch ging die Öffnung des Bischofspalastes vermutlich auf seine Initiative zurück. Vgl. ebd., S. 131.

9 Vgl. Lotter, S. 129f. Später ließBischof Johann von Speyer den am Judenmord verantwortlichen Bürgern der Stadt die Hände abschlagen, eine Strafe, die das Schutzprivileg Heinrich IV. von 1090 für versuchten und ausgeführten Judenmord vorsah.

10 Vgl. Lotter, S. 133.

11 Vgl. Lotter, S. 137f.

12 Vgl. Lotter, S. 145.

12b Vgl. Eva Haverkamp: „Persecutio“ und „Gezerah“ in Trier während des Ersten Kreuzzugs, in: Alfred Haverkamp (Hg.), a.a.O., S. 63f. „Der 1. Juni ist auch der Festtag des Trierer Heiligen Simeon.“

13 Vgl. Lotter, S. 145-47. Um die Juden zu einer Entscheidung zu zwingen, ließder Bischof angeblich drei Juden, darunter einen Knaben und ein Mädchen, von seinen Ministerialen töten. Drei Frauen erkauften sich die Flucht aus dem Palast und begingen gemeinsam Kiddush haShem, indem sie sich in die Mosel stürzten. Vgl. Haverkamp, S. 69f. Nach einem Jahr sollen die zwangsbekehrten Trierer Juden zu ihrem alten Glauben zurückgekehrt sein, was ihnen aufgrund der Erklärung Heinrich IV. in Regensburg im Jahr 1097 ausdrücklich gestattet wurde.

14 Vgl. Lotter, S. 124f.

14b Vgl. Mertens, S. 57f.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten

Details

Titel
Verfolgungen von Juden und sogenannten "Ketzern" im Mittelalter und ihre Reaktionen (1096-1323)
Hochschule
Universität Bielefeld  (Fakultät für Geschichtswissenschaft und Philosophie)
Veranstaltung
Rigorosum
Note
cum laude
Autor
Jahr
2001
Seiten
18
Katalognummer
V424926
ISBN (eBook)
9783668701984
ISBN (Buch)
9783668701991
Dateigröße
523 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Erster Kreuzzug, Judenverfolgung, rheinische Bischofstädte, Kreuzzug gegen die Katharer, Inquisition, Waldenserverfolgung
Arbeit zitieren
Dr. phil. Volker Beckmann (Autor), 2001, Verfolgungen von Juden und sogenannten "Ketzern" im Mittelalter und ihre Reaktionen (1096-1323), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/424926

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